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Fanatismus
Radikalismus
"Beware of the man whose God is in the skies." religion George Bernard Shaw
"Alkohol löst keine Probleme – Religion benebelt ebenso" (Herbert Huber)
„Wo der Geist Gottes wirkt, da ist“ – entgegen Paulus (2 Kor 3,17) – nicht die Freiheit, sondern Zwang und Dogma, da gelten Verbote und Vorschriften, meist ist der Tod (ob am Kreuz oder anders), Krieg und Terror nicht weit.

Pädagoge und Politologe Thomas Mücke: "Ein Fundamentalist ist ein Mensch, der ein geschlossenes Weltbild hat und andere Sichtweisen und Anschauungen nicht mehr zulässt."

Autorin und Juristin Liane Bednarz: "Ein Fundamentalist ist jemand, der das eigene Weltbild zum Maßstab für alle erklärt, der also davon überzeugt ist, dass das, woran er glaubt, sei es politisch oder religiös, die Wahrheit und damit die einzige Wahrheit ist und der somit ein fundamentales Problem mit anderen Ansichten hat."
FundamentalistAuseinandersetzung mit Fundamentalisten - Was, wenn nicht reden? Dradio, 13.06.2016

religionLinksreligion Literatur
Lösungsvorschläge gegen Tötungslust aufgrund austauschbarer, kruder Ideologien

Der deutsche Kulturtheoretiker Klaus Theweleit gibt in seinem Das Lachen der Täter: Breivik u.a. Psychogramm der Tötungslust folgende zwei Lösungsvorschläge um die Wut bis Tötungslust auf Fremde usw. zu mindern:
  • Einen tragfähigen Boden für alle bereiten: Beziehungen aller Art stärken. Damit die Drohungen (Theweleit: "Todesdrohungen"): "Alle {Muslime, abgelehnte Asylsuchende, Flüchtlinge vom Westbalkan, Juden, ...} müssen von hier weg!" aufhören
  • Waffenhandel einschränken
Klaus Theweleit im Interview mit Günter Kaindlstorfer in Theweleit"Kontext", ORF, 17.7.2015
Klaus: "Das Lachen der Täter: Breivik u.a. - Psychogramm der Tötungslust", Residenz, 2015.
Studie: Was Meinungsmacher über Religion denken
Trotz religiöser Gewalt, tausendfacher Missgriffe an Kindern und Jugendlichen durch den katholischen Klerus und anhaltender Diskriminierung durch Kirchen halten Chefredakteure  Ideologiekritik am Christentum für überholt. Den Islam sehen sie kritisch.
Diesen Befund ergab eine Untersuchung „Religion bei Meinungsmachern“ von Wissenschaftlern des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ der Uni Münster. Bis Ende der 1990er Jahre hielten Journalisten das Christentum noch als „als Hemmschuh der Moderne oder als Aberglauben“. Die erst danach aufgedeckten Verbrechen der Würdenträger des Christentums an Kindern und Jugendlichen hätten diese Abneigung eigentlich verstärken müssen. Doch das Gegenteil war der Fall! Wenn Religion unter führenden Journalisten negativ bewertet wird, betrifft das seit dem 11. September 2011 hauptsächlich den Islam, ergab die Studie.
ReligionPM: Studie: Was Meinungsmacher über Religion denken, 16.05.2012
ReligionExzellenzcluster „Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und Moderne“
ReligionStudie: Was Meinungsmacher über Religion denken
– Siehe: Christel Gärtner, Karl Gabriel, Hans-Richard Reuter: Religion bei Meinungsmachern. Eine Untersuchung bei Elite-Journalisten in Deutschland, unter religion Literatur

