Jaakko Hintikka: Knowledge and
Belief: An Introduction to the Logic of the Two Notions London: King's College Publications, 2005. Vincent F. Hendricks, John
Symons, Hg. Texts in Philosophy 1. 133 Seiten
"I know that you know that I know that you've got another
man." Ray Charles: "But On The Other Hand
Baby", 1961 |
Links Literatur |
| Knowledge and Belief war schon
bald nach dem Ersterscheinen 1962 als epochales Werk bekannt und wurde zurecht
2005 in einer preiswerten Ausgabe neu aufgelegt. Es baut auf den Vorarbeiten
von Georg Henrik von Wright, John Lemmon
und seinen eigenen auf. |
| Hintikka konzentriert
sich dabei auf Äußerungen (statement), im Unterschied zu
Sätzen (sentences) or Propositionen
(propositions). Ich werde hier allgemeiner von Aussagen reden. Sein
Ziel: Kriterien für die Konsistenz zu von Mengen von Aussagen (und
Überzeugungen ) zu formulieren. |
| Die formale
epistemische Logik ist nicht nur für die Erkenntnistheorie
wichtig, sondern insbesondere auch in der Informatik (Künstliche
Intelligenz, Wissensrepräsentation). |
Hintikka untersucht
sowohl Wissensaussagen als auch Überzeugungen (believes). Dazu
führt er einige epistemische Operatoren ein, der wichtigste: Ka. Ka steht
für a weiß, dass, also Kap: K weiß, dass p. Diese
Aussage impliziert nicht nur, dass a von p überzeugt ist. Hintikka geht
von einer sehr starken Rechtfertigung aus. I am not in a position to say
»I know« unless my grounds for saying so are such that they give me
the right to disregard any further evidence or
information (S. 17; meine Hervorhebung). Von Fallibilismus
für die Wissensaussage keine Spur. Kap impliziert also extrem sichere,
wenn nicht gewisse Gründe und damit auch die Wahrheit von p. ...
whatever is known has to be true. Hintikka führt daher in
epistemischen Kontext die logischen Operationen, inklusive des
Geschlossenheitsprinzip unter Implikation ein. |
Selbstverständlich ist sich
Hintikka klar, dass seine entwickelten Regeln nicht die Gesetze des aktualen
Denkens sind. Inkonsistente Überzeugungssysteme eines Menschen zu einem
Zeitpunkt regen keinen Logiker auf (S. 25). Sie sind allenfalls Regelns
für schärfest mögliches Denken (S. 30). Im vierten Kapitel
Problems, Theorems,and Definitions spielt Hintikka dann den zuvor
erarbeiteten formalen Apparat an einigen Problem durch, wie Moores Paradox oder der Aussage Ich
weiß, dass ich weiß, dass p im Unterschied zu Er
weiß, dass ich weiß, dass p (S. 77ff). |
| Es bedeutet, Eulen
nach Athen zu tragen, wenn man dieses Werk allen empfiehlt, die sich mit
epistemischer Logik beschäftigen. Es ist sozusagen die Basis, von der alle
Überlegungen und Studien in diesem Bereich auszugehen haben. |
| Links |
Bibliografien, Diskussion und Links zur Erkenntnistheorie |
Duc, Ho Ngoc (1996): "Reasoning about Rational, but not Logically
Omniscient Agents" (pdf). |
Risto Hilpinen: Rules of Acceptance and Inductive Logic |
Links und
Einführungsliteratur zur Logik |
Rezensionen zur Erkenntnistheorie |
| Literatur |
| Castaneda, Hector-Neri (1964): "Review:
Knowledge and Belief: An Introduction to the Logic of the Two Notions by Jaakko
Hintikka". The Journal of Symbolic Logic 29:3, S. 132-134. |
| Chisholm, Roderick M.
(1963): "The Logic of Knowing". The Journal of Philosophy 60:25, S.
773-795. |
| Deutscher, Max (1966): "Knowledge and
Belief. By Jaakko Hintikka". Mind 75:297, S. 145-159. |
| Hintikka, Jaakko
& Risto Hilpinen (1966): "Knowledge, Acceptance, and Inductive Logic". In:
Jaakko Hintikka, Patrick Suppes, Hg. (1966): Aspects of Inductive Logic.
Amsterdam: North Holland. S. 1-20. |
| John Lemmon (1957): New
foundations for Lewis modal systems. Journal of Symbolic Logic
22:2, S. 176-186. |
| E.J. Lemmon (1965):
"Review: Knowledge and Belief: An Introduction to the Logic of the Two Notions
by Jaakko Hintikka". The Philosophical Review 74:3, S. 381-384. |
| Werner Stelzner. Epistemische Logik.
Zur logischen Analyse von Akzeptationsformen. Berlin: Akademie, 1984.
Taschenbuch, 206 Seiten |
| White, Alan R.
(1965): "Knowledge and Belief: An Introduction to the Logic of the Two Notions
by Jaakko Hintikka". The Philosophical Quarterly 15:60, S. 268-269 |
| Georg Henrik von Wright (1951):
Deontic Logic. Mind 60:237. S. 1-15. |
| Georg Henrik von
Wright (1977): Deontische Logik. In: Handlung, Norm und
Intention. Untersuchungen zur deontischen Logik. Berlin: de Gruyter. S.
1-17 |
| Klaus Wuttich: Glaube - Zweifel -
Wissen. Modale und nichtmodale epistemische Logik; eine logisch-philosophische
Studie. Berlin: Akademie, 1991. 247 Seiten |
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Jaakko Hintikka: Knowledge
and Belief: An Introduction to the Logic of the Two Notions. London: King's
College Publications, 2005. Vincent F. Hendricks, John Symons, Hg. Texts in
Philosophy 1. 133 Seiten |
|
 |
Randall E. Auxier, Lewis Edwin
Hahn, Hg.: The Philosophy of Jaakko Hintikka. Open Court, 2006. Library
of Living Philosophers. Taschenbuch, 736 Seiten |
 |
Hans van Ditmarsch, Wiebe van der
Hoek, Barteld Kooi: Dynamic Epistemic Logic. Springer, 2007. (Synthese
Library) Gebunden, 296 Seiten
 |
 |
Epistemic Logic: A Survey
of the Logic of Knowledge. Pittsburgh: University of Pittsburgh, 2005.
Gebunden, 152 Seiten |
 |
Matti Sintonen, Hg.: Knowledge
and Inquiry: Essays on Jaakko Hintikka's Epistemology and Philosophy of
Science. Rodopi 1996. Poznan Studies in the Philosophy of the Sciences
& the Humanities. Taschenbuch, 358 Seiten
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