| Theophil Veritas: Katholik Hitler:
Über eine der Wurzeln von Adolf Hitlers Wahnsystem Hamburg: Tredition, 2008. Broschiert, 172 Seiten |
| Viele wissen, dass
Adolf Hitler (20. April 1889 Braunau am
Inn, Österreich 30.April 1945 Berlin), einer der größten
politischen Verbrecher aller Zeiten, bis zum letzten Atemzug Katholik war. Dass
der NS-Ideologie eine Theologie zugrundelag, wies bereits der Theologe Rainer Bucher nach ( |
In all seinen Reden, Schriften und
Wahlsprüchen berief sich Hitler auf Gott (1932: "Wählt den
gläubigen Katholiken Adolf Hitler!"). Hitler und die Nazis
übernahmen:
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| Der Autor behauptet nicht, dass sich der Nationalsozialismus und seine Gräuel allein aus dem Phänomen Katholizismus herleitet (das wäre offensichtlich Krampf), doch eine wichtige Wurzel bezieht er daher. |
| Die katholische Kirche hielt und
hält es allzeit mit den Mächtigen. Das Konkordat verhalt 1933 Hitler
zu einiger Reputation und es erstickte für lange Zeit jeglichen Widerstand
innerhalb der katholischen Kirche. Was sollte ein niederer Kleriker sich mit
den Nazis anlegen, wenn selbst der Papst mit Hitler paktierte? Der Widerstand
der Kirche verdient den Namen nicht (S. 52). Dabei kennt der Autor sehr wohl
die wenigen Aufrechten, beispielsweise Franz
Jägerstätter (S. 91; siehe Veritas bestätigt in seiner Analyse (z.B. S. 133), was ich schon bei Michael Faulhaber ( |
| Das Zitat von
Karl Rahner aus einem Spiegel-Interview
1972 (Veritas S. 31-32) im Kontext: RAHNER: Ins unreine geredet, und mit dem Vorbehalt, daß ich mir das noch mal überlegen muß, würde ich in der Tat sagen: Ja, wer dieses System und dieses Lehramt sieht, ohne an den Beistand des Heiligen Geistes zu glauben, der kann grundsätzlich zu der Auffassung kommen, daß es sich hier um ein totalitäres System handelt. Das würde ich durchaus zugeben. "Theologieprofessor Karl Rahner SJ über den Dogmenstreit um die päpstliche Unfehlbarkeit". Der Spiegel 09/1972 vom 21.02.1972, Seite 112 "Jesus hatte davon nichts verstanden" |
| Leider strotzt das Buch von
Druckfehlern. Schade. Die in Fussnote 5, S. 10 genannte Quelle fehlt im Literaturverzeichnis. |
| Die Vorwürfe an des Christentum und seine fragwürdige praktische Moral durch die Jahrhunderte werden oft gekontert mit Hinweis auf die ungläubigen Diktatoren des 20. Jahrhunderts. Gerade mit Hitler und der NS-Bewegungen stimmt das nicht. Im Gegenteil: auch hier spielt die christliche Kirche eine zweifelhafte Rolle. Theophil Veritas zeigt das vielfältig auf. Lohnend Lektüre für alle, besonders aber für Katholiken. |
| Vergleichsliteratur |
| Bärsch, Claus-Ekkehard (2002):
Die politische Religion des Nationalsozialismus: Die religiöse
Dimension der NS-Ideologie in den Schriften von Dietrich Eckart, Joseph
Goebbels, Alfred Rosenberg und Adolf Hitler. München. Denzler, Georg, Volker Fabricius, Hg. (1988): Die Kirchen im Dritten Reich.Band I. Darstellung. Christen und Nazis Hand in Hand. Frankfurt am Main. Denzler, Georg, Volker Fabricius, Hg. (1988): Die Kirchen im Dritten Reich.Band II. Dokumente. Christen und Nazis Hand in Hand. Frankfurt am Main. Heer, Friedrich (1982): Der Glaube des Adolf Hitler. Anatomie einer politischen Religiosität. Esslingen Large, David Clay (1998): Hitlers München. Aufstieg und Fall der Hauptstadt der Bewegung. München: C.H.Beck. Missalla, Heinrich (1999): Für Gott, Führer und Vaterland. Die Verstrickung der katholischen Seelsorge in Hitlers Krieg. München Missalla: Heinrich (1997): Wie der Krieg zur Schule Gottes wurde: Hitlers Feldbischof Rarkowski. Eine notwendige Erinnerung. Oberursel Missalla: Heinrich (1982): Für Volk und Vaterland. Die Kirchliche Kriegshilfe im Zweiten Weltkrieg. Bodenheim. Planer-Friedrich, Götz, Heinrich Missalla, Hans Prolingheuer, Thomas Breuer: Dem Führer gehorsam: Christen an die Front: Die Verstrickung der beiden Kirchen in den NS-Staat und den Zweiten Weltkrieg. Studie und Dokumentation. Oberursel |
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