Zuviel in der Bibel gelesen? Massaker in Norwegen, Juli 2011
Massaker in Norwegen durch einen 32-jährigen religiös gläubigen Norweger, im Juli 2011. Dessen Motto war ein falsch verstandener Spruch von John Stuart Mill:
„One person with a belief is equal to a force of ninety-nine who have only interests.“
Der mutmaßliche Attentäter Anders Behring Breivik hat die beiden Anschläge in Norwegen mit mindestens 92 Toten gestanden. Er hatte zuvor im Internet ein "Manifest" veröffentlicht und dort die Terroraktionen ankündigt. Vielleicht las Breivik die Bibel aufmerksam, in der vielfach dazu aufgerufen wird, die Andersgäubigen (hier: Muslime) zu vernichten. Neben all den anderen geistigen Mängel kann der Täter auch nicht zählen, da John Stuart Mill von 91 sprach, aber mindestens 92 ermordetet wurden.
Anders Breivik begründete seinen rechtsextremen, islamfeindlichen Massenmord mit einem 1500-Seiten Pamphlet. Das zerpflückte der schwedische Historiker Mattias Gardell im Prozess gegen den Ausländerhasser Breivik. Der Mörder mischte im Pamphlet klassischen Rassismus und Geschmarre der Nazis. Breiviks Ansicht, der Westen werde von Muslimen überrannt und müsse verteidigt werden, ist in der rechten Szene stark verbreitet. Mattias Gardell: „Das sind sicher Wahnvorstellungen. Aber sie haben eine lange Geschichte.“
Diese Wahnvorstellungen werden auch von rechtslastigen, deutschlandfeindlichen Gruppen – wie beispielsweise MassakerPro Bayern – verbreitet.
MassakerMassaker in Norwegen. Attentäter nennt Anschläge "grausam, aber notwendig", SZ online 24.07.2011 –
MassakerProzess gegen Anders Behring Breivik. Trolle aus dem rechten Sumpf, SZ, 11.06.2012,
Druckausgabe 11.6.2012, S. 13

Ausgenommen und fast entmündigt durch katholischen Orden
Ein junger Mann geriet in die Fänge des Klosters der Geistlichen Familie vom Heiligen Blut. Er wurde ausgenommen und fast entmündigt. Der Kontakt zwischen dem jungen Mann und seinen Eltern wurde erschwert bis unterbunden. Die katholische Bewegung »Geistliche Familie vom Heiligen Blut« hat die Evangelisation der Welt als Ziel, d.h. die Indoktrination aller Andersgläubigen. Dabei geht es offenbar recht blutig zu, steht doch das Blut Christi im Namen und im Mittelpunkt.
Rudolf Neumaier: "Im tiefen Glauben. Ein junger Mann schließt sich einem Orden an – und wird fast entmündigt: eine Reise zu den Extremen der katholischen Kirche", SZ, 27.11.2010, S. V2/3
BlutGeistliche Familie vom Heiligen Blut

