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Viele Religionen oder Glaubensgemeinschaften werden benachteiligt und verfolgt, darunter insbesondere Scientology
Gelegentlich werde ich, da ich die Gleichbehandlung und Grund- und Menschenrechte für alle einfordere, mit jenen in Verbindung gebracht. Ich versichere: wenn ich gegen jeden Antisemitismus bin, heisst das nicht, ich sei Jude; wenn ich gegen die Benachteiligung von Scientology bin, heisst das nicht, ich sei Scientologe: kaum etwas wäre mir ferner. Scientology-Kritik gibt es z. B. bei ingo heinemannIngo Heinemann, Russell Miller Russell Millerenglisch + Russell Millerdeutsch online und als Buch.
Hier gibt es Scientology Literatur hauptsächlich contra Scientology.
„[D]er Begriff »Verfolgung« ist in Deutschland unangemessen. Doch es gibt in der Tat Diskriminierungen und Ausgrenzungen, Ressentiments, Aggressivität und Vorurteile.”
Heiner Bielefeldt: "Missionieren verboten", pro Christliches Medienmagazin 4, 2012, S. 6 Wer diesem Urteil zustimme, der setze für den Begriff »Verfolgung« eben »Diskriminierung, Ausgrenzung, Ressentiment, Aggressivität und Vorurteile« ein.
Chick Corea tritt bei der 42. Internationale Jazzwoche 2011 in Burghausen im Duo mit Gary Burton am Vibrafon auf. Jedesmal wenn Chick Corea genannt wird, wird darauf hingewiesen, dass er zur “umstrittenen religiösen Bewegung Scientology” gehört. Unterschwellig wird oft gefragt: Darf der überhaupt auftreten? Ähnliches geschieht mit anderen Vertretern von Scientology wie dem Filmschauspieler Tom Cruise. ScientologyWalk of fame: Chick Corea, wegen seiner Scientology-Mitgliedschaft in der Kritik, bekommt einen Stern "Musikalisch unumstritten", OVB-Online, 18.1.2011
Bei anderen Religionen wird die Mitgliedschaft nie oder selten genannt. Beispiel vom selben Tag:
Die politisch schwer angeschlagene Agrarministerin Ilse Aigner, CSU, gehört der umstrittenen katholischen Kirche an. Sie fühlte sich hintergangen, wütete gegen die Landesbehörden und forderte Entlassungen. ScientologyDioxin-Gipfel in Berlin: Aigner im Clinch mit den Ländern, RP-Online 18.01.2011
Zeitgleich wurde gemeldet. Ordensbruder der katholischen Kirche missbrauchte mehrere Behinderte in einer Behinderteneinrichtung der Barmherzigen Brüder im oberpfälzischen Reichenbach.
Scientology"Kirche und Missbrauch Ordensbruder missbraucht mehrere Behinderte", BR-Online 18.01.2011
Vertreter der katholischen Kirche dürfen weiterhin Kinderbetreuen!
Während christliche Religionsangehörige und sogar christliche Kleriker, Ordensleute usw. stark in der Kinderbetreuung verteten sind, wird es Scientologen extrem erschwert. Eine Münchner Scientologin erstritt sich vor Gericht das Recht als Tagesmutter Kinder zu betreuen, allerdings wurde ihr dieses Recht nur unter strengen Auflagen "gewährt". Az.: 12 BV 09.2400 – "Stadt will Scientologin das Kinderhüten verbieten", SZ, 19. Mai 2010, S. 37 – Scientology-Mitglied darf Kinder hüten, SZ 20. Mai 2010, S. 39
Hier wird mit extrem zweierlei Maß gemessen. Von Scientologen ist weder Gewaltanwendung bekannt, noch sexueller Kindesmissbrauch bekannt, von christlichen Einrichtungen sehr wohl (Kirche Katholische Kirche als Hort der PädophilieKirche Die unbarmherzigen SchwesternKirche Kirche, Verfassung und Menschenrechte).
