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Hacking
Ian Hacking: An Introduction to Probability and Inductive Logic
Cambridge: Cambridge UP, 2001. Taschenbuch, 320 Seiten – hacking Linkshacking Literatur
Eines der besten Einführungsbücher in Wahrscheinlichkeit und Induktion, das ich kenne.
Es zielt zwar auf die Philosophiestudenten, kann aber jedem am Thema Interessierten viel bieten.
Ian Hacking geht mit seinen Lesern behutsam um, er nimmt sie trotzdem ernst. Das Werk ist in 22 Lektionen gegliedert. Die einzelnen Lektionen sind eine gelungene Mischung aus Erklärung, Beispielen und kurzen historischen und biografischen Exkursen.
Dazu kommen am Ende jeder Lektion Übungen mit Lösungen im Anhang! Ganz am Ende jeder Lektion listet Hacking die behandelten Stichworte. So findet man ziemlich schnell die Lektion, in der ein unsicherer Begriff behandelt wurde.
Abgerundet wird alles durch lektionspsezifische Literaturhinweise.
Für die Philosophiestudenten ist besonders vorteilhaft, dass der Text wenig voraussetzt; auch auf die Interpretationen der Wahrscheinlichkeit eingeht, die Entscheidungstheorie und den Bayesianismus berücksichtigt und die philosophischen Probleme der Induktion behandelt.
Ganz nebenbei streut Hacking auch wertvolle Tipps ein. So legt Diskutanten und Vortragenden das "Principle of Charity" und mehr gegenüber ihrem Dialogpartner und Zuhörerschaft ans Herz:
   "The important thing is to be able to understand anyone who has something useful to say:
   There is a general moral here. Be very careful and very clear about what you say. But do not be dogmatic about your own language. Be prepared to express any careful thought in the language your audience will understand. And be prepared to learn from someone who talks a language with which you are not familiar." (S. 38)
Wenn das nur mehr lesen und beherzigen würden!
Anmerkungen
• In der Lektion 3 gibt Hacking Beispiele für "fair" (S. 24). Im Deutschen passt das Beispiel des Teilens eines Kuchens so nicht (im Englischen hat "to cut in half" vielleicht nicht die genaue Bedeutung). Wenn ein gieriges Kind einen Kuchen in zwei Hälften teilt, ist es für das zweite Kind egal, welche Hälfte es nimmt. Sie sind beide gleich gross.
• Die letzte Übung zur Lektion 3 stellt das Designargument vor und einen bekannten Einwand dagegen. Hacking weist den Einwand mit Hinweis auf die Gambler's Fallacy zurück (S. 272-273). Dazu hätte ich mehr Erläuterung benötigt.
• In der Lösung Lektion 5 meint der Autor "almost all the numbers cancel" (S. 53); das wäre Magie. Der Nenner muss ausmultipliziert werden. Hier hat er von der Lösung (1/3) her gedacht.
• Der Subskript zu H auf S. 70 ganz unten muss "j" lauten (nicht "k").
Diese Einführung in Wahrscheinlichkeit und Induktion ist für alle Philosophiestudenten erste Wahl. Auch allen anderen Lernenden kann man es bestens empfehlen.
Links
Ian Hacking (* 18.2.1936 in Vancouver) University of Toronto
 
HackingThe Canadian EncyclopediaHackingUniversity of TorontoHackingWikipedia (deutsch)HackingWikipedia (engl.)
  hacking Ian Hacking und Nancy Cartwright: “... if you can spray them then they are real.”
  HackingIan Hacking & Andrew Pickering: Listen to How To Think About Science - Episode 4 audio

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Literatur
Fitelson, Branden: "Review of An Introduction to Probability and Inductive Logic by Ian Hacking". Bulletin of Symbolic Logic 9, 2003. S. 506-507
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hacking Hacking Ian Hacking: An Introduction to Probability and Inductive Logic. Cambridge: Cambridge UP, 2001. Taschenbuch, 320 Seiten Hacking
Ian Hacking: The Emergence of Probability: A Philosophical Study of Early Ideas about Probability, Induction and Statistical Inference. 2nd Edition. Cambridge: Cambridge UP, 2007. Taschenbuch, 209 Seiten Hacking
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