| Christoph Schönborn: Ziel oder
Zufall? Schöpfung und Evolution aus der Sicht eines vernünftigen
Glaubens Freiburg: Herder, 2007. Gebunden, 189 Seiten. Vorwort von Hubert Philipp Weber Zahlreiche Anregungen und Verbesserungen zur Besprechung verdanke ich Thomas Waschke. |
| Kurz nach dem verunglückten Essay
in der New York Times am 7. Juli 2005 "Finding Design in Nature" (er bezeugte Schönborns Inkompetenz; er legte den Essay nach
einem Sturm der Entrüstung als Diskussionsangerung aus; Selbst von dieser Thematik wird oft abgewichen. Ob Jesus ein vollkommener Mensch war und leiblich auferstanden ist hat nichts mit Evolution und nur wenig mit der Schöpfungsgeschichte zu tun. Meint man. Schönborns eigenwillige Zielvorstellung sieht das anders ( |
| Zur Einstimmung vorab: Christoph Schönborn vermeidet den scharfen Angriff auf die Wissenschaft ( Ideologie), doch im Kern bleibt sein Vorwurf und das Buch präzisiert hier oder Schönborn hat es sich inzwischen besser überlegt (ja nach Sichtweise Zur Untermauerung der overwhelming evidence for design in biology (New York Times 7.7.2005; überwältigenden Belege für einen Plan in der Biologie) bringt der Autor aber nur ein ständiges Aufstampfen: Ich glaube! oder Ich glaube an ein Ziel! Meine Besprechung schreibe ich manchmal in etwas burschikosem Ton. Da sich Gläubige leicht beleidigt fühlen oder Kritik als Herabsetzung ihres Glaubens auffassen, betone ich, dass mir beides fern liegt. Die Besprechung soll halt informativ, aber auch locker und schmunzelnd, so hoffe ich, zu lesen sein. |
| Gliederung Der Autor gliedert sein Werk vorwiegend nach Aussprüchen der Bibel. Ich wähle für die Besprechung eine thematische Gliederung, die grob in Inhalte und Methoden geteilt ist. Die einzelnen Punkte können in der folgenden Übersicht direkt angesprungen werden. Abkürzungen: ID = Intelligent Design; KK = katholische Kirche Überblick Grundelemente der Schöpfungstheologie Methodischer Naturalismus Evolution als Glaubenssache? Darwinismus Evolution Evolutionismus Höherentwicklung - Krone der Schöpfung Evidenz Zweck der Welt Ziel Ständiger Eingriff Gottes Vernunft des Glaubens Meschugge-Sein der christlichen Gemeinden Theodizee (Kapitel V) Würde des Menschen Macht euch die Erde untertan, Gen 1,28 Widersprüche Trennung von Wissenschaft und Glaubensinhalten Skepsis gegenüber der Wissenschaft und Wissenschaftsgläubigkeit Polemik und Suggestion Der Balken im eigenen Auge, Mt 7,5 Schönborn hält seine Position für absolut Fazit |
| Zugaben: Kardinal Christoph
Schönborn in anderen Medien Evolutionary
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| Überblick |
| In Ziel oder Zufall? gibt sich
das Autor oberflächlich versöhnlicher als in dem Artikel vom 7. Juli
2005. Damals wurden Evolutionsbiologen und andere Wissenschaftler zu Ideologen
erklärt. Das macht er in Ziel oder Zufall? geschickter: er
wiederholt diesen krassen Vorwurf nicht direkt, sondern zitiert sich selbst aus
der New York Times (S. 31). Damit eifert Schönborn seinem
Vorgesetzten Joseph Ratzinger nach, der in
seiner Rede Regensburg auch "nur" zitierte (siehe die Rede des
Papstes in Regensburg am 12. September 2006, Fundament ist für den Autor der Glaube an die Schöpfungslehre der Bibel. Damit entsteht ein Hauptmanko des Werks: Schönborn führt überwiegend als Belege für seine Ausführungen die Bibel an oder Leute, die darüber etwas sagten. Damit ist jemandem, der die Bibel nicht als heilige, von Gott geoffenbarte Schrift ansieht, wenig geholfen. Einige durchgehende Postulate Es gibt einen Schöpfer Es gibt einen Lenker Es kann erkannt werden, dass es einen Schöpfer und einen Lenker gibt. Als Belege für diese Behauptungen führt der Autor an: die Bibel (z.B. Weish 13,1-9; S. 20-21), kirchliches Dogma (S. 21), Katechismus (S. 46) und den Hausverstand von Papst Johannes Paul II. (S. 34). Für alle drei Postulate bleibt Schönborn die Begründung letztlich schuldig. |
| Grundelemente der Schöpfungstheologie |
Schönborn zählt dazu auf (S.
