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Rolf Froböse:
Der Lebenscode des Universums – Quantenphänomene und die Unsterblichkeit der Seele
München: Lotos, 2009. Gebunden, 160 Seiten – Quanten LinksQuanten Literatur
Nach dem misslungenen Die geheime Physik des Zufalls: Quantenphänomene und Schicksal (Quanten Links) legte der Chemiker Rolf Froböse erneut eine Verbindung der Quantenphysik bloß. War es zuvor das Schicksal, so ist es jetzt die Unsterblichkeit der Seele. Allerdings kann der Autor keinen der Titelbegriffe – Lebenscode und Unsterblichkeit der Seele – glaubhaft machen, geschweige aufgrund von Quantenphänomenen überzeugend belegen.
Kurz gesagt geht es um das Folgende. Den Autor befriedigen die derzeitigen Antworten auf die Frage nach der Entstehung der Gene nicht. Seine Lösung: die Entstehung des Lebens und der Gene und alles andere war schon vorher – sogar vom Urknall an – als Lebenscode des Universums vorhanden. Damit lassen sich dann nicht nur zufällige Mutationen erklären, sondern auch der vermeintliche Zusammenhang der Attentate auf John F. Kennedy und Abraham Lincoln und vieles mehr.
Ungeduldige gehen sofort zur zusammenfassenden Gesamtbewertung (Quanten Zusammenfassung). Andere lesen sequentiell oder springen mit dem Inhaltsverzeichnis:
Rechtfertigungsstrategien esoterischer Texte
Methodenkritik
1) „Strohmann“-Methode
2) Position jonglieren oder glatte Widersprüche
3) Non sequitur / es folgt nicht
4) Anekdoten
5) Berufung auf Experten
Lebenscode des Universums
Mehrdeutigkeit von Wörtern
Übertragung von Quantenphänomenen auf große Objekte
Gleichzeitigkeit von Entdeckungen
Evolution nicht verstanden
Homöopathie und Geistheilung
Unsterblichkeit der Seele
Banales und Kryptisches
Zitate und ihre Zuordnung
Vorschläge an Wissenschaftler
Gesamtbewertung
Links
Literatur
Rechtfertigungsstrategien esoterischer Texte
Esoterische Texte zeichnen sich u.a. durch die folgenden Strategien aus
• Immunisierungsstrategie: mit "normalen" wissenschaftlichen Methoden nicht nachweisbar
• Angabe von Koryphäen ohne Textnachweis
• Angebliche Unterdrückung durch das wissenschaftliche Establishment
• Berufung auf Wissenschaftlichkeit
• Schaffen einer Eigenwelt als Gegenwelt, die in sich eine gewisse Plausibilität hat.
• Die Eigenwelt beansprucht einen Paradigmenwechsel im Kuhnschen Sinne gegenüber der etablierten Wissenschaftsgemeinde. Die Physik verharre in alten Positionen.
Inwieweit Der Lebenscode des Universums diese Kritierien erfüllt sollte man nach aufmerksamen Lesens dieser Besprechung selbst entscheiden können. Nach Lesen des Buchs ist es zu spät esoterik.
Zum Punkt "Angebliche Unterdrückung durch das wissenschaftliche Establishment" gehört auch die angebliche Abschottung der "Scientific Community" gegenüber den innovativen, alle Denkverbote missachtenden Amateuren. Dazu nenne ich in paar einschlägige Stellen.
• "Einsteins Dogma" (S. 67): das unterstellt den Wissenschaftlern Dogmatismus
• "hält jedoch nichts von Tabus" (S. 70): andere Wissenschaftler hegen Tabus
• "mit einem Tabu belegt" (S. 84): man darf in der Wissenschaft nicht alles frei diskutieren
• "akademischer Selbstmord" (S. 92): Wissenschaftler dürfen die Relativitätstheorie nicht bezweifeln
• "In der modernen Wissenschaft darf es keine Denktabus geben" (S. 145). Die Denktabus der Wissenschaftler verhindern den Durchbruch der bahnbrechenden Ideen des Autors. Er formuliert es so:
"Die moderne Naturwissenschaft steht möglicherweise vor ihrer größten Entdeckung" (S. 147).
Eine unverbindliche Vorhersage, die nie widerlegt werden kann.
Bevor ich einige Einzelheiten des Buches herausgreife, möchte ich fünf typische Verfahren kritisieren, die sich mit den genannten Rechtfertigungsstrategien teilweise überschneiden. Sie werden in populärwissenschaftlichen (den wissenschaftlichen Anspruch kann man dem Buch durchaus zuerkennen) und besonders in esoteriknahen Werken gerne verwendet. So auch reichlich in Der Lebenscode des Universums.
Methodenkritik
1) „Strohmann“-Methode
Man stellt eine Behauptung (die kaum jemand vertritt) auf, greift sie überzeugend an und bucht einen Erfolg. Da die Behauptung niemand oder kaum jemand vertritt ist der Erfolg nahezu wertlos.
1a) Creatio ex nihilo
Die Verlagsinfo zum Buch beginnt mit „Ist das unendliche Universum aus dem Nichts entstanden?“
Egal ob man zur Ansicht neigt, das Universum sei unendlich oder endlich (beides wird derzeit mit guten Argumenten vertreten), wohl kaum jemand behauptet eine Entstehung aus dem Nichts.
• Gläubige Menschen werden immer einen Schöpfer postulieren: dieser Gott schuf das (endliche) Universum.
• Wissenschaftler berechnen die Zustände bis zu einer extrem kurzen Zeitspanne nach dem Urknall – der Anfangssingularität – und sagen: „Weiter kommen wir (derzeit) mit unseren Verfahren nicht. Davor können wir nichts sagen“ oder „Die Frage: »Was war zuvor?« ist sinnlos, da mit dem Urknall Zeit und Raum erst entstanden sind“.
• Die meisten Physiker nehmen eine ewige Existenz des Universums an: eine unendliche Kette von Ereignissen in der Vergangenheit erscheint verständlicher als eine Ex-nihilo-Entstehung (Kanitscheider 1991, S. 240). Der physikalische ex-nihilo Entstehungsprozeß stößt auf wenig Sympathie (Kanitscheider 1991, S. 260, Quanten Literatur). Ganz aktuell (6/2009) dazu in den Sachbuch-Bestsellerlisten, obwohl der Stoff kompetent aber schwierig dageboten wird: die Schleifenquantengravitation (Martin Bojowald: Zurück vor den Urknall: Die ganze Geschichte des Universums, Quanten Literatur). Diese Theorie vermeidet explizit die Singularität und eine Entstehung aus dem Nichts.
Halton Arp und Fred Hoyle vertreten bis heute eine Steady-State-Theorie (Quanten Links) statt der Anfangssingularität.
Die Frage „Ist das unendliche Universum aus dem Nichts entstanden?“ steht im Abseits.
