| Lügen zur Großen Koalition 2005 Vor Wahlen lügen Politiker. Nach den Wahlen ist vor den Wahlen |
|||||
Das Programm der großen
Koalition von CDU, CSU und SPD:
Wolfgang Gerhard, FDP: "Einnahme-Verbesserungs-Programm"; Oskar Lafontaine, Linkspartei: "Koalition der Massenarbeitslosigkeit und des Sozialabbaus". SZ, 12.11.2005, S. 1
|
|||||
| Statt Einsparungen (vor der Wahl) nun (nach
der Wahl) primär Einnahmenerhöhung Vor der Wahl sprachen viele Politiker von Einsparungen. Nach der Wahl redet man beschönigend noch vom Primat der Einsparungen oder davon, dass Einsparungen selbstverständlich im Vordergrund stünden (Angela Merkel, CDU; SZ 9.11.2005, S. 1). Ausnahme: Peter Steinbrück, SPD, der geplante Finanzminister, will die Lücken zur Hälfte (!?) durch Ausgabenkürzungen schließen (SZ, 29.10.2005, S. 5). Ich bin skeptisch. Die Diskussion nach der Wahl dreht sich kaum um Einsparungen (Ausgabenseite des Etats) sondern primär um Einnahmenerhöhung:
|
|||||
| Lügen über die Große Koalition an
sich |
|||||
| Roland
Koch, CDU, Ministerpräsident von Hessen: "Eine große
Koalition wäre schrecklich für das Land, weil sie jahrelangen
Stillstand bedeutne würde." 12. Sept. 2005, laut SZ,
6.10.2005, S. 2 |
|||||
| Angela Merkel,
CDU: "Ich habe gesagt, ich will keine große
Koalition und es wird sie auch nicht geben." 20.
Juli 2005, laut SZ, 6.10.2005, S. 2 Angela Merkel, CDU: "Eine Große Koalition steht für mich nicht zur Debatte, denn sie bedeutet Stillstand und das ist genau das Gegenteil von dem, was Deutschland braucht." |
|||||
| Edmund
Stoiber, CSU, zur «Bild am Sonntag»: ein Bündnis
von Union und SPD wäre aus seiner Sicht «ein Problem für die
Demokratie». Er wolle daher eine Große Koalition «auf jeden
Fall vermeiden». Edmund Stoiber, CSU: "Eine große Koalition wäre schlecht fürs Land". |
|||||
| Christian
Wulff, CDU, Ministerpräsident von Niedersachsen: "Wir treten an
für einen grundlegenden Politikwechsel - im Stil und im Inhalt. Das ist in
einer Großen Koalition mit der SPD nicht zu machen. Dort würden auch
die großen Probleme, die wir in Deutschland heute haben, nicht
gelöst, sondern wir würden uns mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner
bis zur nächsten Wahl hangeln." "Große Koalitionen können wie Bremen zeigt funktionieren, aber für Berlin lehne ich sie strikt ab." 15. Sept. 2005, laut SZ, 6.10.2005, S. 2 |