| Lügen der Parteien Hier einige Lügen, die nicht so leicht einem Politiker zuordenbar sind |
| Die CSU hat seit
Jahrzehnten eine solide Mehrheit im Landtag. Vielleicht ist das der Grund,
daß alle Positionen in der Öffentlichkeitsarbeit von
Parteienthusiasten besetzt sind. Anders ist es nicht erklärlich, daß
schon die Überschriften der Zwei Beispiele vom 26.11.2004: 1) "25.11.2004: Bildungsausschuss: Zensur von Schülerzeitungen wird abgeschafft" Liest man den 2) "24.11.2004: Haushaltsausschuss: Goppel will Studiengebühren möglichst schon ab nächstem Herbst" Bereits seit dem Sommersemester 2004 gibt es an der LMU München Studiengebühren. Sie wurden zur Tarnung Verwaltungsgebühr genannt. Ich habe sie bereits zweimal treu bezahlt. a) Diese Gebühren gehen nicht an die LMU München. b) Für die Verwaltung wird seit Jahrzehnten der Studentenwerksbeitrag erhoben. Die neue Gebühr ist daher keine Verwaltungsgebühr sondern eine Studiengebühr. Die Überschrift ist daher zumindest irreführend. Richtig wäre: "Goppel will weitere Studiengebühren möglichst schon ab nächstem Herbst". |
| Herr Schnappauf, CSU,
bezeichnete die CSU als die "Partei der Zukunftsvorsorge schlechthin" und Herr
Söder, CSU, behauptete, die Grünen betrieben nur aus taktischen
Gründen Umweltpolitik. "CSU setzt auf alternative Energien", SZ, 13.9.2004; weitere Lügen von Werner Schnappauf und Markus Söder. Der Schriftsteller Carl Amery weist dies als "Geschichtslüge von wahrhaft atemberaubender Dreistigkeit" zurück: "Die beiden Herren haben gelogen, und zwar schamlos." Leserbrief, SZ 20.9.2004, S.45 |
| "Die
Neuverschuldung soll auf 350 Millionen Euro «gedeckelt» werden, um
eine realistische Grundlage für einen Haushalt ohne neue Schulden ab dem
Jahr 2006 zu schaffen." Klausurtagungen der Fraktionen: CSU-Fraktion segnet
Stoibers Sparpläne ab, Pressemeldung 16.1.2004. Dazu kommen das verschweigt die Pressemeldung 400 Millionen Euro Neuverschuldung aus dem Vorziehen der Steuerreform. Damit liegt die Neuverschuldung 2004 über 2003. OVB, 16.1.2004, S.2 "Blickt man nüchtern auf den Entwurf für den Nachtragshaushalt 2004, dann muss man feststellen, dass Bayern heuer statt 229 Millionen Euro rund 750 Millionen Euro Schulden aufnehmen muss und sein angepeiltes Einsparziel glatt verfehlt." Sebastian Beck: "Die neue Stärke der CSU-Fraktion", SZ, 16.1.2004, S.39. Finanzminister Kurt Faltlhauser, CSU, lobte diese Belügung der Bevölkerung: Dieser Nachtragshaushalt ist eine Sensation. SZ, 16.1.2004, S.39 |
| Anzeige der
Bayerischen Staatsregierung am 11. Juli 2003: "Die Bayerische Staatsregierung handelt: Entbürokratisieren, deregulieren, flexibilisieren." SZ, 11.7.2003, S.41 Am selben Tag stimmte der Bundesrat (allen voran Bayern) gegen entbürokratisieren, deregulieren, flexibilisieren. |
| Edmund
Stoiber von der CSU, die bisher eine gesamtdeutsche Beteiligung der
Bürger am politischen Geschehen (abgesehen vom vierjährlichen Kreuz)
strikt ablehnte, fordert eine Volksbefragung über die Verfassung der
Europäischen Union. OVB, 22.4.2003, S.5 |
| Die absolute Mehrheit
der CSU Fraktion im bayerischen Landtag hat
sich gegen einen Volksentscheid auf
Bundesebene ausgesprochen. Münchner Merkur, 12.Februar
1999, Seite 4 Gibt es größere Lügner als die MdL der CSU, die gleichzeitig eine bundesweite Unterschriftenaktion gegen Ausländer durchführen? |
| Ich wurde per Email darauf hingewiesen, daß genau genommen nicht Edmund Stoiber der Copyrightinhaber von Hitlers "Mein Kampf" ist, sondern das Bayerische Finanzministerium. Oberster Chef ist aber Edmund Stoiber. |
| Während sich die CSU bis vor
kurzem noch gegen jede Volksbefragung sträubte CSU-Chef Theo Waigel gegen bundesweite Volksentscheide Münchner Merkur, 20.10.1998, Seite 2 griff nun Edmund Stoiber, CSU, Copyrightinhaber von Hitlers "Mein Kampf", widerwillig zu diesem demokratischen Mittel. Sein Lakai Erwin Huber, Bayerische Staatskanzlei, will eine bundesweite Volksbefragung zur doppelten Staatsbürgerschaft. Münchner Merkur, 30.12.1998, Seite 4 |