1b) Darwinismus erklärt nicht die Entstehung des ersten Lebens
Oft wird Charles Darwin (und seiner Theorie) vorgeworfen: „Den Kern der Evolution kann der Darwinismus nicht erklären“ (S. 40). Mit Kern der Evolution ist hier der eigentliche Beginn des Lebens auf der Erde gemeint. Darüber machte Darwins Theorie tatsächlich keine Aussage. Sie ist eine Theorie über die Entstehung der Arten, der Vielfalt unseres Lebens aus einer Quelle; siehe dazu: "Die Kernthesen der Evolutionstheorie und die häufigsten Missverständnisse" (Quanten Links). Die Entstehung des ersten Lebens ist nicht Kern der Evolution als Theorie Darwins. Der Vorwurf an Darwin ist ungefähr so, als tadele man Euklid, weil die Axiome der Geometrie nichts zur Enträtselung der Primzahlenzwillinge beitragen. Froboese verschärft den Vorwurf gar, da er nicht die sukzessive Entstehung des Lebens betrachtet, sondern sofort die „Entwickung des ersten Gens“ (S. 40) erklärt haben will.
Da überfordert er Darwin ungemein. Den Begriff des Gens gab es noch nicht einmal. Der dänische Botaniker Wilhelm Johannsen prägte 1909 den Begriff Gen als ziemlich vages Konzept. Da kann man von Darwin, dessen Hauptwerk The Origin of Species [Die Entstehung der Arten]1859 erschien, kaum verlangen, dass seine Theore etwas zur Erklärung der Entwickung des ersten Gens beiträgt.
Froböse hat allerdings zweifelsohne darin recht, dass die Entstehung des Lebens eine wichtige Frage ist, auf die es einige Antworten gibt, aber soweit ich sehe, keine völlig befriedigende. Siehe beispielhaft für viele Erklärungsversuche: "Wie das Leben auf der Erde entstanden sein könnte" (Quanten Links).
Antony Flew, damals Atheist, nahm die fehlende naturalistische Theorie für die Entwicklung des Lebens (er meint sogar: Unmöglichkeit so eine Theorie vorzulegen) zum Anlass seine Position zu wechseln. Er ist nun Deist (nicht Theist). Allerdings gibt es eine Kontroverse um seinen Grund (Quanten Links).
2) Position jonglieren oder glatte Widersprüche
Froböse hat durchaus profunde Sachkenntnis. So kennt er die gängige Auffassung verschränkter Teile als ein einziges Objekt (S. 11, S. 53). Das hat zur Folge, dass weder Kraft- noch Informationsübertragung zwischen den Teilchen stattfindet, die Lichtgeschwindigkeit wird nie überschritten, die Relativitätstheorie bleibt unangefochten. Die gegenteilige Auffassung der Verschränktheit schluckt die Kröte der Nicht-Lokalität (gleichzeitige Geschehnisse an zwei Orten) nicht, muss dafür aber eine mysteriöse Wechselwirkung mit Überlichtgeschwindigkeit in Kauf nehmen.
Außer einer dieser beiden Positionen kann man als Autor beanspruchen, dass hier das letzte Wort noch nicht entschieden ist: man läßt die eigene Position offen.
Froböse wählt einen vierten Weg: er mischt beide Positionen in seinem Text, je nachdem womit er den Leser gerade beeindrucken will. Dies freilich führt zu ständigen Widersprüchen, von denen ich einige – auch aus anderen Bereichen – tabellarisch, aber unvollständig, erfasst habe.
einmal so ... dann ganz anders ... Kommentar
„als Gesamtsystem zu betrachten“ (S. 11) ein Teilchen A reagiert auf ein Teilchen B (S. 11) Bei einem Gesamtsystem ist eine Reaktion völlig verfehlt. Die Zinken der bewegten Gabel (=Gesamtsystem) reagieren nicht aufeinander und sie kommunizieren nicht miteinander.  
„ohne zeitliche Verzögerung“ (S. 11) „sie kommunizieren“ (S. 11; S. 48)
zwischen verschränkten Teilchen fließt keine Information (S. 92)
„mit unendlich hoher Geschwindigkeit“ (S. 11; S. 48)
„der Informationsaustausch mit mindestens einhunderttausendfacher Lichtgeschwindigkeit“ (S. 11; S. 48) „unendlich hohe Geschwindigkeit“ scheint mir ein fragwürdiger Begriff, jedenfalls widersprüchlich zu 100.000 x Lichtgeschwindigkeit
„denkst du immer das Gleiche“ (S. 18) „zwei Menschen sind manchmal gedanklich gleichgeschaltet“ (S. 18) Hier wird mit einem kleinen Trick (immer – manchmal) aus einer seltenen Gedankengleichheit (die wohl jeder Leser bestätigen wird) eine Dauereinrichtung
eine Übernatur gibt es nicht bzw. kann es nicht geben (S. 29) „ein Akt Gottes“ (S. 40) Der eigenen Behauptung, es gäbe nichts Übernatürliches, widerspricht der Autor an vielen Stellen
Ähnlich schwankt Froböse auch zwischen
• reduktionistischen Materialismus: das Gehirn besteht nur aus Atomen; demzufolge können auch geistige Prozesse mit den Gesetzen der Physik (hier: Quantenphysik) beschrieben werden (S. 12).
• Reduktion auf reinen Geist
• Dualismus: „Dualismus von Teilchen und Welle“ / „Dualismus von Körper und Seele“ (S. 13). Allerdings scheint der Autor John Archibald Wheelers reduktionistischen Materialismus (siehe dazu auch unter „Mehrdeutigkeit von Wörtern“) nicht ganz erfasst haben, sonst könnte er nicht anschließend bemerken: „In ein ähnliches Horn“ stossen andere Wissenschaftler, die es als Fehler ansehen, den Geist aus der Natur zu verbannen (Dualismus, S. 12).
3) Non sequitur / es folgt nicht
Eine der bösartigsten aber auch häufigsten Mechanismen der oberflächlichen Sachliteratur ist es Folgebeziehung zu konstatieren, die weder bestehen noch überhaupt erläutert wurden. Diese Mechanismen kommen oft nur dem Vorverständis des Lesers entgegen, bestärken dessen Vorurteile und punkten damit. Dafür gibt es Signalwörter, die den Leser solcher Werke in Alarm versetzen sollten. Diese Signalwörter finden sich im hier besprochenen Buch:
„zwingend“
Froböse: „führt in letzter Konsequenz zwingend auch zu einem universellen Quantencode, ...“ (S. 13). An dieser Stelle kann man dem Autor noch zugute halten, dass dies die Einleitung ist. Leider wird die zwingende Folgerung auch später nie ausgeführt, sondern nur wiederholt.
„demzufolge“
Froböse: „Einige Wissenschaftler behaupten, die Evolution und die Entstehung des Lebens auf der Erde seien einem reinen Zufall zu verdanken. Demzufolge wäre die Erde im gesamten Universum vermutlich der einzige bewohnte Planet“ (S. 39).
  1. Ich kenne keinen Wissenschaftler, der nicht weiß, dass zur Evolution – neben zufälligen Mutationen – auch Vererbung und Auslese unerlässlich sind. Mit „reinem Zufall“ ist nix. Da der voraussetzende Satz falsch ist, folgt daraus nichts oder alles.
  2. Doch selbst wenn man annähme, dass Evolution und die Entstehung des Lebens nur durch Zufall zustande kamen, folgt demzufolge keinesfalls, dass es nicht auch woanders zufällig passieren kann. Im Gegenteil: wenn's hier möglich war, warum nicht auch woanders?