40):
|
| Methodischer Naturalismus |
| Immerhin erkennt Schönborn den
methodischen Ausschluss von göttlicher Intervention den
methodischen Naturalismus an ( |
| Evolution als Glaubenssache? |
| Die Frage Evolution als
Glaubenssache? (S. 81-82) wird nicht klar mit Nein!
beantwortet. Die Äußerung eines Schauspielers, an die Evolution zu glauben wird von Schönborn nicht etwa deswegen kritisiert, weil sie eine millionenfach belegten Theorie in die Nähe eines metaphysischen Glaubenssystems rückt, sondern umgekehrt wegen der Sakralisierung und damit verbundenden, aus Autorensicht unangebrachten Aufwertung des Begriffs "Evolutionstheorie". Im üblichen Sprachgebrauch wird zwischen Glauben und Wissen unterschieden; Wissen ist der engere Begriff. Damit bringt Schönborn dem Leser unterschwellig ( Hintergrund zum obigen Absatz: Für die Evolution gibt es überwältigende Belege. Also braucht sie niemand nur zu glauben: man weiß sie, so wie man weiß, dass die Erde rund ist. Beides ist im strengen Sinne unbewiesen. Aber dieser Unterschied zwischen belegten Vermutungen (bis zur wissenschaftlichen Theorie) und unbelegten Phantasievorstellungen ist dem Kardinal offensichtlich nicht klar. Dass nicht nachgewiesen werden kann, dass es die Phantasievorstellungen nicht gibt, darf nicht dazu verleiten, zu folgern: also gibt es sie. Da die Wissenschaft Wozu?-Fragen (teleologisch gedacht) weitgehend ausschließt, folgert sie nicht, es gebe keine Finalität. Diese Folgerung wäre so in der Tat unvernünftig (S. 172). Macht auch soweit ich weiß niemand. Dass es kein Ziel in der Evolution gibt wird vielmerh daraus gefolgert, weil bisher dafür keine Anzeichen gefunden wurden. Es fehlt an Belegen. Beispiel: Wenn ein Biologe nur deshalb, da er sich weder mit dem Okapi noch dem Einhorn befaßt, folgert: es gibt weder Okapi noch Einhorn, dann ist er unvernünftig. Soweit ist Schönborn zuzustimmen. Doch aus der Tatsache, dass seit Jahrhunderten kein Einhorn gefunden oder gesichtet wurde, darf getrost gefolgert werden: Es gibt kein Einhorn (bis zum Beleg des Gegenteils). |
| Darwinismus Evolution Evolutionismus |
| Schönborn lobt Charles Darwin völlig zurecht ,
dem "mit seinem Hauptwerk ein genialer Wurf gelungen sei" (S. 28). Doch ist an
vielen Stellen auch leise Kritik oder Distanzierung zu Darwin im Unterton zu
lesen. (Anmerkung 1: eine Vermutung von mir
ist, dass Darwin gegenüber anderen Naturwissenschaftlern etwas
unterschätzt wird ich lasse mich gerne korrigieren weil es
kein Darwinsches Gesetz, kein E = mc², von ihm gibt; auch gibt es keine
Meßgröße, die nach ihm benannt wurde [Hier korrigierte mich
Thomas Waschke, siehe Wenn Schönborn von der Evolution schreibt, dann oft über die "Evolutionstheorie" oder den "Darwinismus". Das ist aus zwei Gründen tadelswürdig:
Er geißelt aber den Evolutionismus, den ich als weltanschauliche Ausweitung deutlich von der wissenschaftlichen Theorie der Evolution unterscheide (S. 51). Leider machte er mir den Unterschied nicht deutlich. Ich habe daher ein paar Links dazu gesammelt ( (Anmerkung 2: Joseph Ratzinger aka Papst Benedikt XVI. sieht "Evolutionismus" weniger scharf von der Evolution verschieden oder gar gleichbedeutend mit ihr. Er tadelte: Die Gegenüberstellung von "Kreationismus" und "Evolutionismus" als dürfe jemand, der an Gott glaubt, nicht an die Evolution denken und wer es mit der Evolution halte, müsse Gott ausschalten sei eine "Absurdität". Quelle: Obwohl sich der Autor anscheinend schon lange mit der Evolution beschäftigt kommt er von seinen Denkblockaden nicht los. Die Evolution sieht er als Aufwärtsbewegung (S. 66-67). Falsche Sichtweise: darauf wird gleich ausführlich eingegangen: Fragwürdig ist seine Behauptung, dass die biologische Vielfalt mit der Zeit zunimmt (S. 67). Über 90 % der Arten sind ausgestorben. Täglich entstehen neue Arten und es sterben welche aus. Verfehlt ist daher auch das Bild der Aufstiegsleiter