Die religiöse Gewalt und Ausgrenzung hat eine lange Tradition in Europa
Die religiöse Ausgrenzung in Europa und Deutschland ging in einen rassistischen Antisemitismus über, verband sich mit Vertreibungsvorstellungen und Vernichtungsplänen und mündete in den Holocaust.Die verheerende religiöse Gewalt unter den Christen (!) zeigte sich beispielsweise im Dreißigjährigen Krieg. Die Gewalt gegen Juden manifestiert sich in zahllosen christlichen Gedenkorten, vor allem im katholischen Raum. Beispielhaft seien die Hostienfrevel-Verfolgungen in Deggendorf in Niederbayern, die in Form von Bilderzyklen drastisch verewigt wurden (JudenverfolgungJudenverfolgung im MittelalterJudenverfolgungDeggendorf (Kreisstadt) Jüdische GeschichteJudenverfolgungHostienfrevelJudenverfolgungDie Deggendorfer Gnad: Das verspätete Machtwort eines Bischofs), genannt. Im 19. Jahrhundert kam dazu der Rassenmythos, Kolonialisierung, Eurozentrismus, ethnische Reinheitsvorstellungen, im 20. Jahrhundert die Radikalisierung dieser Bewegungen.
Zur Lektüre empfohlen: religion Helmut Walser Smith: Fluchtpunkt 1941. Kontinuitäten der deutschen Geschichte [The Continuities of German History: Nation, Religion, and Race Across the Long Nineteenth Century]
Regina von Habsburg starb 85-jährig nach längerer Krankheit am 3. Februar 2010. Die Trauerfeier fand am Dienstag, 9. Februar in der St. Piuskirche in Pöcking am Starnberger See statt. Der Augsburger Bischof Walter Mixa zelebrierte. Dazu u.v.a. Prälat Karel Kasteel, Bischof Komarica, Priester Helmut Friedl und Pater Paul Habsburg. Der Vatikan sandte einen Vertreter zu der kirchlichen Trauerfeier. Papst Benedikt XVI. aka Joseph Ratzinger übermittelte Beileidsgrüße. Auf der Veste Heldburg, Südthüringen , wurde Regina von Habsburg beigesetzt. Auch dort sind zahlreiche Geistliche bei der Arbeit: Abt Gregor Henckel-Donnersmarck, Frater Karl, Pfarrer Philipp Specken, Pfarrer Michael Menzinger und Pfarrer Gregor Mahr. – HabsburgFreies Wort.de
Vor Gott sind alle gleich, nicht aber bei der Katholischen Kirche.
Dabei klagt die Katholische Kirche über Priestermangel und andere Katholiken (nicht adelig; keine hohe politische Position) werden durch eine Pastoralreferentin beerdigt. Siehe "Ohne Priester zum Grab", Leserbrief in der SZ 15.2.2010, S. 51
"... die Schrecken des 20. Jahrhunderts folgten ja nicht einfach aus dem Zynismus blanker Machtpolitik, sondern ebenso aus verkehrtem idealen Streben, aus Welterlösungsideen, Reinigung- und Befreiungsphantasien, die aller Unvollkommenheit einEnde machen sollten."
Gustav Seibt: "Die Religion der Freiheit", SZ 7. April 2009, S. 4.
Religiöser Terror in Mumbai, Indien
Bei einer Anschlagsserie von religiösen Fanatikern in Mumbai, Indien, wurden mindestens 125 Menschen getötet und mehrere hundert verletzt. Die Attentäter bezeichnen sich als Männer des Heiligen Kampfes. Ihr Endziel ist es einen Gottesstaat zu errichten. SZ, 28.11.2008, S. 2
Der Verdacht, die monotheistischen Religionen, wie Christentum, Islam und Judentum, fördern Gewalt, kann durch viele Jahrhunderte belegt werden. Zwei Abwehrreaktionen sind:
  1. Gewalt ist überall, wo Menschen leben.
  2. Die Gläubigen halten sich nicht an die Richtlinien ihrer Religion.
Zu 1): die Religionen haben einen hohen moralischen Anspruch; manche verwechseln daher sogar Religionsunterricht mit Ethikunterricht und halten ihn für austauschbar. Deshalb ist die Verallgemeinerung unter 1) nicht akzeptabel.
Zu 2): Das entlastet die Religion nicht, da die gläubigen Menschen im Namen Jesu Christi und im Namen der Religion gewalttätig werden.
GewaltKatholische Akademie in Bayern: Gewalt und Religion, br-alpha Okt. 2008
