| Krieg mit dem Irak Die Angriffspläne der USA gegen den Irak waren noch in der Schublade, da gab es schon Befürwörter einer deutschen Beteiligung an neuen Gemetzel Rezension: |
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| Im Jahr 2006 wurde
dann aufgedeckt, dass die deutsche Nichtbeteiligung am Irak-Krieg gelogen war.
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| In der Hoffnung auf Geschäfte beim
Wiederaufbau des durch die USA & Allierte zerstörten Irak schwenken
immer mehr deutsche Politker zur Kriegsfront über ( |
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| Verteidigungsminister
Struck, SPD, befürwortet ein
stärkeres Engagement der NATO im Irak. Voraussetzung dafür sei
allerdings ein UN-Mandat. Sollte es dazu kommen, schloss Struck auch eine
Mitwirkung deutscher Soldaten nicht aus. ARD 10.08.2003 | 13:52
Uhr |
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| "Der Gotteskrieger gegen den Moslem.
Als Bush von einem Kreuzzug gegen den Terrorismus sprach, galt das als
Ausrutscher. Aber der Verdacht blieb, dass nun doch sein Kampf der Kulturen
beginnt. Das provoziert vor allem muslimische Länder. Kreuzzug = Djihad.
Die Feinde radikalisieren sich im himmlischen Auftrag."
Bush und Gott, Monitor, ARD, 03.04.2003 |
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| CDU-Generalsekretär Laurenz
Meyer wiegelte am Donnerstag ab: Die Zahl der Kriegsgegner in seiner
Partei sei verschwindend gering. SZ, 4.4.2003,
S.7 |
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| Angela Merkel,
CDU, lobt Haltung der Regierung ohne dass sie es merkt. Angela Merkel meint, der Krieg sei notwendig gewesen. Angela Merkel meint, dass Schröder den Krieg wahrscheinlicher gemacht hat. OVB, 4.4.2003, S.2 Das heisst, die deutsche Regierung hat mit ihrer Haltung das Notwendige wahrscheinlicher gemacht, es befördert. Das ist das Ziel der Politik: das Notwendige durchzusetzen. |
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| Jörg Schönbohm, CDU, zum Irak-Krieg: "Wir
müssen endlich einmal wegkommen von dieser Gefühlsbetroffenheit. Wir
müssen den Problemen rational begegnen." OVB, 1.4.2003,
S.2 |
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| Angela Merkel,
CDU, hat ihre Unterstützung der kriegsmächte noch
deutlicher betont. Sie sagte in der ARD: "Man hatte einen Punkt erreicht, an
dem Krieg unvermeidbar geworden war. Bei einem Nichhandeln wäre der
Schaden noch größer gewesen." OVB, 28.3.2003,
S.5 |
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| Der Krieg gegen
den Irak ist weder legitim noch notwendig: Es ist kein Verteidigungskrieg, der
Irak hat auch keine unmittelbare Bedrohung der USA oder eines seiner
Nachbarländer dargestellt, die einen Präemptivkrieg gerechtfertigt
hätte. Es ist ein nutzloser Krieg, dessen humanitäre Folgen immens
sein werden und dessen geopolitischen Dominoeffekte unkalkulierbar sind. Das
amerikanische Versprechen, dass ein Regimewechsel im Irak die Demokratie in
anderen arabischen Staaten fördern und die Chancen für Frieden im
Nahen Osten stärken würde, ist politischem Wunschdenken entsprungen
und bestenfalls eine Kalkulation mit mehreren Unbekannten. Volker Perthes: USA darf Krieg nicht verlieren, SZ 24.3.2003, S.2 |
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US Dokumentarfilmer
Michael Moore nutzte seinen Oscargewinn zu
einem leidenschaftlichen Protest gegen den Irakkrieg und George W. Bush.
