| Jonathan Dancy: Introduction to Contemporary
Epistemology Oxford: Blackwell, 2003. Taschenbuch, 259 Seiten |
| Was war in 1988 und 1990 bezüglich
Introduction to Contemporary Epistemology los? Es sind die beiden
einzigen Jahre seit dem Ersterscheinen, in denen es keinen Neudruck dieses
Standardwerks gab. Wer sich mit seriöser Erkenntnistheorie beschäftigt, kommt an diesem Einführungswerk kaum vorbei. Dancy stellt die wichtigen Fragen des Skeptikers, versucht sich am Begriff des Wissens (dazu neuer und tiefschürfender: Dancy nimmt eine eigene Position ein (direkter Realismus, Kohärentismus). Diese Vorgehensweise bei einem Grundlagenwerk ist diskutabel. Ich erinnerte mich an die zahlreichen Schacheröffnungsbücher, die studiert habe. Dabei war mir immer ein Autor, der selbst eine Eröffnungsvariante empfahl und verteidigte lieber, als der Universalist, der "nur" alle Möglichkeiten aufzählte, aber keine Position bezog. So auch hier. Mir schien, daß Dancy die alternativen Positionen gut genug verteidigte und auch die Schwächen seiner Position bloßlegte. Als Ausgangspunkt für ein Studium der analytischen Erkenntnistheorie ist Introduction to Contemporary Epistemology jedenfalls sehr zu empfehlen. Die "Makel" von 1988 und 1990 werden übrigens dadurch aufgewogen, daß 1994 und 1996 je zwei Nachdrucke durch die Pressen gejagt werden mußten. |
| Jonathan Dancy: Professor, Department of Philosophy,
The University of Reading |
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