| Jürgen Mittelstraß, Hg.:
Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie, 4
Bde Stuttgart: Metzler, 2004. Broschiert, 3678 Seiten |
| Das ursprünglich zwischen 1980
(Band 1) und 1996 (Band 4) erschienene Lexikon liegt nun in einer preiswerten
broschierten Sonderausgabe im Schuber vor. Während man bisher zur
Bibliothek fahren mußte, bietet sich nun die Chance, über das darin
geballte Wissen ständig verfügen zu können. Es ist ein Werk nicht nur für Experten mit folgenden Bereichen: klassisches philosophisches Wissen, Wissenschaftstheorie, Logik und naturwissenschaftliche Themen. Ein Vorzug gegenüber anderen philosophischen Lexika ist die Aufnahme von Personeneinträge. Ein weiterer Vorzug ist die Mitarbeit vieler kompetenter Autoren. Die Artikel sind jeweils mit einem Autorenkürzel gekennzeichnet und fallen unterschiedlich aus. Doch Vielfalt der Ansichten ist kein Nachteil. Einige Autoren sind von der Universität Konstanz, die ein Zentrum Philosophie und Wissenschaftstheorie ( Hauptherausgeber für alle Bände ist Prof. Dr. Jürgen Mittelstraß, Lehrstuhl für Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Konstanz ( Man kann so ein Werk nur nach langer Nutzung oder nach stichprobenartigen einzelnen Einträgen beurteilen. Ich suchte zuerst "Farbe" vergeblich, wurde aber durch "Eigenschaft" mit zahlreichen Verweisen voll entschädigt. Die Verweise auf andere Sacheinträge sind extrem wertvoll. Man muß aufpassen, dass man nicht ähnlich wie im Internet von Eintrag zu Eintrag weiterliest. Durch die lange Zeitspanne zwischen der Herausgabe der Bände fehlt das Stichwort für Davidson und Quine lebt noch. Da vermisste ich einen Gesamtindex. Doch umfasst beispielsweise der Eintrag "Frege" mehr als 7 Spalten und schlägt damit das im selben Verlag herausgegebene Philosophen Lexikon klar. "Stegmüller" hat seiner Bedeutung angemessen 3 Spalten. Die von mir geprüften Artikeln sind auf hohem Niveau aber durchaus verständlich. Zu loben sind die Literaturhinweise beim einzelnen Eintrag. Bei Personeneinträgen werden sie um ein umfangreiches Werkverzeichnis ergänzt. Ein Jahrhundertwerk liegt damit in einer erschwinglichen Ausgabe für jeden an der Philosophie, Logik oder Wissenschaftstheorie Interessierten vor. Die Begeisterung bei der Arbeit damit beflügelt beim Studierenden (und sicher auch bei manchem Dozenten) die Motivation. |
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| Jürgen Mittelstraß,
Hg.: Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie, 4 Bde.
Stuttgart: Metzler, 1995. Gebunden, 3696 Seiten
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