Religiöse Kämpfe in Indien: Katholiken gegen Hindus und umgekehrt
Der Hindu-Führer Swami Lakshmanananda Saraswati und vier seiner Begleiter wurden in Indien ermordet. Die Hindus bezichtigen Christen des Mordes. Es kam zur Gegengewalt. Im östlichen indischen Bundesland Orissa kamen dabei mindestens 13 Menschen ums Leben. Viele Katholiken befinden sich auf der Flucht. SZ, 30.8.2008, S. 10
Papst Benedikt XVI. verurteilte die Gewalt gegen Christen im indischen Bundesstaat Orissa. Den Mord am Hindu-Führer Swami Lakshmanananda Saraswati nannte er „beklagenswert“. papstdomradio.de, 27.8.2008
Ratten über dem Grab
Im Auftrag des Bamberger Erzbischofs Ludwig Schick untersuchte der Theologe Alfred Hierold die Wunder um die Madonnafigur aus Heroldsbach, Oberfranken. Die Madonna vor dem Speisesaal des Heroldsbacher Pilgerheims soll wundersam geweint haben. Hierold wies nach, dass alles Humbug ist (wie bei einer gründlichen Untersuchung nicht anders zu erwarten). In einem Brief wurde Hierold angekündigt, dass demnächst bei ihm "Ratten über das Grab laufen". Trotz des Schwindels und trotz des angekündigten Todes bleibt Heroldsbach auch weiter eine katholisch geduldete Gebets- und Wallfahrtsstätte. Der Polizei greift nicht ein; sind ja Katholiken heroldsbach. SZ, 1.12.2007, S. 49
Gian Pietro Caraffa aka Paul IV.
28. Juni 1476 Capriglio – 18. August 1559 Rom, Papst vom 23. Mai 1555 bis zu seinem Tod.
• 17. Juli 1555 Paul IV. veröffentlichte die Bulle Cum nimis absurdum, in der er die Juden als „Christusmördern” bezeichnete. Den Juden wurden von ihm die meisten Berufe verboten, sie mußten in einem Ghetto in Rom wohnen und als äußeres Kennzeichen einen gelben Hut tragen. Erinnert an Nachfolger paul
• 15. Februar 1559 Paul IV. veröffentlichte die Bulle Cum ex apostolatus in der er feststellte, dass er Pontifex maximus und Gottes Repräsentant auf Erden ist. Damit hat er das Recht zu, jeden Monarchen nach Belieben ein- oder abzusetzen. Wer einem Abgesetzten Hilfe gab, werde exkommuniziert.
• 1559 Paul IV. veröffentlichte den Index librorum prohibitorum, eine Liste für Katholiken verbotener Bücher, unter ihnen lange Zeit auch die Bibel bibel. Die letzte Ausgabe dieser Liste erschien 1948; 1965 wurde sie aufgehoben.
"Ketzern und besonders Calvinisten gegenüber darf man sich durch keinerlei Toleranz herabwürdigen". Papst Pius IV. Der Verfolgung der Calvinisten und Ketzern gab er ausdrücklich seinen Segen.
"Nächte der Entscheidung. Die Bartholomäusnacht", Südwestrundfunk 2004
"Selbst wenn mein eigener Vater Häretiker wäre, würde ich das Holz zusammentragen, um ihn verbrennen zu lassen." Papst Pius IV. Zitiert nach Wikipedia: paulGian Pietro Caraffa aka Paul IV.
"Man versteht das Phänomen nicht, wenn man nicht erkennt, dass der Terror und seine Akteure im Kern angetrieben sind von ihrer religiösen Wahrheit, die wir pervertiert nennen können oder instrumentalisiert oder was auch immer, die aber den wirklichen Antrieb darstellt. Wie sonst sollen wir dieses grausige Phänomen der Selbstmordattentäter verstehen, wenn wir nicht sehen, dass hier eine religiöse Verheißung am Werk ist, die wir verurteilen können, die wir nicht akzeptieren können - was auch immer -, die wir aber wahrnehmen müssen."
Prof. Dr. rer. soc. Dr. phil. habil. Gottfried Küenzlen in: "Terror - Krieg des 21. Jahrhunderts?". br alpha Dienstag, 4.9.2007
Gottfried Küenzlen, * 1945 in Calw (Württemberg); papstProfessor für Evangelische Theologie unter besonderer Berücksichtigung der Sozialethik – Gottfried Küenzlen: Die Wiederkehr der Religion. Lage und Schicksal in der säkularen Moderne. München: Olzog, 2003. 207 Seiten; bei papstamazon

