Email  zurück zur Homepage eine Stufe zurück
Exklusivismus
Gunter Graf: Wahrheitsansprüche von Religionen und religiöser Exklusivismus
Münster: Lit, 2011. Broschiert, 132 Seiten – Graf LinksGraf Literatur
Die meisten Religionen stellen Behauptungen mit Wahrheitsanspruch auf. Gunter Graf untersucht, wie es sich damit in religöser Sprache verhält. Eine Folge des Wahrheitsanspruchs ist oft ein religiöser Exklusivismus. Garf untersucht, wie ein solcher Exklusivismus begründet werden kann und ob er aufrecht erhalten werden kann, da ja viele, untereinander unvereinbare Religionen diesen Anspruch vertreten.
Dazu gliedert der Autor den Stoff wie folgt:
1 Einleitung
2 Zum Ausdruck 'Religion'
3 Logik der Religion
4 Wahrheitstheoretischer Hintergrund
5 Religiöse Vielfalt
6 Religionen und Fakten: Zur Basis der Religionen
7 Eine Verteidigung des religiösen Exklusivismus von Alvin Plantinga
8 Abschließendes
   8.1 Eine neue Logik der Religion?
   8.2 Eine Chance für den interreligiösen Dialog
9 Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Anmerkung: in der Einleitung gibt der Autor eine Vorschau. Dabei nummeriert er die Kapitel ohne Einleitung. Wenn er dort vom fünften Kapitel schreibt, meint er "6 Religionen und Fakten".
Wem die ausführliche Besprechung zu lang ist oder wer erst später darauf zurückkommen will, der lese sofort das Fazit unter Graf 9 Zusammenfassung.
1 Einleitung
In der Einleitung erläutert Graf die Struktur seines Werks und geht insbesondere auf den religiösen Exklusivismus ein.
Religiöser Exklusivismus
  • Unter religiösen Exklusivismus versteht der Autor eine Position, die davon ausgeht, „dass ihre Lehre im Großen und Ganzen wahr ist und alle anderen Religionen im Konfliktfall falsch liegen“ (S. 3).
Dem stehen folgende Positionen entgegen (auf die Graf nur kursorisch eingeht):
  • Inklusivismus: in mindestens einer anderen Religionen wird ebenfalls Erkenntnis über die transzendente Wirklichkeit vermittelt, aber nicht in dem Umfang, wie in der eigenen.
  • Pluralismus: in mindestens einer anderen Religionen wird Erkenntnis über die transzendente Wirklichkeit im gleichen Umfang vermittelt wie in der eigenen.
Den  Exklusivismus kann man weiter unterteilen in
  • radikal: keine Heilsmöglichkeit ohne Zugehörigkeit zur eigenen Religion;
  • gemäßigt: Heilsmöglichkeit auch ohne Zugehörigkeit zur eigenen (oder einer anderen) Religion.
Graf nennt diese Unterarten des  Exklusivismus später den „soteriologischen“ Exklusivismus (radikal) und den „doktrinellen“  Exklusivismus (gemäßigt) (S. 55).
Die meisten Religionen vertreten einen Exklusivismus (S. 3).
2 Zum Ausdruck 'Religion'
Im 2. Kapitel nähert sich Graf dem Begriff 'Religion'. Es ist nicht verwunderlich, dass er keine neue griffige Definition geben kann. Graf beruft sich auf Ludwig Wittgensteins Familienähnlichkeit und geht davon aus, dass wir schon einen vorverständlichen, intuitiven Begriff von „Religion“ haben. Graf gesteht auch zu, dass die Ränder der  Familienähnlichkeit unscharf sind: Religion läßt sich nicht klar von Nicht-Religion trennen (S. 11). Der Marxismus ist so ein Grenzfall (S. 12). In der vorliegenden Arbeit konzentriert sich der Autor auf die fünf Weltreligionen. Auf vier Strömungen davon geht er im 5. Kapitel inhaltlich näher ein.
