| Islamisten verklagen Bayerns Innenminister Günther
Beckstein Der türkische Verein Milli Görüs kämpft gegen falsche Darstellung Unliebsame Gruppierungen werden von den Politikern in eine gefährliche Ecke gestellt. So werden der Humanistischen Union (ansonsten als Atheisten-Verband verkannt) Verbindungen zu Scientology nachgesagt, Zeugen Jehovas werden zu Demokratiebekämpfern und der türkische Verein Milli Görüs wird mit Osama bin Laden und dessen Terrorismus vermischt, so in der Broschüre des Bayerischen Innenministeriums "Islamischer Extremismus" ( |
| Ein paar Auszüge aus der
Broschüre "Islamischer Extremismus"
und Kommentare "Unabhängig vom Weg verfolgen gemäßigte und militante Islamisten jedoch gemeinsam das Ziel der Errichtung eines islamischen Gottesstaats, und zwar nicht nur in ihren jeweiligen Heimatländern, sondern weltweit." Nachdem damit alle Islamisten als Revoluzzer hingestellt werden, klingt es anschließend fast höhnisch: "Der Islam als Religion und seine Ausübung werden nicht vom Verfassungsschutz beobachtet." Eine Seite weiter wird dagegen zugestanden: "In Deutschland unterliegen derzeit 17 islamistische Gruppierungen der Beobachtung durch den Verfassungsschutz." |
| "Die Trennung von
Staat und Religion in westlichen Staaten wird nicht nur als
unislamisch abgelehnt, sondern auch aktiv bekämpft." Die
Trennung von Staat und Religion gibt es auch in Deutschland nur sehr
eingeschränkt. ( |
| Ein paar Seiten weiter wird der
Beschreibung von Islamische Gemeinschaft Milli
Görüs e.V. (IGMG) ein Bild von Osama bin Laden hinterlegt,
so als ob er Mitglied oder gar Vorsitzender des Vereins wäre. Dagegen reichte der Verein Klage beim Münchner Verwaltungsgericht ein. SZ, 17.12.2002, S.51 |