  3. Womöglich unterliegt der Autor hier dem Trugschluss des Spielers (Gambler’s Fallacy): wenn das Unwahrscheinliche schon einmal passierte (Erde) dann kein zweites Mal. Dazu gilt: der Zufall hat kein Gedächtnis. Wer letzte Woche einen Sechser im Lotto tippte, hat am kommenden Wochenende exakt dieselbe Chance wieder einen Sechser zu haben. Wenn es passiert hat Autor Froböse eine neue Zufallsanakdote, die einen geheimen Zusammenhang zwischen den Lottoscheinen belegt. Siehe dazu auch die Geschichte des polnischen Autors Stanislaw Lem: "Odds" ().
  4. Zu dieser und ähnlichen Wahrscheinlichkeitsüberlegungen (auch bei anderen Autoren)
    Froböse / Paley / Vollmert / ... verwerfen aus Wahrscheinlichkeitserwägungen beispielsweise durch (unzulässigen) Vergleich mit der Entstehung eines Flugzeugs durch einen über eine Abfallhalde streichenden Wind. Doch was bieten sie stattdessen? Sie verschieben Wind und Abfallhalde zeitlich weit zurück, postulieren einen viel komplexeren "Lebenscode" und merken nicht, dass die Wahrscheinlichkeit für Komplexeres (als organisches Molekül, Zelle, Gen) sehr viel geringer ist. Der Lebenscode enthält ja nach Froböse (Quanten Lebenscode des Universums) die Informationen (Bauanweisungen) für alles Leben und noch viel mehr.
    Es gilt (P steht für Wahrscheinlichkeit):
    P(a & b) < oder = P(a)
    also P(organisches Molekül & Zelle & Gen & alles Leben & ...) < P(Gen).
    Das = habe ich – wie ich meine – zurecht vernachlässigt.
    Wenn man nun P(Gen) als für zu gering erachtet, dann gilt dies umso mehr für P(Lebenscode).
    Kurzum: die Wahrscheinlichkeitsüberlegungen verschieben das Problem in unbekannte Gefilde und werden dort nicht mehr angestellt. Der Leser wird benebelt und so wohl auch "überzeugt".
    Wenn man eine Theorie (hier: Entstehung des Lebens) anhand eines Kriteriums (hier: extreme Unwahrscheinlichkeit) kritisiert, dann muss man dasselbe Kriterium auch auf die vorgeschlagene Alternative (hier: Lebenscode des Universums ab dem Urknall) anwenden. Froböse tut es nicht. Es hätte schwerwiegende Folgen für seine These. Wie gerade gezeigt wurde ist
    P(Lebenscode des Universums) < P(Gen).
Siehe dazu die Leben Links zu Leben und Wahrscheinlichkeit
„folgerichtig“ / „offenbar“
Mit einer Wahrscheinlichkeitsüberlegung, die schon William Paley 1802 in Natural Theology (Quanten Links) anstellte und der spätestens von Darwin der Boden entzogen wurde, kommt Bruno Vollmert dazu, die zielgerichtete Entstehung des Makromoleküls DNS auszuschließen (S. 39).
Dabei ist schon falsch, dass wohl niemand die zielgerichtete Entstehung des Makromoleküls DNS behauptet (Strohmann-Methode, siehe oben). Die Evolution hat kein Ziel. Diese Thematik greife ich nochmals unter „Evolution nicht verstanden“ auf. Die Entstehung des Lebens geschah evolutiv. Doch selbst wenn man die Überlegungen teilt, folgt daraus keineswegs als einzige Option „offenbar ein Akt Gottes“ (S. 40).
„also“
Keinesfalls hat der Autor nachgewiesen, dass das Bewusstsein „den Regeln der Wellenmechanik gehorcht“. Er verweist zuvor auf die Anekdote des schwedischen Mystikers Emanuel Swedenborg (S. 35). Froböse behauptet nun keck, dass „niemand ernsthaft zweifelt“, dass die Swedenborg Anekdote sich so zugetragen habe (S. 104). Wie „zuverlässig“ die Berichte Swedenborgs sind, erkennt man an seinen zwei Christus-Visionen in den Jahren 1744/45. Er behauptete zudem, mit Engeln in direktem Kontakt zu stehen. Bei solch gehäuften Visionen wird selbst die katholische Kirche skeptisch.
Ich stelle darum die umgekehrte Behauptung auf: kein vernünftiger Mensch schenkt den Flunkeleien Swedenborgs ernsthaftes Vertrauen. Doch wenden wir wieder das Verfahren an: wir glauben's um des Arguments willen. Dann landete Swedenborg mit seiner Ahnung des Feuers von Stockholm einen bemerkenswerten Treffer; mehr aber auch nicht. Damit kann man weder Hellsehen bestätigen (erste Überschrift S. 104), auch wenn man es etwas vornehmer „Fernwahrnehmung“ nennt, noch gar etwas mit der Quantenphysik erklären (S. 104). Das „also“ im folgenden Abschnitt ist also völlig unberechtigt.
Nicht immer sind Signalwörter gesetzt, ...
... manchmal vollzieht sich ein „Non sequitur / es folgt nicht“ Übergang sozusagen lautlos. Dazu ein Beispiel. Der Verschränkung sind – soweit man derzeit weiß – keine prinzipiellen zeitlichen Schranken gesetzt. Dazu überlegt Froböse weiter: Also wäre [Konjunktiv] es durchaus denkbar [damit möglich?], dass seit dem Urknall [jetzt wird es zeitlich schon sehr lang] große Teile [aus kleinsten verschränkten Teilen von denen man bisher weiß, geht der Gedanke gleich ins Universum] miteinander verschränkt seien (S. 73). Aus dem Fehlen einer zeitlichen Schranke ist man binnen eines Satzes bei der Verschränkung großer Teile des Universums seit Anbeginn. Eine wahrlich atemberaubende Folgerung, die durch nichts begründet wird. Doch wenn man aufmerksam weiter liest setzt der Autor wieder eine Signalmarke.
„offenbar“
Die Denkmöglichkeit der Verschränkung zwischen makrokosmischen Objekten wurde inzwischen zur Gewissheit (wenn man's oft behauptet, so stimmt's; siehe „Proofs that p“ unter Quanten Links). Froböse setzt fort mit: „Da das Universum seit dem Urknall offenbar über weite Bereiche miteinander verschränkt ist, ...“ (S. 75).
„auf dieser Erkenntnis aufbauend“
Der Autor behauptet, er habe die spukhafte Fernwirkung von Teilchen erklärt und „warum auf dieser Erkenntnis aufbauend ein kosmischer Code existieren muss“ (S. 87). Beide Erklärungen vermisse ich. Wie schon oben erwähnt ist eine mögliche Erklärung der „spukhaften Fernwirkung“, dass es sich um ein einziges Objekt handle. Das nennt der Autor auch mehrmals (z.B. S. 92), widerspricht dem aber immer wieder (siehe Tabelle oben). Daraus folgt aber keineswegs, dass ein kosmischer Code existieren muss. Es bleibt „eine rein persönliche Überlegung“ des Autors (S. 78).
„unstrittig ist“
Wenn ein Autor dies betont, so behauptet er oft etwas aus dem Blauen: wenn er es zuvor erklärt und belegt hätte, so dass es nicht mehr bestreitbar ist, bräuchte er es nicht zu betonen. So auch hier. Das Gehirn ist nicht die Kommandozentrale, die über sämtliche Körperfunktionen regiert (S. 96). Vieles im Körper geschieht ohne dem Hirn. Dazu empfehle ich als Lektüre (obwohl es Einschlägigeres geben mag): Antonio R. Damasio: Descartes' Error. Emotion, Reason and the Human Brain [Descartes' Irrtum. Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn] (Quanten Links).
