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Giordano Bruno Giordano Filippo Bruno, italienischer Naturphilosoph, * 1548 Nola (bei Neapel), verbrannt am 17.2.1600 |
| 1563 Dominikaner in Neapel, verließ den Orden jedoch 1580 wegen seiner pantheistischen Weltsicht. Bruno knüpfte damit an die Gedanken der stoischen Antike an, nach denen Gott identisch mit der Natur ist. |
| Gott war für ihn nicht
außerhalb, sondern in der Welt als deren größte Ursache. Daher
muß der Mensch nach der Erkenntnis der Natur streben und nicht nach der
Erkenntnis eines übernatürlichen Wesens. Bruno wurde von der
katholischen Grosssekte zeitlebens verfolgt und gehetzt, lebte deshalb im
Ausland u.a. auch in Deutschland. Dort lehrte in Wittenberg 1586 - 1588
Aristoteles.1592 lockte ihn die Inquisition (derzeitiger Vorstand ist der
Deutsche Ratzinger) nach Venedig und beschuldigte ihn der Gotteslästerung.
Wegen seiner Lehren von der Unendlichkeit der Welt wurde ihm der Prozess
gemacht. Nach langjährigem Gefängnisaufenthalt wurde er am 17.2.1600
in Rom auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Brunos Naturphilosophie
beeinflußte unter anderem Spinoza, Herder, Goethe, Jacobi, Schelling und
Leibniz, der das Monaden-Modell übernahm. Der Mord an Bruno wurde von der katholischen Kirche bis heute mit keinem Wort bedauert oder gar rehabilitiert. Ergänzung: im Jahr 2000 entschuldigte sich der Papst für die Gräueltaten, die von Mitgliedern der Kirche (also nicht von der Kirche als Institution!) vollbracht wurden. |
| Links |
| In diesem Zusammenhang:
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| Literatur: Trotzdem Brunos Schriften bis weit ins 20.Jahrhundert auf dem Index der katholischen Kirche standen, sind zur Zeit einige problemlos erhältlich. |