Email  zurück zur Homepage eine Stufe zurück
Hess
Markus Patrick Hess: Is Truth the Primary Epistemic Goal?
Frankfurt: Ontos, 2010. Gebunden, 165 Seiten – Hess LinksHess Literatur
Die offene Frage im Buchtitel ist ungewöhnlich und wird daher vom Autor eigens begründet (S. 7). Sie forderte ihn jeden Tag aufs Neue heraus. Die Beantwortung im gut strukturierten und schlüssig geschriebenen Buch fällt sehr viel überlegter und differnzierter als ein glattes „ja“ / „nein“ aus. Trotzdem kann man sie grob so zusammenfassen: „Ja, und die Wahrheit ist sogar das einzige fundamentale epistemische Ziel“. Wen diese Antwort verblüfft, der lese das Buch. Meine Besprechung folgt in etwa der Buchgliederung.
1. Einleitung
Hess diskutiert die folgenden Positionen:
Pluralismus
Es gibt mehrere epistemische Ziele, die nicht (alle) auf Wahrheit zurückzuführen sind. Oder anders formuliert: Es ist nicht der Fall, dass jeder der anderen epistemischen Werte nur einen von Wahrheit abgeleiteten Wert hat (S. 11). Durchgehend unterstellt Hess, dass ein Ziel einen Wert hat. Ich meine, darin ist er semantisch gerechtfertigt. Wenn etwas ein Ziel ist, so will/soll man es erreichen. Damit es einen Wert, egal ob der in Worten formulierbar ist.
Im Pluralismus gibt es zwei Unterpositionen bezüglich des wichtigsten der vielen Ziele. Es ist
a) die Wahrheit
b) nicht die Wahrheit.
Diese beiden Unterpositionen sind im allgemeinen erschöpfend, da nur wenige Erkenntnistheoretiker die Wahrheit als epistemisches Ziel völlig ausschließen.
Monismus
Es gibt nur ein epistemisches Ziel. Wieder gibt es zwei Unterpositionen:
a) die Wahrheit
b) nicht die Wahrheit.
Der Ziele-Monist kann durchaus mehrere epistemische Ziele einräumen, wenn er zusätzlich vertritt, dass alle auf Wahrheit reduzierbar sind.
Nicht epistemische Ziele, insbesondere praktischer oder pragmatischer Art, wie Wirkung einer Überzeugung oder Wunschdenken, sind bei der Glaubensbildung oft beteiligt, werden aber bei Hess – gemäß seinem Programm – allenfalls am Rande erwähnt.
Der Autor selbst vertritt einen epistemischen Werte-Monismus („epistemic value monism“, „veristic unitarianism“ bei Goldman 2001).
• „... one can only attain something of epistemic value by attaining tuth.“ (S. 11)
• „If truth is our primary goal then all other goals have merely instrumental value, insofar as they help to attain that primary goal.“ (S. 102, Mitte)
Dabei hat Hess in dieser These das so ungemein wichtige „epistemisch“ unterschlagen, aber sicher dazu gedacht.
Vorstellbare Ziele neben der Wahrheit sind Wissen, Verständnis, Weisheit, Rationalität, Rechtfertigung, Sinngebung und empirisch adäquate Theorien (nach Kvanvig 2005). Hintergrundvoraussetzung der folgenden Überlegungen
Die Epistemologie ist normativ, da wichtige Komponenten, wie Rechtfertigung und rationale Überzeugung normativ sind (S. 10).
Meno-Problem
In Platons Dialog Meno wird diskutiert, welchen Mehrwert Wissen gegenüber wahren Glauben hat. Es wird unterstellt, dass es diesen Wert gibt und dass es nicht nur ein praktischer Wert ist. Auch die epistemischen Subjekte selbst ziehen Wissen dem wahren Glauben vor. Verschärft wird das Meno-Problem zum Einwand des dualen Werts: Wissen hat einen zusätzlichen epistemischen Wert gegenüber wahrem Glauben.
Dazu behandelt Hess im 7. Kapitel „The Value of Knowledge“ zwei Positionen:
1) Revisionismus: Wissen kann kein epistemisches Ziel sein: Positionen von Marian David, Mark Kaplan und Sartwell.
Anmerkung
Ich meine, die folgenden Punkt werden in der Diskussion nicht genügend herausgestellt oder gleich ganz vergessen.
• Kein Wahrnehmungssinn
Wir haben keinen Wahrnehmungssinn für Wahrheit. Wir können wahre Aussagen nicht einfach erkennen und sie von falschen unterscheiden, so wir einen heißen Kaffee von einem lauwarmen unterscheiden können.
• Unentscheidbarkeit („indeterminability“) der Wahrheit
Wir wissen oft nicht, dass wir wissen. Ich beanspruche zu wissen:
(S) Der höchste Berg der Chiemgauer Alpen ist das Sonntagshorn.