„folglich“
Aufgrund der fragwürdigen Wahrscheinlichkeitsüberlegung (siehe oben) verwarf der Autor die Entstehung des Lebens auf der Erde durch puren Zufall. Er hat also – angenommen die Wahrscheinlichkeitsüberlegung trifft zu – eine Möglichkeit ausgeschlossen. Für ihn gibt es dann nur eine zweite Möglichkeit: „Folglich muss eine treibende Kraft ... für den gesamten Evolutionsprozess ...“ (S. 123), Mitnichten: es gäbe noch viele andere Möglichkeiten.
„Fazit“
Der Abschnitt über „Schwarmverhalten“ beginnt mit der Frage: „Sind beim Schwarmverhalten kleiner Tiere etwa Quanteneffekte im Spiel?“ (S. 118). Dann folgt ein Ausflug in die Biologie.
Man kann – wie Jürgen Tautz, Leiter der BEEgroup am Biozentrum der Universität Würzburg, – ein Bienenvolk als „Bien“ und einen Superorganismus ansehen. Warum da schon wieder die Metapher des Computers herhalten muss: „Das Bienenvolk ist wie ein Supercomputer“ (S. 118), entgeht mir. Ich meine, ein Bienenvolk ist schlecht mit einem Computer, der immer irgendwo eine Central Processing Unit (CPU) hat, die dem Bienenvolk erstaunlicherweise fehlt, vergleichbar.
Das Zitat, das mit dem unglücklichen Vergleich beginnt, fand ich bei Magnus Heier (Quanten Links), der wiederum Tautz zitiert.
Auch einen Gletscher kann man als Gesamtorganismus betrachten und beschreiben und sogar den Schnee, von dem man sagt: „Erstaunlich, woher der Schnee weiß, wo die schattigen Stellen sind. Von den sonnigen hat er sich schon lange zurückgezogen, aber im Schatten der Hütte harrt er aus“. Freilich folgt aus dieser Betrachtungsweise keinesfalls: „Fazit: Die einzige plausible Erklärung für die Schwarmintelligenz liefert das Verschränkungsprinzip der Quantenphysik“ (S. 119). Zwischen der oben zitierten Frage und dem Fazit war keine Rede mehr von Quanten!
4) Anekdoten
Eine beliebte Methode den Leser geneigt zu stimmen ist es Geschichten aus dem Alltag, die jedem schon mal passiert sein könnten, zu erzählen. Das ist gemässigt kaum zu tadeln; man kann es aber auch übertreiben.
Seitenweise bringt der Autor Zufallsanekdoten , die mich stark an sein vorheriges Buch Die geheime Physik des Zufalls (Quanten Links) erinnerten: S. 19-20, S. 22-33, S. 34-35.
Die „Zufälligkeit“ vieler dieser Erlebnisse habe ich schon in der Besprechung von Die geheime Physik des Zufalls bestritten. Hier nur eine Ergänzung.
Froböse führte schon im Vorbuch und auch hier wieder „Übereinstimmungen“ zwischen den Schicksalen John F. Kennedys und Abraham Lincolns an. Die meisten sind an den Haaren herbeigezogen oder sind schlicht keine. Oder was stimmt daran – außer dem Attentat selbst und einer nötigen Flucht – überein:
• Booth erschoss Lincoln in einem Theater und flüchtete in ein Lagerhaus.
• Oswald erschoss Kennedy aus einem Lagerhaus auf offener Strasse und flüchtete in ein Kino (S. 32-33).
Bevor man hier völlig verärgert ist: das war es dann mal für längere Zeit im Buch an Anekdoten. Die nächsten Anekdoten, deren Zusammenhang und Sinn mir nicht klar wurde, folgen auf S. 110-112 und S. 135-142.
5) Berufung auf Experten
Es ist löblich, wenn man seine Quellen nennt. Froböse beruft sich zu oft auf Außenseiter, manchmal streicht der Autor zu sehr heraus, dass er mit allen mögliche Korypäen im (telefonischen) Kontakt steht.
Roman Schnabel, Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik und Institut für Gravitationsphysik, Leibniz Universität Hannover: mit ihm führte der Autor ein längeres Telefonat (S. 70; Quanten Links).
Friedbert Karger rief den Autor an, um mit ihm über Quantenphänomene zu diskutieren (S. 79-80). Karger ist bei der „Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften“ (GWUP) kein Unbekannter. Karger: „Basierend auf vorläufigen Untersuchungen an Uri [Uri Geller], kann ich keinen Betrug feststellen. Die Kräfte dieses Mannes sind ein Phänomen, das die theoretische Physik noch nicht erklären kann“ (zitiert nach: Ernst Meckelburg: „Der Geller-Effekt – Bewusstsein beeinflusst Materie“). Dabei lassen sich die Effekte Uri Gellers ausnahmslos mit gängiger Tricktechnik nachvollziehen oder ohne Rückgriff auf übersinnliche Kräfte erklären (Quanten Links: Friedbert Karger, Ernst Meckelburg , GWUP, Uri Geller).
Die Berufung auf Experten kann eigentlich kein Kritikpunkt sein. Oder doch? Ich meine ja, dann, wenn einerseits nur eine sehr begrenzte Anzahl von Experten zur Sprache kommt und die Heranziehung von Experten oder vermeintlichen Experten kaum oder nicht überprüfbar ist.
Nach dieser ausführlichen Methodenkritik gehe ich auf einige Fehlleistungen des Textes ein.
Lebenscode des Universums
Die einzige Erklärung für die These eines Lebenscodes des Universums las ich auf Seite 41. (Am Ende dieses Abschnitts zitiere ich eine zweite Stelle im Buch, die man aber selbst bei bestem Willen nicht als Erklärung auffassen kann). Das Argument dafür rekonstruiere ich so:
(1) Es ist völlig unwahrscheinlich, dass das Leben nach einer (verqueren) Evolutionsauffassung entstand (S. 39).
(2) Also: Akt Gottes (S. 40).
(3) In diesem Akt wurde eine kosmische Quanteninformation festgelegt, nach der dann die Entstehung des Lebens ablief: der Lebenscode des Universums (S. 41).
Die Prämisse (1) wurde schon vielfach zerfetzt; siehe dazu auch oben „3) Non sequitur / es folgt nicht“ unter „demzufolge“ und unter „folgerichtig“. Die „Folgerung“ (2) wird dann ohne jegliche Begründung einfach postuliert. Die „Folgerung“ (3) wird dann ebenfalls – auf (2) aufbauend – nur so hingeschrieben. Der Gedanke scheint zu sein, dass wegen der mit (1) festgestellten Unwahrscheinlichkeit die Erklärung für die Entstehung des Lebens offen ist. Doch dann würde (2) schon ausreichen, die „Folgerung“ (3) erübrigt sich. Der Schöpfungsakt fungiert dann als „science stopper“! Den Lebenscode des Universums braucht's nicht mehr.
Noch krasser wird es in den folgenden Absätzen. Da muss der Lebenscode des Universums, der – man erinnere sich – aus der Unwahrscheinlichkeit der Lebensentstehung gefolgert wurde, gar für die Entstehung der Galaxien herhalten (S. 41).