3 Logik der Religion
Die Logik der religiösen Sprache untersucht Graf im dritten Kapitel. Dabei lehnt er sich an die Untersuchungen des polnischen Logikers Joseph Maria Bocheński an. Mit ihm stellt er fest:
  1. Gläubige aller Weltreligionen verwenden religiöse Sprache mit einer deskriptiv-kognitiven Funktion. Sätze mit  deskriptiv-kognitiver Funktion beschreiben einen Sachverhalt und behaupten, dass er besteht. (S. 17). Es ist sinnvoll, ihn als „wahr“ oder „falsch“ einzuordnen.
  2. Sie beanspruchen, dass sie mit religiöser Sprachen etwas Wahres über die Wirklichkeit aussagen (S. 20).
Bocheński gibt als Beispiele die Sätze: „Es gibt einen Gott“, „Mohammed ist Allahs Prophet“, „Es gibt Seelenwanderung“ (S. 25). Manche religiöse Schriften gehen weiter. Der katholische Katechismus sagt, dass alles, was Gott geoffenbart hat und die Katholische Kirche zu glauben vorlegt, wahr ist. Im Islam gilt alles als wahr, was durch Mohammed geoffenbart wurde (S. 25).
4 Wahrheitstheoretischer Hintergrund
Es stellt sich die Frage, welche Wahrheitskonzeption anzuwenden ist. Hier legt sich Graf auf die Korrespondenztheorie der Wahrheit fest (siehe "Was ist Wahrheit?" Graf Links).
Das führt zu einen Problem, wenn Religionen miteinander unvereinbare Aussagen aufstellen und jede dafür einen Wahrheitsanspruch erhebt.
„Wenn ein Glaubenssatz A zu einer Religion R1 und ein Glaubenssatz B zu einer Religion R2 gehört und für beide Sätze ernsthaft ein Wahrheitsanspruch erhoben wird, und wenn A mit B logisch unvereinbar ist (d. h. dass nicht beide Sätze zugleich wahr sein können, sondern dass aus dem einen der beiden Sätze logisch die Negation des anderen folgt), dann können nicht beide Religionsgemeinschaften recht haben, sondern R1 oder R2 muss im Irrtum sein; da die Mitglieder von R1 von A und die Mitglieder von R2 von B überzeugt sind, sind sie zugleich der Überzeugung, dass sich die jeweils andere Religionsgemeinschaft im Irrtum befindet und ihre Lehre revidieren müsste.“
Morscher 2002, S. 84f
Das zwingt Religionen nahezu in eine exklusivistische Position.
Die Alternative wäre ein Pluralismus oder – wie Joseph Ratzinger bevorzugt zu sagen – ein religöser Relativismus (S. 39). Dazu könnte man einen pragmatischen oder anderen relativistischen Wahrheitsbegriff zugrunde legen. Das erscheint Graf – zurecht wie ich meine – als eine Missdeutung religiöser Sprache. Er führt dazu Alfred Jules Ayer an:
„This position has the advantage of being thoroughly ecumenical. There need be no more discussion between Protestants and Roman Catholics, or between Hindus and Moslems, than there is between those who like playing poker and those who like playing chess. All the same I am surprised that religious believers find it satisfactory. I am not myself a religious believer but if I were I doubt if I should be content to be told that I was playing a game in accordance with a canonical set of rules. Rather, I should wish for some assurance that my belief were true.” Ayer 1985, S. 92
5 Religiöse Vielfalt
Die Vielfalt der Religionen ergibt, dass die Lehren der verschiedenen Glaubensrichtungen untereinander nicht vereinbar sind. Im 5. Kapitel werden selektiv vier Religionen im Vergleich dargestellt:
  • Christentum
  • Der Advaita-Vedanta
  • Jainismus
  • Theravada Buddhismus
   5.6 Religiöser Exklusivismus als Reaktion auf die religiöse Vielfalt
Religionen stellen Behauptungen über die Wirklichkeit auf. Dafür erheben sie einen Wahrheitsanspruch. Wenn verschiedene Glaubensgemeinschaften /  Religionen miteinander nicht vereinbare Behauptungen aufstellen, kommt es zum Konflikt (S. 51). Die Konflikte kann man nicht einfach wegwischen oder ignorieren. In vielen  Glaubensgemeinschaften ist die Anerkennung der Wahrheit ihrer Aussagen nicht nur verbindlich vorgeschrieben (Katechismus), sondern auch heilsrelevant.