Das städtische Schulreferat München entzog einem Kindergarten in Sendling die Betriebserlaubnis für einen Kindergarten. Begründung war, dass die Erzieherinnen, Vorstands- und Vereinsmitgliedschaft der Religionsgemeinsschaft der Scientology Church angehören. Das Verwaltungsgericht und der Bayerische Verwaltungsgerichtshof VGH stützten die Entscheidung. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass "scientologische Methoden und Techniken" angewendet würden. Az. 12 CS 08.1417, SZ, 23.12.2008, S. 39
In vielen Kindergärten gehören dagegen die die Erzieherinnen christlichen Religionsgemeinsschaften; es werden Methoden und Techniken dieser Religionen unbehindert angewendet. Diese Kindergärten werden sogar von allen Steuerzahlern (auch den nicht-christlichen) stark subventioniert.
Mehr als zehn Jahre Bespitzelung von Scientology (in NRW seit 1997) führten zu nichts, ausser einer Bindung von Kräften, die man gegen besser zur Verbrechensaufklärung einsetzen könnte. Im Gegenteil, der Leiter des NRW-Verfassungsschutzes Hartwig Möller, gestand ein: "Scientology ist eine unzweifelhaft verfassungsfeindliche Organisation, die weniger politische als wirtschaftliche Ziele verfolgt." Er hält ein Verbotsverfahren nicht für erfolgversprechend. möllerStaat darf Scientology überwachen 12.2.2008
Siehe auch: Scientology Geheimdienstliche Überwachung von Scientology
Die bayerische CSU-Regierung begründet ihre Verfolgung der Scientology-Kirche mit Argumenten, die auf die grossen Religionsgemeinschaften ebenso oder gar verstärkt (da Millionen Anhänger, statt etwa geschätzte 6000 Scientologen in Deutschland) zureffen.
"Die Scientology-Organisation (SO) [...] gilt in Deutschland nicht als Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft, sondern als auf Profitmaximierung ausgerichteter Wirtschaftskonzern, der an Gehirnwäsche erinnernde Psycho- und Sozialtechniken gegen teures Geld verkauft und eine totalitäre Gesellschaft aus gefügigen, sich völlig der Organisation unterordnenden Anhängern schaffen will. Wegen der verfassungsfeindlichen Ziele, eine Gesellschaft errichten zu wollen, in der Nicht-Scientologen Rechte nur nach Gutdünken von SO hätten und in der tragende Grundsätze unserer Rechtsordnung aufgehoben wären, wird die Organisation in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet." Bayerisches Staatsministerium des Innern, Wocheninfo vom 15.02.08
"teures Geld": dieses wird für andere Religionen durch staatliche Stellen automatisch eingezogen und überwiesen. Ganz abgesehen davon, dass der Ausdruck "teures Geld" krampfartig ist.
"sich völlig der Organisation unterordnenden Anhänger": das fordern auch andere (alle?) Religionen, z.B. Apg 5,29
• Christen warten auf eine Gesellschaft, in der Andersgläubige in einer "See von brennendem Schwefel" ewig gemartert werden. Offb 21,8. Hinweis: das dürften bis etwa 444 Grad Celsius sein schwefel, dann verdampft der Schwefel.
Das Oberverwaltungsgericht Münster erklärte die geheimdienstliche Überwachung der Scientology für rechtens (Scientology Informationen von den Geheimdiensten Deutschlands). Der Anwalt der Religionsgemeinschaft (in Deutschland als solche nicht anerkannt; Grundrechte bedürfen in Deutschland der Anerkennung und Genehmigung) will gegen das Urteil (Az: 5A 130/05) Revision einlegen. SZ, 13.2.2008, S. 7
In the case of Church of Scientology Moscow v. Russia, (Application no. 18147/02)
erging am 5. April 2007, final 24/09/2007 vom European Court of Human Rights ein Urteil, das Scientology in praktisch allen Punkten Recht gab. echrUrteil (engl.)echrEuropean Court of Human Rights
Kindertagesstätte „Kinderhäusl“ muss schliessen
Die Stadt München hat eine Kindertagesstätte wegen Hinweisen auf Verbindungen zu Scientology geschlossen. Möglicherweise hätten auch Kinder von Eltern, die nichts mit Scientology zu tun hätten, die Tagesstätte besucht.
In katholischen Kindertagesstätten – finanziert durch die Steuergelder aller Bürger – werden wohl nur Katholiken aufgenommen!? Ich meine: nein. In christlichen Kindertagesstätten und Kindergärten werden Kinder seit Jahrzehnten christlich infiltriert und doktriniert. Das juckt kaum jemand.
