| Chaim Perelman: Das Reich der Rhetorik.
Rhetorik und Argumentation München: Beck, 1980. Beck'sche Schwarze Reihe Bd. 212. 195 Seiten. Übs. Ernst Wittig, Vorwort: Ottmar Ballweg Autor Links Literatur |
| Das Reich der Rhetorik habe ich bisher
vernachlässigt. Logisch geschult ( Chaim Perelman behandelt es in dem Taschenbuch Das Reich der Rhetorik mit vielen, meist historischen Beispielen. Heraklits ( Da die rhetorische Argumentation nicht den Anspruch eines Beweises erhebt, kann ihr auch nicht ein Mangel an Logik oder Präzision vergewerfen werden. Dafür gilt es in der Rhetorik andere Dinge, wie die Reihenfolge der Aussagen, einzuhalten. Sie kann je nach Ansprechgruppe unterschiedlich sein. So kann man zuerst die These bringen und dann die Argumentation oder umgekehrt. Innerhalb der Argumentation kann man bei der stärksten beginnen und dann immer schwächere bringen, oder sie nach zunehmenden Gewicht vorbringen. Eine geschickte Reihenfolge die sie nestorianische Abfolge. Bei dieser stehen die stärksten Argumente am Anfang und am Ende und schließen die anderen ein (S. 150). Die Rhetorik zielt auf die intellektuelle und die emotionale Zustimmung des Auditoriums ab. Perelmans Das Reich der Rhetorik schwankt etwas zwischen Lehrbuch, systematischer Überblick und historischer Abriß. Die Beispiele sind oft aus der Antike, die eine lange und bedeutende Rednertradition hatte. Dabei setzt Perelman manchmal zuviel voraus. So beschreibt er nur in einem Satz Pascals Wette. Wenn man sie nicht schon vorher kannte, wird man mit Perelmans Ausführungen nicht klarkommen. Als Einführungsbuch ist Das Reich der Rhetorik gerade wegen der vielen kurzen Beispiele und der kurzweiligen Präsentation gut geeignet. |
| Chaim Perelman 20.5.1912 Warschau 22.1.1984 Uccle Professor an der Freien Universität Brüssel, Direktor des Belgischen Zentrums für Logikforschung; entwickelte eine Theorie der Argumentation. |
| Links und Sekundäres Manfred Beetz: Rezension von Chaim Perelman: Logik und Argumentation. Das Reich der Rhetorik. In: Zeitschrift für Deutsche Philosophie Bd. 101 (1982), H. 2, S. 286-289. |
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