Graf nennt beispielhaft die folgenden Bibelstellen:
  • „Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm.“ Joh. 3,36
  • „Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ Joh. 14,6
  • „Und in keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen.“ Apg. 4,12
Den Wahrheits- und Heilsanspruch gibt es auch in anderen Religionen. Dieser Anspruch ist eine zentraler Teil ihres Selbstverständnisses.
Damit sind die Glaubensgemeinschaft gezwungen einen Exklusivismus zu vertreten: der Exklusivist geht davon aus, dass genau eine Religion im Großen und Ganzen wahr ist und alle anderen im Konfliktfall falsch liegen (S. 52).
  • Kritik: es könnten auch alle Religionen falsch sein (und eine noch nicht entdeckte Religion wahr sein; das müßte für manche Glaubensgemeinschaften vor Auftreten ihres Gurus der Fall gewesen sein). Dann wäre die angemessene Reaktion auf die sich widersprechende Vielfalt keine der Religionen für wahr zu halten: Agnostizismus oder Atheismus (Graf Links).
6 Religionen und Fakten: Zur Basis der Religionen
Das 6. Kapitel beschäftigt sich mit der Rechtfertigung für den religiösen Glauben: das Basisproblem der Theologie.
Religionen stellen einen Erkenntnis- und Wahrheitsanspruch für ihre zentralen Glaubensgrundsätze auf. Viele Aussagen der Religionen betreffen zwar eine transzendente Wirklichkeit, als deskriptiv-kognitive Aussagen unterliegen sie trotzdem einer Rechtfertigungsforderung: Wer Behauptungen aufstellt (und andere überzeugen will), muss gute Gründe für diese Aussagen angeben können.
Gibt es keine Möglichkeit die Aussagen (die Theorie, die Religion) zu überprüfen, ist sie gehaltsleer. Dazu stellen sich zwei Fragen:
1) Welchen erkenntnistheoretischen Status haben religiöse Theorien? Besonders dann, wenn sie sich intersubjektiver Kritik entziehen und als (absolut) wahr eingestuft werden.
2) Wie geht man in einer pluralistischen Gesellschaft mit verschiedenen, miteinander nicht vereinbaren Behauptungen von verschiedenen Glaubensgemeinschaften um? (S. 61)
Zu 1): Eine Basis, die nur den Anhängern einer Glaubensgemeinsaschaft zugänglich ist, von Außenstehenden aber nicht kritisiert werden kann, muss abgelehnt werden. Würde man sie nicht ablehnen, könnte sich jede Glaubensgemeinschaft ihre Regeln zur Bewertung der  Wahrheiten selbst und nicht kritisierbar geben (S. 62).
Graf bespricht und untersucht die folgenden möglichen Grundlagen für die Rechtfertigung:
  1. Naturwissenschaftliche Basis
  2. Historische Basis
  3. Religiöse Erfahrungen
  4. Übernatürliche Basis
  5. Heilige Schriften
Die fünf Wege das Basis-Problem zu beheben scheitern ganz oder teilweise. Die Frage nach der erkenntnistheoretischen Sicherung der religiösen Aussagen bleibt unbeantwortet. Eine objektive Bewertung oder Reihung der Religionen ist nur beschränkt möglich (S. 73)
7 Eine Verteidigung des religiösen Exklusivismus von Alvin Plantinga
Die Reformierte Erkenntnistheorie – einer der wichtigsten Vertreter ist Alvin Plantinga – will mit einer kühnen Behauptung das Basisproblem der Theologie (siehe 6. Kap.) lösen und das Evidentialistisches Argument gegen religiöse Meinungen entkräften.
