| Reinhard Eichelbeck: Das Darwin- Komplott.
Aufstieg und Fall eines pseudowissenschaftlichen
Weltbildes O.O.: Riemann 2002. Gebunden, 379 Seiten |
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| Der Witz dieses Buches ist, dass es
sich streckenweise wie auf sich selbst bezogen liest. Das Komplott ist dieses
Buches selbst. Der Text beschreibt ein pseudowissenschaftliches Weltbild, von
dem ich hoffe, dass es nicht aufsteigt und somit nie fallen kann.
Eigentlich könnte ich die Buchbesprechung recht kurz halten und von diesem Machwerk abraten. Das Motto dazu findet man im Werk selbst (S. 305).
Wem das zuviel ist, der liest gleich im |
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Wenn ein Autor durchgängig den
Begriff "Darwinismus" verwendet, kann man
vermuten
Für das vorliegende Buch zeige ich,
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Eichelbeck
führt in "Ein einleitendes Pamphlet" die wichtigsten Punkte der
biologischen Evolution cum grano salis korrekt auf (S. 17-18). Ich
wiederhole mit anderen Worten (ohne den Pamphlet-Charakter aber mit Eichelbecks
Nummerierung); meine Hinzufügungen sind kursiv:
Erst später im historischen Abriss nennt der Autor Grundsätze der synthetischen Evolutionstheorie (S. 115), von denen aus dieser Liste nur die Rekombination (Punkt 2 bei Eichelbeck, S. 115) ein wichtiger, neu hinzu gekommener Grundsatz ist. Viele andere Aspekte (Mendelsche Vererbungslehre, später molekulare Genetik) der Synthetischen Evolutionstheorie erwähnt Eichelbeck hier nicht einmal. |
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| Die Struktur des Werkes ist | ||||||||||
Leider nimmt aber Eichelbeck diese Schnittstelle durch zahlreiche Behauptungen und durch seine Wortwahl von Anfang an vorweg. Das zu Zeigende ist zumindest in Eichelbecks Herangehensweise schon ab der Seite 11 präsent und gesichert obendrein. Zudem benutzt er das beliebte Verfahren: irgendwo widersprechen Leute der Evolutionstheorie pauschal oder streiten Experten über Details (Gradualismus / Punktualismus) oder sind wichtige Fragen (chemische Evolution; Entstehung des Lebens; des Bewußtseins) noch offen. Daraus verallgemeinern Laien, so auch Eichelbeck: die Evolution ist umstritten. Sie ist in Wissenschaftskreisen prinzipiell nicht umstritten. Einige Beispiele aus dem Buch:
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| Eichelbeck trivialisiert viele Beispiele | ||||||||||
| Der lange Hals gibt Giraffen einen
Vorteil, da sie auch höher oben wachsende Nahrung erreichen können.
Eichelbeck bezieht sich auf eine Fallstudie Lamarcks, dessen Vererbung
erworbener Eigenschaften aber nicht oder nur sehr abgeschwächt Teil der
heutigen Evolutionstheorie ist. Der Autor trumpft nun auf: wie konnten und
können dann junge Giraffen (mit geringerer Größe +
kürzerem Hals) überleben? Dabei heisst Überlebensvorteil hier
nicht zugleich, dass die Savanne oder der Wald plötzlich zur pflanzenlosen
Wüste wurde (S. 30-31) und die jungen Giraffen hungern müssen. Den Schöpfungsmythos der Bibel greift Eichelbeck dadurch an, dass Gott dort "allerlei Kraut" den Menschen als Speise gibt (1 Mos 1.29), aber "von Beefsteak, Hamburger und Grillhendl" keine Rede sei (S. 53). Ich meine, darüber muß man kein Wort verlieren. Ziemlich am Ende postuliert der Autor eine Intelligenz, die für die Organisationsleistung in der Natur kausal verantwortlich ist. Dabei zeigt er erneut seine geistigen Schranken. Diese Intelligenz muß "irgendwo angesiedelt sein" (S. 301). Fast alle, die ich kenne, und die eine höhere geistige Macht annehmen, siedeln diese gerade nicht in Raum und Zeit an. Logische Überlegung führt den Autor oft zu erstaunlichen Erkenntnissen; wobei er diese nicht immer preisgibt. Im Falle der Folgerung, dass der Kosmos unendlich sein muß, tut er es (S. 339): "Wenn er endlich wäre, müßte er irgendwo ein Ende haben". Das ist halt wie so oft beim Autor zu knapp vorbeigesprungen ( |
