| Sven Rosenkranz: Einführung in die
Logik Mit Aufgaben und Musterklausuren für BA-Studierende von Helen Bohse. Stuttgart, Weimar: Metzler, 2006. Broschiert, 236 Seiten |
| Einführungen in die Logik gibt es
viele. Dies ist ein Einführungsbuch mit viel Text, insofern mit den
Einführungen von Franz von Kutschera und Jürgen Walther vergleichbar
(siehe |
| Seine Methode beim
Beweisen (mittels "Formatvorlage") ist wer hätte anderes erwartet
hieb- und stichfest. Die getrennte zeilenweise Führung der Annahmen
und Angabe der logischen Regel ist sehr hilfreich. Vielleicht aus Gewohnheit
ziehe ich die Methode von Kalish-Montague (siehe |
| Zusätzlich wird eine
Vorgehensweise ("Leitfaden") fürs Beweisen sowohl für die
Aussagenlogik als auch für die Prädikatenlogik geboten. Auch das
hilft Anfängern und allen, die nicht in Seminaren nachfragen können.
Hervorragend finde ich die Einleitung "Was ist Logik und wozu ist sie gut?", da
sie motiviert und den Platz der Logik zeigt. Ebenso hilfreich ist das
abschliessende "Wann kann ein Argument überzeugen?", in dem beliebte
Fehlschlüsse gezeigt werden und verdeutlicht wird, warum logische
Schlüsse (obwohl die Konklusion immer irgendwie schon in den
Prämissen steckt) Erkenntnis erweiternd sein können. Rosenkranz gibt in dieser Einführung nur kurze Hinweise auf Widerspruchsfreiheit und Vollständigkeit. Für ein Einführungswerk halte ich dies für eine kluge Entscheidung. Franz von Kutschera bietet dazu in Einführung in die moderne Logik mehr (siehe |
| In 14 Übungen
wird der Stoff vertieft. Hier zeigt sich aber, dass das Werk wohl für
Logikseminare im Grundstudium ausgerichtet ist: es fehlen Lösungen oder
zumindest Fingerzeige bei den kritischen Aufgaben. Ich wurde durch dieses
Fehlen sogar demotiviert die Aufgaben überhaupt zu lösen. Bei der
eingestreuten Aufgabe 28, in der Aussagen Schaubildern zuzuordnen sind, gibt
Rosenkranz löblich die Lösungen preis (S. 155-157). Ich vermisste auch einen Index, der recht knapp ausfallen könnte. Will man die Folge-Einführungsregel (S. 146) nachsehen, muß man bis zur Seite 26 zurückblättern oder wissen, wo sie eingeführt wurde. Man könnte später auch schnell die Erklärung z.B. des Dialethismus finden. Zu den drei Klausurvorschlägen werden Musterlösungen gegeben. Der Studierende kann sich damit sehr gut vorbereiten. |
| Das ideale
Logik-Lehrbuch für jeden wird es nie geben. Jeder Lernende spricht auf
eine andere Herangehensweise an. Für das Selbststudium und für
Logikseminare wird diese Einführung in die Logik zur ersten Wahl
gehören (beinahe hätte ich "allerersten Wahl" geschrieben; dieser
Pleonasmus wäre für ein Logikbuch peinlich
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| Links |
| Sven Rosenkranz:
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| Kalish, Donald, Richard Montague, Gary
Mar: Logic: Techniques of Formal Reasoning. Oxford: Oxford University
Press, 1990 Gebunden, 544 Seiten
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| Jürgen Walther:
Philosophisches Argumentieren. Freiburg: Alber, 1990. Broschiert, 272
Seiten
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