Joseph Ratzinger ("Wir sind Papst") setzt seine vorpäpstliche Inquisitionstätigkeit fort: Angriffen auf
• Muslime in Regensburg (joseph Regensburger Rede) und
• Protestanten (joseph Schreiben der Glaubenskongregation, Vatikan, Juli 2007)
folgte am 5. August 2007 ein Treffen des Papstes mit dem antisemitischen Leiter des polnischen Kirchenradios »Radio Maryja« (Eigentum des Ordens der Redemptoristen) Tadeusz Rydzyk. »Radio Maryja« verbreitet seit Jahren antieuropäische und antisemitische Meinungen. Der Jüdische Europakongress zeigte sich in einem Protestschreiben an den Vatikan schockiert.
papstFocus Online, 9.8.2007
Der Hass einiger religiöser Evolutionsgegner eskaliert
Mehrere Mitarbeiter der Fakultät für Evolutionsbiologie an der Universität von Colorado erhieltenanonyme Drohbriefe. Ihnen wurde Prozesse wegen sexueller Belästigung von Minderjährigen und/oder der Tod angedroht. Die Absender wurden gefunden und festgenommen. SZ, 23.7.2007, S. 11
evolutionEvolutionsunterricht in Deutschland
Christliche Eiferer hetzen gegen Islamkundler - Morddrohung gegen einen Redner
Eine Vernastaltung der Stadt München zum Thema Scharia und Grundgesetzt wurde von radikalen Christen massiv gestört. Mathias Rohe, Jurist und Islamwissenschaftler der Universität Erlangen, wurde niedergeschrien. Die Veranstalterin Margret Spohn brach die Veranstaltung ab. Die Vortragsreihe in der Seidlvilla, Schwabing, wurde unter Polizeischutz gestellt und weitergeführt. Mathias Rohe erhielt Morddrohungen. Eine Gruppe, die sich groteskerweise “Deus vult amorem” (“Gott will die Liebe”) nennt, könnte dahinter stecken: islamDeus Vult Caritatem
islamProf. Dr. Mathias Rohe, Juristische Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
islamMathias Rohe, Interview mit der Frankfurter Rundschau: "In Deutschland wenden wir jeden Tag die Scharia an"
Zum Sprichwort "Eine Krähe hackt der andern die Augen nicht aus" meinte Lessing, dies trifft bei Schriftstellern nicht zu (Gänswein Zitate). In bestimmten Situationen (wenn es beispielsweise gegen Ungläubige, Atheisten oder Heiden geht) trifft es für die Religionen gegenseitig zu. Doch bei passender Gelegenheit teilt vor allem die katholische Kirche (Gänswein Extra ecclesiam nulla salus) aus. Georg Gänswein, Privatsekretär von Joseph Ratzinger, der ihm Treue und Gehorsam versprach, hackte auf den Islam ein.
Georg Gänswein: "Ich halte die Regensburger Rede, so wie sie gehalten wurde, für prophetisch."
Die Rede provozierte harte Reaktionen der darin gescholtenen Muslime. Dass Ratzinger anscheinend doch nicht so klug ist, wie immer behauptet wird, zeigt Gänswein Aussage zur islamischen Reaktion:
"Es war eine große Überraschung, auch seitens des Papstes." Und Gänswein hackte weiter: "Die Islamierungsversuche im Westen sind nicht wegzureden. Und die damit verbundene Gefahr für die Identität Europas darf nicht aus falsch verstandener Rücksicht ignoriert werden. Die katholische Seite sieht das sehr klar und sagt es auch. Gerade die Regensburger Rede sollte einer bestimmten Blauäugigkeit entgegenwirken." - Gänswein»Der Papst trägt immer weiß. Auch beim Fernsehen«, SZ Magazin, 26.7.2007
Der Vatikan stellte eine korrigierte Version der umstrittenen Regensburger Rede von Papst Benedikt XVI. ins Internet:
islamAnsprache von Benedikt XVI., Aula Magna der Universität Regensburg, Dienstag, 12. September 2006
islamVatikan stellt korrigierte Version der Regensburger Rede ins Netz, Mittelbayerische Zeitung 11.10.2006