Da ich Fallibilist bin, gestehe ich zu, dass ich und vor allem die Experten, denen ich folge, letztlich irren können. Ich weiß zwar im Reflexionsssinne, dass ich (S) weiß. Ich kann mir viele Gründe dafür vergegenwärtigen und feststellen, dass ich von (S) felsenfest überzeugt bin. Da aber alle Zeugnisse für (S) fehlbar sind – und ich das weiß –, weiß ich in diesem Sinne nicht, dass ich weiß. Aufgrund der zahlreichen Meldungen des Beweises der Poincaré-Vermutung durch den Russen Grigori Perelman, der weltweiten Überprüfung durch Mathematiker, seiner unabhängigen Überprüfung durch viele Mathematiker, der genauen Beweisarbeitung durch chinesische Mathematiker usw. weiß ich, dass die Poincaré-Vermutung gelöst ist. In einem gewissen Sinne, weiß ich es wiederum nicht, ob das wirkliches Wissen ist, ob nicht doch mal ein Fehler im Beweis gefunden wird.
Unsere starke Intuition gegenüber glücklich zustande gekommenen wahren Glauben – wir gestehen dafür kein Wissen zu – resultiert aus dem Meno-Problem. Wir erwarten eine Rechtfertigung, etwas über den wahren Glauben hinaus. Man daher auch berechtigt zwischen perspektivischen und objektiven Wissen unterscheiden (Ernst 2002).
2) Einwand des dualen Werts:
Hat Wissen einen eigenen (intrinsischen) epistemischen Wert? Hierzu diskutiert der Autor Positionen von Wayne Riggs, Jonathan Kvanvig, Ernest Sosa, John Greco, Duncan Pritchard, Matt Weiner u.a. Seine Folgerung: Wissen hat keinen über die Wahrheit hinausgehenden Wert, der nicht instrumentell für Wahrheit ist.
2. Wahrheit ist kein epistemisches Ziel
Nur wenige Epistemologen schließen Wahrheit als epistemisches Ziel aus. Dazu gehören Richard Rorty und Donald Davidson. Ihre Einwände behandelt Hess im 2. Kapitel.
Für Rorty scheinen die zwei Punkte, die ich zum Meno-Poblem anführte (Kein Sinn für Wahrheit ud die Unentscheidbarkeit der Wahrheit) die Gründe zu sein, darauf gleich zu verzichten (S. 26). Ähnlich argumentiert Mark Kaplan in anderem Zusammenhang (S. 123). Da wir in vielen Fällen nur gerechtfertigte wahre Überzeugungen erreichen, sollten wir uns damit zufrieden geben und auf Wissen verzichten.
Rorty formuliert es prägnant so:
„If I have concrete, specific doubts about whether one of my beliefs is true, I can only resolve those doubts by asking if it is adequately justified – by finding and assessing additional reasons pro and con. I cannot bypass justification and confine my attention to truth. Assessment of truth and assessment of justification are, when the question is about what I should believe now, [...] the same activity.“ (Rorty 1995, S. 281; zitiert S. 27)
Da also Wahrheit und Rechtfertigung in ihrer Bewertung ununterscheidbar sind, Wahrheit aber nicht erzielbar, kann man gleich die Rechtfertigung als das epistemische Ziel verankern.
Anmerkung
a) Eingangs bezieht sich Rorty auf konkrete und spezifische Zweifel an einem Glauben. Er macht sich also Ernsts Zweiteilung des Wisssenbegriffs (hier bezogen auf Glauben) zu eigen.
b) Die Einschätzung der Wahrheit erfordert die Einschätzung der Rechtfertigung sogar in scheinbar klaren Beobachtungsaussagen. Auch „Dort steht in Baum in meinem Weg, also gehe ich außen herum“ erfordert eine Rechtfertigung: meinem Augenlicht ist zu trauen; die Lichtverhältnisse sind günstig; ich sitze nicht vorm Fernseher, usw.
c) Es erscheint mir nicht gerechtfertigt, zunächst die Rechtfertigung als Instrument zur Wahrheitseinschätzung einzuführen und dann ganz auf das eigentliche Ziel (= Wahrheit) zu verzichten. Das heißt ich folge der Diagnose Rortys, folgere aber daraus den instrumentellen Charakter der Rechtfertigung um das eigentliche Ziel – die Wahrheit – zu erreichen.
Ähnlich wie Rorty argumentiert auch Davidson: „But I do not find it adds anything to say that truth can be a goal of science or anything else. We do not aim at truth, but at honest justification.“ (Davidson 1998, S. 461; zitiert S. 30)
„since it [truth] is neither visible as a target nor reognizable when achieved, there is no point in calling truth a goal. [...] Form the fact that we will never be able to tell for certain which of our beliefs are trut, pragmatics conclude that we may as well identify our best researched, most successful beliefs with the true ones, and give up the idea of objectivity.“ (Davidson 2005, S. 6-7; zitiert S. 30)
Anmerkung
Ziele erkennt man üblicherweise, wenn man sie erreicht hat.
