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Sewering
Professor Dr. Dr. hc Hans-Joachim Sewering, CSU
Dies ist keine offizielle Webauftritt von Herrn Sewering. Eine ungeheure Biografie. – Sewering LinksSewering Literatur
1. November 1933 Sewering wird Mitglied der SS
1. August 1934 Sewering tritt der NSDAP bei
1942 Sewering ist für die Pflegeanstalt Schönbrunn zuständig
26. Oktober 1943 (an meinem Geburtstag!)
Der Arzt Hans-Joachim Sewering, Dachau, unterschreibt in der Heilanstalt Schönbrunn bei Dachau ein "Ärztliches Zeugnis", mit dem er die 14-jährige Babette Fröwis in die Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar überweist.
"Neben seinem Ärztekittel besass Sewering, der sich 1943 nachweislich an «Euthanasie»-Morden beteiligt hatte, nämlich auch die schwarze SS-Uniform".
Neue Zürcher Zeitung in der Amazon-Rezension zu Sewering Kater. Ärzte als Hitlers Helfer.
1. November 1943 Babette Fröwis wird in Eglfing-Haar als zugegangen dokumentiert.
16. November 1943 Exitus von Babette Fröwis in der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar
Die Euthanasiemethode der Nazis in der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar: Behandlung mit dem Schlafmittel Luminal bis zum Tod. Die etwa 1500 Opfer sterben eines scheinbar natürlichen Todes.
ab 1945 Der ehemalige SS-Mann und Lungenarzt Hans-Joachim Sewering macht Karriere in den ärztlichen Standesorganisationen und in der CSU.
1973 seweringBayerische Staatsmedaille für besondere soziale Verdienste
1973 –1978 Präsident der Bundesärztekammer und im bayerischen Senat
1992 Senator Prof. Dr. med. Dr. med. h.c. Hans Joachim Sewering erhält die seweringParacelsus-Medaille
1992 seweringRichard-Merten-Preis
1993 Sewering will Präsident der Weltärztekammer werden. Das führt zum Eklat. Michael J. Franzblau, Professor für Hautkrankheiten an der Universität in San Francisco, verhinderte mit dem jüdischen Weltkongress und anderen Organisationen Sewerings Wahl.
1995 In einer $62,500 ganzseitigen Anzeige in der New York Times frägt Franzblau:
"Why is the German state of Bavaria harboring an accused war criminal?"
Spending more than $100,000 of his own money, Dr. Franzblau traveled to Germany four times and met with prosecutors in pursuit of Dr. Hans Joachim Sewering who, it was alleged, sent innocent patients, including children, to their deaths. seweringFebuary 24 1997 franzblau
Much of the historical record of these events has disappeared, but Sewering’s signature does appear on documents authorizing disabled children to be transferred from a sanitarium to a “healing center” called Eglfing-Haar, where it is known physically and mentally disabled children were given fatal injections or starved to death. Sewering denies any knowledge of what happened to the children he sent to Eglfing-Haar, and the Bavarian government says there is a lack of evidence. seweringdaybreak 1997
Dr. Franzblau lost 25 family members to the Nazis in a single day during World War II, and he has made it his life's mission to bring a doctor for the Nazi SS to justice. Hans Sewering sent as many as 900 German children from a sanitarium he ran to a killing center.
The children did not fit into Hitler's plan for a "master race," because of their mental and physical disabilities. Franzblau wants Sewering prosecuted. "I want this guy's head on a platter, and that's pretty nasty stuff for a physician to be saying."
seweringabc7news.com: Nazi Hunter UpdateJul 11, 2002  
If and when Franzblau takes his case to Strasbourg, the suit will actually target the Bavarian minister of justice on charges of obstruction of justice. Franzblau said Sewering, who is a former elected official, has "friends in high places," who have made the going tough. He believes Bavaria's Christian Social Union Party has taken steps to prevent the unmasking of one of its own as a war criminal.
sewering San Francisco Jewish Community Publications 2002
Ende Juli 2002 In der New Yorker Zeitung Aufbau ein ganzseitiges Inserat – Auftraggeber der Anzeige ist Michael J. Franzblau – mit heftigen Angriffen auf den bayerischen Ministerpräsidenten und Kanzlerkandidaten der Union, Edmund Stoiber, CSU, und auf den Mediziner Sewering.
Jetzt klagt Franzblau Ministerpräsident Stoiber an, mit seiner Regierung seit Jahrzehnten einen Mörder zu decken. Sewering, der 86-jährig in Dachau lebt, habe Babette Fröwis und andere Kinder damals wissentlich dem Tod überantwortet. Sewering hat das stets vehement bestritten. Die bayerische Justiz vertusche diese Verbrechen, lautet ein weiterer Vorwurf. Franzblau, der viele Mitglieder seiner Familie durch Mordtaten der Nazis verloren hat, forderte in dem Inserat auf, Protestbriefe an Stoiber zu schicken. Das Justizministerium verzeichnet seither aber „kaum Posteingang“ und verweist darauf, dass keine der Untersuchungen jemals Anlass zur Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens gegen Sewering geboten hätten. Dabei scheint es zu bleiben, denn die Staatsanwaltschaft München I hat in diesen Tagen einmal mehr eine Überprüfung der Causa Sewering mit neuen Zeugeneinvernahmen abgeschlossen. „Wir sehen keine weiteren Überprüfungsansätze“, sagte der Münchner Chefermittler Manfred Wick. Franzblau will bis 2003, wenn sich seine Kampagne zum zehnten Mal jährt, weiteres Material zusammentragen. „Hinweisen, die Ernst zu nehmen sind, wird nachgegangen“, sicherte Wick zu.
Michael Stiller, SZ, 31.8.2002, S.51
Hans-Joachim Sewering hat den zweifelhaften Ruhm auch in die Belletristik US-amerikanischer Herkunft eingegangen zu sein. Man lese Lily Brett: Einfach so, S. 423. sewering Rezension
Ehrung für ehemaligen NS-Mediziner Hans-Joachim Sewering ruft Proteste hervor
Der Berufsverband der Deutschen Internisten BDI ehrte den NS-Mediziner Sewering mit der höchsten Auszeichnung des Verbands, der Günther-Budelmann-Medaille. SZ, 28.5.2008, S. 18 – bdiBDI
Links
domes Robert Domes: Nebel im August. Die Lebensgeschichte des Ernst Lossa
Literatur
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  Michael H. Kater. Ärzte als Hitlers Helfer. Europa, 2000. Gebunden, 576 S.kater kater michael
klee Ernst Klee: Deutsche Medizin im Dritten Reich: Karrieren vor und nach 1945. Frankfurt: Fischer, 2001. Gebunden, 416 Seiten klee
Ernst Klee: Was sie taten. Was sie wurden: Ärzte, Juristen und andere Beteiligte am Kranken- oder Judenmord. Frankfurt: Fischer, 2001. Broschiert, 355 Seiten klee
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