"Religiöser Glaube ist ein ambivalenter, potentiell explosiver Geistesstoff."
Friedrich Wilhelm Graf: "Auf den Märkten des Glaubens", SZ 8.2.2007, S. 15; weitere Zitatauszüge und graf Zitate von Friedrich Wilhelm Graf
Der christliche Fanatiker Joachim Meisner schaffte es in der katholischen Hierarchie trotzdem oder gerade deshalb weit: er ist Kardinal von Köln. Er sprach ein Verbot für Katholiken für multireligiöse Feiern an Schulen aus. Muslime und Katholiken können nicht gemeinsam beten, so der Fanatiker. Darauf hingewiesen, dass kürzlich Papst Joseph Ratzinger in der Türkei gemeinsam mit Muslimen in einer Moschee gebetet habe, meinte Herr Meisner: Ratzinger habe beim Gebet der Muslime nur schweigend daneben gestanden. (Wohlgemerkt: meisner war nicht mit dabei in der Türkei, viel weniger in der Moschee!). Meisner zur Begründung seines Verbots: Katholische Kinder würden durch das gemeinsame Gebet überfordert. In etlichen katholischen Kindergärten wurden multireligiöse Veranstaltungen abgeschafft. SZ, 9.12.2006, S. 6
Meisners Pressesprecher und Chefredakteur der Bistums-Zeitung ist Stephan Georg Schmidt, der dem Vernehmen nach dem fundamentalistischen Opus Dei angehört (opus dei Opus Dei) . Joachim Meisner und sein Generalvikar Dominik Schwaderlapp sind Sympathisanten der umstrittenen Organisation Opus Dei. Die Welt, 8.11.2006
Eine 36-jährige Inderin in der Stadt Tanakpur - 300 Kilometer östlich von Delhi - schnitt sich selbst die Zunge ab, um die Göttin Kali zu besänftigen. Vor Jahren hatte die Frau geschworen, Kali eine Ziege zu opfern, wenn ihr Kinderwunsch erfüllt würde. Inzwischen gebar die Frau zwei Kinder, konnte aber offenbar ihr Gelübde nicht einzulösen. Vermutlich fehlte ihrer Familie das Geld für den Kauf einer Ziege, meinte ein Polizeisprecher. kaliGlückliche Mutter verstümmelt sich selbst 18. Apr 2006
SZ: "Ist der religiöse Fundamentalismus auch eine wachsende Bedrohung für Afrika?
Wole Soyinka: "In einigen Regionen auf jeden fall, mein Land Nigeria gehört dazu. Der christliche Fundamentalismus nimmt zu, aber ich halte den islamischen für viel agrressiver. Allgemein betrachtet sorgen aber ethnische Differenzen wohl noch immer für mehr Konflikt in Afrika als die Religion."
SZ, 8.11.2004, S. 17. Wole Soyinka, eigentlich Akinwande Oluwole Soyinka, * 13.7. 1934 Abeokuta, Nigeria; Schriftsteller, Nobelpreis für Literatur 1986.
Hitler sah sich als Instrument der Vorsehung und vereinte rassistische Dogmen mit germanischem Christentum. "Some people recognized the moral perils of mixing religion and politics, but many more were seduced by it. It was pseudo-religious transfiguration of politics that largely ensured success, notably in Protestant areas." Fritz Stern, 11/2004, The New York Times/SZ 17.1.2005, S. 4 – stern Zitate Fritz Stern
Nicht zu vorschnell alles dem religiösen Fundmentalismus zuordnen!
"... der Zorn junger Muslime resultiert größtenteils aus der Ablehnung ihrer korrupten Anführer und deren Unterwürfigkeit gegenüber den USA. Mit anderen Worten: Diese Verbitterung beruht auf materiellen Ursachen und nicht auf fanatischen, irrationalen oder antidemokratischen Stimmungen unter diesen Muslimen, die deshalb entweder umerzogen oder niedergemacht werden müssten."
Mai Yamani, Autorin und Research Fellow am Royal Institute for International Affairs in London. Deutsch von Andreas Zantop © Project Syndicate, Quelle: SZ, 2. Juli 2004, Seite 2
