| Wehrtechnik Affäre Steuererlass für Rüstungsfirma Diehl |
| Wer die Spezl- und Amigo-Kreise in Bayern stört
muß mit erheblicher Verfolgung rechnen. Die Oberfinanzdirektion
Nürnberg gab die Personalakte der Skandalaufdeckerin Ingrid Meier an die
Staatsanwaltschaft weiter. Die Einwilligung der Betroffenen lag nicht vor.
Münchner Merkur, 23.5.2002, S.5 |
| Die bayerischen Behörden
gehen härter gegen die Nürnberger Finanzbeamtin Ingrid Meier, die es wagte einen Steuernachlass von
30 Millionen Euro für die Rüstungsfirma Diehl publik zu machen: die
Staatsanwaltschaft durchsuchte das Büro, die Wohnung der Finanzbeamtin und
die Kanzlei ihres Anwalts Rainer Roth.
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| Am 7. Dezember 2000 zeigte die Betriebsprüferin
Ingrid Meier Zivilcourage und übersandte dem bayerischen Finanzminister
Kurt Faltlhauser, CSU, die Remonstration,
mit der sie sich gegen eine ihrer Meinung nach rechtswidrige Weisung der OFD
Nürnberg zur Wehr setzte. Der Steuervorteil für die
Rüstungsfirma Diehl von 60 Millionen wurde nicht zurückgenommen.
SZ, 4.12.2001, S.50 Im Dezember 2001 erhielt Faltlhauser (nicht Frau Meier!) |
| Die Betriebsprüferin, die das
Steuergeschenk des bayerischen Finanzminster Kurt
Faltlhauser, CSU, an die Rüstungsfirma Diehl nicht
durchgehenlassen wollte, bekam Weisung, die Steuerfreiheit anzuerkennen. Sie
zeigte Zivilcourage und remonstrierte (= Bedenken beim Vorgesetzten
äussern). Ihr wurde der Fall entzogen, der bayerische Finanzminster
schloß den Fall zugunsten des Unternehmens ab. Die Amigo Zeiten sind
keinesfalls zuende. SZ, 21.11.2001, S.51 |
| Karl Diehl,
Seniorchef des Rüstungskonzern Diehl,
Nürnberg, ist ein steinreicher Industrieller und CSU-Amigo. Immerhin wr er
ein guter Freund und Gönner von Franz Josef Strauss. SZ: "Was die
Staatsanwaltschaft Bonn 1985 zur Ahndung der Flick-Parteispendenaffäre
nach Bayern schickte auch in Sachen Diehl versickert in der
Ablage der Justiz". SZ, 20.11.2001, S.53 |
| Eine Nürnberger
Finanzbeamtin entdeckte, dass zwei Beteiligungen der Kriegsfirma (euphemistisch
als Wehrfirma benannt) Diehl in Nürnberg in das Privatvermögen der
Familie Diehl übernommen wurden und dann steuerfrei verkauft wurden. Es
handelte sich um Anteile an den Rüstungsfirmen Krauss Maffei und
Rheinmetall. Die Prüferin beharrte darauf, dass der
Veräusserungserlös zu versteuern sei. Die Oberfinanzdirektion
Nürnberg entzog der Finanzprüferin daraufhin den Steuerfall.
SZ, 20.11.2001, S.1 |