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| Eichelbeck widerspricht sich | ||||||||||
| Eichelbeck wiederholt sich | ||||||||||
| In einem populären Sachbuch ist
Wiederholung unvermeidlich, ja sogar erwünscht: "Repetitio est mater
studiorum" ( |
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| Zufall / Darwinismus | ||||||||||
| Einen weiteren verbreiteten Fehler der
Evolutionskritiker lässt auch Eichelbeck nicht aus. Man greift einige
Thesen der Evolution an, übersieht aber, dass die Alternative mit den
selbst vertretenen anderen Angriffspunkten nicht zusammenpasst. Zufall Durchweg kritisiert Eichelbeck den Zufall, versucht durch den notorischen Zusatz "blind" emotionalen Widerstand zu erregen. Andrerseits greift der Autor aber auch eine der Hauptthesen der Evolution die gemeinsame Abstammung aller Lebewesen an (S. 21-22 und an vielen anderen Stellen). Wenn also das Leben nicht an einer Stelle (oder nur wenigen Stellen) entstand und alle anderen Lebewesen davon abstammen, dann müßte der Kritiker annehmen, dass es an vielen Stellen entstand oder sich gar weltweit gleichzeitig entwickelte. Der kritisierte Zufall dafür wäre wohl noch unglaubwürdiger. Siehe Darwinismus Obwohl Eichelbeck den Darwinismus insgesamt an den Pranger stellt (und in seiner Kritik manchmal nicht die verschiedenen Thesen unterscheidet) bekennt er sich an vielen Stellen zur Evolution. Daraus folgere ich: ihm geht es um eine Pauschalkritik, damit er dann sein Modell (die "intelligente Kraft") einführen kann. |
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| Eichelbeck hat die Thesen Darwins nur ungenügend durchdacht | ||||||||||
Dabei greift Eichelbeck im gesamten Werk gerade diese beiden Thesen der Evolution an: Variabilität und natürliche Selektion. Er verwirft sie als offensichtlich falsch und vermisst experimentelle Bestätigung. Er selbst beschreibt entsprechende Versuche und meint dazu, sie zeigen eine Binsenwahrheit, die keiner experimentellen Bestätigung bedurft hätte (S. 193). Richtig erscheint mir dagegen Eichelbecks Kritik am Superlativ "fittest" und den deutschen Entsprechungen Nicht genug, Eichelbeck meint, dass "ein Blick auf die Realität zeigt", dass nicht die am besten Angepaßten überleben (S. 48). Leider sagt uns der Autor nicht, wohin sein Blick gerichtet ist. Schwerer zu entkräften ist eher der entgegengesetzte Vorwurf: dass der Angepasste überlebt, sei eine Tautologie. |
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| Horror vorm Zufall | ||||||||||
Eichelbeck hat ein Problem mit dem
Zufall, den er durchweg "blind" nennt. Der Zufall ist genauso wenig blind wie
eine Primzahl oder ein Naturgesetz. An anderer Stelle sind wir "Sklaven des Zufalls" (S. 110, S. 126). Dazu
möchte ich Moritz Schlick zur
Lektüre empfehlen.
Eichelbeck staunt über das Gleichgewicht in einem Biotop, nennt die richtige Antwort: "Mutations-Selektions-Mechanismus" und verwirft sie sogleich, weil weder "der Zufall noch ein blinder Egoismus" dies bewerkstelligen können (S. 179). Stattdessen deutet er ein übergeordnetes Prinzip an, dass er im letzten Abschnitt nochmals hervorholt. Wo der große Unterschied zwischen einem Mutations-Selektions-Mechanismus, Zufall und Prinzip sein soll, erörtert der Autor freilich nirgends. |
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| Eichelbeck hat Vorstellungsschwierigkeiten | ||||||||||
Er findet das Entstehen der
natürlichen Vielfalt und Komplexität "unglaublich" (S. 26; S. 277).
