| Otto Wilhelm (William) Geist Anthropologe, Ethnologe, Paläontologe, Archäologe Leben und Wirkung des Alaska-, Indianer- und Eskimoforschers |
| Leben |
| 27. Dez. 1888 | * als Frank
Otto Wilhelm Geist in Eiselfing, Landkreis
Rosenheim, Bayern; Otto war der elfte von fünfzehn Geschwister.
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Otto Geist, 16 Jahre |
| Schon mit neun wird Otto zu seinem
Schwager Josef Maier, der seine Schwester Mathilde geheiratet hatte, nach
Schwabniederhofen
(bei Schongau) gebracht. Nach dem Tod seiner Schwester Maria (die
ebenfalls nach Schwabniederhofen gekommen war) zogen Maiers mit Otto nach
Schleching, Achental. Lehre als technischer Zeichner in der Benediktinerabtei Martinsbühl bei Innsbruck. Dort entwickelte Otto in der Gefolgschaft zu seinem heimatkundlich interessierten Vater eine Vorliebe für antike Funde. |
| 3 Jahre Lehre als
Kunstschlosser in Mallersdorf,
Niederbayern. Seine Brüder Karl (Date of arrival: November 18, 1902; age on arrival: 33y; ship of travel: Vaderland; Port of departure: Antwerp, Belgium. Quelle: Datenbank Ellis Island), Josef (Date of arrival: August 11, 1906; age on arrival: 16y; ship of travel: Kaiserin Auguste Victoria; Port of departure: Hamburg, Germany. Quelle: Datenbank Ellis Island) und Anton (Date of arrival: September 14, 1907; age on arrival: 16y; ship of travel: Amerika; Port of departure: Cuxhaven, Hamburg, Germany. Quelle: Datenbank Ellis Island) waren inzwischen nach den USA, Louisiana (?) ausgewandert. Doch ein erster Kontakt ergibt nichts für Otto. Er arbeitet als Fabrikarbeiter in München und macht den Führerschein. |
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| 1908 Nov.1910 | Armeezeit in Augsburg |
| 17. Nov. oder 23. Dez. 1910 | wandert nach den USA aus;
Fahrt Bremen New York mit der George Washington (North German
Lloyd) [nach Über Mt. Vernon, NY, kommt Otto Geist nach Chicago. ILL. |
| Mai 1911 | Otto geht von Chicago nach St. Louis. Über Kansas City landet Otto Geist auf einer Farm nahe Atchison, Kansas, wo er zwei Jahre als Farmhelfer arbeitet, ein weiteres Jahr auf einer anderen Farm. |
| 1913 | Otto Geist nimmt einen Mechanikerjob in Kansas City an. |
| 1915 | Otto Geist wird als Chauffeur und Gärtner bei Sterling Morton, Präsident der Morton Salt Company eingestellt. |
| 1916 | Otto erhält einen Job bei einer Lastwagenfirma in Springfield, Ohio; er begleitete Transport nach El Paso, Texas, kehrt aber im Herbst zu seinem alten Arbeitsplatz bei Morton in Kansas City zurück. |
| 4. Sept. 1917 | Einzug zur Armee. Die USA waren seit 6. April 1917 mit Deutschland im Krieg. Im September 1918 nimmt er an der Argonne-Offensive in Frankreich teil und arbeitete später als Army-Chauffeur in Paris. |
| 2. Jan. 1920 | Rückkehr in die USA mit der Antigone. |
| 12. Okt. 1920 | Entlassung aus der Armee. Sein Bruder Josef schrieb Otto aus Alaska, wo er seit Jahren in einem Marmorsteinbruch bei Tokeen, Prince of Wales Island, arbeitete. |
| 1923 | mit dem Zug nach Seattle, mit dem Schiff The Alaska nach Ketchikan, Alaska. In Alaska nahm Otto verschiedene Arbeiten an. |
| 1924 | Otto zieht mit dem 80-jährigen Pionier Harper Workman ins Landesinnere: Pelzhandel, Goldsuche. Otto lernt Margaret und Olaus J. Murie (Gründer der Wilderness Society; 1889 Moorhead, Minnesota 1963) kennen. Olaus war Biologe beim US Biological Survey. und plante eine Karibu-Studie in den Endicott Mountains. |
| 1925 | Otto Geist macht erste Funde, Harpunspitze aus Elfenbein, Speerspitze etc., als 2.Maschinist auf dem Schiff Teddy H. Ende des Jahres fährt er mit der Alaska Railroad nach Fairbanks. Hier belegt Otto einen Bergbaukurs am Alaska Agricultural Colleg and School of Mines und sucht Charles E. Bunnell, Präsident des Colleges, auf. |
| 1926 | Dr. Charles Bunnell
beauftragt Otto Geist (nach Empfehlung durch Olaus J. Murie) die
Museumssammlung zu beginnen. Auf abenteuerliche Weise gelangt Otto nach Nome.