Wie sich erst im Jahre 2003 herausstellte, war meine Großmutter Therese Kreuzer (+ 1964), obwohl sie zeitlebens der katholischen Kirche angehörte, eine versteckte islamische Fundamentalistin. Das Tragen des Kopftuches orientiere sich am islamischen Fundamentalismus, der ein Verständnis der Gleichberechtigung von Frauen und Männern habe, das dem Grundgesetz widerspreche, meinte Kultusministerin Monika Hohlmeier, CSU. Meine Großmutter trug ein Kopftuch in der Öffentlichkeit.
In 2004 wurde von Franz-Josef Jung, Fraktionschef der hessischen CDU, (oma Zitat Jung) erneut bestätigt: meine Oma war eine Verfassungsfeindin.
Rudolf Sponsel, AuserwähltRudolf Sponsel, Erlangen: Auserwählt-Syndrome: Psychologische und psychopathologische Analyse - oder Über ein gefährliches Fundamentalismus-Axiom potentiell paranoider Selbstüberhebungen in Religionen (z.B. bei Juden, Christen und Moslems) und Weltanschauungen.
Trotz des geschraubten Titels eine aufschlußreiche Ausarbeitung.
"Der Gotteskrieger gegen den Moslem. Als Bush von einem Kreuzzug gegen den Terrorismus sprach, galt das als Ausrutscher. Aber der Verdacht blieb, dass nun doch sein Kampf der Kulturen beginnt. Das provoziert vor allem muslimische Länder. Kreuzzug = Djihad. Die Feinde radikalisieren sich – im himmlischen Auftrag." Bush und Gott, Monitor, ARD, 03.04.2003
Ein deutscher Sicherheitsbeamter meinte, der religiös-fundamentalistische Terrorismus ist mit den bisherigen militärischen und polizeilichen Mitteln kurzfristig zumindest nicht zu besiegen. Es sei verheerend, dass die Führungsspitze von al-Qaida wieder intakt sein und in vielen Ländern Gotteskrieger rekrutiere. SZ, 10.12.2002, S.7
Michel Friedman, CDU Michel Friedman, CDU, zu Inquisition und Kreuzzüge
"Die Vorbereitungen zur Tötung von Menschen sind stets im Namen Gottes oder eines vermeintlich höheren Wesens vor sich gegangen, das die Menschen ersonnen und in ihrer Phantasie erschaffen haben." HasekJaroslav Hasek: Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk. S. 129
"Wir müssen die religiösen Überzeugungen Andersgläubiger vollwertig akzeptieren und respektieren. Und wir dürfen niemals der Versuchung erliegen, uns selbst als die Vollstrecker des göttlichen Willens zu begreifen." Günther Beckstein, CSU, Jahresempfang der Evangelischen Akademie Tutzing 2002; Tutzinger Blätter 2 (2002), S.6. Ein schwerer Hieb gegen alle, die Andersgläubige nicht vollwertig akzeptieren und respektieren und ihnen das Kruzifix aufdrängen wollen.
"O Du ruhender Gott an meinen Brüsten!
Ohne Dich kann ich nicht mehr sein."
Mechthild von Magdeburg (Mystikerin, um 1207/10 in der Gegend um Magdeburg – 1282/94 in Kloster Helfta bei Eisleben). Mechthild "Die Liebe lobt Gott an fünf Dingen"
"O Herr, minne mich gewaltig, oft und lang.
Je öfter du mich minnest, umso reicher werde ich.
Je gewaltiger du mich minnest, um so schöner werde ich.
Je länger Du mich minnest, umso heiliger werde ich hier auf Erden."
Mechthild von Magdeburg
MechthildEkstase - ein Weg in andere Dimensionen – chrismon 02/2002, S.50
