| Volker Storch, Ulrich Welsch, Michael Wink:
Evolutionsbiologie Berlin: Springer, 2001. 449 Seiten |
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| Die Heidelberger Biologen Volker Storch
und Michael Wink und der Münchner Mediziner und Biologe Ulrich Welsch
legen ein umfassendes Werk Evolutionsbiologie vor. Es ist rundum gut
gelungen. Für ein naturwissenschaftliches Einführungswerk eher ungewöhnlich startet das großformatige Buch mit einem breiten geschichtlichen Abschnitt zur Entstehung der Evolutionstheorie. Es wird klar, dass auch Darwins geniale Theorie nicht im luftleeren Raum entstand. Sie führen diesen Gang durch die Geschichte bis ins 20. Jhdt. zu Stephen Jay Gould und Edward O. Wilson fort. Dem schließt sich ein hilfreicher Blick in die Wissenschaften an, die zum Erfolg der Evolutionsbiologie beitrugen.
Literaturangeben, wie die zu D.R. Hofstadter (1983) auf S. 434 bringen wenig, wenn sie dann im Literaturverzeichnis fehlen. Hier erweist sich das kapitelmässige Literaturverzeichnis (insgesamt vorteilhaft) als hinderlich: ich habe alle Kapitel danach) abgesucht und merkte: es fehlt. Vermutlich handelt es sich um Hofstadter, D. R.: "Metamagikum. Ist Kooperation ein Lotteriespiel? Oder: Wie weit reicht die Macht der Vernunft?" Spektrum der Wissenschaft, 9 (1983), S. 8- 14. Manches über die Evolutionsmechanismen, die wissenschaftstheoretische Einschätzung und die offenen Fragen hätte ich mir ausführlicher oder in einem Exkurs zusammen gefasst gewünscht. Etwas versteckt fand ich die wichtige Erkenntnis: Der Evolutionsprozess "zeichnet sich durch absolute moralische Indifferenz aus und steht außerhalb jeder moralischen Dimension (so schon Thomas Henry Huxley 1888, und jetzt die modernen Soziobiologen)" (S. 435) . Diese wenigen Nachteile ändern nicht am sehr guten Gesamteindruck. Evolutionsbiologie ist ein aktuelles Lehrbuch auf hohem Niveau. Manches fand ich hier erklärt und illustriert, was mir woanders entging. |
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| Alternative: Ulrich
Kutschera: Evolutionsbiologie. Eine allgemeine Einführung;
Keine Alternative, da durchgehend vieles bezweifelt wird ohne dafür brauchbare Gegenmodelle zu bieten: Reinhard Junker, Siegfried Scherer: Evolution. Ein kritisches Lehrbuch; |
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