Günther Beckstein fordert: Weniger Demokratie, Stichwahlen
abschaffen! Ignoranz des bayerischen Staats
gegenüber seinen Bürgern: In
Bayern wird BÜRGERFERNE groß geschrieben
Bürgernähe
bayerischer Landtagsabgeordneter
Bürgerferne vieler Abgeordneter |
Günther Beckstein: Die
CSU-Landtagsfraktion und der CSU-Arbeitskreis "Innenpolitik" haben die
Pläne nach Angaben Becksteins bereits ohne Gegenstimme gebilligt.
OVB, 19.5.2005, S. 6
br-online Pikant: einen
CSU-Arbeitskreis "Innenpolitik" gibt es nicht. Siehe
Arbeitskreise Arbeitsgruppen der CSU Fraktion im Bayerischen
Landtag.
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Günther
Beckstein begründet seinen Vorschlag, die demokratische Beteiligung der
Bürger weiter einzuschränken, mit:
- nur bei 25 % der Stichwahlen gewann der Kandidat, der nach
dem 1. Wahlgang zurück lag
- die Wahlbeteiligung geht bei Stichwahlen zurück;
OVB, 19.5.2005, S. 6
Damit müßte er fast alle Wahlen ablehnen: meist
gewinnt die CSU; die Wahlbeteiligung ist oft rückläufig. Vielleicht
lehnt Beckstein Wahlen konsequent ab. Seine langjähriger, oft
erfolgreicher Kampf gegen Rechtsstaat, Demokratie und die Liberalitas Bavariae
legen es nahe.
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SZ: Was halten Sie von dem
Vorstoß des Innenministers? [Günther Beckstein: Stichwahlen
abschaffen] Armin Grein,
Landesvorsitzender der Freien Wähler: "Gar nichts. Das ist ein Anschlag
auf die Demokratie." SZ, 18.5.2005, S. 37
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Beim Bayerischen
Landkreistag in Neutraubling bei Regensburg schlug Günther Beckstein vor,
die Stichwahlen bei Bürgermeister- und
Landratswahlen abzuschaffen. OVB, 13.5.2005, S.
6 Diesen schweren Anschlag gegen die Demokratie begründete
Beckstein abenteuerlich.
- Kosten für die Stichwahl: für jeden Wahlgang
müssen zahlreiche Helfer bezahlt werden
- die Stichwahlen weisen eine geringe Wählerakzeptanz
auf
- in der Regel setzt sich der Kandidat, der im ersten Wahlgang
den größten Stimmenanteil erringen konnten, auch in der Stichwahl
durch. "Beispielsweise deckt sich bei den Bürgermeisterwahlen des Jahres
2002 in rund drei Viertel der Gemeinden mit Stichwahl des Bürgermeisters
das Ergebnis des ersten Wahlgangs mit dem der Stichwahl."
Pressemitteilung Nr. 202/05
Das Rechenbeispiel des Innenministeriums zeigt, dass
Stichwahlen nötig sind. Alle drei Punkte können auch für die
Abschaffung der Wahl allgemein angeführt werden. In Bayern setzt sich in
der Regel der Kandidat der CSU durch. |