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Bernstein
Ludwig van Beethoven: Fidelio op. 72 – Leonard Bernstein 1978
Gundula Janowitz, Lucia Popp, René Kollo, Hans Sotin, Dietrich Fischer-Dieskau, Manfred Jungwirth, Adolf Dallapozza, Wiener Staatsopernchor, Wiener Philharmoniker – Bernstein Links
Wenn man als Laie wie ich sich eine CD-Version der Beethoven Oper „Fidelio“ zulegen will, steht man vor einer schwierigen Aufgabe. Man findet bis zu 190 verschiedene Aufnahmen. Konkreter Anlass zu meinen Überlegungen war der CD-Vergleich zu Beethovens „Fidelio“ im FonoForum, März 2012 von Jürgen Kesting. Die LP-Aufnahmen habe ich nahezu eingemottet.
Die Empfehlungen Kestings reichen von Bruno Walter 1941 bis Kurt Masur 1981. Besprochen werden auch neuere Einspielungen. Da konnte ich auch den alten Klassikführer 95/96 konsultieren (ebenfalls von FonoForum, 4. Auflage). Der empfiehlt Otto Klemperer 1962 (auch von Kesting empfohlen) und Leonard Bernstein 1978.
Die Bernsteineinspielung folgte kurz nach der hochgelobten Fidelio-Aufführung gleicher Besetzung im Januar 1978 an der Wiener Staatsoper. Kesting widmet dieser Aufführung in seinem CD-Vergleich einen ganzen Absatz, durchaus positiv, aber mit Abstrichen.
Die Suche in Klassik-Internetforen ergab weitere Vielfalt.
Da halfen nur Hörvergleiche weiter. Ich entschied mich für Leonard Bernstein 1978.
Besetzung
Leonore aka Fidelio, Gemahlin Florestans: Gundula Janowitz
Florestan, Gefangener: René Kollo
Marzelline, Tochter des Kerkermeisters: Lucia Popp
Don Pizarro, Gouverneur: Hans Sotin
Rocco, Kerkermeister: Manfred Jungwirth
Jacquino, Pförtner: Adolf Dallapozza
Don Fernando, Minister: Dietrich Fischer-Dieskau
Erster Gefangener: Karl Terkal
Zweiter Gefangener: Alfred Sramek
Wiener Staatsopernchor – Wiener Philharmoniker
Leonard Bernstein
Ich finde Ludwig van Beethoven: „Fidelio“ grossartig. Manche mäkeln, es sei weder Singspiel noch Oper. Ist mir völlig egal. Was Beethoven anpackte wurde fast immer einzigartig. So auch „Fidelio“.
Neben der Musik spricht die Handlung und Thematik für Beethovens einzige Oper. Was müssen wir bei anderen – musikalisch vielleicht grossartigen – Opern für wirre Handlung aushalten!
„Fidelio“ ist dagegen
• topaktuell: Zensur, Folter, Wegsperren, Missbrauch der Macht, ...
• modern: zugleich ein psychologisches Drama zwischen ein paar Menschen und ein politisches Lehrstück, allerdings mit gutem Ausgang, dem man Realitätsferne vorwerfen könnte.
Die Sänger(innen) sind exzellent, Gundula Janowitz ist grandios. Leonard Bernstein dirigiert schwungvoll und energisch, genau wie es diese Oper braucht. Manche mäkeln, dass Bernstein vor dem Finale die Leonore-Overtüre Nr. 3 einbaute. Meine Antwort: wem's nicht passt, benutze seine Fernbedienung! – Meine LP-Aufnahmen werde ich wohl eingemottet lassen.
Links & Literatur
BernsteinLeonard Bernstein (1918 Lawrence, Massachusetts – 1990 New York City)
BernsteinFidelio mit Diskografie
Graeme, Roland (1991): “Bernstein on Disc - Part I: The Conductor”. The Opera Quarterly 8:4, S. 8-34.
Kesting, Jürgen (2012): "Beethovens Oper - Die Moralität muss in der Musik weiterleben", Fonoforum 3, S. 44-50
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Bernstein BernsteinLudwig van Beethoven: Fidelio op. 72 – Leonard Bernstein 1978
Gundula Janowitz, Lucia Popp, René Kollo, Hans Sotin, Dietrich Fischer-Dieskau, Manfred Jungwirth, Adolf Dallapozza, Wiener Staatsopernchor, Wiener Philharmoniker
Deutsche Grammophon - 2 CDs
Bernstein Anfang

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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 21.3.2012