Evidentialistisches Argument
(1) Es ist irrational und unvernünftig, an Gott zu glauben, ohne dafür hinreichende Belege und Gründe zu haben.
(2) Es ist nicht der Fall, dass es hinreichende Belege und Gründe für den Glauben an Gott gibt.
(Clifford 1876, Flew 1972)
Alvin Plantinga verneint die Prämisse (1):
(3) Der Glaube einer Person an Gott kann rational und gerechtfertigt sein, auch wenn die Person keine als Sätze formulierbaren Gründe für diesen Glauben angeben kann und selbst dann, wenn es keine solchen Sätze gibt.
Positiv formuliert Plantinga:
(4) Der Glaube einer Person an Gott ist berechtigt-basal. (S. 84)
Plantinga begründet den "Sprung mit verbundenen Augen" (Bocheński) in etwa so:
Der klassische Fundamentalismus scheitert. Es kann also keine Pflicht geben, Gründe für seine Meinungen anzugeben. Plantinga dreht dann die Beweislast um: Man muss zeigen, dass die Aussage zu Gottes Existenz nicht basal ist. Solange dies nicht geschehen ist kann man behaupten: der Gottesglaube ist basal.
Nach Plantinga herrscht keine Beliebigkeit. Intensive religiöse Erfahrungen, die immer beim Eisessen auftreten gelten nicht (S. 99). Plantinga spricht dann den Christen noch einen besonderen Sinn zu, den "Sensus Divinitatis"; alle ohne diesem Sinn sind defizitär veranlagt (S. 105). Der Zugang zu den religiösen Fakten ist nicht allen Menschen gegeben. Man kann also nicht erwarten, dass die religiösen Sätze (der Christen) intersubjektiv belegbar sind.
Kritik
Warum nicht? Plantinga begründet das nicht. Es beruht auf den selbstzentrierten Ansichten der Religiösen: die eigenen religiösen Überzeugungen sind glaubhaft, auch wenn es sich um Jungferngeburt handelt, um Auferstehung nach dem Tode, Transsubstantiation usw. Wenn andere über weiße unsichtbare Elefanten berichten (eigentlich viel anspruchloser), ist das offensichtlicher Unsinn. Die Beantwortung des Beliebigkeitseinwands (Grosser Kürbis-Einwand – Great Pumpkin Objection): Wer oder was bestimmt, welche Meinungen unter welchen Umständen berechtigt-basal sind? (S. 99) überzeugt mich nicht. Zudem kann RG1 den Satz p als berechtigt-basal erklären und RG2 ebenso berechtigt-basal  nicht p  reklamieren.
Graf befindet zu Recht: Plantingas Argumentation ist nur innerhalb einer RG sinnvoll und kann nicht als objektive Rechtfertigung von religiösen Überzeugungen dienen (S. 104).
Die folgende Implikation führt zu einem weiteren Problem, auf das Graf in 8.2. kurz eingeht:
Religiöse Vielfalt → nicht jede Religion kann recht haben → Begründungsnotstand (S. 75) 
8 Abschließendes
   8.1 Eine neue Logik der Religion?
   8.2 Eine Chance für den interreligiösen Dialog
Ein richtiges Fazit zieht der Autor nicht. So nebenbei merkt er an, dass es umstritten ist, ob religiösen Sätzen Wahrheitswerte zugeschrieben werden können. Die religiösen Aussagen haben jedoch einen großen Stellenwert im Leben der Gläubigen (S. 112). Dieser Befund ist eigentlich katastrophal für alle religös Gläubige: sie halten Aussagen, denen sie vernünftigerweise keinen Wahrheitswert zuordnen können, für entscheidend für ihre Lebensführung.
