| Peter Klein: Certainty: A Refutation
of Scepticism Minneapolis: University of Minnesota Press, 1981. Taschenbuch, 242 Seiten |
| In der Monografie
Certainty analysiert Peter Klein die Rechtfertigung, die
Überzeugung und das Wissen. Sein Hauptziel ist die Widerlegung des
Skeptikers. Klein hat drei Arten von Skeptizismus im Visier (S. 5-11):
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| Dabei greift der Autor den
Fehdehandschuh der Skeptiker auf, die in der Tradition René Descartes für Wissen
absolute Sicherheit verlangen. Er will mit seinem Konzept für
Rechtfertigung und Wissen diesem Anspruch gerecht werden und trotzdem viele
empirische kontingente Aussagen in diesem Sinne absolut sicher machen. Wenn das
überzeugend gelingt, sind zumindest die Vertreter des Skeptizismus nach 1.
und 2. aus dem Felde geschlagen. Kleins Prinzipien der Rechtfertigung (S. 45) leuchten ein, sind aber auch über 25 Jahre nach dem Erscheinen seines Werks immer noch in der Diskussion. Der Skeptiker verlangt, dass die Belege e die Wahrheit der Proposition p, für die ein Wissensanspruch erhoben wird, garantieren. Das ist nur der Fall, wenn p von e impliziert wird (S. 116). Klein will dagegen zeigen, dass p absolut sicher sein kann, ohne dass p von e impliziert wird. |
| Dazu stellt Klein
diese Forderungen an sein Sicherheitskonzept ( S. 127) D1 The distinction between psychological and evidential certainty must be clarified and the relationships explored. D2 The absolute sense of "certainty" required by the sceptic should be explicated. D3 The relative sense of "certainty" should be explicated. D4 The relationship between the absolute and relative sense must be clarified. D5 The entailment between knowledge and absolute certainty should be made manifest. D6 The account must correctly capture our intuitions concerning the extension of the concept of knowledge and certainty. |
| Viele bekannte Standardfälle (Benzintankanzeige, Grabit in der Bibliothek, ...) zieht der Autor heran um zu zeigen, dass sich sein Konzept bewährt. Die letzte Forderung behandelt er ausführlich an Hand des Lotterieparadox. Selbstverständlich meint Klein, den Skeptiker aus dem Felde geschlagen zu haben. Er hat ihm zumindest die Harke gezeigt. Dass der Skeptiker weiterlebt, zeigt sich an der nicht versiegenden Literatur zum Thema. |
| Certainty ist bemerkenswert durchsichtig geschrieben. Das liegt am Stil des Autors und daran, dass er Thesen hervorhebt und mit Namen versieht. Der Leser kann so der Argumentation gut folgen. Einige Wiederholungen kann man positiv oder als vermeidbar sehen. Allen, die sich mit dem Skeptiker auseinandersetzen oder Erkenntnistheorie betreiben kann man das Buch bestens empfehlen. |
| Links |
| Literatur |
| Fumerton, Richard (1995): Metaepistemology and Skepticism. Lanham, USA: Rowman. |
| Pryor, James (2000): "The Skeptic and the Dogmatist". Noûs 34:4, S. 517-549. |
| Sosa, Ernest (1988): "Beyond Scepticism, to the Best of our Knowledge". Mind 97.386, S. 153-188. |
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