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Franz
Schubert, Wilhelm Müller: Winterreise, D. 911 Liederzyklus für Singstimme und Klavier, Herbst 1827 – |
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Franz Schubert
(1797-1828) über seine Winterreise: “Ich werde euch einen Zyklus schauerlicher Lieder vorsingen. Ich bin begierig zu sehen, was ihr dazu sagt. Sie haben mich mehr angegriffen, als dies bei anderen der Fall war. Mir gefallen diese Lieder mehr als alle, und sie werden euch auch noch gefallen.” |
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| Wilhelm August Rieder: Franz Schubert, 1875 |
| Links |
| Winterreise | |
Anmerkung: "Die Winterreise" ist von Wilhelm Müller, von Franz Schubert ist: "Winterreise" |
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| Müller, Wilhelm | |
| Internationale
Wilhelm Mueller Gesellschaft mit zwei verschiedenen Webauftritts: |
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| Schubert, Franz | |
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| Richtigstellung
für Franz Schubert und Wilhelm Müller "Durch die ältere musikwissenschaftliche Literatur geisterte mehr oder weniger deutlich der Vorwurf, Franz Schubert sei nicht gerade ein profunder Kenner der Poesie gewesen, ja er hätte sein Genie an den "unwürdigen" Lyriker Wilhelm Müller, den Autor der Schönen Müllerin und der Winterreise, verschwendet. Erst in jüngerer Zeit wendete sich das Blatt. Je mehr man Schubert operettenhaftes "Schwammerl"-Image (als naiver, dicklicher und ebenso unglücklicher Liebhaber) als falsch erkannte, je mehr man in ihm auch den Intellektuellen entdeckte, der seine kompositorische Sprache in den Dienst humaner Utopien zu stellen vermochte, desto mehr setzte sich die Einsicht durch, die Auswahl seiner Textvorlagen habe auf höchstem Reflexionsniveau stattgefunden." Matthias Henke, Musikwissenschaftler an den Universitäten in Kassel und Würzburg: |
| Winterreise, Film,
Regie und Buch: Hans Steinbichler Darsteller: Josef Bierbichler, Sibel Kekilli, Hanna Schygulla D 2006, 99 Minuten – |
| Winterreise Hörspiel von Werner Cee, Produktion: HR 2010 Eine zeitgenössische Interpretation, die mit dem renommierten "Prix Italia" ausgezeichnet wurde. Kommentar: mich überzeugte die Produktion nicht. Die eingangs geäußerte Festsstellung, dafür seien englische Texte erforderlich leuchtete nicht ein. Der Klang im Hintergrund war recht beliebig. |
| Literatur (Mini-Auswahl) |
| Feil,
Arnold: Franz Schubert. Die schöne Müllerin - Winterreise.
Stuttgart: Reclam, 1975. Mit einem Essay »Wilhelm Müller und die
Romantik« von Rolf Vollmann Neuausgabe: Ditzingen: Reclam, 1996, siehe |
| Wer weiter in
die Liederzyklen Schuberts eindringen will kommt an dieser Ausarbeitung
(mit vielen Notenbeispielen) nicht vorbei. Arnold Feil macht vieles in
Schuberts genialen Liedern bewußt. (Wie es bezüglich des Textes
übrigens auch ausgezeichnet Erika von Borries schafft: Feil gliedert seinen Stoff in einen allgemeinen Einleitungsteil, der die Entstehung der Liederzyklen behandelt. Dann bespricht der drei einzelne Lieder: "Im Dorfe" und "Rückblick" aus der Winterreise und "Halt!" aus Die schöne Müllerin. Es folgen eingehende Besprechungen von Die schöne Müllerin und Winterreise. Schon in dem einleitenden Kapitel über die Lieder Schuberts allgemein wird (auch mir als Musiklaien) vieles einsichtig. Die Detailbesprechungen bringen wohl dem Musikspezialisten viel, doch kann sie auch der Laie mit Gewinn lesen. Er muß ja nicht an irgendwelchen Ausdeutungen von Achtel-Noten hängenbleiben. Vom abschliessenden Essay von Rolf Vollmann war ich dagegen enttäuscht. Das streicht aber keinen Deut an der starken Leseempfehlung für alle Lied- und Schubertfreunde. |
| La Mara (Marie Lipsius): Franz Schubert. Leipzig: Breitkopf & Härtel, 1912. 64 S. 10. Auflg. Neubearbeiteter Einzeldruck aus den Musikalische Studienköpfe, Leipzig, 1868. |
| Kleine
Schubert-Biografie der deutschen Musikschriftstellerin Marie Lipsius, die
unter dem Pseudonym La Mara schrieb. Auch heute noch lesenswert wegen
der knappen aber lobenden Darstellung des Komponisten. Zudem sprach La