8.1 Ein Vorschlag des Autors ist es, auch mit Sätzen, die keine Proposition ausdrücken auf rationale Weise in einem logischen System umzugehen (S. 113). Damit würde man die Frage nach der Wahrheit der religiösen Sätze und den rationalen Umgang mit ihnen auseinander halten. Das ist richtig, vermehrt aber nur die Sätze, von denen man nicht sagen kann, ob sie wahr oder falsch oder überhaupt sinnvoll sind.
8.2 Die zweite Folgerung des Autors ist es, auf Seiten der Religionen epistemische Bescheidenheit einzufordern und die Fallibilität bezüglich religiöser Sätze einzugestehen ist.
Wenn Mitglieder religiöser Gemeinschaft von der Wahrheit ihrer Lehrer felsenfest überzeugt sind, impliziert dies nicht, dass die geglaubten Sätze auch wahr sind. Aus der Behauptung, dass p, folgt nicht, dass p (kontra einigen humorvollen Begründungen in „Proofs that p“, siehe Philosophischer Humor, Links). Unfehlbarkeit für ein menschliches Wesen zu reklamieren ist Vermessenheit oder Dummheit.
Begründungsnotstand
Das Eingestehen der Fehlbarkeit würde auch den Dialog zwischen den Religionen erleichtern und viel Gewalt und Totschlag vermeiden. Die Aufgabe des Absolutheitsanspruchs impliziert auch nicht die Aufgabe des Exklusivismus. Wer von seiner Lehre überzeugt ist, muss den anderen keine Wahrheit zubilligen, sondern kann seine alleine für wahr halten (S. 116). Doch passt dies nicht gut zu Grafs weiteren Ausführungen. Er wirft auch ein, dass die Gläubigen bedenken sollten, dass sich ihr „felsenfest wahres“ religiöses Überzeugungssystem  abhängig von der Gemeinschaft in die sie hinein geboren werden (S.117). Und das ist nun wirklich kein Indiz für die Wahrheit einer bestimmten Glaubensrichtung. Der Satz „Ich bin in Indien geboren, also ist die Advaita-Vedanta-Lehre die einzig wahre“ (Exklusivismus), ist lächerlich.
Einen andere Möglichkeit (die er nicht in Betracht zieht) wäre es, sich der Wahl zwischen den vielen faulen Früchten zu enthalten. In vielen Gesellschaften hat man – zumindest ab einem gewissen Alter – die freie Wahl auch keiner der Glaubensgemeinschaften (deren Basis, wie nachgewiesen, höchst zweifelhaft ist) zuzugehören und zu einem Agnostizismus überzugehen. Siehe dazu das Argument für den starken religiösen Agnostizismus.
Schon aus rein logischen Gründen kann nicht jede Religion recht haben, wenn wichtige Aussagen der Religionen miteinander unverträglich sind (S. 116). Man kann sogar stärker folgern: dann ist, wenn überhaupt, höchstens eine der unverträglichen Aussagen zutreffend.
9 Zusammenfassung
Im Kapitel Zusammenfassung rekapituliert der Autor kurz das gesamte Buch.
Die leicht überarbeitete Diplomarbeit an der Universität Salzburg, 2008, Wahrheitsansprüche von Religionen und religiöser Exklusivismus ist verständlich formuliert; die Argumentationen sind übersichtlich und einleuchtend, wenn auch nicht immer erschöpfend. Das Werk kann allen an Religion Interessierten empfohlen werden. Leuten, die den Religionen und Kirchen eher reserviert gegenüberstehen ist es auch zu empfehlen, wenn sie wissen wollen, in welche Sackgassen sich deren Vertreter verrennen, wenn sie über die hier ausgebreiteten Fragen nachdenken (würden).
Der einzige Ausweg den ich sehe: Enthaltsamkeit, oder mit John Lennon: „No religion, too“, entweder als Agostiker oder Atheist, wird allerdings nicht diskutiert.
