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Verdi-Handbuch
Anselm Gerhard, Uwe Schweikert, Hg.: Verdi-Handbuch
Stuttgart: Metzler, 2013. Gebunden, 757 Seiten. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage – Verdi-Handbuch LinksVerdi-Handbuch Literatur
Den beiden Musikwissenschaftler und –publizisten Anselm Gerhard und Uwe Schweikert gelang mit dem Verdi-Handbuch nahezu die Quadratur des Kreises:
  • einerseits wird für den Experten der neueste Stand der Verdi-Forschung dargelegt
  • andrerseits hat der Musikliebhaber mit diesem Werk eine schier unerschöpfliche, verständlich lesbare Quelle zu Giuseppe Verdi und seinem Werk.
Das Verdi-Handbuch gliedert sich in fünf Hauptabschnitte:
  • Einleitung
  • Verdis Wirken im italienischen 19. Jahrhundert
  • Verdis Werk zwischen Konvention und Innovation
  • Das Werk
  • Wirkung
Die Einleitung von Anselm Gerhard spricht wichtige Aspekte des Komponisten an: bekannte, wie der eher künstliche Kontrast zu Richard Wagner, und weniger bekannte, wie Verdi als Landwirt.
Im zweiten Abschnitt steuern verschiedene Autoren abwechslungsreiche Essays zu Verdis Wirken und Wirkung im 19. Jahrhundert bei. Es ergibt sich ein vielschichtiges Bild des Komponisten und seines Oeuvre. Man erfährt beispielsweise wie die Einführung des Urheberrechts sich auf die Verbreitung der Verdischen Werke auswirkte.
Der mittlere Abschnitt "Verdis Werk zwischen Konvention und Innovation" hievt Musikwissenschaftler auf den Stand der Forschung. Der Laie vertieft sich hier in Themen, die er sich selbst kaum erschließen könnte. Dabei wird das Allgemeine immer konkret auf einzelne Werke Verdis bezogen. 
Im Werksabschnitt wird jede der 28 Verdiopern einzeln besprochen, ebenso die sonstigen Werke des Meisters. Auf Vollständigkeit wurde sichtlich Wert gelegt.
Der Wirkung von Verdis Werk gilt der letzte Abschnitt. Es geht um Sängerinnen und Sänger, um die heikle Frage der Werktreue und vieles mehr. Für mich war wichtig, dass auch die Diskographie gebührend berücksichtigt wurde. Nicht nur wird ein Gang durch die Historie der Werksaufzeichnungen geboten, sondern es werden auch – hoch willkommen – zu den bekanntesten Werken meist mehrere Referenzaufnahmen gegeben (Tabelle 4, S. 640-642). Allerdings hätte ich mir auch  Empfehlungen für unbekanntere Opern gewünscht und vor allem die Kritierien, nach denen eine bestimmte Aufnahme zur Referenzaufnahme wurde.
Eine ausführliche Zeittafel und mehrere Verzeichnisse runden das Handbuch ab.
Jedem Aufsatz folgt ein detailliertes Literaturverzeichnis, so dass der Interessierte weiter in das spezielle Thema vordringen kann.
Vor und nach jeder Verdioper im Theater oder zuhause wird man das Verdi-Handbuch gerne konsultieren. Es unterrichtet und unterhält kompetent, unerschöpflich und steigert den Musikgenuss. Wenn man ernst nimmt, was Hans-Joachim Wagner schreibt: Verdis Opern sind keine feststehenden monolithischen Objekte, sondern Teil eines Dialogs (S. 604), so hat man – neben den Werken selbst – mit dem Verdi-Handbuch die beste Grundlage dafür in diesen Dialog zu treten.
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