An Bord der Boxer kommt Geist nach St. Lawrence Island in der Bering
See. Bunnell ist mit den gesammelten Stücken mehr als zufrieden und gibt
einen neuen Auftrag für das kommende Jahr. Meist arbeitete Geist auf diese
Weise ohne Bezahlung und mußte noch selbst für die Finanzierung
seiner Sammelreisen aufkommen. Bunnell: "I fully appreciate the
sacrifice you are making on this worthy project. There is about one man in ten
thousand who is willing to undertake such a venture when he knows the
emoluments coming to him consist of barely enough to pay his expenses. There
is, however, a great satisfaction in doing something that is really worth
while." |
| 1927-31 | Archäologische Arbeiten auf dem
St. Lawrence Island und Ausgrabungen bei Gambell: ( Otto Geist besucht den Eskimo |
![]() Otto Geist im Fell Parka |
| 1931 | Briefwechsel mit Henry Bascom
Collins, Jr. (1899-1987), Geologe und Anthropologe. Geist beschäftigt
sich mit der Tätowiertechnik der Yupiget auf St. Lawrence Island. |
| 1931-33 | Ausgrabungen in der Gegend von Savoonga
und Kukulik. |
| 1935 | Otto Geist. "First Flight
to St. Lawrence Insland, Alaska". |
| 1931-1958 | Aus den Grabhügeln bei
Kukulik, Alaska, werden von Otto Geist, |
| 1934 | Ausgrabungen auf den Punuk Islands, Bering Sea. |
| 1936-38 | Im Winter 1936-37 forscht
Otto Geist am Black Rapids Gletscher an der Alaska Range. |
| 1939 | |
| Dez. 1941 - Mai 1942 | Otto Geist arbeitete im
Frick Laboratory, American Museum of Natural History, New York, Central Park
West at 79th Street. Dann kehrte er nach Alaska zurück und
unterstützte das U.S. Army Corps of Engineers in Fairbanks. Seine schier
unglaubliche Bescheidenheit bezeugt diese Episode: "Impressed with Otto's grasp
of the job, as well as by his no-nonsense attitude, the Engineers offered him
higher pay which he refused." Otto Geist findet ein sulfidisches Erz, Sb2S3, am Chatham Creek, bei Fairbanks. (Bericht von Henry R. Joesting. "Strategic Mineral Occurrences in Interior Alaska". College, Alaska 1943). Daraus wird Antimon Sb gewonnen, daß als Legierungszusatz zur Herstellung von Zündhölzern und Farbstoffen dient. |
| 1942 | Zur Verteidigung Alaskas wurde die Alaska Territorial Guard ATG gegründet, in die Otto Geist berufen wurde. Die Teilnahma war freiwillig und ohne Bezahlung. |
| 2.Weltkrieg | Major Otto Geist ist ATG
Quartermaster in Nome, Alaska. Er hilft mit bei der Verteilung von beweglichen
Gebäuden auf Eskimodörfer. Selected sections from
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| Nach dem Krieg nimmt Otto Geist wieder seine Arbeiten als Anthropologe, Paläontologe und Archäologe wieder auf, ua. am Cape Yakataga, am Old Crow River und am Porcupine River. | |
| 1949 | Dr. Johan Hultin, ein
schwedischer Mikrobiologe, wollte das Virus der Grippeepidemie von 1918 in
Alaska aufspüren. Dazu wollte er die im Permafrost konservierten Toten
studieren. 1949 traf er in Fairbanks, Alaska, den Anthropologen Otto Geist.
Dieser machte Hultin mit Lutheranischen Missionaren bekannt, die über
Kirchenchroniken von 1918 verfügten. 1951 flog Hultin nach Brevig Mission,
Alaska und öffnete mit Erlaubnis der Stammesältesten, zusammen mit
Geist und zwei Forschern aus Iowa ein Massengrab mit 72 Grippetoten. Hultin
wollte den Virus isolieren aber scheiterte. |
| 4. Aug. 1952 | Charlie Linklater und Otto Geist finden am Old Crow River das Skelett eines Pferdes aus dem Pleistozän, dazu Teile von Mammutzähnen. |
| 1956 | zum ersten Mal anch 1910
besucht Otto Geist wieder Deutschland; insbesondere wollte er seine Brüder
Franz, Fotograf in Obing und Sigismund, Künstler und Buchbinder in
München wiedersehen. Die Christmette 1956 besuchte Otto Geist in
Kircheiselfing. Nach seinem Vater |
| 13. Mai 1957 | |
| 1958 | Otto Geists Haus in Fairbanks wird Opfer einer jugendlichen Brandstiftung |
| Ostern 1962 | Otto Geist reist nochmals nach Kircheiselfing |
| 2. Aug.1963 | in einem Krankenhaus in München stirbt Otto Geist an Krebs; Social Security Number SSN 574-10-9187, ausgegeben in Alaska 1951 und 1952) Quelle: Ancestry.com |
| 1964 | Ausgrabungen eines
einheimischen Dorfes an der Hooper Bay. "In 1964, human remains representing
two individuals were recovered from an older section of the Native Village of
Hooper Bay by Mr. Otto Geist." Es kann sich wohl nicht mehr um unseren Otto
Geist handeln, es sei denn, er nahm seinen Namen wörtlich. |
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