an deren Ende der Mensch steht (S. 67) oder der Darwinsleiter (S. 177) Aufstieg? Ende der Leiter? So wie man einen geschulten Geiger an der Bogenhaltung erkennen kann, so den Evolutionskenner (im elementaren Sinn) daran, dass er nicht nur eine der Hauptsäulen der Evolution isoliert sieht. Der Zufall alleine schafft auf Dauer nichts. Erst mit der Reproduktion, Vererbung und Selektionsmechanismus wird eine schöpferischer Vorgang daraus. Schönborn spricht dem Zufall das große schöpferische Prinzip ab (S. 177), nicht bedenkend, dass erst im Zusammenhang mit den anderen Komponenten daraus eine runde Sache wird. |
| Höherentwicklung - Krone der Schöpfung |
| Der Evolution schreibt Schönborn
durchgehend eine Höherentwicklung zu. Da verwechselt er
Komplexitätszunahme mit höher (S. 54). Stephen Jay Gould hat dieser Metapher vehement widersprochen (siehe Stephen Jay Gould: Illusion Fortschritt unter Die Vorstellung der Leiter soll in Ziel oder Zufall? die Vorstellung des Menschen als Krone der Schöpfung unterstützen. Dazu bemüht er gar geheime (?) Bibelstellen. Im Schöpfungsbericht sei von einer Aufwärtsbewegung der Arten die Rede und von einem Aufstieg (S. 66). Beide Ausdrücke fehlen in meiner Einheitsübersetzung. Die Evolution kennt entgegen Schönborn keine Aufwärtsbewegung (S. 67). Neben der Bibel belegt Schönborn die Höherentwicklung mit Aussagen von Bibelgläubigen. Das Zweite Vatikanische Konzil stellte dazu fest: Es ist fast einmütige Auffassung der Gläubigen und der Nichtgläubigen, dass alles auf Erden auf den Menschen als Mittel- und Höhepunkt hinzuordnen ist (S. 112). Selbst wenn es so wäre (ich bezweifle es), sagt das wenig über einen tatsächlichen Höhepunkt Mensch. Zornig wurde ich, als Schönborn als Zeugen für die Würde und Größe des Menschen Giovanni Pico della Mirandola ( Letztendlich macht Schönborn die Krone der Schöpfung an einigen Unterschieden zwischen Mensch und Tier fest. Genügt das? Auch zwischen Hund und Spinne gibt es viele Unterschiede (genmäßig vielleicht mehr als zwischen Mensch und Schimpanse): deshalb ist weder der Hund höherwertig noch ist er der Spinne überlegen. Wenn man zwischen 2 Objekten oder 2 natürlichen Arten Unterschiede feststellt (die es zwischen übrige Tierarten und Mensch ebenso gibt, wie zwischen Schimpanse und Mensch), so entsteht dadurch keine Rangordnung. Ähnlich wie Pico della Mirandola erging es Pierre Teilhard de Chardin, auf den sich der Autor später beruft (S. 148 ff). Er verlor seinen Lehrstuhl (Professur für Geologie am Institut catholique in Paris) und wurde von der Kongregation für die Glaubenslehre (Nachfolgeorganisation der Inquisition; Vorsitzender zeitweise: Joseph Ratzinger) in den Fernen Osten verbannt. Die Erlaubnis zur Veröffentlichung seines Hauptwerks wurde ihm vom Vatikan verweigert. Anmerkung: es ist frappierend mit welcher Selbstverständlichkeit die KK sich auf Leute beruft, ja, sie zum Teil sogar selig spricht ich denke an Nachdem die Höherentwicklung lange suggestiv vorbereitet wurde, kommt der Autor mit einem Argument (das er wieder mit fünf Fragen einleitet; S. 86): (1) Es gibt eine Höherentwicklung. (2) Niedrigeres kann nichts Höheres bewirken. (3) Die Höherentwicklung bewirkte der göttliche Funke. Beurteilung: (1) wurde nie belegt; Komplexitätszunahme ist nicht unbedingt eine Höherentwicklung. Man muß immer dazu sagen: "höher" in Bezug auf xy. (2) dazu beruft sich Schönborn auf die Erfahrung. Jede Schneeflocke widerlegt ihn, wenn man komplex als höher ansieht. Beide Prämissen sind daher falsch. Doch selbst wenn man sie als wahr annimmt, ist (3) ein non sequitur. Kurz darauf folgt ein Standardargument für die Hervorhebung des Menschen aus dem Tierreich. Tiere müssten für Fehler keine Verantwortung tragen (S. 128). Ganz so einfach ist das nicht. Der Hund wird bestraft. Meine Katze fühlt sich bei Stimmanhebung meinerseits für ihr Tun verantwortlich und trollt sich. Die Maus brachte sie seitdem nie mehr in die Wohnung, sondern verspeist sie auf der Terrasse. Zudem: für jede Eigenschaft, für die angeblich den Menschen die Krone gebührt, läßt sich eine andere Eigenschaft finden, in der ein Tier oder eine Pflanze dem Menschen haushoch überlegen ist. Ist deshalb der Tausendfüßler die Krönung der Lebewesen auf der Erde? |
