Email  zurück zur Homepage eine Stufe zurück
Wissen
Helmut A. Müller, Hg., in Verbindung mit Hans Jörg Fahr:
Wie gewiss ist unser Wissen? Alles nur eine Mode der Zeit?

Berlin: Frank & Timme, 2012. Broschiert, 329 Seiten – Wissen LinksWissen Literatur
Der Sammelband Wie gewiss ist unser Wissen? Alles nur eine Mode der Zeit? entstand nach einer Vortragsreihe im Evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart.
Das Ziel war es anhand konkreter Beispiele zu zeigen, dass sich Wissenschaft manchmal revolutionär, d.h. mit rigorosem „Bruch mit den Perspektiven, die zum Vorwissen geführt haben” vollzieht (S. 8). Das klingt nach einer Abschwächung der These Thomas S. Kuhns in The Structure of Scientific Revolutions (1962; deutsch: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen; siehe Wissen Links) und ist auch so gemeint. Statt von Perspektiven spricht Kuhn von Paradigmen.
Die einzelnen Vorträge tragen unterschiedlich zur Beantwortung der Titelfragen bei. Meist wird indirekt eine Antwort gegeben. Aus zahlreichen Fachdisziplinen werden Grenzgebiete des jeweiligen gegenwärtigen Kenntnissstands diskutiert. Im Mittelpunkt der Diskussion steht dann wie sich das Wissen des Fachs erweiterte und wandelte und wo derzeit Vermutungen oder Lücken auftreten. Ob der pessimistischen Metainduktion der Wissenschaftstheorie (Wissen Links) zu folgen ist (wie es die Titelfragen andeuten) bleibt offen.
Argument der pessimistischen Meta-Induktion
Das Argument der pessimistischen Meta-Induktion geht von der folgenden Prämisse aus:
(1) Die meisten Theorien, die in der Vergangenheit für wahr gehalten wurden, gelten heute als falsch – sie wurden widerlegt.
Sie folgert:
(2) Daher sind vermutlich auch die Theorien, die wir heute für wahr halten, falsch.

Siehe dazu den entsprechenden Abschnitt in Strukturenrealismus und Claus Beisbart: "Die Debatte um den wissenschaftlichen Realismus" unter Wissen Links.
Inhaltsverzeichnis
  • Reinhard Brandt: Die Zeitenwende der Neuzeit 
  • Kurt Wuchterl: Kontingenz als religionsphilosophischer Schlüsselbegriff zur Klärung von Grenzen zwischen Naturwissenschaft und Religion
  • Armin G. Wildfeuer: Ab wann ist der Mensch ein Mensch? Das Problem der Schutzwürdigkeit menschlichen Lebens von Anfang an
  • Ulrich Lüke: Der Mensch – planlos zufällig oder zufallsreich geplant? Anthropologie jenseits von Evolutionismus und Kreationismus
  • Christoph Klein: Seltene Erkrankungen. Neue Hoffnung für Patienten und eine Chance für die Medizin
  • Jean-Christophe Ammann: Vereinheitlichungsbestrebungen und deren Scheitern
  • Bernulf Kanitscheider: Über die Grenzen des Naturerkennens
  • Christian Hesse: Gewissheit und Schönheit am Beispiel der Mathematik 
  • Hans Peter Nilles: Was ist Gravitation? Über die Einheit fundamentaler Wechselwirkungen
  • Hans Jörg Fahr: Was ist Trägheit? Anfänge und Reife des Inertialprinzipes der Mechanik
  • Wilhelm Kley: Was bewegt der Mond?
  • Auguste Meessen: Ufos und andere erstaunliche Phänomene
  • Hans Jörg Fahr: Die Welt der Realitäten – nur ein Spiel der Zahlen? Warum sich mit der Mathematik unsere Welterkenntnis verändert
  • Walter Greiner: War es ein Gott, der diese Zeichen schrieb? Über Symmetrien in den Naturgesetzen, insbesondere in der Quantentheorie
  • Die Autoren und der Herausgeber
Auf einzelne Vorträge gehe ich ein, was nicht heißt, dass die anderen weniger ansprechend oder bedeutend sind. So hat mir Christian Hesse: „Gewissheit und Schönheit am Beispiel der Mathematik” ausgesprochen gut gefallen und mein Wissen erweitert.
