| Thomas Mormann: Bertrand
Russell München: C.H. Beck, 2007. 179 Seiten |
| Schwerpunkt dieser Biografie ist der philosophische Weg des großen Angelsachsen. Deshalb eignet sich dieses Werk hervorragend als Einstieg in eine Beschäftigung mit Bertrand Russell; als zusammenfassende Überschau nach der Lektüre einzlener Werke von ihm und als Ergänzung zu einer Biografie oder zu Russells Autobiografie. |
| Nur im 1. Kapitel (S. 13-28) skizziert
Morman den Lebensweg. Dann widmet sich der Autor der Logik, der Philosophie der
Mathematik, der Erkenntnistheorie, der Ontologie, Russells Logizismus und der
Sprachphilosophie. Russells andere philosophischen Werke (Religion, Ethik,
Politik) werden geringer eingeschätzt. Mormann handelt sie im 11. Kapitel
(S. 143-152) ab. Ob dieses Ungleichgewicht zurecht oder unrecht besteht sei
dahingestellt. In den Hauptkapiteln hat Mormanns Werk den Vorzug, dass er Russell angemessen würdigt, seine Ideen wohlwollend darstellt und trotzdem die Schwächen (die oft auch Russell später sah) aufzeigt. |
| Thomas Mormann studierte Mathematik und Linguistik in Münster und Freiburg. Er promovierte in Mathematik und kam später zur Philosphie. Nach der Habiliation in Philosophie, Logik und Wissenschaftstheorie in München ist Thomas Mormann derzeit Professor am Institut für Logik und Wissenschaftsphilosophie der Universität des Baskenlandes in Donostia-San Sebastián, Spanien. |
| Wer sich für
Bertrand Russell als bedeutenden Philosophen der analytischen Richtung
interessiert, kommt mit diesem Einführungsbuch voll auf seine Kosten. Der
Text ist klar strukturiert, die Argumentation Russells in seinem jeweiligen
Entwicklungsstadium wird einsichtig dargelegt. Sehr zu empfehlen. |
| Links |
| Literatur |
| Milkov, Nikolay (2009): "Thomas Mormann, Bertrand Russell. Munich: Beck". Grazer Philosophische Studien 78, S. 320-323. |
| derzeit (4/2010) vergriffen | |
![]() |
|