Eine weitere Untermauerung des Lebenscodes des Universums kann man bei Wohlwollen auf Seite 44 herauslesen. Froböse wiederholt die Unwahrscheinlichkeit beim Übergang von der chemischen zur biologischen Evolution. Wieder einmal kann man das zugestehen und kommt doch nicht weiter. Denn was setzt der Autor statt des unwahrscheinlichen Übergangs „von selbst“ von der chemischen zur biologischen Evolution? Einen wohl hochkomplexen Code oder ein Ordnungsprinzip mit gespeicherten Informationen. Statt eines – zugegeben – unwahrscheinlichen Vorgangs (nicht ganz so von selbst wie der Autor meint; immerhin wirkt die Selektion und ab einem gewissen späteren Punkt die Vererbung) postuliert der Autor etwas noch Unwahrscheinlicheres! Um den Leser zu beschwichtigen (immerhin spürt der Autor, dass er dem Leser da viel zumutet) bittet er um Geduld (S. 44).
Es folgt noch eine Stelle im Buch, die den Lebenscode des Universums mehr postuliert als belegt.
Darwins Thesen reflektieren die Auswirkungen eines fundamentalen Codes (S. 123). Welche der Thesen Darwins dies reflektieren bleibt dem Leser verborgen. Es wird noch toller: Der Code gleicht einer geheimnisvollen Software und schuf (!) die ersten Gene (S. 123). Da staunt der Leser.
Mehrdeutigkeit von Wörtern, (könnte auch oben unter Methodenkritik stehen)
Viele Unstimmigkeiten im Alltag aber auch in der Wissenschaft entstehen durch die mehrfache Verwendung eines Wortes mit unterschiedlicher Bedeutung. Dieser Fehler unterläuft jedem mal, so auch dem Autor Froböse.
Da „kommunizieren“ Moleküle (wozu man rein mechanistisch gedacht mit dem Kopf nickt; man denke nur an kommunizierende Röhren oder daran wie der Tankinhalt mit dem Anzeiger „kommuniziert“), doch flugs wird daraus ein geistiger Funke geschlagen. Das zugrunde liegende Argument (in Anlehnung an das Argument von John Archibald Wheeler, S. 12; oben nach der Tabelle) wird dadurch keinesfalls schlüssig (S. 96).
(1) Das menschliche Gehirn besteht „aus Molekülen, Atomen, Elektronen und Kernen“.
(2) Darauf kann man also physikalische Gesetze anwenden, hier: „Wellenmechanik“.
Jetzt kommt der Purzelbaum: „hinter dem Gehirn verbirgt sich wiederum der Geist“. Ganz abgesehen von der unglücklichen Vorstellung, hinter dem Gehirn verberge sich etwas (mein Geist im Hirn braucht sich nicht zu verbergen; wie's bei anderen ist, weiß ich nicht), wurde die Grundlage für die Zustimmung zum Geist im Hirn durch das doppeldeutige „kommunizieren“ gelegt. Wenn man dem aber zustimmt, dann ist die Folgerung (2) nicht mehr korrekt. Wer eine dualistische Geistvorstellung hegt muss erst zeigen, dass sich auf den Geist die physikalischen Gesetze anwenden lassen. Gemeinhin zeichnet sich der Geist gerade dadurch aus, dass für ihn die physikalischen Gesetze nicht gelten. Eine Idee pflanzt sich durch alle Jahrhunderte hinweg fort. In Gedanken kann ich vom Berggipfel aus ins Tal schweben usw. Also
• entweder physikalistisches Weltbild wie im Argument, dann sind Gedanken irgendwie ein Produkt des Hirns, aber keine „res cogitans“,
• oder der Geist ist nicht materiell, sondern eine völlig andere Entität, etwa eine „res cogitans“ im Sinne René Descartes, dann ist wohl nichts mit Quantenphysik bezüglich des Geistes. Zu diesem Thema ist besonders Bernhard Lauth: Descartes im Rückspiegel. Der Leib-Seele-Dualismus und das naturwissenschaftliche Weltbild lesenswert (Quanten Literatur).
Die Schlussfrage des Abschnitts: „Wer würde allen Ernstes behaupten, dass er [der Geist] materiell ist?“ (S. 96) ist suggestiv, da „Geist“ ein extrem vielseitig aufzufassender Begriff ist. Dazu wurden Tausende von Bücher geschrieben. Zudem verwendet der Autor die Begriffe „Hirn“, „Geist“, „Gedanken“ und „Bewusstsein“ recht locker, mir scheint oft austauschbar. Nur so ist es erklärbar, dass er nach fragwürdigen Ausführungen zu Hirn, Geist und Gedanken plötzlich all dies aufs Bewusstsein projeziert. Ich erinnere an das gerade diskutierte Argument (S. 96, siehe weiter oben):
(1) Das menschliche Gehirn besteht „aus Molekülen, Atomen, Elektronen und Kernen“.
(2) Darauf kann man also physikalische Gesetze anwenden, hier: „Wellenmechanik“.
Ich kritisierte schon, dass die Sprünge vom physikalistisch aufgefassten Gehirn in (1) zum Geist unzulässig ist, zumal der Autor ausdrückliche eine Identitätsposition (Hirnzustände, -prozesse = Geist) ablehnt. Im weiteren Text schreibt er dann wahlweise vom Hirn und Geist und erwähnt einmal das Bewusstsein, dass laut John Eccles vom Gehirn beeinflusst wird (S. 100). Und dann stellt er ohne weitere Umstände fest, dass das Bewusstsein „also“ (Signalwort für es-folgt-nicht) „den Regeln der Wellenmechanik gehorcht“. Das Tückische daran ist, dass der Autor dies in einem „Wenn“-Satz formuliert, dann aber diesen Antezedens als gegeben hernimmt und nun kühn folgert:
„Über das Verschränkungsprinzip sind wir auf subtile Art und Weise mit jedem x-beliebigen Punkt des Universums verbunden!“ (S. 104) universum
Daran ist soviel falsch, dass man's kaum ausschreiben kann: es folgt nicht; woher zaubert der Autor das Verschränkungsprinzip? Wer ist „wir“? Soll es für den Menschen stehen? Warum nicht auch Tiere und Pflanzen und andere Objekte? Zur Verschränkung gehören mehr als 1 Teil. Warum mit jedem x-beliebigen Punkt? Also wohl auch mit uns selbst!?
Wie sehr Froböse mit seiner Generalthese der Verschränkung seit dem Urknall von allem mit allem (oder wie soll man's sonst verstehen?) auf dem Holzweg ist, zeigt diese Bemerkung:
„Verschränkung ist die zentrale neue Ressource. Sie muss theoretisch noch besser verstanden werden, damit sie gezielt genutzt werden kann. [...] Warum ist Verschränkung dennoch nicht „das Normale“?“ (Audretsch 2004, S. 151).
Übertragung von Quantenphänomenen auf große Objekte
Die Beschreibung eines geplanten Experiments von Roman Schnabel (S. 69ff) wird mit der beliebten Veranschaulichung der Verschränktheit mit zwei Würfeln eingeleitet. Hier vergisst Froboese zu erwähnen, dass es zwischen verschränkten Würfeln weder Kräfte gibt noch wird Information ausgetauscht. „Aber nichts von alledem ist bei Verschränkung der Fall. Während die Würfel rollen, gibt es weder eine das Ergebnis beeinflussende Kraft, noch einen Informationsaustausch.“ ... „Die beiden sind keine unabhängigen, individuellen Würfel mehr, sondern formen eine Einheit, ein verschränktes Objekt“ (Schnabel u.a. 2008, S. 235).