Ich suche eine Wasserstelle in der Wüste. Dazu folge ich Tierspuren. Wenn eine Spur schwächer wird, kehre ich um und verfolge die Gegenrichtung oder ich wechsle zu einer anderen Spur, die vielsprechender erscheint. Nehmen wir an, ich erreiche die Wasserstelle nie (das ist der schwache Punkt im Beispiel: wenn ich die Wasserstelle erreicht habe, erkenne ich sie normalerweise, wenn sie denn nicht ausgetrocknet ist). Trotzdem werde ich die Spuren weiter auswerten, einschätzen und verfolgen. Wenn mich jemand fragt, was ich da mache, kann ich beides antworten: „Ich folge den Tierspuren“ oder – besser, da genauer – „Ich suche eine Wasserstelle“.
Ich pflichte der Entgegnung Hess' bei: Wahrheit bleibt ein wichtiges epistemisches Ziel. Man kann sie als regulatives Ideal auffassen (S. 34-37).
3. Der Wert der Wahrheit
Nicht alle Wahrheiten sind erstrebenswert. Triviale Wahrheiten erscheinen eine Zeitverschwendung.
Hierzu unterstellt Hess, dass menschliche Agenten unterscheiden können, was für sie relevant ist und was nicht (S. 42).
These zum Wert der Wahrheit
(VT) True belief acquired cost-free is always beneficial for human decision-making (S. 41). Epistemologen unterstellen, dass die Glaubensaneignung kostenfrei erfolgt. Diese Haltung macht sich auch Hess zu eigen.
Kritischer zur (VT)-These ist, dass sie zu grosszügig triviale Aussagen einschließt. Hess eliminiert dies wie oben erwähnt: menschliche Agenten können unterscheiden, was für sie relevant ist und was nicht. Wahrer Glauben ist stets nützlich für unsere Entscheidungen; wenn nicht unmittelbar, dann für künftige.
Das (vorläufige) Resümee zu (VT)
„Try to have at all times an accurate and comprehensive belief system, because you can never predict the complete contour of all situations for which you imagine your practical goals, and hence, you can't predict which items in your belief system might turn out to be profitable“ (S. 51). „As long as there is no overriding personal or moral reason for not seeking the truth, we like to think that the truth itself provides us with a sufficient reason to seek for it“ (S. 52).
Mit scheint die 2. Aussage zielt bereits auf einen intrinsischen Wert der Wahrheit (abgesehen vom praktischen in der 1. Aussage). Der intrinsische Wert der Wahrheit ergibt sich aus des Agenten unmittelbaren Verlangen, Sehnsucht und Sorge um die Wahrheit (S. 54).
Hess diskutiert 3 Argumente für den intrinsischen Wert der Wahrheit
a) Verlangen nach Wahrheit
b) Neugierig auf Wahrheit
c) Wahrheit ist ein grundlegendes Gut
Er verwirft alle drei Argumente.
Zu a): Wert und Verlangen fallen oftz auseinander; daher sollte man nicht annehmen, dass, wenn es einen Wert gibt, dann muss es ein Verlangen danach geben. Diese Argument leuchtet nicht ganz ein.
Zu b): das würde – so Hess – die trivialen Wahrheiten einschließen; daher ist b) zu verwerfen. Das leuchtet mir ebenfalls nicht ein. Neugierde muss ja nicht uneingeschränkt gelten. Ich will nicht wissen, wieviel Grashalme am Fussballplatz in Kircheiselfing sind, auch wenn ich dazu nur einen Zettel umdrehen müßte.
Anmerkung
1) Hier wollte ich zunächst schreiben: „Ich will nicht wissen, wieviel Grashalme in meinem Garten sind“, doch wenn ich nur einen Zettel umdrehen müßte, würde beim eigenen Garten doch die Neugier überwiegen.
2) Triviale Überzeugungen könnte man nach einem Vorschlag von Alan Millar (Millar Links) mit der folgenden Zielformulierung ausschliessen oder zumindest einschränken: "if you have a belief as to whether or not p, you believe that p if and only if p and believe that not-p if and only if not-p", mit Betonung auf dem 1. "if".
Zwingender scheint mir die Zusammenfassung der Ablehnung zu sein. „All three arguments have one deficit in common: Truth is an intrinsic good concerning the epistemic value domain, but all three arguments attempt to locate the intrinsic value of truth outside of the epistemic value domain“ (S. 62).
Anmerkung
Hier stellt Hess den intrinsischen Wert der Wahrheit fest; doch genau das gab's zu begründen!? Auch im weiteren Text scheint mir Hess diesen intrinsischen Wert der Wahrheit nicht mehr näher zu explizieren oder begründen.