Der Trägerverein will gegen die Entscheidung der Stadt München Widerspruch einlegen.
echrMünchen schließt Scientology-Kindergarten, Focus, 25.02.08 – echrStadt macht Scientologen-Kita dicht, 25.2.08
Während den großen Religionsgemeinschaften Kindergärten, Schulen und Hochschulen, Krankenhäuser und Altersheime etc. aus den Steuergeldern aller Bürger, unabhängig von Religion oder Weltanschauung, finanziert wird, gibt es hellen Aufruhr, wenn festgestellt wird, dass auch die Bürger anderer Religionszugehörigkeit, hier: Scientology, einen Kindergarten betreiben und dafür die vorgesehenen Zuschüsse beantragen. Die Stadt München will einen Kindergarten in München-Sendling schließen lassen, der von einem Kindertagesstättenverein betrieben wird, dem ausschließlich Mitglieder von Scientology angehören. Ein in Aussicht gestellter Baukostenzuschuss wird nicht ausbezahlt.
kircheChristian Rost: Stadt will Scientology-Kindergarten schließen. Der Verfassungsschutz warnt vor den Aktivitäten der Organisation und spricht von einem "drastischen Fall". SZ, 5.1.2008, S. 51
"Für die einen ist Scientology eine Kirche, für die anderen ein profitorientiertes Wirtschaftsunternehmen", heißt es zu der Dokumentation "Scientology - neue Fassade, alte Strategien?", kircheRBB, 29.12.07 18:00. Ähnliches gilt auch für die christlichen Grosskirchen. Oft haben diese ihre Banken, Immobilienverwaltungen, etc. als selbstständige Wirtschaftsunternehmen ausgegliedert.
Hamburgs Innensenator Udo Nagel, parteilos, und sein Berliner Kollege Ehrhardt Körting, SPD, forderten Wolfgang Schäuble, CDU, auf ein Ermittlungsverfahren gegen Scientology einzuleiten und über das Vereinsgesetz verbieten zu lassen. SZ, 4.12.2007, S. 5
Dagegen Sebastian Edathy, SPD: "Ich habe Zweifel, dass man ausreichende Belege findet, um Scientology zu verbieten." SZ, 10.12.2007, S. 5
Wenn keine Argumente vorhanden müssen Verbote her; ein durchgängiges Motto in der Bundesrepublik. Jahrelange Beobachtung von Scientology durch die Geheimdienste brachte offensichtlich keine Vergehen oder gar Verbrechen zutage.
In einem Artikel kritisiert der Theologe Andreas Fincke Scientology. Wer den Text aufmerksam liest, wird feststellen, dass viele der Vorwürfe ähnlich auch auf die beiden Grosskirchen in Deutschland zutreffen:
• Scientology verkündet vor tausenden Anhängern im Shrine Auditorium, der Hochburg des Show-Business in Los Angeles. – Seit Johannes Paul und anhaltend bei Paul XVI. sind die Auftritt der katholischen Päpste Show-Business total.
• Scientology verlangt "abenteuerliche Gebühren". – Das haben die beiden Großkirchen in Deutschland nicht nötig: für sie treibt der Staat einen satten Anteil vom Einkommen ein. Trotzdem verlangen viele christlichen Gemeinden zusätzliches, wenn auch weit geringeres Kirchengeld.
Fincke, Andreas (2007): "Eine Chimäre der Religionsfreiheit. Was eigentlich ist Scientology?" Herder- Korrespondenz 61:5, S. 251-256.
Die Hysterie gegen kleine Religionen nimmt in Deutschland groteske Züge an
"Die Tatsache, dass Hauptdarsteller Tom Cruise Scientologe ist, hindert den Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble nicht daran, sich den Film über das Hitler-Attentat von Claus Schenk Graf von Stauffenberg anzusehen", meldete schäubleDie Welt am 23.7.2007. Bei den meisten Filmschauspieler(inne)n ist – zurecht – nicht mal bekannt, ob sie Katholiken, Protestanten oder was immer sind. So wie es keine jüdische Physik gibt (obwohl das Politiker behaupteten), so gibt es keine scientologische Filmdarstellungskunst.