Wichtig ist, dass Schnabel mit seinem geplanten Experiment erst nachweisen will, dass die Paradoxien der Quantenphysik sich auch auf den Mesokosmos des Alltags auswirken und nachweisen lassen. Froböse setzt ständig voraus: die Verschränkung gibt es auch im Mesokosmos, sie hält an und sie gilt zwischen allen Objekten im Universum.
Gleichzeitigkeit von Entdeckungen
In der Wissenschaftsgeschichte gibt es viele Fälle „gleichzeitiger“ Entdeckungen. Berühmt ist die unabhängige Entdeckung der Abstammung der Arten durch Charles Darwin und Alfred Russel Wallace. Doch was bedeutet unabhängig, wenn jeder Entdecker auf seine Vordenker aufbaut? Noch verwickelter scheint es bei der Aufstellung des Periodensystems der Elemente zu sein. Froböse führt es als „Paradebeispiel für eine Synchronizität in der Wissenschaft“ an (S. 103). Der Psychologe Carl Gustav Jung veröffentlichte 1952 den Aufsatz "Synchronizität als ein Prinzip akausaler Zusammenhänge". Bei all den genannten Entdeckungen kann man aber nicht von Akausalität reden, da sie immer mit ihren Vorgängern verbunden waren, ohne jene wären die Entdeckungen kaum möglich gewesen.
Lothar Meyer hat sein Periodensystem vor 1868 entwickelt, wahrscheinlich schon 1865. Allerdings hat sich die zweite Auflage seines Buches Die modernen Theorien der Chemie verzögert, für die Meyer eine erweiterte Tabelle vorgesehen hatte. Noch ehe diese Tabelle endlich erschienen war, hatte Dimitri Mendeleev seinen Aufsatz publiziert. 1870 zog Meyer mit seinem Ende 1869 verfassten Aufsatz "Die Natur der chemischen Elemente als Funktion ihrer Atomgewichte“ nach.
Da man Periodensysteme nicht exakt definieren kann, gibt es natürlich keine Möglichkeit ihre Entdeckung exakt zu terminieren. Die Gleichzeitigkeit verschwindet. Zudem gibt es noch zahlreiche andere Entdecker, wie z. B. Gustav Tschermak 1860, John Newlands 1864, William Odling 1865, Gustavus Detlef Hinrichs 1867. Diese erhellenden Hinweise verdanke ich dem Münchner Wissenschaftler Ralph Cahn, der dazu publizierte (Quanten Literatur).
Geradezu peinlich ist es, da von einem geheimen Band zu fabulieren, das die Gehirne der Forscher unsichtbar miteinander verschränkt, auch wenn es Froböse nicht behauptet, sondern nur für möglich hält (S. 103).
Quanten Anfang
Evolution nicht verstanden
Des öfteren kann man sich nur wundern, dass der Autor die Mechanismen der Evolution nicht verstanden hat oder zumindest unrichtig anführt. So wenn er sie auf den reinen Zufall reduziert (S. 39) und die unabdingbaren Komponenten Vererbung und Selektion unterschlägt.
Er hat sich auch nicht von der Zielrichtung der Evolution verabschiedet (S. 123). Es gibt sie nicht! Zehnmal abschreiben!
An der angeblichen Zielgerichtetheit der Evolution kann man das gedankliche Durcheinander des Textes zeigen. Dazu formuliere ich das Argument, das ich schon oben unter „Lebenscode des Universums“ rekonstruierte, etwas anders um, aber immer streng am vorliegenden Buch.
(1) Zielgerichtete Entstehung der DNS ist auszuschließen (S. 39).
(2) Offenbar war sie ein Akt Gottes (S. 40).
Dieses Argument wurde schon unter „folgerichtig“ / „offenbar“ unter der Überschrift „Non sequitur / es folgt nicht“ behandelt. Der Autor gibt nun ein weiteres Argument, das von der Zielgerichtetheit der Evolution ausgeht (S. 123).
(1) Die Zielgerichtetheit der Evolution liefert das Überleben der bestangepassten Individuen.
(2) Daraus folgt keine ursächliche Erklärung für die Evolution [Betonung auf Ursache im Sinne der Entstehung des Lebens].
(3) Darwins Thesen reflektieren „die Auswirkung eines fundamentalen Codes“.
Die Zielgerichtetheit der Evolution bei der Lebensentstehung wurde aber auf den Seiten 39-40 als extrem unwahrscheinlich ad acta gelegt! Jetzt zieht sie der Autor als Prämisse (1) heran. Jeder sieht zudem, dass (3) selbst bei äußerstem Wohlwollen nicht aus (1) und (2) folgt.
Nochmals: Ziel ist in der Evolution keines zu sehen. Man kann eine erhöhte Komplexität der Lebensformen im Laufe der Evolution feststellen. Sie betrifft aber sowohl bezogen auf die Biomasse als auch auf die Arten- oder Individuenzahl nur einen kleinen Teil des Lebens auf der Erde. Klimaveränderung, atomarer Religionskrieg oder eine andere Katastrophe können die Komplexität schnell zunichte machen. Vielleicht gibt es in hundert Jahren nur noch Bakterien. Auch der Vorwurf an Darwin (siehe ganz oben) oder die vermeintliche Abgrenzung von Darwin (hier beruft sich der Autor auf Lothar Schäfer, University of Arkansas, siehe Quanten Literatur) zeigt eine falsche Vorstellung. Darwin wusste nichts von Chromosonen, noch weniger von Wellenfunktionen oder Quantenzuständen. Warum sich Lothar Schäfer mit seiner Position „ganz klar“ (Signalwort: es ist völlig unklar!) von Darwin abgrenzt (S 125) ist unklar.
Noch eine Stelle, die zeigt, dass der Autor Darwin und die biologische Evolution nicht verstanden hat.
Der Autor setzt dem Prinzip der natürlichen Selektion "ein Quantenprinzip der chemischen und biologischen Evolution" entgegen (S. 40). Unklar bleibt,
• ob damit die Selektion ersetzt wird oder ob das »Quantenprinzip« additiv hinzu kommt
• was das »Quantenprinzip« in diesem Zusammenhang genau ist.
Vom Zufall (die zufälligen Mutationen sind eine der unabdingbaren Haupttthesen Darwins) ist keine Rede. Doch er kommt im nächsten Satz: "Mit anderen Worten" (leitet üblicherweise eine Umformulierung und Klarstellung des Vorangegangen ein), die Evolution ist kein Zufall, sondern "die Folge eines kosmischen Quantenphänomens" (S. 40).
• Die Selektion wurde ersetzt oder ergänzt und damit fällt der Zufall weg!? Das ist arg erklärungsbedürftig.
• Zum wiederholten Male: die Evolution ist kein Zufall, sondern ein Zusammenspiel von zufälliger Mutationen, Vererbung und Selektion. Keine dieser drei Komponenten darf fehlen. Mit anderen Worten: die drei Komponenten sind notwendige Bedingung für die Evolution.
