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Haydn
Pierre Barbaud: Haydn. In Selbstzeugnissen und Bilddokumenten
Reinbek: Rowohlt, 1981. Broschiert, 181 Seiten – Haydn LinksHaydn Literatur
Im ersten einleitenden Kapitel „Ars Nova” erkundet Pierre Barbaud das Umfeld des Komponisten Joseph Haydn.
Darauf folgen in bewährter Manier der rororo Bildmonographien fünf Kapitel mit der Lebens– und Werksbeschreibung Joseph Haydns (mit zahlreichen Bildern) und zwei analytische Kapitel „»Gottgefällig«” und  „Analyse eines Quartettsatzes”. Im Kapitel „Rund um Haydn” finden die Leser kurze lexikalische Einträge zu Personen rund um Haydn. In einem eigenen abschließenden Kapitel erörtert Barbaud die Quellenlage zu Haydn.
Die in rororo Bildmonographien üblichen Anhänge ergänzen die Biografie zum Nachschlagewerkzeug: „Zeittafel” – „Zeugnisse” – „Werkverzeichnis” – „Bibliographie” – „Namenregister” – „Quellennachweis der Abbildungen”.
Gleich im ersten Kapitel zerstört Barbaud den Mythos, dass Haydn Vater (im Sinne von Urheber) des Streichquartetts und der Sinfonie war. Haydn steht in der Tradition: „sein Genie offenbart sich in der meisterhaften Handhabung” der von seinen Vorgängern überlieferten kompositorischen Sprache.
Das deckt sich nicht ganz mit meiner Erfahrung (und auch nicht mit der Kapitelüberschrift „Ars Nova”): vor Haydn reißen mich nur wenige sinfonienahen Orchesterstücke, Streichquartette, –trios und Klaviersoli vom Hocker. Bei Haydn dagegen sehr viele. Selbst seine Gebrauchsmusik ist auch heute noch gut anhörbar.
Die Lebensbeschreibung gliedert der Autor jahrweise. das hilft bei der Orientierung und beim späteren Nachschlagen. Da ich zuvor nur rudimentäres Wissen über Haydn und seine Lebensumstände hatte erfuhr ich viel Neues. Beispielsweise stufte ich die Fürsten Esterhazy als Lokalgrössen ein. Sie mischten jedoch in der Politik mit. Ihre Residenz am Neusiedlersee prunkte mit Luxus. Sie war so gross, dass man sich darin verlaufen konnte. Man gab den Gästen einen Plan in die Hand (S. 50): ein Vorläufer unserer Navigationsgeräten.
Für mich als musikalischen Laien gab es etwas zuviele Notenbeispiele. Das mögen Kenner anders beurteilen. Allerdings wies einer dieser Kenner in einem Diskussionsforum nach, dass Barbaud einmal Sinfonien verwechselte und das falsche Notenbeispiel gab,
Barbaud lobte zurecht Haydns Streichquartette, jedoch etwas auf Kosten seiner anderen Werke, insbesondere der Sinfonien und Klaviersonaten, die etwas mehr Beachtung verdient hätten.
Die beiden analytische Kapitel „»Gottgefällig«” und  „Analyse eines Quartettsatzes” brachten mir als Laien nichts. Sie bleiben – denke ich – den Musikwissenschaftlern und Haydn-Spezialisten vorbehalten.
Während der biografische Teil mit Jahresgliederung das Leben Haydns und die Umgebung seines musikalischen Schaffens gut beschreibt kommen mir die einzelnen Kompositionen für den Laien zu kurz.
Links
Haydn(Franz) Joseph Haydn (31. März 1732 - 31. Mai 1809)
Haydn„200 JAHRE JUNG: Joseph Haydn, das Genie“ (1) SWR2 Musikstunde mit Thomas Rübenacker 
HaydnFranz Joseph Haydn (Wikipedia)
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Barbaud HaydnPierre Barbaud: Haydn. In Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek: Rowohlt, 1981. Broschiert, 181 Seiten
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