Primitivismus zum Wert der Wahrheit
Es gibt einen intrinsischen Wert der Wahrheit, der aber nicht weiter analysierbar ist. Das zeigt, dass wir das Ende der Wertehierarchie erreicht haben. Methodologisch erscheint Hess das nicht attraktiv, da man das, was man erklären will, nicht mehr analysiert (S. 62).
Anmerkung
Der Primitivismus zum Wert der Wahrheit scheint mir durchaus akzeptabel. Vergleiche dazu die Ausführungen Hess' in Fn. 72, S. 62.
4. Anforderung zum Ziel der Wahrheit
Die traditionelle Sicht sieht das epistemische Ziel der rationalen Überzeugungen zweiteilig: Glaube alles, was wahr ist und vermeide alles, was falsch ist.
Hess zeigt, dass diese traditionelle Sicht verfehlt ist. Die traditionelle Sicht sagt nichts zur Relevanz der (wahren) Aussagen. Daher ist sie unvollständig. Die traditionelle Sicht geht davon aus, dass Erweiterungen des Glaubenssystems immer mit einem Risiko verbunden sind und somit das zweite Teilziel torpedieren.
Dazu gibt Hess ein Gegenbeispiel. Ein weiteres wäre die Erweiterung durch Konjunktion.
Anmerkung
Sowohl das Gegenbeispiel, als auch die (wahllose) Erweiterung durch Konjunktion verstossen aber gegen die Relevanzbedingung. Somit bleibt offen, ob nicht doch jede Erweiterung des Glaubenssystem mit einem Risiko verbunden ist.
Auch beim 2. Teilziel gibt es Probleme: nicht alle falschen Überzeugungen sind ernstliche Mängel. Kurzum: alle wahren Aussagen zu glauben und alle falschen zu vermeiden und die Angst, dass mit all den wahren sich eine falsche einschleicht, gibt nicht das wahre Bild wieder.
Das Risiko bei der Erweiterung unseres Glaubenssystems hängt ab vom Grad der Zuverlässigkeit der Quelle/Methode mit das Glaubenssystem erweitert wird (S. 67). Z.B. ist eine Konjunktion mit einer bereits geglaubten Aussage problemlos einzufügen.
Hess schlägt daher das folgende Ziel vor:
(TS) Concerning all propositions p, S believes the proposition p if p is true and significant, and S believes p only if p is true (S. 73).
Balancing the traditional requirements (S. 74ff)
Wayne Riggs geht einen von (TS) abweichenden Weg um die traditionelle Sicht zu verbessern.
(RST) Any theory of epistemic justification and knowledge needs to spell out the weighting issue between the requirement of avoiding error and the requirement of believing the truth with respect to the varying degree of justification.
Im Grunde geht es um die Einführung eines Schwellwerts der Rechtfertigung. Mit den Worten das Autors:
„the weighting issue concerns the situations where the balance between the requirements of believing the truth and avoiding error depends on how we adjust the standards of epistemic justification. If we have high standards for epistemic justification, for instance, we will stoke fear of believing falsehoods and make the avoiding-error requirement dominant over believing truth.With somewhat lower standards of epistemic justification we lessen the need for weighing the two requirements.“ (S. 74-75).
Riggs führt zur Untermauerung ein Beispiel aus der Wirtschaft an (Riggs 2003a, S. 343-345; zitiert S. 75ff).
Zwei Fabriken einer Firma sollen im nächsten Jahr soviele Geräte wie möglich produzieren. Es dürfen keine defekten Geräte auf den Markt kommen: das wäre ruf- und geschäftsschädigend. Die beiden Ziele widersprechen sich. Die Fabrik A legt Priorität auf Ziel 1 und produziert viel, darunter auch defekte Geräte. Die Fabrik B legt Priorität auf Ziel 2 und produziert nur 1 Gerät, das aber picobello. Die Anordnung ähnelt dem Lotterieparadox (Hess Links): Ziel 2 entspricht der vorsichtigen Urteilsenthaltung für alle Lose, Ziel 1 dem forscheren Herangehen: man akzeptiert alle Lotteriepropositionen und nimmt 1 „defektes“ in Kauf. Hess sieht Ziel 2 als ergänzendes, vorsichtiges Ziel („supplementary“, S. 76; „precautionary“, S. 77). Riggs fordert ein übergreifendes Ziel, bzw. eine Abwägung. Hess sieht in der Akzeptanz signifikanter wahrer Aussagen (siehe TS oben), die richtige Strategie.
Hess fasst zusammen: Wahres zu glauben hat Vorrang vor Fehlervermeidung (S. 78).