Der Orden "Schulschwestern von unserer lieben Frau" in Auerbach, Oberpfalz, hat etwa 180 Nonnen. "Was sich hinter den Klostermauern abspielt ist ein Tragödie", erklärt eine ehemalige Schwester: Selbstmordversuche, alkohol- und medikantenabhängige Nonnen. Exerzitienmeister Heinrich Morscher verbot den Nonnen schwimmen und wandern, Musik, Büstenhalter und Telefonate wurden untersagt. In Vorträgen sprach er nur von Sex und verteufel die Leiblichkeit. SZ, 17.11.2001, S.62 Das Kloster in Auerbach steht dem fundamentalistischen Engelwerk Engelwerk nahe und hat Verbindungen zur dubiosen KPE Katholischen Pfadfinderschaft Europas. SZ, 22.11.2001, S.55
In einem Beitrag für die «Frankfurter Allgemeine Zeitung», 21.9.2001, schrieb der portugiesische Literatur-Nobelpreisträger Jose Saramago, «ausnahmslos alle Religionen» hätten nie dazu gedient, die «Menschen einander näher zu bringen und den Frieden zu mehren». Vielmehr seien die Religionen der «Grund für unendliches Leid, für Massenmorde und ungeheuerliche physische und psychische Gewalt, die zu den dunkelsten Kapiteln der elenden Geschichte der Menschheit» gehörten.
"Offenbarungsreligionen, das hat auch die Geschichte des christlichen Abendlandes gezeigt, sind anfällig dafür, zur Ideologie zu werden, wenn sie als politische Handlungsanweisung verstanden werden. ... Der Fundamentalismus mag ein hässlicher Aspekt der Religion sein, den die meisten Gläubigen ablehnen, aber er ist ein Aspekt der Religion." Rainer Brunner, wissenschaftlicher Assistent am Orientalischen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, SZ 16.10.2001, S.16
"Möge Gott Amerika weiter segnen." George W. Bush, US Präsident in seiner Ansprache an die Nation, FAZ, 9.10.2001, S.6 "Ich bezeuge, daß es keinen Gott gibt außer Allah, und Mohammed ist sein Prophet." Osama bin Laden, TV Sender Al Dschazira, FAZ, 9.10.2001, S.6
"Religion, ob christlich, jüdisch, islamisch, ist ambivalent: Sie kann Frieden und Gerechtigkeit fördern, sie kann den Tod bringen." Matthias Drobinski, SZ, 21.9.2001, S.4.
Leugnung des religiösen Fanatismus durch Gerhard Schröder, SPD, Bundeskanzler, nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center am 11.9.2001 im Bundestag, 19.September: "Die Anschläge haben nichts mit Religion zu tun." SZ, 20.9.2001, S.13
  • Dagegen die USA: "Wanted. Dead or Alive. Osama bin Laden. For mass murder in New York City". Osama Bin Laden ist der Führer einer fanatischen, muslimischen Religionsgruppe, derzeit vermutlich in Afghanistan.
  • Dagegen Michael Wolffsohn, Walter Laqueur und andere in Literatur Terror Religion Literatur zu Terror und Religion.

"Die säkulare, bedenkenlose westliche Spaß-, Entertainment- und Kultur-Gesellschaft sieht sich auf einmal der Weltmacht des religiösen und politischen Fundamentalismus – und Fanatismus – gegenüber." SZ, 13.9.2001, S.1
"Die Opfer des arabischen und muslimischen Fundamentalismus zu sein macht uns oft so blind, dass wir dazu neigen, die Verbreitung eines chauvinistischen und religiösen Extremismus zu ignorieren, der nicht nur im Bereich des Islam stattfindet, sondern auch in Teilen der christlichen Welt und auch innerhalb des jüdischen Volkes." Amos Oz, SZ, 13.9.2001, S.17
Links
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RushdieSalman Rushdie: The Satanic Verses
steinigung Biblische Bestrafung: Steinigung
Terroranschlag Terroranschlag auf New York / Washington
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Fanatiker, Fundis, Phantasten

EngelwerkEngelwerk ein katholischer Geheimbund

legionäre Legionäre Christi

opus dei Opus Dei

religionAnfang

Fundamentalismus
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 12.5.2012