Wolfgang Schäuble, CDU: Scientology "hat das Ziel, Grund- und Menschenrechte außer Kraft zu setzen und damit die freiheitliche Verfassung abzuschaffen". Da ist Schäuble sehr viel weiter: er schränkt seit Jahren Grund- und Menschenrechte so ein, dass sie quasi außer Kraft sind. Und er fordert nahezu täglich weitere Einschränkungen der Grund- und Menschenrechte (siehe schäuble Gegner des Grundgesetzes). „Der Deckmantel einer Religionsgemeinschaft hilft nicht, wenn man die freiheitlich demokratische Verfassung abschaffen will“, so Schäuble. Analog gilt: Der Deckmantel der CDU hilft nicht, wenn man die freiheitlich demokratische Verfassung abschaffen will.
„Cruise in dieser Rolle muss verhindert werden“, meinte der Sektenbeauftragte der christlichen Grosssekte Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg, Thomas Gandow.
GandowPfarramt für Sekten- und Weltanschauungsfragen unter Leitung von Pfarrer Thomas Gandow
Die Sektenbeauftragte (klingt nach "Insekten", da ist "Ungeziefer" nicht mehr weit) der CDU, Antje Blumenthal, habe – so Verteidigungsminister Franz Josef Jung, CDU – habe ihm geraten, die Filmaufnahmen für Tom Cruise, Scientologe, im Bendlerblock des Verteidigungsministeriums zu verbieten. Doch was in Deutschland als gefährlich eingestuft wird, klingt andrerorts nur lächerlich. Dabei stehen Blumenthal und Jung im christlichen Umfeld (soweit man das von der CDU noch sagen kann). Christen bauen auf die die Endzeit, Apokalypse und Weltuntergang in der Offenbarung des Johannes.
SZ, 28.6.2007, S. 11
Nirgendwo sonst auf der Welt wird die Church of Scientology so verfolgt wie in Deutschland
Andrian Kreye meint dazu: "Fast scheint es, als ob da endlich mal wieder seine Glaubensgemeinschaft so richtig gehasst werden darf, ohne dass man sich politischer Inkorrektheiten schuldig macht". SZ, 4.7.2007, S. 4
Während einige Zugehörige zu Religionsgemeinschaften hofiert werden bis zu Ausnahmen von Telefonüberwachung (religion Akustischer und visueller Lauschangriff) und Vermummungsverbot bei Demonstrationen (religion Versammlungsfreiheit), werden andere Menschen – nur aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer Religion – diffamiert und benachteiligt. Das geht damit an, dass bei Personen der Öffentlichkeit, die zu Scientology gehören, in Presseartikel penetrant "bekennender Scientology" oder gar "glühender Scientologe" hinzugesetzt wird. Es geht weiter mit Auftrittsverboten und Geheimüberwachung. Und:
Der Hollywood-Star Tom Cruise erhielt ein Drehverbot für einen geplanten Film über das Stauffenberg-Attentat 1944. Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung, CDU, (bekennender Katholik, siehe jungBiographie) wird ihm keine Drehgenehmigung im Berliner Bendlerblock geben. So die Sektenexpertin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Antje Blumenthal, CDU, (bekennende Protestantin; siehe blumenthalAntje Blumenthal - persönlich), am 17. Juni 2007.
"Der bekennende Scientologe Cruise will in dem Streifen den deutschen Widerstandskämpfer Claus Schenk Graf von Stauffenberg spielen, dessen Bombenanschlag auf Hitler am 20.Juli 1944 misslang."
Die Welt, online: cruiseDrehverbot für Hollywood-Star Tom CruisecruiseSein "Stauffenberg" wird heftig kritisiert
Die deutsche Medien berichten über die Drehverweigerung ohne den Zusammenhang explizit zu benennen. Spiegel Online International nennt die Kausalität: “Germany's Defense Ministry has said it will ban the Hollywood makers of a film about a plot to kill Hitler from shooting scenes at military sites in Berlin because its heartthrob star, Tom Cruise, is a Scientologist”. cruiseSpiegel Online International
"Deutsche kauft nicht bei Scientology Nachhilfeunterricht!"