5. Der Vorrang des Ziels der Wahrheit
Manchen Überzeugungen wird epistemischer Wert zugesprochen, obwohl sie nicht wahr sind. Wenn das stimmt, gäbe es ein zweites epistemisches Ziel neben der Wahrheit. Der epistemische Wertemonismus wäre widerlegt. Dazu benötigt der Angreifer nur ein passendes Beispiel. Es müßte erkennbaren kognitiven Vorteil zeigen, der unabhängig von der Wahrheit ist. Hess unterstellt hier, dass prima facie der Wertemonismus zutrifft. Die Last des Beweises liegt bei der Gegenseite. Er diskutiert drei Fälle a)Der Wert des Verständnisses b)Der böse Dämon Fall c)Empirisch adäquate Überzeugungen Zu a) Der Wert des Verständnisses These: Das Verständnis des Zusammenhangs ist ein eigenständiger epistemischer Wert. Dazu weist Hess nach, dass Verständnis nur dann wertvoll ist, wenn es auf Wahrheit beruht. Damit kann es nicht als eigenständiger epistemischer Wert neben der Wahrheit reklamiert werden. Zu b) Der böse / gute Dämon Fall soll zeigen, dass es verantwortliche epistemische Agenten gibt, die von der Wahrheit abgetrennt sind. Wie oft bei den konstruierten Fällen, ist auch dieser stark diskutierbar. Es wird unterschieden zwischen a)einem bösen Dämon, der alle Überzeugungen des Subjekts falsch macht. Nur die internen Einstellungen des Subjekts bleiben vom Dämon unbeeinflusst. b)einem „guten“ Dämon, der alle Überzeugungen des Subjekts – egal ob epistemisch verantwortlich oder unverantwortlich gewonnen – wahr macht. Die Intuition soll – so das Ziel dieses Gedankenexperiments – zeigen, dass wir das epistemische Subjekt im Fall a) bevorzugen. Damit geben wir der verantwortlichen Überzeugungsgewinnung Vorrang vor der Wahrheit. Hess diskutiert, wie es zu Fall a) kommen kann. Das Subjekt war zuerst in einer „normalen“ Welt und übernahm die dort epistemisch verantwortlich gewonnenen Methoden der Glaubensaneignung. Hess' Einwand hierzu (er will ja die Wahrheitsverbindung retten) scheint zu sein, dass das epistemisch verantwortliche Subjekt immer noch mit der Wahrheit „verbunden“ ist, aber nur Pech hat, dass jetzt ein böser Dämon diese Verbindung systematisch zerstört. Anmerkung Ich meine, im Fall a) müßte das Subjekt merken, dass die ehemals erfolgreichen Methoden nun nichts mehr taugen und sie verwerfen und – so will es das Gedankenexperiment – immer wieder verwerfen. Das wäre dann epistemisch verantwortlich mit Blick auf die Vermeidung falscher Überzeugungen (was leider nie gelingt). Im Fall b) ist es epistemisch verantwortlich seine Überzeugung irgendwie zu bilden: sie werden immer wahr. Wenn wir entdecken, dass eine bestimmte Art des Kaffeesatzlesens immer zur Wahrheit führt, dann ist dies halt eine epistemisch verantwortliche Methode, die immer erfolgreich ist. Der Kaffeesatzleser handelt epistemisch verantwortlich. Hess bringt noch andere Varianten in die Diskussion. Letzlich weist er dass Böse-Dämon-Argument zurück. Es kann nicht wirklich glaubhaft machen, das es epistemische Ziele abgekoppelt und unabhängig von der Wahrheit gibt. Zu c) Empirisch adäquate Überzeugungen Van Fraassen schlug vor, dass für die Akzeptanz einer Theorie nicht die Wahrheit auschlaggebend ist (sie ist eh nicht feststellbar), sondern die empirische Adäquatheit. Kvanvig zieht die Analogie zur Akzeptanz einer Aussage. Er vertritt dazu einen Monismus „in which inquiry is always ultimately aimed at empirical adequacy“ (S. 97). Er ersetzt also den Monismus bezüglich Wahrheit mit einen Monismus der empirischen Adäquatheit. Um en Monismus der empirischen Adäquatheit zu Fall zu bringen, genügt ein Gegenbeispiel. Hess führt eine mathematische Wahrheit an. Damit hat er nur den Monismus der empirischen Adäquatheit widerlegt, offen bleibt ein Pluralismus mit der empirischen Adäquatheit als ein Ziel (ein Wert) unter mehreren. Hess behandelt den Pluralismus (wenn auch nicht mehr mit der empirischen Adäquatheit im Fokus) im nächsten Abschnitt. Fazit: solange es um einen epistemische Aktion geht, ist Wahrheit das Ziel.
6. Alternativer Monismus
Es bleibt noch der Einwand, der an die Stelle von Wahrheit ein anderes erstes epistemisches Ziel setzt. Er geht wie folgt vor:
Ein epistemisches Subjekt, das eine gerechtfertigte Überzeugung akzeptiert hat bereits ein epistemisches Ziel erreicht. Wenn man also seinen Glauben in rationaler (=verantwortlicher) Weise erwirbt, hat man bereits ein Ziel erreicht, das nicht die Wahrheit ist.