| Evidenz |
| Bei der Übersetzung des
Schönbornschen Artikels der New York Times, 7. Juli 2005, wurde das
englische evidence fälschlich mit Evidenz
wiedergegeben. Ich führte es auf einen Übersetzungsfehler
zurück. Doch scheinbar hat doch Christoph Schönborn selbst (nicht nur
sein Übersetzer) ein Problem mit dem Begriff der "Evidenz". Mit klarer Evidenz erkennen wir den Wesensunterschied zwischen Mensch und Tier (S. 126), meint der Autor. a) klare Evidenz grenzt an einen Pleonasmus, denn Evidenz zeichnet sich gerade durch Klarheit aus. Unklare Evidenz wäre Krampf. b) je mehr erforscht wird, desto mehr vermeintliche Wesensmerkmale des Menschen findet man auch im Tierreich. Die evidenten Unterschiede lösen sich auf. c) Wenn die Unterschiede evident wären, müßte Schönborn sie nicht mit vielen Fragen abklopfen: Worin besteht er? Im Bewusstsein? ... Im Beziehung-Haben? ... Im Personsein? ... (S. 126). Das intelligent design im Lebendigen ist für Christoph Schönborn ebenfalls evident (S. 172). Jetzt gibt es keinen Ausflucht mehr auf Übersetzungsfehler. Das ist ein begrifflicher Fehler. Man kann über ID trefflich streiten, eines ist klar: evident ist es keinesfalls. |
| Zweck der Welt |
| Beim Zweck der Welt ist Schönborn
widersprüchlich. Lauf Katechismus der KK hat sie einen Zweck: Die
Welt ist zur Ehre Gottes geschaffen (S. 70). Schönborn postuliert
sogar durchgehend ein Ziel, dann hätte die Welt den (zusätzlichen)
Zweck, dieses Ziel zu erreichen ( Kurz darauf preist er die zweckfreie Schönheit der Natur, Muster, die keinen Nutzen haben (S. 71, S. 90). Hier will er zum Staunen anregen. Je nach Zweck vertritt er mal das eine oder andere. Dass Zweck und Schönheit sich gut verbinden lassen, zeigt Schönborn selbst an Wolfgang Amadeus Mozart (S 91). Farbige Blüten können Insekten anlocken (Zweck; herausgebildet aus Zufall, Mutation, Selektion |
| Ziel |
| Zum Ziel hat der Autor wenig als Beleg
vorzubringen. Meist sind es Behauptungen wie: Zielgerichtet ist dieser
Weg ... (S. 67) oder Die Schöpfung hat ein Ziel (S. 70).
Freilich zitiert Schönborn ausführlich Viktor Frankl ( Immerhin nennt Schönborn einmal recht versteckt auf die Frage: Was ist nun das so klar ersichtliche Ziel? die Antwort: Christus ist das Ziel der Evolution des Menschen (S. 144). Na, dann haben wir es seit 2000 Jahren erreicht. Was ist dann das neue Ziel? Wenn man unbedingt aus der Evolution ein Ziel oder einen Sinn ableiten will, dann wäre es wohl das Artensterben. Über 90 % der Arten sollen bisher wieder ausgestorben sein. Doch soll man daraus (das wäre jetzt sozialdarwinistisch) folgern: Also helfen wir nach: Genozid von Arten sei unsere Devise? Ich meine, sowohl Ziel als auch Folgerung sind verfehlt. |
| Ständiger Eingriff Gottes |
| Ob Gott nur schuf und dann
die Welt laufen ließ oder ob er (ständig) eingreift, darüber
ist sich der Kardinal noch nicht im Klaren. Einer der vielen Widersprüche
in seiner Position ( Die Vorstellung, dass irgendwie der Schöpfer in die Natur eingreift ist abzulehnen (S. 32). Sehr viel öfters proklamiert der Autor freilich Gott hat die Schöpfung nicht nur einmal gemacht, sondern er erhält sie und lenkt sie (S. 19) Schöpfung: ein zeitlich erstrecktes Geschehen: creatio continua (S. 33). Die Vorstellung Gottes als Billardspieler oder Uhrmacher verwirft Schönborn ausdrücklich (S. 44). |
| Vernunft des Glaubens |
| Um die Vernünftigkeit des
Glaubens (immerhin ein Begriff aus dem Untertitel des Buches) zu belegen
bemüht der Autor eine Psalmisten (S. 74-75) und einen Poeten (S. 76-77).