Die Scientology Glaubensgemeinschaft steht weiterhin unter Beobachtung durch den bayerischen Geheimdienst. Selbst vor so harmlosen Tätigkeiten, wie Nachhilfe für Schüler durch Angehörige der Scientology Glaubensgemeinschaft oder ihr vermeintlich Nahestehender warnen das bayerische Kultusministerium und das Innenministerium. SZ, 8.8.2006, S.33
ScientologyScientology: Aktivitäten auf dem Nachhilfe- und Bildungsmarkt (pdf) – ScientologyApplied Scholastics International
In Hamburg und München ist Scientology auf dem Nachhilfemarkt aktiv. (Eine der super Erkenntnisse des Verfassungschutzes; Informationen wie diese kosten dem Bürger Millionen.) Das Ziel, so die Hetzer: "ein lückenloses Kommando- und Kontrollsystem zu errichten, in dem Menschen als Objekt und nicht als Person mit Menschenwürde und Menschenrechten behandelt werden" (unbenanntes Zitat, SZ, 26.10.2006, S. 57). Die Widersprüchlichkeit der Vorwürfe erkennt man auch daran, dass einerseits verdeckte Scientology-Methoden vorgeworfen werden (was immer das in der Mathe-Nachhilfe bedeutet), andrerseits eingeräumt wird, dass die Nachhilfeanbieter ihren Bezug zu Ron L. Hubbard nicht verschweigen. SZ, 26.10.2006, S. 57
Scientology agierte an Infoständen in Münchner Stadtteilen "Für den Frieden der Welt". Die SPD Laim warnte vor den Friedensappellen; immerhin mischte Deutschland unter SPD/Grüne im Irak-Krieg 2003 kräftig mit (scientology Der BND im Irak-Krieg 2003). Obwohl die Info-Stände von der Stadt München genehmigt sind, meinte Katja Weitzel, SPD, dass Scientology "nicht willkommen ist". SZ, 24.2.2006, S. 50
Die Landeshauptstadt München hatte mit Bescheid vom 13.11.1995 dem Celebrity Center Scientology Kirche München e. V. den Status eines eingetragenen Idealvereins (e. V.) entzogen. Das Verwaltungsgericht München bestätigte am 2.6.1999 diese Entscheidung. Der dagegen von dem Verein eingelegten Berufung hat der BayVGH mit Urteil vom 2.11.2005 stattgegeben. Beckstein, CSU, läßt nicht locker: "Der Verein ist nach unserer Auffassung ein Gewerbebetrieb". ingo heinemannPM 461/05, 2.11.2005
Die Großkirchen agieren auf gewerblicher Basis durch zahlreiche Wirtschaftsunternehmen. Kein staatliches Organ prozessiert dagegen. Wie so oft. Zweierlei Mass.
Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof VGH stellte fest: die Celebrity Center Scientology München darf weiterhin ein eingetragener Verein sein. Die Münchner Ordnungsbehörde wollte der Religionsgemeinschaft diesen Status entziehen. Az: 4 B 99 2582; SZ 3.11.2005, S. 54
Innenminister Dr. Günther Beckstein, CSU, hält vom Grundrecht Art. 4 (Scientology GG Art. 4) weiterhin wenig, wenn es um Konkurrenz für die etablierten Grosskirchen geht: "... an der Entschlossenheit der Bayerischen Staatsregierung, ihren Kampf gegen diese Organisation mit Nachdruck fortzusetzen, hat diese Einzelfallentscheidung nichts geändert." ScientologyPressemitteilung Nr. 461/05, 2.11.2005
Scientology bietet schulische Nachhilfe für Kinder und Jugendliche an. Bärbel Narnhammer, SPD, MdL, zeigt sich schockiert und fordert ein schnelles Handeln. ingo heinemannPressemitteilung 12.05.2005
Die Scientology-Religion darf weiter vom Geheimdienst observiert werden. Das Verwaltungsgericht Köln wies eine Klage der Scientology dagegen zurück: Az.: 20 K 1882/03; SZ, 12.11.2004, S. 8.
Den Scientologen zum Trost: die Grundrechte sind inzwischen so ausgehöhlt, daß jeder Bundesbürger mit geheimdienstlicher Spionage rechnen muß. geheimdienst Von den Geheimdiensten Deutschlands
Lehrer, wie andere Beamte, müssen vor der Einstellung in Bayern eine Erklärung unterzeichnen, daß sie der Scientology-Sekte nicht angehören; d.h. massive Benachteiligung aufgrund der Religion.