Ziemlich am Ende noch fasst er "Darwins Lehre" in zwei Sätzen gut zusammen
und bekennt, "es fällt schwer, das zu glauben" (S. 309). Dabei
übersieht er:
An einer Stelle trifft Eichelbeckeine Einordnung des Zufalls. Es wirkt "ein blinder [sic!] und zufälliger Mechanismus. Etwas, das unter dem Menschen steht, nicht über ihm" (S. 96). Diese Hierarchie eines abstrakten Begriffs und des Menschen ist wie eine gelbe Primzahl. |
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| Natürlich greift Eichelbeck auch
das angebliche Fehlen von Zwischenformen ("missing links") auf. Dabei wies dies
schon Charles Darwin zurück. Aufgrund
der geologischen Zeiträume und der im Vergleich zu den einmal
existenten Arten spärlichen Fundlage haben wir kein Recht
unmittelbare Bindeglieder zu erwarten (Darwin 2004, S. 643;
siehe |
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| Manche
Argumentationen strotzen vor Voreingenommenheit, Wortverwechslungen oder
schlicht Unkenntnis, dass ich nicht näher darauf eingehen will.
Ich weise nur kurz darauf hin: 90 Jahre Drosophila-Experimente haben die Milliarden Jahre Evolution nicht nachvollzogen (S. 112), Mäusegene bleiben Mäusegene (S. 118), Evolution kann nach des Autors Vorstellung von Zufall und Wahrscheinlichkeit nicht stattfinden (S. 272). |
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| Eichelbeck, Gott und Evolution | ||||||||||
| Richtig ist, dass Darwin Naturvorgänge, die vor ihm von einem Schöpfergott beherrscht waren, ohne diesen erklärt hat. Er hat "Gott, den Schöpfer, aus der Evolution verbannt" (S. 104). Daraus folgert Eichelbeck (und nicht nur er), dass damit Gott gänzlich ausgebootet sei. Wie viele gottesgläubige Evolutionsbiologen zeigen, ist diese Folgerung überzogen. Evolution und Gott sind kompatibel. | ||||||||||
| Eichelbeck tadelt die Wortwahl der Naturwissenschaftler (S. 26-27), | ||||||||||
| die eine Schöpfung, eine
zugrundeliegende Funktionalität oder eine Zielgerichtetheit suggeriert.
Dieser Vorwurf trifft. Doch ich meine, diese Denkschemata sind in Tradition und
Sprache so fest verankert, dass selbst Richard
Dawkins entsprechende Worte nicht vermeiden kann. Sie vereinfachen
die Beschreibung der Vorgänge. Oft spricht man einfach vom "Fehler" bei
der Replikation der DNS. Streng genommen sind es keine Fehler. Die Natur macht
keine Fehler. Nur aus menschlicher Sicht, die von der Herstellung einer
identischen Kopie ausgeht, ist eine Abänderung ein "Fehler". Zurecht setzt
Eichelbeck (aber ich vermute aus anderen Gründen) den Begriff "Fehler"
daher in Anführungszeichen. Eichelbeck geht zu weit (und zeigt damit seine Neigung zur Kritik um jeden Preis) wenn er aus der Wortwahl ("Schöpfungsvokabular") auf einen verkappten Schöpfungsmythos (S. 27) folgert. |
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| Eichelbeck stellt manches (bewußt?) falsch dar | ||||||||||
Einen weiteren geistigen Purzelbaum schlägt der Autor, wenn er auf seiner Kriegsmetapher beharrt. Darwin beschreibt, wie die Mechanismen der Evolution, besonders Konkurrenzdruck und Selektion immer wieder neue Arten hervorbringen. Eichelbeck widerspricht: Kriege bringen keinen Fortschritt sondern Zerstörung (S. 103, S. 135, S. 147). Richtig, doch Darwin verwendet ja nicht die Kriegsmetapher, dies tut einzig Eichelbeck. Und wenn im Zusammenhang mit der Evolution vom "war of nature" die Rede ist, ist nicht der Zweite Weltkrieg gemeint. Kein Witz: Eichelbeck selbst kommt auf "die Schlachtfelder des Zweiten Weltkriegs (S. 103). Die Betonung des Kriegs im Darwin-Komplott entspricht weder Darwins Intention noch der Wortwahl in The Origin of Species. Der Autor drischt eine Kriegsbetonung, die er selbst herbeifantasiert hat. Wobei festzuhalten ist, dass Darwin am Ende feststellt:
(Im obigen Zitat kann man wieder "endowments" - "Gaben" als zu schöpferisch tadeln, wobei der Übersetzer Neumann aus dem neutralen "being" gar "Geschöpfe" macht).
