| Alois Glück, CSU,
Kanzelrede in der Erlöserkirche, München, Oktober 2001, 28.10.2001, Br alpha; Widersprüche und Seitenhiebe auf Günther Beckstein; |
| "Zu den Zeitzeichen und zu den Alarmzeichen unserer Zeit zählt, daß wir nun schon seit mehreren Jahren zunehmend religiös und kulturell begründete Konflikte in der Welt haben." |
| Kommentar: Prinzipiell richtig, doch haben wir religiöse
Konflikte seit fast 2000 Jahren. Nur einmal darf man raten, wodurch diese
ausgelöst wurden. |
| Zu den Auswirkungen der
Terroranschläge vom 11.September 2001 "Zunächst glaube ich, können wir feststellen, daß entgegen vieler Befürchtungen der ersten tage die politisch Verantwortlichen besonnen reagierten, in den USA, auch der amerikanische Präsident, dem viele genau dieses nicht zu getraut haben." |
| Kommentar: wer Bombardierungen besonnen nennt, mag Alois
Glück zustimmen. |
| "Es gibt keinen Zustand in der Welt und es gibt keine Ungerechtigkeit in der Welt, die solche Reaktionen [gemeint sind die vom 11.9.2001] rechtfertigen würde." |
| Kommentar:
Widerspruch zu oben. Gerade noch nannte Glück "Zustände" die
härteste Gewaltmaßnahmen (z.B. Bombardierung eines Landes)
rechtfertigen. Jetzt verneint er dies zweimal ("Es gibt keinen Zustand ...
keine Ungerechtigkeit ..."). |
| "Das kann ja nicht heißen, daß wir für unser Zusammenleben hier in Deutschland, in Europa, in der westlichen Welt und auch international, mühsam über Jahrhunderte [gegen härtesten Widerstand des Christentums] und über nicht wenig Blutvergießen errungene Werte unserer Zivilisation und unserer Demokratie deswegen aufgeben." |
| Kommentar: das sind saftige Seitenhiebe gegen Otto Schily, SPD, und besonders Günther Beckstein, CSU, die viele Werte unserer
Zivilisation und unserer Demokratie deswegen aufgeben wollen. Beide liefern
sich darin nach Meinung vieler einen |
| "Dieses christliche Menschenbild steht gegen die Reduzierung des Menschen auf seine Nützlichkeit." |
| Kommentar: erneut ein nicht zu überhörender Schlag
gegen Günther Beckstein, CSU, der die
Nützlichkeit zum entscheidenden Kriterium machte, siehe |
| Doch Alois
Glück zeigte auch Lichtblicke der Hoffnung auf: "Mehr als die Hälfte der Mitglieder des deutschen Bundestages der beiden Regierungsfraktionen gehört keiner christlichen Konfessionen an." |