Selbst wenn man der Ansicht ist, die Mechanismen der Evolution reichen nicht hin um den komplexen Evolutionsvorgang befriedigend zu erklären, dann ist die Alternative, die Froböse gibt, völlig unzureichend. Er nimmt an, die Komplexität wäre schon vorher (seit dem Urknall!) im „Lebenscode des Universums“ festgelegt. Er verschiebt die Komplexität also um einige Milliarden Jahre zurück und meint, das wäre dann eine angemessene Lösung.
Homöopathie und Geistheilung (S. 131 ff)
Zur Homöopathie kann ich als Laie wenig sagen. Ich meine, ein Prinzip der Homöopathie ist: je weniger, desto besser! Damit bin ich einverstanden. Was der Autor mit „Geistheilung“ meint ist mir unklar. Ist es die Heilung des Geistes oder die Heilung durch einen Geist oder nur Heilung ohne Eingriff oder Medikamente? Daher: kein Kommentar.
Unsterblichkeit der Seele (S. 135 ff)
Der Autor geht vermeintlichen Hinweisen zur Unsterblichkeit der Seele, die er auch Tieren zuspricht (S. 113), nach. Da die Übergänge Tiere-Pflanzen und Lebewesen–unbelebte Materie fließend sind, ist die Seelenzusprechung wohl universell, so wie „wir“ mit jedem Punkt des Universums verbunden sind (S. 104).
Bevor man Hinweisen für die Unsterblichkeit der Seele nachgeht, sollte man Hinweise für die Existenz einer Seele präsentieren oder für einen Dualismus Seele – Materie.
Zuvor vertrat der Autor schon die Ansicht, Übernatürliches gibt es nicht (S. 29), an anderer Stelle las ich gar eine Art von Geistmonismus. Mehr als ein paar Anekdoten (S. 135-142) kann der Autor für seine weitreichende These der Unsterblichkeit der Seele nicht anführen.
Banales und Kryptisches
• Der Autor schreibt: „Obwohl wir uns fast ausschließlich durch Sprache verständigen, hat auch der Mensch die Möglichkeit, molekulare Duftbotschaften zu empfangen“ (S. 114).
Daran ist schon der erste Teilsatz falsch. Zwar ist die Sprache ein extrem wichtiges Medium der Verständigung, aber z.B. im Straßenverkehr ist die visuelle Verständigung (mittels Verkehrszeichen, visueller Erfassung des Verkehrsgeschehen) fast die einzige; im südliche Europa mag es für Motorrollerfahrer anders sein.
• Der Autor referiert eine Folgerung der Autoren Menas Kafatos und Robert Nadeau aus The Conscious Universe (Quanten Literatur), „dass im Kosmos Elemente eines Bewusstseins aktiv sind“ (S. 89). Sie zeigt wie benebelt man nach zu langer Lektüre von esoteriknahen Schriften wird. Dass in unserem Kosmos nicht nur Teile, sondern viele Milliarden Bewusstseine aktiv sind, ist eine Binsenwahrheit.
• Ähnlich banal ist die Feststellung auf derselben Seite (S. 89), diesmal nach Thomas Görnitz, dass Gedanken so real wie Atome sind. Ich kenne niemand, der abstreitet, dass es Gedanken gibt und zwar ganz real. Wird damit zusätzlich gemeint, Gedanken seien so material wie Atome, dann entspricht diese These einem eliminativen Materialismus, wie ihn z.B. Patricia und Paul Churchland vertreten. Gedanken sind dabei ganz real mit Prozessen und Zuständen des Hirns identisch. Dass jemand dann „Materie als kondensierte Quanteninformation“ (S. 90) versteht, bleibt ihm unbelassen. Wer Materie mit Geistigem gleichsetzt reduziert Materie auf Geist oder umgekehrt: identisch ist reflexiv. Damit wird Geist nur zu einem anderen Namen für Materie. Mir soll's recht sein.
In ein ähnliches Horn stößt die Auffassung des menschlichen Hirns „als gigantischen Quantencomputer“ (S. 90), tierische Hirne sind dann wohl kleinere Quantencomputer. Die Metapher des Computers (Froböse redet auch von Hard- und Software des Universums) für alle möglichen lebendigen oder sozialen Organismen wurde schon lange als zu vereinfachend abgelegt.
• Lothar Schäfer (Quanten Links und Quanten Literatur) leistet sich so kryptische Sätze wie: „Wenn die Wirklichkeit nicht-lokal ist, dann ist die Natur des Universums die einer unteilbaren Ganzheit“ (S. 88). Er folgert, dass Elementarteilchen geistesähnliche Eigenschaften haben. Am Ende fasst er diesen Geist im Universum, die wirkliche Macht des Universums als Weltgeist = Gott auf. Mit dieser Hineinziehung Gottes als Teil des oder Macht im Universum erweist Schäfer freilich (ohne dass es die Theisten anscheinend merken) keinen guten Dienst. Gott wäre nichts Transzendentes mehr, sondern eher ein Universalprinzip im Hegelschen oder buddhistischen Sinne.
Eine letzte köstliche These:
"Da die seit dem Urknall über den gesamten Kosmos verteilten Teilchen auf geheimnisvolle Weise voneinander »wissen«, kommunizieren sie untereinander und stimmen sich ständig gegenseitig ab" (S. 36-37).
Oder ist es umgekehrt: da sie untereinander kommunizieren, »wissen« sie voneinander? urknall
Zitate und ihre Zuordnung
Froböse nennt zwar die zitierten Wissenschaftler mit Herkunft und vollem Namen, eine genaue Quellenangabe fehlt meist (ist bei populärwissenschaftlichen Werken nicht immer üblich). Die Quelle ist auch oft nicht über das Literaturverzeichnis auffindbar, da beispielsweise die zitierten Autoren Schrödinger und Moravec dort nicht auftauchen.
• Das „burleske“ Gedankenexperiment (S. 59-60) stammt aus dem ersten Teil des Aufsatzes von Erwin Schrödinger, S. 812 (Quanten Literatur).
• Das Hans Moravec Zitat (S. 63-64) konnte ich bei Moravec nicht orten. In Moravecs Bibliografie im Internet ist 1987 einiges zu Robotern und AI verzeichnet, aber nichts in Richtung Quantenphysik oder multiple Universen. Das Zitat könnte aus seinem Buch: Mind Children: The Future of Robot and Human Intelligence, Harvard 1988 sein. Der Untertitel läßt auch dies bezweifeln. Es geht um die Ausweitung des Gedankenexperiments Schrödingers auf eine Viele-Welten-Interpretation. Das wird in Wikipedia und vielen Abschreiber-Webauftritten Hans Moravec, 1987, zugeschrieben. Das Zitat ist im vorliegenden Buch Froböses wörtlich dem Wikipedia-Artikel „Quantenselbstmord“ entnommen (Quanten Links). Dadurch wird es aber nicht richtig und – da bei Wikipedia Quellen fehlen (Zugriff: 1.6.2009) – nicht nachvollziehbar.
Vorschläge an Wissenschaftler (S. 145ff)
Die letzte Platitüde bringt Froböse als Vorschlag an die Wissenschaftler. Sie sollen sich mit dem „weitgehend unentdeckten Teil der Natur“ beschäftigen (S. 145). Ich dachte bisher (ausgenommen Bürokratie und Publikation ihrer Ergebnisse), die Naturwissenschaftler tun nichts anderes: sie wollen Neues, also bisher Unentdecktes in der Natur entdecken.