Mara noch mit Personen, die Schubert persönlich kannten und sie
berichtet darüber. Eine kleine Kostprobe: "Arm und unbeachtet ging er, der Tönereiche, durchs Leben. Nur sich selbst zur Lust sang er, weil er nicht anders konnte, bis der Tod dem Unermüdlischen Schweigen gebot und die Welt ihn verlor, noch bevor sie wußte, was sie in ihm besessen." (S. 3) |
| Bischoff, Bodo: "... es ist nichts als der Winter, der Winter kalt und wild." Das Wegweisermodell und die Todessymbolik in Franz Schuberts Winterreise. In Vorbereitung |
| Henke, Matthias (1997): "»Suche mir versteckte Stege« - Annotationen zu »Die Post« und »Täuschung«, den von Wilhelm Müller nicht vorveröffentlichten Gedichten der »Winterreise«, in den Vertonungen von Franz Schubert und Reiner Bredemeyer". In: Klaus Hinrich Stahmer, Hg.: Franz Schubert und Gustav Mahler in der Musik der Gegenwart. Würzburger Hochschulschriften. Mainz: Schott. S.63-73. |
| Padrutt,
Hanspeter (1997): "Das Lied vom epochalen Winter. Die »Winterreise« von
Franz Schubert und Wilhelm Müller, in ungewohnter Weise ertönend". In: Der
epochale Winter. Zeitgemäße Betrachtungen. Zürich: Diogenes.
S. 213-286 – |
| In einem der
längsten Kapitel in seinem essayistischen Werk Der epochale
Winter beleuchtet Padrutt die »Winterreise« von verschiedenen
Seiten. Er verbindet die Texte mit Friedrich
Hölderlin und Georg Trakl. Als weiterführend
gibt er beispielsweise "Ein Winterabend" von Trakl (S. 268) an. Man
gewinnt neue Einsichten und Zusammenhänge gerade zum Text. Zwei
Wermutstropfen: • Wilhelm Müller hält Padrutt ohne Schuberts Vertonung für "wohl längst vergessen" (S. 217) • Der Wanderer in der »Winterreise« habe eine krankhafte Stimmungslage und eine krankhafte Vereinsamung (S. 218). Beides bestreite ich. |
| Dorschel, Andreas (1993): "Wilhelm Müllers »Die Winterreise« und die Erlösungsversprechen der Romantik". The Germany Quarterly 66:4, S. 467-476. |
| Reininghaus, Frieder (1979): Schubert und das Wirtshaus. Musik unter Metternich. Berlin: Oberbaum. Bücherei Oberbaum Nr. 1012. 260 Seiten |
| Vratz, Christoph (2008): "Der Blick ins Ich. Klassik-Kanon Folge III: Franz Schuberts »Winterreise«". Fono Forum 2. S. 58-61. |
| Youens, Susan (1987): "Wegweiser in »Winterreise«". The Journal of Musicology 5.3, S. 357–379. |
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| Fritz Böhler,
Franz Schubert, Wilhelm Müller: Die Winterreise von Franz
Schubert. Eulen 1996. Gebunden |
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| Walther
Dürr: Schubert-Handbuch. Hg.: Andreas Krause.
Stuttgart: Metzler, 2007. Broschiert, 681 Seiten |
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| Peter
Gülke: Franz Schubert und seine Zeit. Große Komponisten und
ihre Zeit. Laaber 2002. Gebunden, 399 Seiten |
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| Gerald
Moore: Schuberts Liederzyklen. Gedanken zu ihrer Aufführung.
München: DTV, 1983 |
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Werner Oehlmann: Reclams Liedführer. Ditzingen: Reclam, 2000. Gebunden, 1024 Seiten | ![]() |
| John Reed:
The Schubert Song Companion. Mandolin 1997.
Taschenbuch, 528 Seiten |
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Klaus Hinrich Stahmer, Hg.: Franz Schubert und Gustav Mahler in der Musik der Gegenwart. Würzburger Hochschulschriften. Mainz: Schott, 1997. 118 Seiten | |
| Winterreise. Deutschland
2006. Regisseur Hans Steinbichler. Darsteller: Josef Bierbichler, Sibel
Kekilli, Hanna Schygulla. DVD 2007. Dauer: 95 Minuten |
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| Belletristik und Vermischtes | ||
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| Peter
Härtling: Melchinger Winterreise. Stationen für die Erinnerung.
Radius 2001. Broschiert, 62 Seiten |
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Thomas Knubben: Hölderlin.
Eine Winterreise. Klöpfer & Meyer, 2011. Gebundene
Ausgabe: 256 Seiten |
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| Gerhard
Roth: Winterreise. Frankfurt: Fischer, 1994.
Broschiert, 191 Seiten |
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