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Mendelssohn
Hans Christoph Worbs:
Felix Mendelssohn Bartholdy. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten
Reinbek: Rowohlt, 2004. Taschenbuch, 152 Seiten – Mendelssohn LinksMendelssohn Literatur
Mendelssohn Felix Mendelssohn Bartholdy ist einer der wenigen grossen Komponisten, der vom Schicksal nicht so tragisch getroffen wurde wie beispielsweise Beethoven, Mozart oder Schubert. Allerdings starb er viel zu früh. Sein Leben zu verfolgen bedeutet auch viel über die 1. Hälfte des 19.Jhdts. zu erfahren. Ich wusste – zu meiner Schande muss ich es bekennen – nicht, dass Felix Mendelssohn der Enkel von Moses Mendelssohn war. Während der Lektüre vermisste ich stärkeres Eingehen auf Mendelssohns Werke, doch der Autor behandelt sie vorbildlich in einem zweiten Abschnitt.
Wie viele Juden seiner Zeit (und danach) konvertierte Vater Abraham zum Protestantismus und ließ die Kinder protestantisch taufen. Wer sich zum Christentum bekannte hat oft grosse Vorteile, wenn auch hundert Jahre später die Banausen bestimmten, wer Jude ist und Mendelssohns Musik verfemten. In christlicher Umgebung haben es religiöse Minderheiten immer schwer. Wenn dagegen Christen in fremder Umgebung verfolgt werden, rufen die Christen nach religiöser Toleranz.
Neben der frühen Genialität Felix Mendelssohns (Jugendsinfonien; Streichoktett op. 20 mit 16 Jahren!) fällt seine weltoffene Reise- und Berufstätigkeit auf. Zu seinem Bekanntenkreis gehörten viele Geistesgrössen der Zeit.
Neu war mir auch, dass Felix Mendelssohn das Oktoberfest genoss und dass er für München schwärmte: “Ich wüßte kaum einen andren Ort, wo mir so behaglich und bürgerlich zumute wäre wie hier” schreibt er aus der bayerischen Metropole (S. 37).
In Worbs Biografie wird Mendelssohn nicht vorbehaltslos verherrlicht: auch seine (kleinen) Fehler werden genannt. Obwohl Worbs also Mendelssohns Genie und seine Bedeutung herausstreicht und nicht mit Lob spart, wird die Bildmonografie nicht zur Hagiographie.
Mendelssohn setzte sich nicht nur für seine Vorgänger ein (Bach, Schubert), sondern auch für die Orchestermusiker (S. 79) und wohltätig war er auch noch (S. 80)
Einzig Mendelssohns Tod kam mir in Worbs Biografie zu schnell daher. Etwas mehr Hintergrund zum Gehirnschlag hätte ich mir erhofft.
Insgesamt ist die rororo Bild Monographie angenehm zu lesen und bietet einen guten Einblick in Leben und Werk des vielseitigen Komponisten. Zum 200. Geburtstag erschien in dieser Reihe eine neue Bildbiografie zu Felix Mendelssohn Bartholdy von Martin Geck (siehe Mendelssohn Literatur). Ich kenne sie nicht.
Links
Felix Mendelssohn Bartholdy
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worbs MendelssohnHans Christoph Worbs: Felix Mendelssohn Bartholdy. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek: Rowohlt, 2004. Taschenbuch, 152 Seiten. rororo Bild Monographien 50215 Geck
Martin Geck: Felix Mendelssohn Bartholdy. Reinbek: Rowohlt, 2009. Taschenbuch, 160 Seiten. rororo Bild Monographien 50709Mendelssohn
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 12.3.2011