Beides ganz nett, doch als Beleg einer These über die Wirklichkeit sind
Zitate aus fiktiven Texten nicht brauchbar. Zugegeben: der vernünftige Glaube kommt noch öfters vor, doch dann nur als lapidare Feststellung, es sei vernünftig an einen Plan, eine Sinnhaftigkeit in der Entwicklung der Natur (S. 34) und eine Ordnung zu anzunehmen = zu glauben. Begründung: Fehlanzeige. |
| Meschugge-Sein der christlichen Gemeinden |
| Die sogenannten Glaubensgeheimnisse
sind für Außenstehende oft extrem abwegig. Ich will hier keine
christlichen Beispiele nennen. Die Christengemeinden der Antike fühlten
sich als Kirche, als Seinen Leib (S. 140). Schönborn sieht
zwei Alternativen: sie waren meschugge, verblendete Sektierer oder
hatten eine Vision, die ganz neue Einblicke in die Wirklichkeit der Welt
bot (S. 140). Kollektives meschugge-Sein gibt es aber immer wieder bei religiösen Gemeinschaften, sei es im Römischen Reich oder in Kalifornien zur Flower-Power-Zeit oder in Texas vor wenigen Jahren (siehe Über Schönborns Alternativen möge jetzt jeder selbst nachdenken. |
| Theodizee (Kapitel V) |
| Besonders schwach ist des Autors
Mühe um die Antwort auf das Leid in der Welt (S. 93-110). Eine glaubwürdige Antwort auf diese Frage habe Mutter Teresa gelebt (S. 101), meint er. Ohne Leid in der Welt wäre eine ihr Leben zur Leidlinderung aufopfernde Mutter Teresa überflüssig. Die mögliche Riposte: das Leid ist dazu da, damit es eine Mutter Teresa geben kann, wäre zutiefst zynisch. Das unterstelle ich dem Autor nicht. |
| Würde des Menschen |
| Völlig richtig (vom polemischen
nur abgesehen) bemerkt Schönborn: Wenn alles nur Produkt
von Zufall und Notwendigkeit ist, ist nicht einzusehen, wie den Geschöpfen
eine besondere Achtung und Würde zukommen soll (S. 52). Genau die
haben sie auch von Haus aus (by default) nicht. Wir erkennen sie ihnen zu (oder auch nicht). Schönborn will etwas anderes belegen, kommt aber in Teufels Küche, oh Verzeihung, marschiert aber ins Dickicht: Die Geschöpfe Gottes (und das meint er nun ganz allgemein, ohne den Zusatz lebenden) sind Ausdruck der Güte Gottes. Daher haben alle diese Geschöpfe ihren eigenen Wert (S. 62). Wenn aber alles seinen Wert hat, ist entweder der Wert nicht viel wert (denn alle haben ihn), oder er muß abgestuft werden. Darüber läßt sich der Autor nicht aus. An anderer Stelle beruft er sich dazu auf Gottes Selbstlob am sechsten Schöpfungstag: Es war sehr gut Gen 1,31. Das bezieht sich jedoch nur auf das Paradies, wie es damals war. Nach dem Apfelessen war da Kaas bissen, da sah es plötzlich anders aus. Aufgrund der (verfehlten) Krone, die Schönborn den Menschen aufsetzt ( |
| Macht euch die Erde untertan, Gen 1,28 |
| In der Einheitsübersetzung lautet
der anstößige Auftrag: Seid fruchtbar und vermehrt euch,
bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über alle
Tiere. In gewaltiger Verrenkung müssen die Bibelexegeten hier den Menschen
die Ausbeutung der Natur ausreden. Anhand der Schöpfungsordnung und mit
viel Gehirnschmalz gelingt das einigermaßen. Wie der zölibatäre Schönborn im selben Kapitel dann den Bogen wider Homosexualität (im katholischen Klerus bekanntlich weit verbreitet) zieht ist atemberaubend. Der geschlagene Bogen bleibt auch merkwürdig im Dunkeln. Wenn man aus der Passage der Genesis schon so eine tiefliegende Implikation gegen die Homosexualität herausliest, dann empfehle ich doch mal Seid fruchtbar und vermehrt euch ganz naiv zu lesen. Fast der gesamte katholische Klerus versagt sich diesem eindeutigen Auftrag |
| Widersprüche |
| Widersprüchlich ist vieles an den
Glaubensinhalten der KK. Einiges, das in Ziel oder Zufall? zutage tritt,
wird an anderer Stelle in dieser Rezension kritisiert. Hier folgen vermischte
Widersprüche. Schönborn meint, dass die KK heute die Wissenschaft nicht bevormundet (S. 27). Er immerhin ein höherer Angestellter dieser Religion tut esim Text durchgehend. Primat hat der Glaube: die Wissenschaftler dürfen verkünden was sie wollen, wenn sie die Grenzen einer wissenschaftlichen Theorie einhalten (S. 33). Ganz deutlich macht Schönborn es hier: Es kann wohl keine Vereinbarkeit von Naturwissenschaft und christlichem Glauben um den Preis der Preisgabe des zentralen Glaubensgeheimnisses geben (S. 138). Also: Koexistenz: ja; sie wird im vorliegenden Buch für Evolution und Schöpfungsglauben sogar durchgehend gefordert. Aber bei Diskrepanzen wird zugunsten des Schöpfungsglaubens