Harald Hassler, Hg: Rock, Pop, Jazz. 800 Bands und
Künstler Stuttgart: Metzler, 2006. 2.
aktualisierte und erweiterte Auflage, 281 Seiten Literatur
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| Den Musikliebhaber erwarten Biografien
von 800 Künstler und Bands (ich habe nicht nachgezählt) von "Abba" bis "ZZ
Top" aus Pop, Rock und Jazz. Das Künstlerlexikon umfasst also
ungefähr hundert Jahre Musikgeschichte. Ein paar Proben ergaben eine
wirklich breite Streuung: auch nur Jazzliebhabern bekannte Künstler wie z.
B. Tony Scott sind aufgenommen. |
| Doch die Quadratur des Kreises gelang
nicht wirklich. Fast hundert Jahre in Pop und Jazz, mit allen Richtungen wie
Rock, Weltmusik, Blues, Country & Western, Rhythm&Blues, ... auf 281
Seiten unterzubringen ist unmöglich. Einmal vom Umfang insgesamt:
bedeutende Künstler fehlen, so Erskine
Hawkins (Jazz) oder Carl Perkins
(Rock&Roll). Zum anderen vom Umfang im Vergleich untereinander: Elvis Presley hat nur ein paar Zeilen mehr als die
Pretenders, Ray Charles hat weniger Zeilen
als Cheap Trick. Beides kann wohl nur als
Skandal bezeichnet werden. |
Auch die Details und Bewertungen sind
gelegentlich zweifelhaft. Billy Preston
hatte keine "Lehrjahre in der Band der Gospel-Diva Mahalia Jackson". Er
begleitete nach Wikipedia Mahalia
Jackson 1956 in einer Fernsehshow. Ob für Mahalia Jackson die
Diva-Einordnung angemessen ist, bezweifle ich. Neutral gesehen bezeichnet
"Diva" vielleicht eine hervorragende Sängerin, meist ist mit "Diva" Jetset
oder eine gewisse abgehobene Arroganz verbunden. Beides kann man gerade von der
bescheidenen, tief religiösen Gospelsängerin Mahalia Jackson nicht
behaupten. |
Für einen ersten
Einstieg ist Rock, Pop, Jazz durchaus geeignet. Umfassende Information darf man
nicht erwarten. Man sollte die Reihenbezeichnung "metzler kompakt" beachten.
Unter diesem Aspekt ist das Preis-Leistungsverhältnis gut.
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Fifites Jazz und
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