OVB, 11.12.2003, S.6
Die staatlich unterstützte Montessorischule in Gut Biberkor bei Berg, Kreis Starnberg, hat ein Mädchen, das der Scientology-Sekte angehört, aufgrund eines Vorstandsbeschlusses des Montessorivereins von der Schule verwiesen. Alle 160 Lehrer wie Eltern der Schule wurden angeschrieben: Sie sollen schriftlich erklären, daß sie mit der Scientology-Kirche nichts zu tun haben. OVB, 11.12.2003, S.6
Im Deutschen Theater soll der Elvis-Imitator Mark Janicello auftreten. Er ist anscheinend Scientologe und wird seit 1999 in Deutschland verfolgt; so auch jetzt: die Münchner SPD will den Vertrag prüfen; Kulturstadtrat Richard Quaas, CSU, formulierte ein Unbehagen, dass jemand auftreten dürfe, der Mitglied der Scientology ist. SZ, 6.5.2003, S.45. Klingt nach: kauft nicht bei Scientologen!
Maßnahmenkatalog gegen Scientology. In München, Nürnberg und Augsburg gibt es spezielle polizeiliche Ansprechpartner für Scientology. Polizeiliche Ansprechpartner (stmi bayernPM 660/02 vom 13.11.02) Man vermisst entsprechende Ansprechpartner für andere Religionen und Weltanschauungen.
Mit einer Ausstellung "Was ist Scientology?" in einem Auktionshaus am Reichenbachplatz 11 will die Scientologykirche über ihre Ziele aufklären. Die englische Band Jive Aces begleitet die Ausstellung durch Europa. Bei den Auftritte dieser Band auf anderen Bühnen wird bemängelt, daß nicht erkennbar ist, daß sie mit dieser Religionsgemeinschaft in Verbindung stehen. SZ, 3.5.2001, S.53
Haben je die Scorpions oder Rolling Stones kundgetan, welcher Religion sie anhängen und wurden dafür angeprangert?
Nach Vorwürfen des Vereins "Aktion Bildungsinformation" ABI, Stuttgart, traten die MdB Uwe Jens, SPD, Gunnar Uldall, CDU, und Rainer Funke, FDP, aus dem Beirat der Firma United Parcel Service UPS aus. Dazu genügte der Vorwurf einer Verbindung von UPS mit Scientology durch den ABI-Vorsitzenden Eberhard Kleinmann. Münchner Merkur, 11.11.2000, S.15
Scientology kritisiert deutsche Windows-2000-Einigung
Als unerhörtes Beispiel religiöser Diskriminierung hat die internationale Scientology-Organisation eine Vereinbarung zwischen der deutschen Bundesregierung und dem Software-Konzern Microsoft bezeichnet. Diese sieht die Möglichkeit vor, die von der Firma eines führenden US-Scientologen hergestellte Defragmentiersoftware aus dem Betriebssystem Windows 2000 zu entfernen. "Sollen nicht-katholische Amerikaner jetzt Mercedes-Autos boykottieren, weil sie von Katholiken in Stuttgart gebaut werden?" heißt es rhetorisch in der Scientology-Erklärung vom Montag. Die von der US-Steuerbehörde als Kirche eingestufte Vereinigung gilt in Deutschland als Organisation mit undemokratischen Zielen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) war aufgefordert worden, die Sicherheit von Windows 2000 und des Defragmentierers wegen des Scientology-Hintergrundes zu überprüfen. Dazu kam es jedoch nicht, weil Microsoft der deutschen Behörde den erforderlichen Einblick in den Quellcode nicht gewähren wollte. Stattdessen veröffentlichte der Softwarekonzern eine Anleitung zur Deinstallation des integrierten Defragmentierers. (dpa) 3.11.2000, Neue Zürcher Zeitung, 10.11.2000, S.53