entschieden. Dabei übersieht der Autor: sein Glaubensfundament hat noch nicht einmal den Status einer wissenschaftlichen Theorie, sondern ist Vermutung und Phantasie, sich dabei nur auf eine sagenumwobene Sammlung von fast oder mehr als 2000 Jahre alten Legenden stützend. Bibelstellen, die gegen seine Position sprechen, übergeht er geflissentlich oder deutet sie entsprechend. Einen geradezu wissenschaftlicher Standpunkt, wie in Weish 2,2: Durch Zufall sind wir geworden und danach werden wir sein, als wären wir nie gewesen (S. 31; Einheitsübersetzung) nennt der Autor, übergeht die Stelle aber kommentarlos. Anstelle des Zufalls ein Ziel zu setzen und eine darauf abzielende Nützlichkeit anzunehmen ist eine Ökonomisierung des Universums. Was weder Ziel noch Zweck hat kann nichts taugen, ist wohl der hinter der Verteufelung des Zufalls liegende Gedanke. Ohne Nützlichkeit ergibt die Welt für Schönborn keinen Sinn. Doch in der Bildungspolitik stellt sich Schönborn gegen die Ökonomisierung und Nützlichkeitsdenken (S. 179-180). An anderer Stelle in dieser Rezension wird Schönborns Lob der scheinbar nutzlosen Schönheit besprochen. |
| Trennung von Wissenschaft und Glaubensinhalten |
| Schönborn vertritt einen Kompatibilismus: Evolution und katholische Schöpfungslehre
sind vereinbar. Man kann beide ohne Widerspruch
für wahr halten, wenn man die Bibel nicht wörtlich auslegt. Doch er
sieht den Primat beim Glauben. In der New York Times 7. Juli 2005 klang
das so: Die katholische Kirche überlässt der Wissenschaft viele
Details über die Geschichte des Lebens auf der Erde, aber sie
verkündet zugleich, .... Diese Verkündigung hat dann
Dogmencharakter (Dei filius; 1. Vatikanisches Konzil
1870). Anders als manche Theologen und Naturwissenschaftler erkennt er
ähnlich wie Richard Dawkins
(The God Delusion, siehe Eine Überschneidung von Wissenschaft und Glaubensinhalten ergibt sich aus Schönborns Feststellung, dass sich die fortdauernde Schöpfung creatio continua mit demselben Wirklichkeitsbereich wie die Naturwissenschaft befaßt (S. 79). Allerdings disqualifiziert sich der Autor da selbst. Die fortdauernde Schöpfung ist mit empirischen Methoden nicht feststellbar (so Schönborn), hat also für uns keinerlei Wirkung. Recht hat Schönborn damit, dass dies keinen Widerspruch zur Naturwissenschaft darstellt. Man kann jederzeit behaupten, auf jedem Grashalm sitzt ein nicht feststellbarer Gnom. Weder die Annahme einer wirkungslosen fortdauernden Schöpfung noch die von nicht feststellbaren Gnomen ist aber vernünftig oder gar einsehbar. Das einsehbar ist geradezu widersprüchlich zu der Voraussetzung, dass sie empirisch nicht feststellbar sei. Trotzdem will Schönborn die Einsehbarkeit an drei Zugängen zeigen: 1) Das Gebet des Psalmisten (S. 74-75) 2) Die fiktive Preisung der Schönheit der Natur durch Bulgalkow (S. 76-77) 3) existenzieller Zugang; diesen begründet er mit einem weiteren Glauben (an die Vorsehung, S. 79). Zu 1) und 2) wurde schon auf die Fiktionalität der beiden Texte verwerwiesen. Zu 3: da hilft der Blinde dem Lahmen. |
| Skepsis gegenüber der Wissenschaft und Wissenschaftsgläubigkeit |
| Schönborns Skepsis gegenüber
der Wissenschaft steht in gewissem Kontrast zu seiner
Wissenschaftsgläubigkeit. An vielen Stellen betont Schönborn, dass
man das, was der Schöpfer hineingelegt hat erkennen und
erforschen kann (S. 22). Er hat volles Vertrauen in die
Erkenntnismöglichkeit des Menschen (die ich nicht teile). Das ist eines
der Grundelemente seiner Schöpfungstheologie (siehe
|
| Polemik und Suggestion |
| Schönborn ist durchgehend polemisch Der Zufall ist meist blind (z.B. S. 90) oder es handelt sich nur (z.B. S. 52) um Zufall. Blind ist nach gängiger Vorstellung ein Defekt; da kann es mit dem Zufall also nicht so weit her sein. Wenn jemand etwas nicht so sieht wie der Autor, dann ist er an dieser Frage gescheitert, wie z.B. Darwin (S. 23). Oder die Vertreter der Evolutionstheorie tun sich schwer mit der Zielgerichtetheit der Evolution (S. 67). Im Grunde hat Schönborn mit der letzten Feststellung mit einem kleinen Dreh - sogar recht: die Evolutionsbiologen tun sich schwer Belege für eine Zielgerichtetheit zu finden. Diejenigen, die nun wirklich kein Ziel in der Natur erkennen, vertreten nicht eine andere Position, sondern sind Leugner (S. 31). Schönborn arbeitet suggestiv Das zeigt sich manchmal an langen Fragenketten. Eine davon mündet in der Frage Müsste der Glaube an einen Schöpfer nicht eigentlich leichter geworden sein? (S. 32). Mit einer anderen Fragekette (S. 74) bereitet er wohl seine spätere Behauptung, es gäbe Wunder (im Sinne: Eingreifen eines außerirdischen Wesens) vor. In all diesen Frageketten werden die Fragezeichen wohl häufig überlesen. Trick gelungen Die vielen Fragen führten auch dazu, dass viele davon unbemerkt unbeantwortet bleiben oder gar eine falsche Einstellung des Autors zeigen. Bezugnahme bleibt oft unbestimmt Gerade im Kapitel VIII schwimmt Schönborn argumentativ stark. Er schreibt vom Widerspruch der Homosexualität mit der Schöpfungsverantwortung (mal besser den Balken im eigenen Auge betrachten!