Der alternative Monismus behauptet zudem, dass die Wahrheit (sofern sie im Ziel-Wertekatalog verbleibt) dem ersten Ziel dient, also nur instrumental als Ziel zu sehen ist.
Als Kandidaten für den alternativen Monismus nennt Hess mehrere:
• reasonably belief (Chisholm, S. 103)
• justified belief (Goldman, S. 102; These V2, S. 103)
• rationally belief (Minimal epistemic goal, S. 104)
Bei der Erläuterung zum „Minimal epistemic goal“ ist unklar, was Hess hiermit meint: „I call it minimal in the sense that it is more fundamental than the truth goal“ (S. 104). Fundamental bedeutet für Hess, dass die anderen Ziele vom fundamentalen ableitbar oder auf dieses reduzierbar sind.
Unklar ist
1) was dabei „mehr“ sein soll; besonders auch im Vergleich des Ziels des alternativen Monisten zum Wahrheitsmonisten.
2) wie die abschließenden Bemerkungen in diesem Abschnitt (S. 104) zu verstehen sind.
Dazu diskutiert Hess zwei Positionen.
a) Evidentialismus („evidential standard“) – Conee, Feldman – Ein Subjekt handelt verantwortlich, wenn es seinen Glauben nach den verfügbaren Gründen und Belegen richtet.
Dies wird am überzeugendsten hiermit begründet:
„I don't see anything epistemically good about the person who irrationally gets true belief“ (Feldman 2004, S. 186; zitiert S. 106). Das leuchtet prima facie ein. Das Glück oder gar Irrationalität sollte bei der Glaubensgewinnung keine Rolle spielen.
Anmerkung
Aber warum nicht? Ich meine doch, dass man diese Frage nur so beantworten kann, dass man auf lange Sicht wahre Überzeugungen haben will und dies nur gewährleistet ist, wenn man seine Überzeugungen rational, mit verläßlicher Methode, gemäß den Gründen und Belegen gewinnt. Somit wäre die Methode oder Rechtfertigung kein eigenständiges Ziel, sondern instrumentell zur Wahrheitsgewinnung.
b) Egozentrischer Rationalitätsstandard („egocentrical-rationality standard“) – Foley – Ein Agent handelt verantwortlich, wenn es seinen Glauben gemäß seinem eigenen intellektuellen Standard ausrichtet.
Die Ziele des alternativen Monismus (siehe obige Liste) sind
• wirkungsvoller erreichbar,
• direkt kontrollierbar,
• für das Subjekt zugänglich.
Wenn dies eine Begründung für das alternative monistische Ziel sein soll, dann gilt wieder der Einwand: die Erreichbarkeit eines Ziels sollte nicht die Zielwahl aus epistemischer Sicht beeinflussen; sie kann zur Zielwahl aus pragmatischen oder praktischen Gründen dienen.
Die Argumentation wäre dann etwa so:
Das Ziel der Wahrheit ist nicht überprüfbar erreichbar, daher nehmen wir eins aus obiger Liste. Dieses Argument wäre Wasser auf die Mühlen des Wahrheitsmonisten.
Anmerkung
Hier hat man den Eindruck, die Aufmerksamkeit des Auotrs läßt etwas nach. Auf S. 107 unten, muss es statt „faithfulness“ „unfaithfulness“ heißen oder alternativ in der Zeile darüber statt „less happy“ „more happy“. Was er nach „Evidentialists have to explain“ (S. 111) schreibt, steht wörtlich schon in der Fn. 136 eine Seite davor.
Hess fasst zusammen: Was immer die Wahrheit ist, es ist vernünftig wahre Überzeugungen zu haben. Solange unklar ist, ob eine Aussage wahr ist, ist es vernünftig sich des Urteils zu enthalten und gegebenenfalls neue Belege abzuwarten oder zu suchen. Wahrheit ist so fundmanetal, dass es nicht durch ein anderes epistemisches Ziel ersetzt werden kann (S. 11, S. 116, S. 117).
7. Der Wert des Wissens
Siehe dazu die Anmerkungen oben unter Hess „Meno-Problem“.
8. Folgerung
Im achten Kapitel fasst der Autor seinen Gedankengang kurz zusammen und folgert: Wahrheit ist ein epistemisches Ziel und sie ist wertvoll. Alle anderen epistemischen (!) Ziele dienen dem Wahrheitsziel.
9. Anhang: Überwindung des Problems des epistemischen Relativismus
Unter epistemischen Relativismus versteht Hess die These, dass man letztlich nicht entscheiden kann, welche Standards der Rechtfertigung besser sind. Er verdeutlicht es aus einem Wunder in der Bibel. Der wissenschaftliche Leser wird es nicht für wahr halten; der Bibeltreue wird es für wahr halten, da er die Bibel als verläßliche Quelle ansieht. Das Problem des epistemischen Relativismus entsteht durch das folgende Argument:
  1. Jede gerechtfertigte Überzeugung erfordert einen bestimmten epistemischen Rahmen.
  2. Es gibt mindestens zwei von einander unabhängige epistemische Rahmen.
  3. Wenn es mindestens zwei von einander unabhängige epistemische Rahmen gibt, dann sind alle (oder beide) gleichwertig um zu Wissen zu gelangen.