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Dirigent Gerd Albrecht bekam die fristlose Entlassung angedroht. Er hat bei einem live übertragenen Konzert als Chefdirigent des Kopenhagener Symphonieorchester gegen den Irakkrieg Bushs protestiert. OVB, 25.3.2003, S.21 |
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| Nichts von der Einhaltung des
Völkerrechts hält offensichtlich Wolfgang Zeitlmann, CSU (Verständnis). |
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| Dem
Generalbundesanwalt Kay Nehm liegen ca. 150
Anzeichen gegen Angela Merkel, CDU
(Aufstacheln zum Angriffskrieg) und die Bundesregierung (Beihilfe zur Vorbereitung eines
Angriffskriegs) vor. Zu erwarten ist, daß diese Anzeigen niedergeschlagen
oder abgelehnt werden oder, wie einst meine Anzeige gegen Helmut Kohl, CDU (Devisenvergehen), in den
Papierkorb wandern. SZ, 21.3.2003, S.9 |
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| Alois
Glück, CSU, schon lange pro deutsche Kriegsbeteiligung (Januar 2003, Februar
2003) blickt offensichtlich nicht mehr durch: "Auch Schröders
Politik hat diesen Krieg wahrscheinlicher gemacht". OVB,
19.3.2003, S.4 Angela Merkel, CDU,
stellte diese geistige Konfusion zeigende Behauptung im Bundestag auf. |
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Edmund Stoiber, CSU,
u.a.: Schröder isoliert Deutschland durch sein "Nein" zum Irakkrieg. Egal
ob man die Zahl der Länder nimmt, ihre Fläche oder die Einwohnerzahl:
der Vorwurf der Isolation ist lächerlich.
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| Wie sehr die Kriegsrhetorik schon in
den deutschen Köpfen ist, zeigt die Schlagzeile der Süddeutschen
Zeitung, 6.3.2003, auf Seite 1: "Kriegsgegner drohen
mit Veto im Sicherheitsrat". Nicht die Bellizisten drohen mit Krieg,
sondern die den Frieden bewahren wollen, drohen mit dem Friedensveto.
Leserbrief in der SZ, 14.3.2003 |
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| Gerhard Merkl, CSU,
kritisierte die scharfe Haltung Stoibers zur Friedenspolitik Schröders und
forderte ihn und die CSU zu einem Kurswechsel auf. Alois Glück, CSU, verteidigte Edmund Stoiber:
"Die Stimmung in der Fraktion ist eine andere." Die Linie des
Ministerpräsidenten Edmund Stoiber
(pro Bush; angeblich sich Deutschland isoliert) habe in der CSU große
Zustimmung. OVB, 21.2.2003, S.4 |
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| Kümmerlich begründete
Edmund Stoiber, CSU, seine Missbilligung
der deutschen Linie in Nato und um den Krieg im Irak. Jahrzehntelang sei das
transatlantische Bündnis Tiel der deutschen Staatsräson gewesen. Nun
spalte Schröder mit seinen Festlegungen auch Europa. SZ,
12.2.2003, S.2 Dem ist entgegen zu halten:
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| Angela Merkel, CDU, bekräftigte zum
wiederholten Male, Deutschland solle sich im Falle eines Irakkriegs nach seinem
Vermögen beteiligen. Sie nannte: ABC-Spürpanzer, Awacs-Flugzeuge,
Patriot-Raketen. Friedbert Pflüger,
CDU, müßte eigentlich Kriegbert heissen: er griff die Kirchen wegen ihrer
ablehnenden Haltung zum Krieg heftig an. SZ, 10.2.2003,
S.7 |
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| Dieter Hundt, Präsident der Bundesvereinigung
der Deutschen Arbeitgeberverbände BDA, beteuert zwar "Auch ich will
selbstverständlich keinen Krieg", doch diffamiert er die gegen den Krieg
Demonstrierenden als "Wolf im Schafspelz", alte linke Antiamerikaner und
Gutmenschen. Die deutsch-amerikanische Freundschaft ist ihm dann doch Grund
genug für einen Krieg mit dem Irak und deutscher Beteiligung.
"Ein verfehlter Friedensaufruf", SZ, 6.2.2003, S.7.
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| Johannes Paul II., Vatikan, bei seinem
Neujahrsempfang, 13.1.2003: "Krieg ist niemals ein unabwendbares Schicksal.
Krieg bedeutet immer eine Niederlage für die Menschheit."
SZ, 14.1.2003, S.1 |
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| Edmund
Stoiber, CSU, hat "Respekt für die Gesinnungsethik der
Kirchen"; die Verantwortung für ein Eingreifen oder Abwarten im Irak trage
letzlich die Politik. OVB, 16.1.2003, S.2 Die
Übernahme der Verantwortung für einen Krieg durch Politiker gab's
schon mal im 20. Jahrhundert. |
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Noch sind die
Angriffspläne der USA gegen den Irak noch in der Schublade, da gibt es
schon Befürwörter einer deutschen Beteiligung an neuen Gemetzel.
Jugoslawien 1999 und
nach 1999 und Afghanistan
genügen nicht!
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