- Mt 7,5; Im Abschnittanfang bezieht er sich auf Genau um diese Gefährdung (S. 160) und ich weiß nicht, von welcher Gefährdung er schreibt, von genau ganz zu schweigen. Oft meint der Autor (wohl aufgrund seiner beruflichen Befangenheit, nicht aus böser Absicht, denke ich), er habe etwas klargelegt oder eine Frage beantwortet und läßt den Leser im Regen stehen. Er meint eine Widerlegung des Materialismus gegeben zu haben (S. 128) und will dazu noch ein Beispiel geben. Ich reibe mir die Augen. Widerlegung? Wann? Wo? Um die Evolutionstheorie der Schöpfungsgeschichte anzugleichen, schreibt Schönborn im IX. Kapitel oft von der Darwinschen Geschichte (S. 176-177). Damit zieht er die wissenschaftliche Theorie auf das Niveau eines fiktionalen Textes. |
| Der Balken im eigenen Auge, Mt 7,5 |
| Schönborn sieht oft den Balken in
seinen Augen nicht. So preist er (zurecht) den Sturz der antiken Götter durch das Christentum und die Entmythologisierung der Welt, sieht aber nicht, dass nur andere Geistwesen an ihre Stelle traten. Er beschreibt den Austauschvorgang genauer: hinter Baum und Quelle stehen nicht mehr magische Kräfte, sondern das, was der Schöpfer in sie hineingelegt hat (S 22). Schönborn glaubt auch an unsichtbare Engel (S. 46). Den großen Unterschied zu Zeus und den Musen usw. sehe ich nicht. Drei Wissenschaftlern, Julian Huxley, Will Provine und Peter Atkins wirft er weltanschauliche Aussagen vor; wobei zumindest die von Provine keine ist. Diese Grenzüberschreitung ist Ideologie (S. 30-31); Halt, hier wiederholt er den Vorwurf nicht, sondern er zitiert sich nur selbst aus der New York Times 1) Es ist nicht einzusehen, warum sich Wissenschaftler nicht weltanschaulich äußern sollten. Wenn Einstein Gott würfelt nicht sagt, wird es von Theologen bis zum Überdruß zitiert. Ich las noch nie: Das ist eine weltanschauliche Äußerung. Einstein ist Ideologe. Später im Text tadelt der Autor diese Grenzüberschreitung erneut, hat aber immerhin Verständnis, dass weltanschauliche Fragen mit eingebracht werden. 2) Alle wissenschaftlichen Aussagen geschehen vor einem weltanschaulichen Hintergrund. 3) Schönborn schreibt ein Buch, indem er sich auch mit der Evolution beschäftigt. Das ist für einen Theologen eine Grenzüberschreitung. Ist der Autor damit Ideologe? Ich meine: nein. 4) Das meiste, das der Autor in Ziel oder Zufall? schreibt ist weltanschaulich. Er setzt es teilweise gegen wissenschaftliche Aussagen. 5) Schönborn selbst plädiert dafür, dass man sehr wohl die Grenzen überschreiten darf und soll; er weiß auch um die Bedeutung des obigen Punktes 2. Siehe dazu: Bei Salman Rushdie erkennt Schönborn Polemik und aggressive Töne (S. 36) allein schon deshalb, weil Rushdie ID ablehnt. Schönborn überträgt den Vorwurf der vor-darwinischen kruden religiösen Schöpfungsmythen auf die Hörer von Joseph Haydns Oratorium Die Schöpfung. Ganz ohne Polemik Auch im IX. Kapitel zeigt Schönborn seine Vorbehalte und Fehleinschätzung der Wissenschaft. Er schreibt vom verklärenden Nimbus der Wissenschaftlichkeit. Vorsicht: Balken! Verklärung gibt es eher im religiösen Bereich. Wie viele Gegner der Evolutionstheorie beschwört auch Schönborn die (zugegeben) vielen offenen Fragen (S. 176). Wiederum sieht er den Balken in der Schöpfungsgeschichte in der Bibel nicht: sie läßt mehrfach mehr Fragen offen als die Evolutionstheorie. |
| Schönborn hält seine Position für absolut |
| Den Absolutheitsanspruch hat der
Autor mit vielen religiös Gläubigen und gerade katholischen
Würdenträgern gemein. Im Gegensatz dazu werden diese nie
müßig die Fehlbarkeit wissenschaftlicher Aussagen zu betonen (worin
sie recht haben; ich erinnere aber an den Balken im eigenen Auge!- Mt 7,5;
