| Bernhard Lauth: Descartes im
Rückspiegel. Der Leib-Seele-Dualismus und das naturwissenschaftliche
Weltbild Paderborn: Mentis, 2006. Broschiert, 241 Seiten |
| In Descartes im Rückspiegel
werden Schriften Descartes neu und gründlich gelesen. Oft meint man
Descartes' Erkenntnisse zu kennen und verwirft sie. Lauth nimmt dafür
besonders Antonio Damasio (aber auch
andere) ins Visier: In Descartes' Irrtum. Fühlen, Denken und das
menschliche Gehirn [Descartes' Error. Emotion, Reason and
the Human Brain, |
Diese kurze Projektbeschreibung
für Descartes im Rückspiegel unterschlägt den Reichtum an
Ideen, die der Autor entwickelt. Wenn man das Buch fortlaufend liest
dies ist zu empfehlen, da es eine durchgängige Argumentation hat; der
Autor gibt an wenigen Stellen Hinweis für eventuelle
Überspringkapitel beim ersten Lesen wird man erkennen
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| Eindrucksvoll analysiert und zerpflückt der Autor das Separierbarkeitsargument (S. 158-170; in Anlehnung an Steven Wagner, der es "separability argument" nannte; Wagner 1983, S. 500; von anderen Autoren auch: "real distinction argument" genannt). |
| Bezüglich der beiden Lesarten und
Descartes' Stellung dazu ist sich der Autor nicht ganz einig. "Es besteht kaum ein Zweifel, daß Descartes selbst die exlusive Lesart des psychophysischen Dualismus vertreten hat" (S. 123). "Es scheint ziemlich klar, daß Descartes selbst beide Lesarten des Dualismus vertreten und in der Tat auch niemals deutlich voneinander unterschieden hat" (S. 130). Nun schließt das Erste das Zweite nicht aus; so ist es aber nicht gemeint. Klarer wird es eine Seite weiter, wo Lauth darauf verweist, "wie sehr sich Descartes in der Auseinandersetzung mit seinen Lesern und Kritikern der inklusiven Lesart angenähert hat" (S. 131). Dies zeigt er mit Textbeispielen im Kapitel 7.5 und formuliert es am Ende nochmals (S. 167). |
| Wirklich nur
Kleinigkeiten Hilary Putnam wird mit dem Brain-in-a-Vat-Argument eingeführt (S. 143), diese Seitenangabe fehlt aber im Index. Das H. Blumenberg 2002 (S. 206, Fn. 1) fehlt im Literaturverzeichnis; es könnte die Ausgabe von Galileo Galilei: Sidereus Nuncius durch Hans Blumenberg sein, siehe Cohen 1999 wird zitiert (S. 149, Fn. 29) fehlt aber im Literaturverzeichnis; ich habe den Aufsatz hier unter |
Bernhard Lauth
besitzt die seltene Fähigkeit schwierige Sachverhalte verständlich
darzulegen. Es gelingt ihm hier durch zielsicheren Griff auf die Kernaussagen
und durch den Einsatz formaler und wenn nötig mathematischer Methoden.
Descartes im Rückspiegel kann bestens
empfohlen werden für
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| Links |
| Literatur |
| Cohen, Stewart (1999): "Contextualism, Skepticism,
and the Structure of Reasons". Philosophical Perspectives Vol.13.
Epistemology. S. 57-89. Morrison, Margaret: "Review: Descartes' Philosophy of Science. Desmond Clarke". Philosophy of Science 54.1. (1987), S. 140-141. Wagner, Steven J. (1983): "Descartes's Arguments for Mind-Body Distinctness". Philosophy and Phenomenological Research 43.4. S. 499-517. |
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| Bernhard Lauth, Jamel Sareiter,
Hg.: Wissenschaftliche Erkenntnis. Eine ideengeschichtliche Einführung
in die Wissenschaftstheorie. Paderborn: Mentis, 2005. 2. überarb. u.
erg. Aufl., 298 S.
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| Desmond M. Clarke: Descartes's
Theory of Mind. Oxford: Oxford UP Paperback, 280 Seiten |
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| Antonio R. Damasio. Descartes'
Irrtum. Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn. München: DTV,
2001. Broschiert, 383 Seiten |
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| Wer's leichter oder krimineller haben will | ||
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