Ermächtigungsgesetz Historischer Hintergrund zur Anmerkung
Stieglers, SPD. Rolle der Vorläuferparteien von CDU/CSU, FDP
CSU nicht auf dem Boden
des Grundgesetzes Politik und
Diskussion
Tagebuch des Internetsurfers
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Man mag historische Wahrheiten
bestreiten (ich bin dagegen, dies zu verbieten) doch kann man in
Geschichtsbüchern und im Web den historischer Hintergrund zum
Ermächtigungsgesetz und die genauen Abstimmungsverhältnisse nachlesen. Der
Reichstag hatte 1933 das Ermächtigungsgesetz gegen die Stimmen der SPD
verabschiedet. Damit wurde das Parlament ausgeschaltet und die Staatsgewalt auf
die NSDAP Regierung übertragen. Die von der NSDAP kontrollierten
Landesregierungen durften nun völlig legal, ohne Beschluss des Landtags,
Gesetze erlassen und die Landesverwaltung neu organisieren. |
- 6. November 1932. Wahlen zum Reichstag:
NSDAP 33,1% der
abgegebenen Stimmen SPD bleibt mit 20,4% zweitstärkste politische
Partei KPD erhält 16,9%
- 17. November 1932 Reichskanzler von Papen tritt in Berlin von
seinem Amt zurück, da seinem Kabinett sämtliche im Reichstag
vertretenen Parteien mit Ausnahme der DNVP die Unterstützung versagt
haben..
- 30. Januar 1933 Reichspräsident Paul von Hindenburg
ernannte den Führer der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei
(NSDAP), Adolf Hitler, zum Reichskanzler.
- Hinter Hitlers Kabinett stand keine Mehrheit: 248
Reichstagsabgeordnete der NSDAP und 584 Abgeordnete der Deutschnationalen.
- Die Neuwahlen zum Reichstag wurden auf den 5. März 1933
festgesetzt.
- 27. Februar 1933 Reichstagbrand
- 28.2.1933 Hindenburg unterzeichnete eine ihm von Hitler
vorgelegte Notverordnung zum Schutze von Volk und Staat, die zur Abwehr
kommunistischer staatsgefährdender Gewaltakte die wichtigsten Grundrechte
außer Kraft setzte. [Ähnliches passierte nach dem
11. September 2001: zum Schutz der Bürger wurden
wichtige Grundrechte
ausgehöhlt.
Stoiber, CSU:
Sicherheit vor Grundrechte.]
- 5. März 1933 Bei den Wahlen zum Reichstag wird die NSDAP
mit 43,9% der abgegebenen Stimmen und 288 Mandaten stärkste Partei und
verfügt gemeinsam mit der Kampffront Schwarz-Weiß-Rot (8% und 52
Sitze) über die absolute Mehrheit im Parlament.
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23. März 1933:
Zunächst stimmt das katholische Zentrum einer Änderung
der Geschäftsordnung zu. Diese ermöglichte es, daß alle von den
Nationalsozialisten inhaftierten Abgeordneten der Kommunisten und der SPD als
anwesend gerechnet wurden. Nur aufgrund dieser Zustimmung des katholischen
Zentrums wurden die zwei Drittel Mehrheit erreicht, die für ein
verfassungsänderndes Gesetz notwendig waren. Bayerische
Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. Geschichte des modernen
Bayern. München 2000. 2. Auflage. S. 288-89. |
Dann: Das Ermächtigungsgesetz, "das Gesetz zur Behebung der
Not von Volk und Reich" wird beschlossen. Das Gesetz ermächtigte die
Reichsregierung auf dem Verordnungswege für vier Jahre Gesetze zu
beschließen.
| pro
Ermächtigungsgesetz |
contra Ermächtigungsgesetz |
| 444 Stimmen der
NSDAP, der DNVP, des Zentrums und der kleineren Mittelparteien |
94 Stimmen der
SPD
|
81
Abgeordnete der KPD hatten keine Möglichkeit zur Teilnahme; 26
Sozialdemokraten wurden vorher verhaftet oder waren auf der Flucht. Ohne
Zustimmung der Zentrums und der Bayerischen Volkspartei wäre das
Ermächtigungsgesetz gescheitert! Wolfgang Benz. Geschichte der Dritten Reichs. München:
Beck, 2000. S.25-26 |
Damit machte sich der Reichstag selbst
überflüssig. |
Ermächtigungsgesetz vom 23.3.1933 ("Gesetz zur Behebung der
Not von Volk und Reich")
GLASNOST
Berlin - Die nationalsozialistische Machtergreifung 1933/1934
Aus der Reichstagsdebatte zum Ermächtigungsgesetz
Machtergreifung. Umfangreiche Linkliste
Primärliteratur Drittes Reich
Das neue Ermächtigungsgesetz |