Scientology Selbst Müllfahrer dürfen nicht zur Weltanschauung der Scientologen gehören. Angehörige der Scientology Kirche haben Berufsverbote zu dulden und werden vom Stasi überwacht. In einem Fragebogen soll ein städtischer Angestellter in München detaillierte Auskünfte über seine Religion geben. Er prozessiert beim Arbeitsgericht gegen den zwang zur Beantwortung dieser intimen Fragen. Süddeutsche Zeitung, 8.5.2000, Seite L2
Kugel Bauunternehmer Kurt Fliegerbauer, bekennender Scientologe, will seinen Firmensitz von Zwickau nach München verlegen. Das bayerische Innenministerium - sonst geil auf jeden Wirtschaftszuwachs - spricht von Unterwanderung. Eberhard Kleinmann, Aktion Bildungsinformation: "Sie wollen nicht Gott, sie wollen Macht und Geld"; selbst wenn's so wäre: Scientology stimmt damit exakt mit der CSU überein. Süddeutsche Zeitung, 12.4.2000, Seite L4
Scientology Scientology wirbt im Intercity-Hotel und CSU-Stadtrat Hans Wolfswinkler ruft nach Zensur. Barbara Scheuble-Schaefer, SPD-Stadtratsfraktion, sieht diese Werbekampagne nicht gerne. Konrad Maier, Geschäftsführer des Intercity-Hotels, bedauert nachträglich die Vermietung der Räume. Der Maler, Bildhauer und Scientologe Waki Zöllner, soll nach Wolfswinkler, CSU, keine städtischen Aufträge mehr erhalten. Süddeutsche Zeitung, 23.3.2000, Seite L1
Scientology Bayer.Innenministerium: "Die angestrebte, nach scientologischen Richtlinien funktionierende Welt habe mit einer Demokratie nichts mehr zu tun." Süddeutsche Zeitung, 24.November 1999, Seite L2.
Seltsam: auch bei den Grosssekten gibt es weder diesseits noch jenseits irgendwas Demokratisches. Oder wird Gott von der Mehrheit einst abgewählt? Der Staatssicherheitsdienst beobachtet weiterhin die Scientology Religionsgemeinschaft.
Kugel Die Stadt München will dem Scientology-Verein das "e.V." entziehen. Süddeutsche Zeitung, 2.Juni 1999, Seite L5. Die Süddeutsche Zeitung berichtet tendenziell: "aggressive Psychokult-Sekte". Eine Seite weiter fordert z.B. die Katholische Arbeitnehmerbewegung Süddeutschlands: "Politik und Glaube dürften nicht getrennt werden." Diese Aufforderung zum Verfassungsbruch erhält einen wohlwollenden Artikel.
Kugel"Sekten-Firmen dringen ins Computergeschäft vor und gewinnen auch namhafte Kunden." Ganz gewöhnliche Wirtschaftstätigkeit eines Scientologen wird angeprangert. FOCUS 14/1999, Seite 80 Gleichzeitig werden Klu-Klux-Klan ähnliche Prozessionen von Christen in Spanien verherrlicht. "Nicht nur Einheimische sind nach dem schaurig-schönen Spektakel süchtig." FOCUS 14/1999, Seite 103
Kugel Filmaufnahmen auf dem Odeonsplatz: gestoppt vom KVR München, nachdem Plakate von Ron Hubbard aufgestellt wurden.
