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Bruckner
Mathias Hansen: Anton Bruckner
Leipzig: Philipp Reclam jun., 1987. Broschiert, 357 Seiten – Bruckner LinksBruckner Literatur
Bruckner
So gewaltig das Werk Anton Bruckners, so schlicht ist sein Leben.  Vielleicht habe ich in letzter Zeit deshalb soviel Biografien über ihn gelesen, um irgendwann etwas in seinem Leben zu finden, das das großartige Werk besser erklärbar macht.
Ich fand es auch in dieser Biografie vpn Mathias Hansen, die am Ende der Laufzeit der DDR in Leipzig herauskam nicht. Trotzdem lohnte sich die Lektüre und sie lohnt sich noch mehr für Brucknerfreunde, die des Notenlesens kundig sind.
Die Biografie gliedert sich wie folgt
  • Vorbemerkung
  • Einleitung
  • Wirkungsgeschichte I (1896–1945)
  • 1. Ansfelden (1824-1835) – Hörsching (1835/36) – Ansfelden (1836/37)
  • 2. St. Florian (1837-1840) – Linz (1840/41) – Windhaag (1841-1843) – Kronstorf (1843-1845)
  • 3. St. Florian (1845-1855)
  • 4. Linz I (1855-1863)
  • 5. Linz II (1863-1868)
  • 6. Wien I (1868-1876)
  • 7. Wien II (1876-1887)
  • 8. Wien III (1887-1896)
  • 9. Wirkungsgeschichte II (seit 1945)
  • Anhang mit Anmerkungen, Zeittafel usw.
Das Leben Bruckners wird ausreichend geschildert. Die Werke und die Wirkungsgeschichte wird ausführlich behandelt. Zu zahlreichen Werken gibt es detaillierte Satz für Satz Beschreibungen mit Notenbeispielen. Beides half mir wenig: die Beschreibung ziehe ich zu Rate, wenn ich das jeweilige Werk höre; für die Noten gilt: „It's all Greek to me.”
Nach der Lektüre glaube ich die Diskrepanz zwischen dem scheinbar naiven Bruckner und den impulsiven Werken besser zu verstehen.
Bruckner arbeitete lebenslang zielgerichtet darauf hin, dass er ein gutes Umfeld fürs Komponieren bekam und dass seine Werke aufgeführt wurden. Er war gerade nicht bäuerisch-tölpelhaft, wenn auch stark geprägt von seiner Kindheit und Jugend auf dem Lande. Von der Kirchenmusik kommend wurde er von der Begegnung mit der Musik von Richard Wagner und Franz Liszt beeinflusst, blieb aber seinem künstlerischen Standpunkt treu. Seinem verständlichen Drang nach Aufführung seiner Werke war es geschuldet, dass er sie oft massiv änderte, wenn es Kritiker verlangten. Sinfonien, die Erfolg hatten (wie z.B. die 7. Sinfonie beispielsweise) änderte Bruckner dagegen nicht nachträglich.
So kann man als Fazit mitnehmen: „Bruckner gelang eine authentische Lösung des sinfonischen Problems, gleichrangig mit denen von Brahms und Mahler.” (S. 323)
Die zahlreichen schwarz-weiß Fotos im Buch sind nicht von bester Druckqualität.

Links
BrucknerAnton Bruckner – Wikipedia
BrucknerAnton Bruckner (1824 - 1896) – die Informationsquelle zu Bruckner im Web
BrucknerAusgewählte Literatur zu Anton Bruckner
BrucknerTe Deum (Bruckner)
Bruckner Hans-Joachim Hinrichsen Hg.: Bruckner-Handbuch. Stuttgart: Metzler, 2010. Gebunden, 399 Seiten
Bruckner Sammelbesprechung von vier Biografien zu Anton Bruckner
Bruckner Zu Werken, Büchern und Verschiedenem der Klassischen Musik
Bruckner Kunterbuntes zur klassischen Musik, ihren Genies, Interpreten und Fans
Hinrichsen Rezensionen von Sachbüchern allgemein
Hinrichsen Anton Bruckner: Die Symphonien. Gesamteinspielungen
Literatur
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Bruckner BrucknerMathias Hansen: Anton Bruckner. Leipzig: Philipp Reclam jun., 1987. Broschiert, 357 Seiten
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