Ein Naturforscher erfindet normalerweise nichts, sondern beobachtet, beschreibt, erklärt, versucht Zusammenhänge zu finden und Naturgesetze. |
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| Postulat der höheren Intelligenz | ||||||||||
| Das ungläubige Kopfschütteln
(S. 277) und des Autors mangelnde Vorstellungskraft lassen ihn eine Intelligenz
auf einer höheren, geistigen Ebene postulieren: "Um die Annahme dieser
Intelligenz kommen wir nicht herum" (S. 301). Einverstanden, um des Arguments
willen. Doch dann gilt doch wohl auch Eichelbecks Diktum, dass "eine solche
Intelligenz nicht einfach mysteriöserweise aus dem Nichts auftauchen kann"
(S. 310). Und: diese Intelligenz, die eine so enorme, bestaunenswerte
Organisationsleistung vollbringt, kann nicht durch "blinden Zufall" entstanden
sein oder "einfach mysteriöserweise aus dem Nichts auftauchen". Wir kommen
um die Annahme einer Superintelligenz nicht herum. Richtig ist: Darwin vollzog den Abschied von einigen Mythen. Eichelbeck will uns wieder zu den Mythen zurückführen. Dazu wählt er im Abschnitt IV für das erste Kapitel den irreführenden Titel: "Abschied von den Mythen". Im Unterkapitel "Felder und Wellen" rückt er endlich heraus. Da er sich selbst scheinbar unsicher ist, bestimmt er die zuvor postulierte Intelligenz (S. 301) auf cirka 17 verschiedene Weisen. Da wird für jeden Leser, besonders für esoterisch gestimmte, schon ein Ah-Ja-Erlebnis dabei sein: "ein weder physikalisch noch chemisches Prinzip", dem "Bereich der Information zuzuordnen", "morphogenetisches Feld", "gestaltende Kraft", "formbildendes Feld". Eichelbeck beruft sich dabei auf Rupert Sheldrake. Die Theorie der Felder klingt gut, ist aber reine Spekulation. Wie so oft wird von den Evolutionskritikern etwas für sie Unglaubhaftes durch etwas Spekulatives ersetzt, dem sie dann da nebulös oder mysteriös mehr Erklärungskraft zusprechen. Siehe dazu Nicht seriös ist es, die offenen Fragen der Evolution zum Anlaß zu nehmen, die gesamte Theorie abzulehnen und eine andere Lösung (Felder; Überintelligenz) vorzuschlagen; dann sogar die mit der vorgeschlagenen Lösung neu auftretenden offenen Fragen zu benennen und den Leser zu vertrösten, dass diese Fragen "durch weitere Forschung geklärt werden können" (S. 326). |
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| Argumentation für die Anwesenheit einer höheren Intelligenz | ||||||||||
| In Naturgesetzen offenbart [suggestiv
theologischer Anstrich] sich das Wirken einer höheren Ordnung, behauptet
Eichelbeck. Das führt in die bekannte infinite Hierarchie. Eine
höhere Ordnung offenbart das Wirken einer noch höheren Ordnung, ...