Links
GrafGunter Graf
Graflehrerbibliothek.de Philosophie
Graf Argument für den starken religiösen Agnostizismus
GrafJoseph Maria Bocheński
GrafJörns, Klaus-Peter (2006): “Notwendige Abschiede auf dem Weg der Religionen in eine gemeinsame Herkunft” (pdf)
GrafErklärung Nostra Aetate - Über das Verhältnis der Kirche zu den Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen, 1965
GrafErklärung »Dominus Iesus« über die Einzigkeit und die Heilsuniversität Jesu Christi und der Kirche, 2000
GrafKelly James Clark: Religious Epistemology
GrafDas Fliegende Spaghettimonster
GrafThe Great Pumpkin Objection
Graf Wulf Kellerwessel: “Denn sie wissen nicht, wovon sie reden”: Referenz, religiöse Glaubenssätze und Religionskritik aus sprachanalytischer Sicht
GrafCharles Taliaferro: Philosophy of Religion
„Proofs that p“, unter Graf Philosophischer Humor
Graf "Was ist Wahrheit?"- Überblick zu aktuellen Wahrheitstheorien
„No religion, too“, John Lennon: "Imagine", 1971, siehe Graf Überblick zur Literatur zu Antisemitismus & Christentum, Inquisition, Kreuzzüge, Terror und Religion
Graf "Was ist Wahrheit?"- Überblick zu aktuellen Wahrheitstheorien
Literatur
Ayer, A.J. (1985): Ludwig Wittgenstein. London: Weidenfeld and Nicholson.
Clifford, W. K. (1876): “The Ethics of Belief”. Contemporary Review 29, S. 289-309.
Flew, Antony (1972): “The Presumption of Atheism”. Canadian Journal of Philosophy 2:1, S. 29-46.
Hick, John (1983): “On Conflicting Religious Truth-Claims”. Religious Studies 19:4, S. 485-491.
Morscher, Edgar (2002): „Bolzanos Logik der Religion“. In:  Winfried Löffler, Hg.: Bernard Bolzanos Religionsphilosophie und Theologie. Beiträge zur Bolzano-Forschung 12. Sankt Augustin: Academia. S. 35–90.
Ward, Keith (1990): “Truth and the Diversity of Religions”. Religious Studies 26:1, S. 1-18.
Bei Amazon nachschauen   Bei Amazon nachschauen
Graf GrafGunter Graf: Wahrheitsansprüche von Religionen und religiöser Exklusivismus. Münster: Lit, 2011. Broschiert, 132 Seiten

Ayer GrafAyer, Alfred Jules: Language, Truth and Logic. New York: Dover, 1952. [1946] Taschenbuch, 160 Seiten Ayer
Ayer, Alfred Jules: Language, Truth and Logic. London: Penguin, 2010. Ben Rogers (Einleitung). Taschenbuch: 224 Seiten Graf
Barbour BarbourIan G. Barbour: Religion and Science: Historical and Contemporary Issues. SCM Press 1998. Taschenbuch, 384 Seiten Barbour
Ian G. Barbour: Wissenschaft und Glaube. Historische und zeitgenössische Aspekte. Vandenhoeck & Ruprecht 2003. Sabine Floer, Susanne Starke-Perschke, Übs. Gebunden, 508 Seiten Barbour
Löffler GrafWinfried Löffler: Einführung in die Religionsphilosophie. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2006. Broschiert, 192 Seiten Losch
Andreas Losch: Jenseits der Konflikte - Eine konstruktiv–kritische Auseinandersetzung von Theologie und Naturwissenschaft. Vandenhoeck + Ruprecht, 2011. Gebunden, 285 Seiten Graf
quinn GrafPhilip L. Quinn, Kevin Meeker, Hg.: The Philosophical Challenge of Religious Diversity. Oxford: Oxford UP,  1999. Taschenbuch: 256 Seiten
Graf Anfang

Exklusivismus
Email  zurück zur Homepage eine Stufe zurück
© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 9.4.2012