Süddeutsche Zeitung, 12.März 1999, Seite L2
Seit dem Beschluß der Innenministerkonferenz vom Juni 1997, der im November 1998 bestätigt wurde, überwachen (hier stand: "bespitzeln", da man bei Verwendung dieses Wortes in Deutschland mit Bestrafung rechnen muß [spitzel Zensur in Deutschland wird vielfach praktiziert], habe ich das Verb ausgetauscht) bundesdeutsche Verfassungsschützer die Scientology Church. Merkur, 53.Jg./2 1999, S.153
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Links
ScientologyMichael Kinsley: Eyes Wide Shut - ‘Going Clear,’ Lawrence Wright’s Book on Scientology.  New York Times, January 17, 2013
ScientologyScientology, New York Times, Updated: March 9, 2010
Literatur
Bei Amazon nachschauen   Bei Amazon nachschauen
billerbeck Scientology Liane von Billerbeck, Frank Nordhausen: Scientology. Wie der Sekten-Konzern die Welt erobern will. Links Christoph 2008. Broschiert, 400 Seiten caberta
Ursula Caberta: Kindheit bei Scientology. Verboten. Gütersloh: Gütersloher, 2008. Gebunden, 160 Seiten Scientology
caberta Scientology Ursula Caberta: Schwarzbuch Scientology. Gütersloh: Gütersloher, 2007. Broschiert, 206 Seiten
– weiteres kritisches Buch der Autorin Ursula Caberta unter Caberta Aberglaube – auch heute noch weit verbreitet
Handl Scientology Wilfried Handl: Das wahre Gesicht von Scientology. Eine Dokumentation mit mehr als 120 Abbildungen. Wien: Gesellschaft gegen Dogmen und psychische Abhängigkeit GDPA, 2010. Broschiert, 288 Seiten handl
Wilfried Handl: Scientology: Wahn und Wirklichkeit. 28 Jahre in einer Psychosekte. Mensch Vs. Scientology 2005. Broschiert, 288 Seiten Scientology
hartwig Scientology Renate Hartwig: Scientology: Ich klage an! München: Heyne, 1994. Taschenbuch, 301 Seiten hartwig
Renate Hartwig: Die Schattenspieler. Direct 2002. Broschiert Scientology
Hauser Scientology Linus Hauser: Scientology. Geburt eines Imperiums. Schöningh, 2010. Broschiert, 189 Seiten Hill
Jenna Miscavige Hill: Beyond Belief: My Secret Life Inside Scientology and My Harrowing Escape. William Morrow, 2013. Taschenbuch, 304 SeitenScientology
Jacobi ScientologyJana Jacobi: Scientology: Ein Blick hinter die Kulissen. Kevelaer: Topos, 2008. Broschiert, 142 Seiten 



kleinmann
Eberhard Kleinmann: Psychokonzern Scientology. Abi Aktion Bildungsinformation. Gebunden. 200 Seiten Scientology
Miller Scientology Russell Miller: Bare-faced Messiah: True Story of L.Ron Hubbard. Michael Joseph, 1987. Gebunden, 400 Seiten
Russell MillerBare-Faced Messiah
Nordhausen
Frank Nordhausen, Liane von Billerbeck: Scientology. Wie der Sektenkonzern die Welt erobern will. Links, 2008. Broschiert, 616 Seiten Scientology
potthoff Scientology Norbert Potthoff: Im Labyrinth der Scientology. Lübbe 1997. Taschenbuch, 303 Seiten Rathbun
Mark 'Marty' Rathbun: What Is Wrong With Scientology? Healing through Understanding. CreateSpace, 2012. Taschenbuch, 170 SeitenScientology
Reitman Scientology Janet Reitman: Inside Scientology: The Story of America's Most Secretive Religion. Houghton Mifflin, 2011. Gebunden, 444 Seiten Scientology
Dirk Ritter-Dausend: Scientology: Wissen, was stimmt. Freiburg: Herder, 2010. Taschenbuch, 128 Seiten Scientology
Schweitzer Scientology Jeannette Schweitzer: Der Apparat: Meine Jahre bei Scientology. Ein Erfahrungsbericht. Gießen: Brunnen, 2009. Gebunden,127 Seiten Sweeney
John Sweeney: The Church of Fear: Inside the Weird World of Scientology. Silvertail , 2013. TaschenbuchScientology
werner ScientologyRaik Werner: Scientology im Spiegel des Rechts. München: Fink, 2002. Broschiert, 439 Seiten westrich
Kai Westrich: Die Ideologie der Scientology - Organisation: Zukunftsvisionen einer gewaltbereiten apokalyptischen Sekte. Books on Demand, 2007. Taschenbuch, 200 Seiten Scientology
Willms Scientology Gerald Willms: Scientology: Kulturbeobachtungen jenseits der Devianz. Transcript, 2005. Taschenbuch, 422 Seiten Willms
Gerald Willms: Die wunderbare Welt der Sekten: Von Paulus bis Scientology. Vandenhoeck & Ruprecht, 2012. Gebunden, 344 Seiten Aberglaube
Wright ScientologyLawrence Wright: Going Clear. Scientology, Hollywood, and the Prison of Belief. Bantam, 2013. Gebunden, 400 Seiten Wright
Lawrence Wright: Going Clear. Scientology, Hollywood, and the Prison of Belief. Vintage, 2013. Taschenbuch, 448 Seiten Scientology
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