| Gerhard Ernst, Karl-Georg Niebergall, Hg.:
Philosophie der Wissenschaft - Wissenschaft der Philosophie. Festschrift
für C. Ulises Moulines zum 60. Geburtstag Paderborn: Mentis, 2006. Broschiert: 301 Seiten |
| Dieser Band ist eine Festschrift zum
60. Geburtstag von C. Ulises Moulines, herausgegeben von zwei seiner
zahlreichen Schülern. »Philosophie der Wissenschaft
Wissenschaft der Philosophie«: die beiden Überschriften
charakterisieren das Werk von Professor Moulines am besten. Zum einen liegt der
Schwerpunkt seiner Arbeit im Bereich der allgemeinen und speziellen Philosophie
der Wissenschaft. Aber auch in allen anderen Bereichen, in denen er arbeitet
auf dem Gebiet der Ontologie, der Erkenntnistheorie, der Geschichte der
analytischen Philosophie , kennzeichnet Wissenschaftlichkeit seinen Stil.
Thomas Barthelborth eröffnet den Reigen der Beiträge: "Zum Einsatz formaler Methoden in der analytischen Philosophie". Er zeigt, dass formale Methoden auch in der Philosophie hohen Erkenntnisgewinn bringen können. Der Titel dieses Beitrags ist programmatisch für fast alle folgenden. Ist es sinnvoll im Reich des Lebendigen von universal gültigen, biologischen Gesetzen zu reden? Das wird seit langem diskutiert. Pablo Lorenzano entwickelt in "Fundamental Laws and Laws of Biology" zahlreiche Argumente contra und pro. An einem Beispiel aus der Genetik und mit einem strukturalistischen Zugang kommt er zu vier Bedingungen für ein fundamentales Gesetz in der Biologie. In "Causal Theory and Reference Change" untersucht Luis Fernández Moreno die Positionen der zwei wichtigsten Vertreter der Theorie der kausalen Referenz: Saul Kripke und Hilary Putnam. Die starre Referenz der Begriffe für natürliche Arten ("Taufakt") wird als unzureichend ausgewiesen. Damit habe ich nur drei Beiträge angerissen. Alle sind ebenso lesenwert, wenn auch manche hoch spezialisiert. |
| Die dreizehn Originalbeiträge der
akademischen Schüler Moulines' spiegeln die Vielfalt seines Werkes wider:
angefangen von Beiträgen zu Fragen der speziellen Wissenschaftstheorie,
über Aufsätze zur allgemeinen Wissenschaftstheorie bis hin zu Texten
aus dem Bereich der analytischen Philosophie und deren Geschichte. Für alle an diesen Fragen Interessierte ist das Werk bestens empfehlenswert. |
| Carlos Ulises Moulines ist Professor an der LMU München für Philosophie, Logik und Wissenschaftstheorie und Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften |
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