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Gabriel
Gottfried Gabriel: Grundprobleme der Erkenntnistheorie. Von Descartes zu Wittgenstein Paderborn: Schöningh, 1993. UTB 1743. 196 Seiten
Die Kenntnis klassischer erkenntnistheoretischer Argumente ist für die zeitgenössische Diskussion unerlässliche Voraussetzung. Grundprobleme der Erkenntnistheorie will genau dies leisten. Dazu spannt Gottfried Gabriel den Bogen von Descartes zu Moore und Wittgenstein. Die Vorgehensweise ist problembezogen auf diese drei wesentlichen Fragen:
I. Die Frage nach dem Ursprung der Erkenntnis. Ist die Vernunft oder die Erfahrung die Quelle menschlicher Erkenntnis? Welchen Beitrag liefert welche Quelle zur Erkenntnis? Positionen: Rationalismus - Empirismus (Sensualismus) - Kritizismus.
II. Die Frage nach der Realität. Gibt es (auf der Seite des Objekts der Erkenntnis) eine vom erkennenden Subjekt unabhängig existierende Außenwelt? Positionen: Realismus - Idealismus (Solipsismus) - Positivismus.
III. Die Frage nach der Beschaffenheit („Seinsweise") von erkennendem Subjekt und Welt als erkanntem Objekt. Positionen: Monismus (Spiritualismus - Materialismus - neutraler Monismus) - Dualismus. (S. 26)
Der Schwerpunkt liegt neben den schon genannten Eckpunkten auf Locke, Leibniz, Hume, Berkeley, Kant, Schopenhauer und Carnap. Der Autor betont bei allen Erörterungen die wichtige Beziehung zwischen erkennendem Subjekt und erkanntem Objekt.
Das Verdienst des gesamten Traktats liegt darin, die große Linie der Bearbeitung erkenntnistheoretischer Probleme in der Neuzeit aufzuzeigen. So kann die sorgfältige Lektüre auch als Einstieg in die Philosophie der genannten Denker dienen.
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Gabriel GabrielGottfried Gabriel: Grundprobleme der Erkenntnistheorie. Von Descartes zu Wittgenstein. Paderborn: Schöningh, 1998. UTB 1743. Broschiert. 2. Aufl.

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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 6.7.2005