Reinhard Brandt: Die Zeitenwende der Neuzeit
Reinhard Brandt spürt zwar an verschiedenen Denkfiguren der Zeitenwende zur Neuzeit nach, bleibt aber zu sehr in der Antike. Zum Gesamtthema trägt er wenig bei.
Kurt Wuchterl: Kontingenz als religionsphilosophischer Schlüsselbegriff zur Klärung von Grenzen zwischen Naturwissenschaft und Religion
Kurt Wuchterl schreibt recht akademisch und ist daher für mich schwierig zu verstehen.
Armin G. Wildfeuer: Ab wann ist der Mensch ein Mensch? Das Problem der Schutzwürdigkeit menschlichen Lebens von Anfang an
Armin G. Wildfeuer diskutiert die stets aktuelle Frage: „Ab wann ist der Mensch ein Mensch?”
Sein Beitrag ist in vielerlei Hinsicht problematisch. Es fragt sich zunächst, ob eine solche Frage überhaupt eine Wissensantwort erlaubt. Wann der Mensch (als biologische Art) ein Mensch (im Sinne einer Ethik des Menschen) ist, kann wohl nur ausdiskiert und nach begründeter Übereinkunft festgelegt werden. Wie Wildfeuers Beitrag zeigt, gibt es dazu keine objektiven Kritierien.
Der Autor nimmt trotzdem eine Position ein: er erkennt ein „zäsurloses Geschehen ab der Verschmelzung von Ei– und Samenzelle” (S. 87). Im Zweifelsfall (gegeben durch die unterschiedlichen Antworten auf die Frage seines Beitrags) ist der Mensch ab der Verschmelzung als Person mit Lebensrecht zu respektieren (S. 87).
Ohne dass ich mich auf eine Antwort festlege, meine ich, dass Wildfeuers Zurückweisung der Geburt als Antwort auf seine Titelfrage nicht überzeugt. Für die Geburt sprechen Punkte, die Wildfeuer nicht heranzieht.
  • So geben christliche Religionen – soweit mir bekannt ist – das extrem wichtige Sakrament der Taufe nicht bei oder kurz nach der Verschmelzung von Ei– und Samenzelle, sondern nach der Geburt. Hätte die Person nicht ab der  Verschmelzung ein Recht auf den „erlösenden Lebenszusammenhang”, den die Taufe bewirkt? Die Katholische Kirche erhebt die Taufe zum Sakrament des Lebens und sieht in der Geburt den „Beginn dieses Lebens” („Die Taufe - Das Sakrament des Lebens”, siehe Links). In der katholischen Praxis läuft es anders als es Wildfeuer darstellt: erst durch die Taufe wird die Erbsünde vergeben. Warum läßt man den Embryo monatelang in der Sünde schmoren? („Taufe”, siehe Links)
  • Ein zweiter Einwand, der contra Verschmelzung und pro Geburt spricht ist, dass dem menschlichen Embryo und Foetus lange Zeit die christliche Beerdigung verweigert wurde. Anscheinend bemühen sich Christen derzeit zumindest eine Sammeltrauerfeier für Embryonen und Föten durchzuführen.
Wildfeuer hat recht, eine rechtlicher Anspruch (wie er mit der Geburt entsteht) kann aus sich heraus keinen moralischen begründen (S. 77). Doch der rechtliche Anspruch wird ja nicht aus der Luft gegriffen und einfach festgesetzt, sondern beruht auf einer bestimmten wohlbegründeten Zäsur – eben der Geburt.
Man könnte andrerseits auch fragen (wie es Wildfeuer kurz andeutet, S. 56), ob nicht ein Zeitpunkt vor der Verschmelzung angebracht wäre.
Die Frage „Schutzwürdigkeit menschlichen Lebens von Anfang an ?” (S. 86) kann wohl jeder mit „ja” beantworten, doch der Anfang kann an vielen Stellen der Zeitachse gesehen werden. Zweifelsohne ist zudem auch das Leben der geborenen Mutter schutzwürdig, was von dogmatischen Christen oft vernachlässigt wird.
Eine noch grundlegendere Frage bespricht Wildfeuer nicht: ist die Beschränkung auf den Menschen nicht ein fragwürdiger Anthropozentrismus oder Speziesismus?
