| Marshall Swain, Hg.: Induction,
Acceptance, and Rational Belief Dordrecht: Reidel, 1970. Gebunden, 232 Seiten |
| Eine Anthologie aktueller
(nicht-klassischer) Aufsätze aus einem heiß diskutierten Teilgebiet
der Philosophie veraltet schnell. Meist rechtfertigt sie nach einigen Jahren
nur noch historische Aufmerksamkeit. Die von Marshall Swain editierte
Aufsatzsammlung Induction, Acceptance and Rational Belief ist über
40 Jahre alt und immer noch frisch. Die Sammlung entstand aufgrund eines Symposiums an der University of Pennsylvania im Dezember 1968. Sie dient auch heute noch als Ideengrube für rationale Überzeugungen, rationales Folgern und für die Debatte um Akzeptanz und Überzeugungsgrade ("degrees of belief"). |
| Das Werk enthält nach einer Einführung des Herausgebers die folgenden Aufsätze: |
| Frederick
Schick: Three Logics of Belief Marshall Swain: The Consistency of Belief Henry E. Kyburg, Jr.: Conjunctivitis Gilbert H. Harman: Induction. A Discussion of the Relevance of the Theory of Knowledge to the Theory of Induction (with a Digression to the Effect that neither Deductive Logic nor the Probability Calculus has Anything to Do with Inference) Keith Lehrer: Justification, Explanation, and Induction Isaac Levi: Probability and Evidence Richard C. Jeffrey: Dracula Meets Wolfman: Acceptance vs. Partial Belief Die umfangreiche Bibliografie von Ralph L. Slaght: "Induction, Acceptance and Rational Belief : A Selected Bibliography" ist natürlich veraltet, hilft aber immer noch beim Aufspüren von Literatur vor 1970 zu den Themen des Sammelbands. |
| Hauptsächlich behandeln diese
Aufsätze die Frage: unter welchen Bedingungen darf/ soll man eine
kontingente Aussage vernünftigerweise in sein Überzeugungssystem
aufnehmen? Ja, die Induktion aus dem Titel wird auch behandelt, aber mir
scheint, die gerade genannte Frage brennt den Autoren mehr unter den
Nägeln. Prüfstein für diese Frage ist abgesehen von den
Gettierfällen das Lotterieparadox. Zum Lotterieparadox führen die folgenden Annahmen:
Besonders die Aufsätze von Marshall Swain, Henry E. Kyburg, Jr. und Richard C. Jeffrey sind inzwischen Klassiker der Erkenntnistheorie. |
| Marshall William Swain ist Prof. emerit. der State University of Ohio, Columbus, Ohio. |
| Wer sich für Induktion, Rationalität oder allgemein für die Erkenntnistheorie interessiert sollte versuchen das Werk antiquarisch zu erhalten (Originalausgabe ist hochpreisig). Sehr zu empfehlen! |
| Vergleichsliteratur |
| Robert Audi: Epistemology: a contemporary introduction to the theory of knowledge, 1998 |
| Richard Jeffrey: Probability and the Art of Judgment, 1992 |
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| Paul K. Moser: The Oxford Handbook of Epistemology, 2002 |
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| Ernest Sosa: Knowledge in Perspective: Selected Essays in Epistemology |
| Marshall Swain: Reasons and Knowledge, 1981 |
| Links |
| Literatur |
| Hacking, Ian (1974): "Reviewed work(s): Induction, Acceptance and Rational Belief by Marshall Swain; D. Reidel". The Journal of Symbolic Logic 39.1, S. 166-168. |
| Marciszewski, Witold (1974): "Reviewed work(s): Induction, Acceptance and Rational Belief by Marshall Swain". Studia Logica 33:3, S. 311-314. |
| Howard Smokler (1971): "Review: Induction, Acceptance, and Rational Belief (ed. by Marshall Swain)". Synthese 23: 2-3, S. 327-333. |
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