| Brigitte Röthlein: Die Quantenrevolution. Neue
Nachrichten aus der Teilchenphysik München: DTV, 2004. Broschiert, 229 Seiten |
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| Wie der Titel nahelegt verfolgt die
Diplomphysikerin und Wissenschaftsjournalistin Brigitte Röthlein mit
diesem Buch zwei Ziele: einerseits will sie die Revolution der Physik und der
Weltanschauung durch die Quantenphysik beschreiben, andrerseits die neuesten
Entwicklungen und Erkenntnisse der Teilchenphysik übermitteln. Diese
schwierigen Aufgaben in einem verständlichen, nicht zu dicken Buch zu
vereinen ist ein zu hohes Ziel. Trotzdem ist Die Quantenrevolution eine
ausgezeichnete Einführung in das Thema. Einen guten Überblick, was das Buch abdeckt, geben die fünf Kapitelüberschriften.
Die vielen Bezüge mit der Philosophie zeigen sich beispielsweise im Anspruch des englischen Wissenschaftlers David Deutsch ( Wie zahlreiche Autoren läßt auch Brigitte Röthlein bei der Unschärferelation den Leser im Ungewissen: ist es eine Erkenntnisschwäche des Beobachters oder ein zugrundeliegende Beschaffenheit der Welt? Sie formuliert das Problem rein epistemisch (S. 32).
Das oben genannte Doppelziel veranlaßt die Autorin aber manchmal zu sehr in die Wissenschaftsgeschichte zu gehen. So breitet sie den Wettlauf zum absoluten Kältepunkt ausführlich aus. Das und viel Biografisches lockern zwar auf, die Auswirkungen der Quantenphysik im Alltag kommen aber zu kurz. Die Verweise im Text auf andere Kapitel des Buches sind gut gemeint, aber mehr nicht; da ohne Seitenangabe muß man doch wieder suchen. Beim sparsamen Literaturverzeichnis vermisse ich eine Einstufung, was für den Normalbürger lesenswert, da verständlich ist. Insgesamt ein empfehlenswertes Einführungswerk. Der Spagat zwischen Titel und Untertitel ist zu anspruchsvoll, doch die Thematik wird verständlich und nicht nur oberflächlich erläutert. |
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