Ulrich Lüke: Der Mensch – planlos zufällig oder zufallsreich geplant? Anthropologie jenseits von Evolutionismus und Kreationismus
Der Betrag von Ulrich Lüke stößt in die berühmte Ideenfigur des Ex-US-Präsidenten George W. Bush, der überlegte: Evolution ist nur eine Theorie, Intelligent Design ist eine ebensolche: Why don't we teach both sides? Darauf antwortete der US-Comedian Bill Maher: „You don't have to teach both sides of a debate if one side is a load of crap”.
Lüke stellt die biblisch begründete Schöpfungstheologie neben die biologisch begründete Evolutionstheorie (S. 94). (Bereits im Vortragstitel suggeriert er ja, dass Evolution und Kreationismus vergleichbare Alternativen sind.) Dabei betreibt er  Verwirrung.
  1. Lüke müßte statt dem verschleiernden Begriff „Schöpfungstheologie” die Schöpfungserzählung  (eine der vielen; warum diese? „Schöpfungsmythos” wäre noch angemessener) neben die wissenschaftlich begründete Evolutionstheorie stellen.
  2. Die Evolution verkürzt Lüke als „biologisch begründet”. Für sie sprechen nicht nur biologische Gründe sondern auch geologische, paläontologische usw.
Lüke wirft Biologen in der Auseinandersetzung mit dem berühmten Artikel des österreichischen Kardinals Christoph Schönborn in der New York Times mangelnde theologische und kirchenpolitische Sachkenntnis vor (S. 96). Dabei verkennt er, dass in der Wissenschaft theologische und kirchenpolitische Sachkenntnis unnötig ist (falls es nicht um spezielle Probleme z.B. der Kirchengeschichte geht).
Lüke wirft – wie viele Theologen – den Naturwissenschaftlern Anmassung vor. Die Evolution mit ihren Kernaussagen der Veränderung, Vererbung und Selektion kann auf einen Designer als Erklärungsbestandteil verzichten. Der zwingende Schluß auf das Nichtvorhandenseins eines Designers, den Lüke bemängelt (S. 100), ist streng genommen tatsächlich nicht gerechtfertigt. Da hat Lüke völlig recht. Doch scheint mir derjenige, der trotzdem einen oder mehrere Designer postuliert, vermessener.
Lüke bringt das folgende Bild: „Ein Täter, der nicht, vielleicht sogar nie, auf frischer Tat ertappt wird, kann sehr wohl existent sein” (S. 100). Wieder hat Lüke recht. Doch um im Bild zu bleiben: A und B kommen jeweils abends nach Hause und treffen keinen Einbrecher an, alles ist so wie am Morgen. A befindet: „Das Trägheitsgesetz erklärt, warum alles am Platz blieb. Es war kein Einbrecher da”, doch B meint: „Da war ein Einbrecher da, er hat nur keine Spuren hinterlassen oder seine Spuren wieder beseitigt”. Wer ist vermessener? Der Schluss wird von Wissenschaftlern meist nicht zwingend vollzogen (da schafft sich Lüke einen Buhmann), sondern in Abwägung der Alternativen. Im Gegenteil sind es die Gottesbefürworter, die felsenfest (= zwingend) von der Existenz ihrer Götter überzeugt sind.
Eine weitere Anmaßung stellt Lüke fest. wenn Wissenschaftler aufgrund der vorliegenden Befunde feststellen, der evolutionäre Prozess verlaufe durch zufällige Veränderungen ziellos. Damit maßen sie sich einen Gesamtüberblick an. Es ist wieder ähnlich: soll man bescheiden urteilen, dass ein Ziel nicht ersichtlich ist, oder soll man darauf beharren, es gibt ein Ziel, wir erkennen es aufgrund unserer „prognostischen und rekonstruktiven Unfähigkeit” (S. 105) nur nicht?
A verfolgt die gezogenen Lottozahlen seit Beginn der Lotterie und befindet: Es ist kein Muster erkennbar. B hat dieselben Daten, bemängelt A: „Du maßt dir einen »quasi-göttlichen Überblick über den Gesamtprozess« (S. 105) an. Es könnte durchaus sein, dass sich ab nächster Ziehung die Zahlen exakt wie von Anbeginn wiederholen.”

