| Jerry Leiber, Mike Stoller, David Ritz:
Hound Dog: The Leiber and Stoller Autobiography New York: Simon & Schuster, 2009. Gebunden, 336 Seiten |
| In den Fünfzigern legte man wenig Wert darauf, wer Komponist oder Texter eines Songs war. Erst mit Bob Dylan und anderen wurde es üblich, dass die Sänger auch ihre eigenen Songs schrieben. (Ausnahmen gab es, man denke an den genialen Hank Williams oder an John D. Loudermilk). Bei einigen harten Rockern fielen aber unwillkürlich Jerry Leiber und Mike Stoller auf. Wer Songs wie "Jailhouse Rock" drauf hatte, von dem erwartete man auch andere Heuler. |
| Jetzt liegt eine Autobiografie der beiden Gilbert & Sullivan des Rock'n Roll vor, mit Unterstützung des bewährten Biografen David Ritz. Sie ist rundum gelungen. |
| Jerry Leiber (* 25. April 1933,
Baltimore, Maryland) und Mike Stoller (* 13. März 1933, Queens, New York)
trafen sich eher zufällig 1950. Ein Glücksfall für die
Popgeschichte. Sie schrieben eine Reihe imponierender Hits. Sie
aufzuzählen ist hier überflüssig, da die Leiber & Stoller
auf ihrem Webauftritt eine nahezu vollständige Diskografie pflegen ( Aus meinen persönlichen Top 20 und mehr ( Shoppin' for Clothes The Coasters 1960, Jailhouse Rock Elvis Presley 1957 |
| Die
DoppelAutobiografie wird abwechselnd aus Sicht von Leiber und Stoller
erzählt. Das schafft Abwechslung. Der Vorgeschichte der beiden und den
grossen Erfolgen in den 50-ern ist der größte Teil des Textes
gewidmet. Sehr gut, denn genau das interessiert. Ab den 70-ern verlieren sich die beiden Giganten des Pop in Vertrieb, eigene Recordlabels und Musicals. Es wird dünner. Das merken auch die drei Autoren und strecken das Buch mit vermehrten Songtexten. |
| Für alle Freunde der Musik der Fifites, des Rock'n Roll oder überhaupt des Pops ist diese Doppel-Autobiografie eine höchst willkommene und vergnügliche Fundgrube. |
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