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Ray Charles, David Ritz: Ray
Charles - What I Say [Brother Ray: Ray Charles' Own Story] Friedrich Hobek, Übs. St. Andrä-Wördern: Hannibal 1994. 270 Seiten |
| Die (Auto)biografie des Pianisten und
Sängers Ray Charles kommt volumig (270 Seiten, eng beschrieben) daher. Es
ist zwar in zahlreiche Kapitel gegliedert, aber Jahresangaben muß man
selbst interpolieren. Doch als ich zu lesen begonnen hatte, zog ich mit Brother
Ray durch. Ray hat seine eigene Meinung und er vertritt diese auch deutlich. Er
verrät viel über die Musiker, die ihn beeinflußt haben und mit
denen er gespielt hat und wie sich allmählich auch bei ihm der Erfolg
einstellte. Und er macht glaubhaft, warum sein Spiel auf mehreren Feldern
(Blues, Jazz, R&B, Pop, Country&Western, Soul) ja, es muß
heißen: auf allen Feldern sich ganz natürlich ergab. Dazu
sagt Ray: "Zeigen Sie mir einen Typen, der den Blues nicht spielen kann und ich
bin mit ihm fertig, bevor er noch anfangen kann (S. 142)." Für alle, die im AFN erstmals den Urwald-Gesangsunterricht "What'd I Say" vernahmen oder den Sommer 1962 mit dem Superhit "I Can't Stop Loving You" erleben durften, unbedingt zu empfehlen. Obwohl man es aus anderen Veröffentlichungen kennt, ist die hautnah geschilderte Praxis der Rassentrennung und Diskriminierung im 20. Jahrhundert immer wieder lehrreich. Mir liegt nur die deutsche, vergriffene Ausgabe vor. Trotzdem behaupte ich: hervorragend übersetzt! Im Anhang eine CD-Diskografie von Manfred Scheffner und ein Personenregister. |
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