| Jared Diamond: The Third Chimpanzee. The
Evolution and Future of the Human Animal New York: Harper, 1993. 407 Seiten |
Erst jetzt, nach der Lektüre,
fällt mir auf, dass der deutsche Titel des Buches eine Grundaussage dieses
Buchs unter den Tisch fallen lässt: der Mensch ist als dritte
Schimpansenart ein mneschliches Tier. Diamond weist nach (eine Hauptthese des
Werks!), dass
Sehr eingehend schildert Diamond die Entwicklung des Menschen, seine Urspünge, Wandlungen, Wanderschaften und Entwicklungen. Das wohl einzige, das er inzwischen den Tieren voraus hat benennt Diamond und zeigt dessen Gefahr auf. Es ist so Jared Diamond , dass nur der Mensch
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| Diamond beginnt mit einer
Abstammungskunde für den Menschen. Allgemeines Bildungsgut ist inzwischen,
dass der genetische Abstand Mensch Schimpanse sehr gering ist,
jedenfalls winziger als der Abstand Schimpanse Gorilla. Dabei geht er
recht aufschlussreich für mich den verschiedenen Positionen
nach, die den grossen Sprung zum Menschen (Feuer, aufrechter Gang,
Landwirtschaft, Bewusstsein, Sprache, Kunst, Genozid) begreiflich machen
wollen. Erfreulich ist, dass er für Laien verständlich bescheibt,
welche Methoden für die Begründung der wissenschaftlichen
Untersuchungen in diesen Bereichen eingesetzt werden. Einerseits ist aufgrund
der grossen Zeiträumen jedem die Schwierigkeit verlässlicher Aussagen
bewusst, andererseits wird gerade dies einzelnen Befunden (oder gar Positionen)
vorgeworfen. Wenn also klargelegt wird, dass drei verschiedene Methoden zum
annähernd demselben Ergebnis kommen, müssten vernünftige
Kritiker eigentlich verstummen oder mit mehr und/oder besseren Methoden
Gegenteiliges belegen. Siehe in diesen Zusammenhang die Zur Selektion, einem Grundmechanismus der Evolution, erläutert Diamond einiges klärend. Wenn man über Verdoppelung bestimmter Organe diskutiert oder sich (vermeintliche) Verbesserungen einzelner Funktionen an Lebewesen ausdenkt, muß man beachten: die natürliche Selektion arbeitet auf der Ebene der Individuen (und damit der Populationen) und nicht auf der Ebene einzelner Funktionen oder Organe (S. 127). Im Teil 3 untersucht der Autor dann die Fähigkeiten und Errungenschaften, die den Menschen vom übrigen Tierreich unterscheiden: Sprache, Kunst, Technik und Landwirtschaft. Wem die Unterschiede zu weich sind, der stürzt sich vielleicht verzweifelt auf Sucht und Genozid, als genuin menschliche Züge Diese generelle Zurechtrückung des Menschenbildes mündet beim Autor in einer Achtung vor allen Menschen und allen Lebewesen. Er beschreibt die Mechanismen, die zur Auslöschung (Tasmanien) oder Fast-Auslöschung (Indianer) führten. Die Judenvernichtung spart er nicht aus, doch weise beschränkt sich Diamond auf die Felder, die er aus seiner eigenen Forschung am besten kennt (Neu-Guinea, Tasmanien, USA). konsequent mündet das Werk dann in der Verdeutlich der oben genannten zwei Hauptgefahren für den künftigen Weg der Menschheit: atomare (kriegerische) Selbstvernichtung und Zerstörung der Lebensgrundlagen. |
| The Third Chimpanzee bietet reiche Fakten und eine begründete Sicht des Autors auf Natur und Menschheit. Extrem lesenswert. |
| The Third Chimpanzee: The Los Angeles Times Book award für das beste Wissenschaftsbuch 1992; Rhone-Poulenc Science Book Prize (GB, 1992) |
| Autor |
| Jared Diamond (* 10.9.1937) ist Professor für Geographie und Physiologie an der Universität von Kalifornien, Los Angeles |
| Links |
| Jared Diamond |
| Literatur |
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| Jared Diamond: Der dritte
Schimpanse. Evolution und Zukunft des Menschen. Frankfurt: Fischer, 1998.
Broschiert, 499 Seiten
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