Vereinbarkeit von Zufall und Gott
Lüke plädiert für eine Vereinbarkeit von Zufall mit Gott. Die kann man nicht widerlegen. Auch im Beispiel der Wohnungsbesitzer oben sind die Befunde vereinbar mit Bs These: „Ein Einbrecher war da”. Man bilde sich selbst ein Urteil.
Durchgehend plädiert Lüke damit, dass man den Designer nicht zwingend ausschließen kann. Flankierend betont er, dass Naturwissenschaftler nur Vermutungen äußern können (S. 111-112). Das stellt diese Äußerungen auf eine Stufe mit den Vermutungen der Schöpfungserzählung, der Kreationisten, der ID-ler und der UFO-logen (siehe dazu den folgenden Artikel von Auguste Meessen). Man kann dann so ziemlich beliebig alles vermuten und mit demselben Recht vertreten wie Evolutionsbiologen.
Doch Lüke will die Designermöglichkeit erhärten und fährt dazu das Anthropische Prinzip auf (S. 116). Kann man damit den gerade geäußerten Beliebigkeitseinwand entkräften? Ich glaube nicht, denn wenn daraus der Designer gefolgert wird, dann nach derselben Denkfigur umso stärker der Superdesigner (Übergott) aus der Existenz des Designers. Lüke verstärkt seine These noch missionarisch. Selbst einen personalen Designer kann man nicht ausschließen (S. 119).
Hans Peter Nilles: Was ist Gravitation? Über die Einheit fundamentaler Wechselwirkungen
Hans Peter Nilles wendet in „Was ist Gravitation?” ein bekanntes Verfahren an. Wenn etwas in Frage /Zweifel gezogen wird, kann man dies auf Frage /Zweifel selbst anwenden. Die Folgerung der pessimistischen Meta-Induktion: „die Paradigmen von morgen werden das Erscheinungsbild unseres Wissens gründlich ändern” (S. 191) legt die Titelfrage des Sammelbands nahe: Alles nur eine Mode der Zeit? Nilles dreht den Spieß um und fragt: Ist die Folgerung der  pessimistischen Meta-Induktion dann auch nur eine Mode der Zeit? Er schließt seinen Beitrag optimistisch mit der Hoffnung, dass „auch die Rätsel über Dunkle Materie und Dunkle Energie gelöst werden können” (S. 207).
Da scheint mir ein Kern des Problems zu liegen. Man kann alles anzweifeln und ins Beliebige stellen („anything goes”, Paul Feyerabend), doch damit verläßt man den festen Boden, den man (derzeit) hat und gewinnt nichts. Man verliert alles, wenn man die derzeit besten Theorien der Wissenschaft über Bord wirft.
Wilhelm Kley: Was bewegt der Mond?
Typisch für den Charakter des Sammelbands ist der Vortrag von Wilhelm Kley: „Was bewegt der Mond?” Der Autor erklärt, was wir dazu wissen und was fraglich ist. Die Antwort auf die übergreifende Frage: „Wie gewiss ist unser Wissen?” ergibt sich damit nur ansatzweise und beispielhaft. Es wären die Bedingungen zur Möglichkeit von Wissen zu untersuchen. Das unternahm beispielsweise Wolfgang Stegmüller in Metaphysik, Skepsis, Wissenschaft (Wissen Links).
Auguste Meessen: Ufos und andere erstaunliche Phänomene
Stark spekulativ ist Auguste Meessen im Abschnitt „das Phänomen der Flugobjekte unbekannter Herkunft” (S. 262ff) innerhalb seines Vortrags „Ufos und andere erstaunliche Phänomene”. Er argumentiert ähnlich wie Ulrich Lüke: da vieles nicht auszuschließen ist – es ist kompatibel mit unserem derzeitigen Wissen – gerät  Meessen in Spekulationen über Zivilisationen, die gegenüber uns einen gewaltigen Entwicklungsvorsprung aufweisen.
Dazu gilt – nicht ganz ernst gemeint – der Befund des US-Autors Bill Watterson: „I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere in the universe is that none of it has tried to contact us”.