Bei aller Kritik des Buchs gestehe ich dem Autor zu, dass er seinen Kapitel immer hervorragende Motti voranstellt (ich habe sie allerdings nicht überprüft). Der Textabschnitt „Die Reise in den Mikrokosmos“ (S. 47-78) ist am gelungsten.
Die Zumutungen der Quantenphänomene rufen zahlreiche populärwissenschaftliche Autoren auf den Buchmarkt. Manche wollen den quantenmechanischen Zufall nutzen um endgültig die Willensfreiheit zu ermöglichen, andere bauen seltsame Weltbilder (siehe beispielweise: Volker Junghanss: Unterwegs zur absoluten Dimension, Quanten Links). Rolf Froböse macht einen Universalcode im Universum aus. Wenn man's richtig bedenkt, würde sein Universalcode so ziemlich alles erklären.
Das alles misslingt gründlich
. An einer Stelle bezeichnet der Autor seine Hauptthese, dass eine kosmische Regel, „die als zentrale Information bereits im Urknall enthalten war“, als „eine rein persönliche Überlegung“ (S. 78). Das gilt wohl dann fürs ganze Buch.
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Links
FroböseUlrich Berger: „Alice im Quantenland: Rolf Froböse und der Lebenscode des Universums“. 3.04.09
FroböseUlrich Berger: „Rolf Froböse entdeckt die Quantenmedizin“. 28.05.09
FroböseJeffrey Bub: „Quantum Entanglement and Information“ - Stanford Encyclopedia of Philosophy
Quanten Antonio R. Damasio: Descartes' Error. Emotion, Reason and the Human Brain [Descartes' Irrtum. Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn]
FroböseArthur Fine: „The Einstein-Podolsky-Rosen Argument in Quantum Theory“ - Stanford Encyclopedia of Philosophy
FlewAntony Flew
Quanten Rolf Froböse: Die geheime Physik des Zufalls: Quantenphänomene und Schicksal
FroböseRolf Froböse: Interview - Der Lebenscode des Universums
FroböseUri Geller bei der GWUP
FroböseMagnus Heier: „Der unsterbliche Bienenstaat“, Welt Online, 22.12.2007, Zugriff am 1.6.2009
Quanten Volker Junghanss: Unterwegs zur absoluten Dimension. Gott würfelt nicht - e = m ( l / t )²
Frobösekamenin: „Rolf Froböse widerlegt Darwin“. 4. April 2009
FroböseDr. Karger- Selbsthilfe in den Fragen des Lebens
Quanten Die Kernthesen der Evolutionstheorie und die häufigsten Missverständnisse
SousaStanislaw Lem: "Odds", The New Yorker 54 (11 December 1978) 38-54.
FroböseErnst Meckelburg: „Der Geller-Effekt – Bewusstsein beeinflusst Materie“ (pdf)
FroböseDmitri Mendelejew
FroböseLothar Meyer
FroböseNaturwissenschaft und Glaube
FroböseWilliam Paley (1802): Natural Theology
Quanten „Proofs that p“ unter Philosophischer Humor
FroböseQuantenselbstmord – Wikipedia
FroböseQuantenverschränkung – Wikipedia
FroböseLothar Schäfer: „Die Quantenwirklichkeit als Manifestation eines kosmischen Bewußtseins und Grundlage für ein neues Bild vom Ursprung des Lebens“
FroböseLothar Schäfer (2007): „Die Quantenwirklichkeit als Grundlage der Prä-Darwinistischen Konzeption der Evolution aus der Gesetzlichkeit der Natur“ (pdf)
FroböseProf. Dr. Roman Schnabel, Albert-Einstein-Institut Hannover: Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik und Institut für Gravitationsphysik Leibniz Universität Hannover
FroböseSteady-State-Theorie – Wikipedia
FroböseUrknall – Wikipedia
FroböseLev Vaidman: „Many-Worlds Interpretation of Quantum Mechanics“ – Stanford Encyclopedia of Philosophy
leben"Wie das Leben auf der Erde entstanden sein könnte", Pressestelle Private Universität Witten/Herdecke
Quanten Zitate von John Archibald Wheeler
Links zu Leben und Wahrscheinlichkeit  
  FroböseStefan Deiters: Intelligentes Leben äußerst selten? astronews.com 17. April 2008
  FroböseMartin Neukamm: Evolution und Leben: Zufall und Wahrscheinlichkeit
  FroböseJohn D. Ruley: Intelligence: A Rare Cosmic Commodity
  Andrew Watson (2008) siehe unter Literatur
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Froböse Froböse Rolf Froböse Der Lebenscode des Universums – Quantenphänomene und die Unsterblichkeit der Seele. München: Lotos, 2009. Gebunden, 160 Seiten Audretsch
Jürgen Audretsch: Die sonderbare Welt der Quanten: Eine Einführung. München: Beck, 2008. Broschiert, 192 Seiten Froböse
audretsch Froböse Jürgen Audretsch: Verschränkte Systeme. Die Quantenphysik auf neuen Wegen. Berlin: Wiley, 2005. Taschenbuch: 309 Seiten audretsch
Jürgen Audretsch: Verschränkte Welt. Faszination der Quanten. Berlin: Wiley, 2002. Taschenbuch, 300 Seiten Froböse
Bengtsson Froböse Ingemar Bengtsson, Karol Zyczkowski: Geometry of Quantum States - An Introduction to Quantum Entanglement. Cambridge: Cambridge UP, 2007. Taschenbuch, 434 Seiten.
Martin Bojowald: Zurück vor den Urknall: Die ganze Geschichte des Universums. Frankfurt am Main: Fischer, 2009. Gebunden, 352 SeitenBojowald
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Bernulf Kanitscheider: Kosmologie. Geschichte und Systematik in philosophischer Perspektive. Stuttgart: Reclam, 1991. Taschenbuch, 519 Seiten.Froböse
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Heinz R. Pagels: The Cosmic Code: Quantum Physics as the Language of Nature. London: Penguin, 1984. Taschenbuch: 352 SeitenPagels
nadeau Froböse Robert Nadeau, Menas Kafatos: The Non-Local Universe: The New Physics and Matters of the Mind. Oxford: Oxford UP, 2001. Taschenbuch, 256 Seiten schaefer
Lothar Schäfer: Versteckte Wirklichkeit: Wie uns die Quantenphysik zur Transzendenz führt. Stuttgart: Hirzel, 2004. Broschiert, 320 SeitenFroböse
sedlacek Froböse Klaus-Dieter Sedlacek: Unsterbliches Bewusstsein: Raumzeit-Phänomene, Beweise und Visionen. Books on Demand 2008. Gebunden, 148 Seiten wynn
Charles M. Wynn, Arthur W. Wiggins: Quantum Leaps in the Wrong Direction: Where Real Science Ends ... and Pseudoscience Begins. Washington, DC: Joseph Henry, 2001. 226 Seiten Froböse
Zeilinger Froböse Anton Zeilinger: Einsteins Schleier – Die neue Welt der Quantenphysik. München: Goldmann, 2005. Taschenbuch: 240 Seiten Zeilinger
Anton Zeilinger: Einsteins Spuk – Teleportation und weitere Mysterien der Quantenphysik. München: Goldmann, 2007. Broschiert, 352 Seiten Froböse
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