Der Autor und die KK vertreten eine ambivalente Position: ... nichts ist schlechter für die Wissenschaft als Frage- und Suchverbote (S. 55). Damit wird alles mögliche zu fragen erlaubt und schließlich mündet es in die Forderung (nicht explizit in Ziel oder Zufall?, aber man lese: "Schönborn wirbt in USA für »intelligent design«", Wiener Kardinal sieht nicht ein, warum nur Darwinismus unterrichtet werden soll", siehe Bei der Evolution betont Schönborn den theoretischen, vorläufigen Charakter (S. 33). Die Wissenschaft muß für Fragen offen bleiben (S. 55). Sind wir Leser dankbar, dass wenigstens Christoph Schönborn Gewissheiten kennt und sie uns mitteilt: Alles was wir an Materiellem beobachten können, war einmal nicht (S. 84). Das meint Schönborn im existentiellen Sinn. Ich bin da nicht so sicher. Er fährt mit seinen Gewissheiten fort: Was einmal nicht war, wird auch wieder vergehen (S. 84). Das klingt plausibel, aber wie ist es dann mit der Unsterblichkeit der Seele? Gestorben? Einmal reklamiert Schönborn für die Jakobsleiter (eingeführt von Joachim Illies, als Metapher, S. 173) nicht nur Gewissheit, sondern absolute Gewissheit (ungefähr mit klare Evidenz vergleichbar, siehe Evidenz). Dem Gesprächspartner wird die Fehlbarkeit wissenschaftlicher Theorien vor Augen geführt, selbst reklamiert man aber absolute Gewissheit (S. 183). |
| Fazit |
| Ziel oder
Zufall? beantwortet die gestellte Frage nur durch: Ich glaube fest
daran, es gibt ein Ziel. Das ist (mir) ungenügend. Doch
Schönborn behandelt auch andere interessante Fragen in diesem
Zusammenhang, für die er sicher kompetenter ist, beispielsweise:
Warum gibt es soviel Leid in der Welt? und Wie ist
»Macht euch die Erde untertan!« aufzufassen? Leider bleibt er
gerade dazu recht schwammig. Als Belege für seine Behauptungen hat er meist nur Bibelstellen, die man fast beliebig auslegen kann. Oder er zitiert Sekundärquellen zur Bibel (Kirchenlehrer, Päpste, Katechismus, etc.). Wer von der Offenbarungsqualität der Bibel überzeugt ist und die Schriften der Kirchenlehrer bis hin zum Katechismus der KK für deren legitime Auslegung hält, wird das Buch mit Gewinn lesen. Alle anderen werden enttäuscht. Es zeigt allenfalls, wie furchtbar leichtgläubig (wörtlich gemeint) ein katholischer Kardinal denkt. Der potentielle Käufer sollte sich vor allem nach dem Untertitel richten. Ich gebe ihm Schönborns Befunde als Kaufüberlegung mit: Die wissenschaftliche Geschichte der Welt löste im Laufe der Jahrhunderte immer mehr die biblische ab, machte diese zur mythischen Erzählung (S. 175). Man muß sich bei beschränkter Zeit entscheiden: will man sich informieren (dann: |
| Kardinal Christoph Schönborn in anderen Medien |
| Auch zwischen dem Juli 2005 (Artikel in der New
York Times und International Herald Tribune, siehe Man lese: Schönborn wirbt in USA für "intelligent design". Wiener Kardinal sieht nicht ein, warum nur Darwinismus unterrichtet werden soll, siehe Gegenüber dem ORF-"ZiB1" meinte Schönborn, es sei "nicht einzusehen", dass an den Schulen nur der Darwinismus unterrichtet werden dürfe, nicht jedoch eine "eher auf einen Schöpfer hinweisende Theorie", die auch gut begründet sei. Zitiert nach derStandard.at 9. Februar 2007, siehe Wie einfach Schönborn an heikle ethische Fragen (Wann beginnt das Leben? Ist das Leben ein Gut, der gegen keinen anderen Wert abgewogen werden muß?) herangeht, zeigt seine Aussage: "Alles, was man über Abtreibung wissen muss, steht im 5. Gebot", Neue Kronen Zeitung, 5. Februar 2007, zitiert nach Wikiquote, siehe |
| Evolutionary Rate |
| Der Biologe und Genetiker J.B.S. Haldane ( Haldane, J. B. S.: "Suggestions as to quantitative measurement of rates of evolution". Evolution 3 (1949). S. 51-56. Nachdruck in Krishna R. Dronamraju, Hg.: Selected Genetic Papers of J.B.S. Haldane, |
| Links |
| Christoph
Schönborn, * 22. Januar 1945 römisch-katholischer Theologe, Kardinal und Erzbischof von Wien: |
| Christoph Kardinal
Schönborn: Den Plan in der Natur entdecken, eine
vorläufige Übersetzung von: "Finding Design in Nature", New York
Times und International Herald Tribune, 7. Juli 2005 |
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| Rede von Joseph
Ratzinger aka Papst Benedikt XVI. am 12. September 2006 in Regensburg |
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| Literatur |
| Russell, Robert John (2007): "A critical response to cardinal Schönborn's concern over evolution". Theology and Science 4:2, S. 193-198. |
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