Die Wortwahl "Ordnung" ist hier noch sehr neutral. Sie soll möglichst
allgemein zustimmungsfähig sein. Der Autor nimmt seine Behauptung sogleich
als gültige Prämisse an und fährt fort: "Egal, wie wir sie
nennen und wo wir sie ansiedeln das Wesentliche ist: Sie existiert. Ihre
Anwesenheit beweist sich durch ihre Wirkung" (S. 331). Allerdings wechselt der Autor im nächsten Schritt den Begriff. Der Ordnung liegt keine höhere Ordnung zugrunde usw. ad infinitum, sondern es wird zur Intelligenz übergegangen. Dabei wird der Text im nächsten Absatz noch manipulativer: Wenn Abläufe ein hohes Maß an Intelligenz voraussetzen, dann muß diese Intelligenz vorhanden sein. Dem kann und muß jeder zustimmen, denn es heißt ja nur, "wenn". Zum vorherigen Absatz ging der Autor von der neutralen Ordnung zur Intelligenz über. Vielleicht liegt dem Ganzen die Implikation
Der notwendige nächste Argumentationschritt wäre nun |
| (1) Intelligenz entsteht nicht zufällig aus dem Nichts | Zwischenbehauptung des Autors |
| (2) Die Intelligenz existiert | Konklusion aus obiger Argumentation |
| (3) Die Intelligenz entsteht/entstand aus XYZ | |
| Dieser Argumentationschritt unterbleibt und wird auch nirgends thematisiert. Wobei der Autor explizit den Satz "Kleine Ursache große Wirkung" ablehnt (S. 337). Die Ordnung muß also die Naturgesetze übertreffen oder zumindest gleich sein (in welcher Eigenschaft? was ist hier mit Größe gemeint), die Intelligenz muß die Ordnung übertreffen und schließlich XYZ muß nochmals großartiger sein. Und so weiter. |
| Pantheismus |
Stattdessen führt "logische Überlegung" nach Ansicht des Autors "zwangsläufig zu einem Pantheismus" (S. 335). Uns teilt er das zugrundeliegende logische Argument nicht mit. Weder das "logisch" noch das "zwnagsläufig" passt mit seiner Ansicht zusammen. Gäbe er uns die logische Überlegung preis, könnte wir schon entscheiden, ob wir ihm folgen; ob es zwangsläufig ist. Doch Eichelbeck unterlässt dies. |
| Fazit |
| Eichelbeck reduziert
die Evolutionstheorie auf den Stand vor 1880, hat selbst dabei die Bedeutung
von Mutation, Selektion und Anpassung nicht voll verstanden und nimmt in der
gesamten Wortwahl das Ergebnis ("Darwinismus ist verfehlt") voraus.
Daher ist sein Das Darwin-Komplott als pseudowissenschaftliches Machwerk einzustufen. Dazu kommt, dass er keine bessere Alternative anbietet. Er gibt nur Denkrichtungen vor ("intelligente Kraft"). Das ist zu wenig um eine etablierte, bestens belegte Theorie zu stürzen, ja auch zu wenig um sie anzuzweifeln. Zudem: Die intelligente Kraft vermehrt die Erklärungsprobleme. |
| Der Riemann Verlag
gibt im Buch keinen Ort an. Über die Gründe dafür kann man nur
spekulieren. Ich nehme mal wohlwollend an: die Mitarbeiter genieren sich, mit
dem pseudowissenschaftlichen Das Darwin-Komplott oder seinem Verfasser
in Verbindung gebracht zu werden. Es gibt diesen Verlag, siehe |
| Links |
| Charles Darwin: |
| Literatur |
| Dürr, Hans-Peter, Franz-Theo
Gottwald, Hg.: Rupert Sheldrake in der Diskussion. Das Wagnis einer neuen
Wissenschaft des Lebens. Bern: Scherz, 1999. Kutschera, Ulrich: Evolutionsbiologie. Stuttgart: Ulmer, 2006. 2. akt. u. erw. Auflage. |
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|
| Charles Darwin: Die Entstehung der
Arten durch natürliche Zuchtwahl. Hamburg: Nikol, 2004. Carl W.
Neumann, Übs. Gebunden, 693 Seiten
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