Hans Jörg Fahr: Die Welt der Realitäten – nur ein Spiel der Zahlen? Warum sich mit der Mathematik unsere Welterkenntnis verändert
Dagegen setzt der Vortrag von Mitherausgeber Hans Jörg Fahr einen Kontrapunkt. Er setzt gegen Vermutungen und Spekulationen die ewigen Wahrheiten der Mathematik und gibt eine Teilantwort auf die Frage des Buchtitels: Alles mathematische Wissen ist im Rahmen des derzeitigen Wissens gewiss (S. 308).
Walter Greiner: War es ein Gott, der diese Zeichen schrieb? Über Symmetrien in den Naturgesetzen, insbesondere in der Quantentheorie
Doch im letzten Vortrag erkennt Walter Greiner hinter den Naturgesetzen wieder einen Gott. Allerdings setzt er Natur und Gott gleich (S. 317, 324). Er spekuliert über den Big Crunch als Gegenbewegung zum Big Bang, auf den aber wieder ein Big Bang folgen könnte (S. 323). Dann wird Greiner noch kühner: die Galaxien könnten – im Einklang mit der „Natur = Gott”–These – die Synapsen eines kosmischen Hirns sein. Allerdings verfällt Greiner für mich irritierend dann in alte Denkmuster: hinter allem könnte ein Schöpfer stehen (S. 323-324). Es wird nicht klar, ob er damit einen Schöpfergott meint, der den „Natur = Gott” erschaffen hat, also sozusagen ein Übergott oder ob er damit meint,  „Natur = Gott” hat sich selbst erschaffen. Für die erste Möglichkeit spricht, dass Greiner einen persönlichen Gott für wahrscheinlich hält (S. 325). Er verschmiert seine Position aber gleich wieder wenn er betont, dass die Gesetze und Symmetrien des Universums Gott geschaffen haben und wenn er gleicheitig sagt er „Sie sind Gott!” (S. 325).
Der im Vorwort erhobene Anspruch (manchmal gibt es revolutionäre Wissensumbrüche) wird an vielen Beispielen belegt. Diese These ist aber seit Thomas Kuhn in dieser abgeschwächten Form kaum strittig. Die zweite Frage im Buchtitel „Alles nur eine Mode der Zeit?” wird explizit nicht, wohl häufig implizit beantwortet: Wissenschaft ist keine Mode, sondern fusst auf strengen Prinzipien. Die Antwort auf die erste Frage im Buchtitel „Wie gewiss ist unser Wissen?” blitzt dagegen nur gelegentlich auf. Der Vortrag von Bernulf Kanitscheider: „Über die Grenzen des Naturerkennens” erscheint mir die wichtigste Ausnahme. Er geht am besten auf die Titelfragen ein. Meist werden „nur” die derzeitigen Grenzen und offenen Fragen in der jeweilig behandelten Wissenschaftsdisziplin aufgezeigt. Wer den Sammelband unter diesem Aspekt liest wird sehr viel Neues erfahren und viele spannende Grenzgebiete zwischen Wissen und Spekulation kennenlernen. Ich habe den Sammelband mit grossem Zugewinn gelesen.
Links
WissenVerlagsinfo
Wissenanything goes
WissenClaus Beisbart: Die Debatte um den wissenschaftlichen Realismus, 2008 (pdf)
WissenBig Crunch 
Wissen Christian Hesse: Expeditionen in die Schachwelt. Helden – Taten – Denkanstöße
Wissen Bernulf Kanitscheider: Die Materie und ihre Schatten. Naturalistische Wissenschaftsphilosophie
Wissen Rezensionen zur Erkenntnistheorie
Wissen Herbert Schnädelbach: Was Philosophen wissen: und was man von ihnen lernen kann
Wissen Wolfgang Stegmüller: Metaphysik, Skepsis, Wissenschaft
WissenThe Structure of Scientific Revolutions
WissenStrukturenrealismus
WissenTaufeWissenDie Taufe - Das Sakrament des Lebens
Literatur
Bei Amazon nachschauen  
Müller WissenHelmut A. Müller, Hg., in Verbindung mit Hans Jörg Fahr: Wie gewiss ist unser Wissen? Alles nur eine Mode der Zeit? Berlin: Frank & Timme, 2012. Broschiert, 329 Seiten
Wissen Anfang

Wissen
Email  zurück zur Homepage eine Stufe zurück
© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 2.3.2015