Paul Boghossian (2006) und John Pollock (2003) greifen die Prämisse 2 an. Diesem Angriff folgt Hess nicht (S. 148). Stattdessen folgert der Autor – für mich nicht ganz überzeugend – dass sich der Bibeltreue außerhalb der epistemischen Domäne begibt. Es gibt keine zwei von einander unabhängige epistemische Rahmen.
Anmerkung
Hier müßte man eher den Wahrheitsbegriff des Bibeltreuen befragen. Es kann sich – wenn man einem nahezu 2000 Jahre alten Fischerbericht Glauben schenkt – nicht um die Übereinstimmung mit der Welt handeln.
Allgemeines
Indices fehlen bedauerlicherweise. Als ich die Verwendungsweise von „fundamental“ nachlesen wollte, suchte ich lange. Sie wird in der Einleitung diskutiert (S. 10) und nochmals (S. 104) und abermals am Ende des 7. Kapitels (S. 137). Fundamental ist ein Ziel, wenn die anderen Ziele davon ableitbar oder darauf zurückführbar sind.
Einige Druckfehler trüben den guten Gesamteindruck nicht.
Wie man der ausführlichen Besprechung entnimmt: Markus Patrick Hess hat ein sehr lesenswertes, kompaktes Werk zu einem derzeit heiß diskutierten Thema (siehe Hess Literatur) vorgelegt. Der Autor stellt alle vertretenen Positionen ausgewogen dar und bezieht eindeutig Stellung. So kann der Leser den Argumentationsgang gut nachvollziehen und einschätzen. Das letzte Wort zur epistemischen Wertedebatte ist damit nicht gesprochen. Wer mitdiskutieren will muss Hess' wohl begründete Antwort auf die gestellte Frage kennen.
Links
EpistemologyJoseph Barnes: „Is Truth the Primary Epistemic Goal?“, 5 Seiten Notes (Pdf)
Hess Bibliografien, Diskussion und Links zur Erkenntnistheorie
Hess Lotterie- und Vorwort Paradox
EpistemologyAlan Millar: NDPR Review
EpistemologyOntos Verlag
EpistemologyDuncan Pritchard (2007): „The Value of Knowledge“
Rähme Timothy Chan, Hg.: The Aim of Belief
Littlejohn Clayton Littlejohn, John Turri, Hg.: Epistemic Norms: New Essays on Action, Belief, and Assertion
Rähme Boris Rähme: Wahrheit, Begründbarkeit und Fallibilität: Ein Beitrag zur Diskussion epistemischer Wahrheitskonzeptionen
Hess Rezensionen zur Erkenntnistheorie
EpistemologyWood, W. Jay, Robert C. Roberts (2007): "Love of Knowledge as an Intellectual Virtue". Paper presented at the Epistemic Value - Conference and Pre-Conference Workshop. Stirling: University of Stirling.
Hess Linda Zagzebski: On Epistemology
Hess Anfang
Literatur
Boghossian, Paul (2006): The Fear of Knowlegde. Against Relativism and Constructivismus. Oxford: Clarendon.
David, Marian (2001): "Truth as the Epistemic Goal". In: Steup 2001. S. 151-169.
David, Marian (2005): „Truth as the Primary Epistemic Goal: A Working Hypothesis“. In: Steup 2005. S. 296-312.
Davidson, Donald (1998): „Reply to Pascal Engel“. In: L. Hahn, Hg.: The Philosophy of Donald Davidson. Chicago: Open Court. S. 460-461.
Davidson, Donald (1999a): „Is Truth a Goal of Inquiry? Discussion with Rorty“. In: Urszula M. Zeglen, Hg: Donald Davidson: Truth, Meaning and Knowledge. London, New York: Routledge.
Davidson, Donald (2005): „Truth Rehabilitated“. In: R. Brandom, Hg.: Rorty and His Critics. Oxford, New York 2000. S. 65-74; Nachdruck in Donald Davidson: Truth, Language, and History. Oxford: Clarendon. S. 3-17.
