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Gerd Irrlitz: Kant-Handbuch: Leben und Werk
2., überarbeitete und ergänzte Auflage. Sonderausgabe. Stuttgart, Weimar: Metzler, 2010. Broschiert, 540 Seiten –
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Die Bedeutung Immanuel Kants in der Philosophie und der europäischen Geistesgeschichte ist kaum zu überschätzen. Der Zugang zur Lehre und Gedankenwelt Kants war und ist schwierig. Was wir an Begrifflichkeit zu seinem Werk verloren haben muss mit Schlüsselwerken erarbeitet werden.
Das Kant-Handbuch in zweiter und überarbeiteter Auflage bietet dazu beste Voraussetzungen. Es orientiert sich nach Einleitung und „Leben – Zeit – Weg des Denkens“ an Kants Schriften:
• Die frühen naturphilosophischen und metaphysischen Schriften, spätere kleinere natur- philosophische Aufsätze, die Geographie-Vorlesung
• Die metaphysikkritischen Schriften der 60er Jahre
• Kritik der reinen Vernunft I (1781, 1787)
• Kritik der reinen Vernunft II (1781, 1787)
• Prolegomena zu einer jeden Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können (1783)
• Grundlegung zur Metaphysik der Sitten (1785)
• Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft (1786)
• Kritik der praktischen Vernunft (1788)
• Kritik der Urteilskraft (1790)
• Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft (1793)
• Aufsätze und Schriften der 80er und 90er Jahre
• Die Metaphysik der Sitten (1797)
• Akademie-Ausgabe, handschriftlicher Nachlass [...], Vorlesungen
• Anhang und Register
Der Verfasser Gerd Irrlitz gibt dem Nutzer des Handbuchs einen mehrstufigen Zugang zu Kants Werk. (Das „Leben“ im Titel kommt etwas zu kurz.)
• Da ist Teil III des Vorworts zur 2. Auflage mit einem ersten Einblick in Kants Schaffen.
• Etwas ausführlicher ist dann der erste Abschnitt „Leben – Zeit – Weg des Denkens“.
• Als Hauptzugang bleiben die ausführlichen Werksinterpretationen.
Mit der Dreiteilung folgt Irrlitz dem Philosophen selbst: Prolegomena, Kritik der reinen Vernunft, erste und zweite Auflage.
Erst allmählich wird sich als Belohnung der intensiven Beschäftigung mit dem Handbuch der Nebel des Verständnisses lichten. Die strikte Gliederung nach Kants Werken ermöglicht es jedem Kantleser einen – soweit möglich – verständlichen Zugang zum jeweiligen Werk zu finden. Für jedes Werk folgen gezielte Literaturangaben.
Durch den alleinigen Verfasser für ein so umfangreiches Werk kommen verständlicherweise unterschiedliche Sichtweisen und Kontroversen um Kant zu kurz. Das kann man – wenn erwünscht – anhand der Literaturangaben nachholen.
Wertvoll fand ich die vielen Bezugnahmen auf spätere Theorien, besonders der Naturwissenschaften, die Kant noch nicht kennen konnte. Der Autor zeigt, dass Kant mit der naturwissenschaftlichen Lehre seiner Zeit bestens vertraut war und manche spätere Errungenschaft in sein Lehrgebäude gut einordenbar war.
Das Kant-Handbuch ist nicht für den Anfänger in Kants Philosophie gedacht. Es kann allen Studierenden der Philosophie, sowie allen an Kant und der europäischen Geistesgeschichte Interessierten mit entsprechender Vorbildung, wärmstens empfohlen werden.
Links
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 21.2.2011