DePaul, M. (2001): "Value Monism in Epistemology". In Steup 2001. S. 170-183. HessOnline verfügbar
Ernst, Gerhard (2002): Das Problem des Wissens. Paderborn: Mentis. Hess Rezension
Firth, Roderick (1981): "Epistemic Merit, Intrinsic and Instrumental". Proceedings and Addresses of the American Philosophical Association 55:1, S. 5-23. HessOnline verfügbar
Gibbard, Allan (2008a): "Rational Credence and the Value of Truth". In: Tamar Gendler, John Hawthorne, Hg.: Oxford Studies in Epistemology Volume 2. Oxford: University Press, S. 143-164. HessOnline verfügbar
Gibbard, Allan (2008b): "Aiming at Truth over Time. Reply to Arntzenius and Swanson". In: Tamar Gendler, John Hawthorne, Hg.: Oxford Studies in Epistemology Volume 2. Oxford: Oxford UP, S. 190-204. HessOnline verfügbar
Goldman, Alvin (2001): „The unity of epistemic virtues”. In: Abrol Fairweather, Linda Zagzebski, Hg. (2001): Virtue Epistemology. Oxford: Oxford UP. S. 30-48.
Haddock, Adrian, Alan Millar, & Duncan Pritchard, Hg. (2009): Epistemic Value. Oxford: Oxford University Press
Humberstone, I. L. (1992): "Dircetion of Fit". Mind 101:401, S. 59-83. HessOnline verfügbar
Kvanvig, Jonathan (2005): „Is Truth the Primary Epistemic Goal?“. In: Steup 2005. S. 285-296.
Lucey, Kenneth G. (1979): "On Epistemic Preferability". Philosophy and Phenomenological Research 39:4, S. 575-581.
Lycan, William G. (1985): "Epistemic Value". Synthese 64:2, S. 137-164.
Maitzen, Stephen (1995): "Our Errant Epistemic Aim". Philosophy and Phenomenological Research 55:4, S. 869-876. HessOnline verfügbar
Nelson, Mark T. (2010): "We Have No Positive Epistemic Duties". Mind 119:473, S. 83-201.
Owens, David John (2003): "Does Belief Have an Aim?". Philosophical Studies 115, S. 283-305.
HessOnline verfügbar
Pollock, John L. (2003): "Epistemic Norms". In: Ernest Sosa, Jaegwon Kim, Hg.: Epistemology. An Anthology. Malden: Blackwell. S. 129-225. Nachdruck von John Pollock (1986): Contemporary Theories of Knowledge. Lanham: Rowman and Littlefield. Ch. 5
Pritchard, Duncan (2005): Epistemic Luck. Oxford: Clarendon. Hess Rezension
Pritchard, Duncan (2007): "Recent Work on Epistemic Value". American Philosophical Quarterly 44:2, S. 85-110. HessOnline verfügbar
Riggs, Wayne D. (2003): "Balancing Our Epistemic Goals". Noûs 37:2, S. 342-352.
Rorty, Richard (1995): "Is Truth A Goal of Enquiry? Davidson Vs. Wright". The Philosophical Quarterly 45:180, S. 281-300.
Shah, Nishi (2003): "How Truth Governs Belief". Philosophical Review 112:4, S. 447-482.
HessOnline verfügbar
Sosa, Ernest (2002): "The Place of Truth in Epistemology". In: Michael DePaul, Linda Zagzebski, Hg.: Intellectual Virtue: Perspectives from Ethics and Epistemology. Oxford: Clarendon, S. 155-179.
HessOnline verfügbar
Steup, Matthias, Hg. (2001): Knowledge, Truth, and Duty: Essays on Epistemic Justification, Virtue, and Responsibility. Oxford: Oxford UP.
Steup, Matthias, Ernest Sosa, Hg. (2005): Contemporary Debates in Epistemology. Oxford: Blackwell. Hess Rezension
Wedgwood, Ralph (2002): "The Aim of Belief". Philosophical Perspectives 16, S. 267-297.
HessOnline verfügbar 1HessOnline verfügbar 2
Whitcomb, Dennis (2007): "An Epistemic Value Theory". Diss. Rutgers University, Stirling.
HessOnline verfügbar
Zagzebski, Linda (2004a): „Epistemic Value Monism“. In: John Greco: Sosa and His Critics. Oxford: Blackwell. S. 190-198. HessOnline verfügbar
Linda Zagzebski (2004b): „Epistemic Value and the Primacy of What We Care About“. Philosophical Papers 33:3. S. 353 – 377
Bei Amazon nachschauen   Bei Amazon nachschauen
Hess EpistemologyMarkus Patrick Hess: Is Truth the Primary Epistemic Goal? Frankfurt: Ontos, 2010. Gebunden, 165 Seiten Haddock
Adrian Haddock, Alan Millar, Duncan Pritchard, Hg.: Epistemic Value. Oxford: Oxford UP, 2009. Gebunden, 368 Seiten Hess
Pritchard HessDuncan Pritchard, Alan Millar, Adrian Haddock: The Nature and Value of Knowledge: Three Investigations. Oxford: Oxford UP, 2010. Gebunden, 304 Seiten Zagzebski
Linda Zagzebski: On Epistemology. Belmont, CA: Wadsworth, 2008. Taschenbuch, 161 Seiten Hess
Hess Rezension
Hess Anfang

Hess
Email  zurück zur Homepage eine Stufe zurück
© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 14.9.2014