| Affäre Schneider Technologies:
Wirtschaftliche Inkompetenz Trauerspiel nachdem der CSU durchtränkte Aufsichtsrat einen CSU-nahen Mann in den Vorstand beruft
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Renate Daum, Thilo Knott |
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| Neuer
Aufsichtsrat und neuer Vorstand bei der Schneider Technologies AG Neuer Aufsichtsrat und neuer Vorstand bei der Schneider AG Landtagsgrüne fordern endlich Aufklärung von Rolle von Staatsregierung und LfA bei der Unternehmenspleite |
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| Gezwungen durch die Entscheidung des
Bayerischen Verfassungsgerichtshofes vom 26. Juli 2006 gestand die
Staatsregierung ein: Die LfA hat in mehreren
Fällen Schneider-Aktien aus ihrem Bestand teils gänzlich
unentgeltlich, teils zu Preisen weit unter dem Kurs abgegeben. Eine
entsprechende Nachfrage der Landtagsgründen beantwortete das
Staatsministeriums der Finanzen am 08.12.2006 stereotyp (den Sachverhalt der
Aktienabgabe bejahend!) mit: "Die Aktien waren nach Eintreten der vereinbarten
Bedingungen zu übertragen." |
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| Füllhornausschüttung der LfA Förderbank an
höchste Schneider Manager In seiner Beantwortung einer Anfrage von Martin Runge, Grüne, räumte das CSU-Staatsministerium der Finanzen ein, dass die LfA Förderbank Bayern im Oktober 1998 an ein damaliges Mitglied des Aufsichtsrats der Schneider Technologies AG (seinerzeit noch Schneider Rundfunkwerke) 2.250 Aktien entgeltfrei abgegeben hat. Ausserdem zeigte sich die LfA im selben Monat an ein ausscheidendes Vorstandsmitglied grosszügig: es erhielt unentgeltlich 3.000 Aktien der Schneider Technologies AG. Die LfA hat ferner im Juni 2000 an ein Vorstandsmitglied der Schneider Technologies AG knapp unter 100.000 Stück zum Kaufpreis von 15 Euro je Aktie abgegeben. Damit wurde im Landtag am 6.11.2006 der nächstfolgend angegebene Bericht aus Börse online bestätigt. Natürlich wurden die Aktiengaben so konstruiert, dass man nicht von Schenkungen reden darf. Drucksache |
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LfA
Förderbank Bayern, Großaktionärin von Schneider Technologies
war freigebig
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| Ein Stapel unangenehmer Fragen für die bayerische
Regierung Bisher zog sich die bayerische Regierung auf Fragen der Opposition gerne mit Ausflüchten, wie "Betriebsgeheimnis" oder "Geschäftsinterna" aus der Affäre. Die Gerichte sagten: "So nicht!" Die Informationspraxis der Regierung wurde gerichtlich arg gerügt. So kann man wohl Bürger abspeisen, doch nicht die gewählten Volksvertreter, auch wenn sie nicht von der Staatspartei sind. Martin Runge, Grüne: "Es ging darum, die gnadenlose Verschwendung von Steuergeldern zu vertuschen". Insbesondere wird nun nochmals nachgefragt, ob die staatliche LfA bei Schneider Technologies Gelder veruntreut hat. OVB, 11.8.2006, S. 6 |
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| Schriftliche Anfragen des Herrn
Abgeordneten Dr. Martin Runge, Grüne, im Mai 2006 betreffend
Wertpapiermärkte und die Bayerische Staatsregierung und
Bilanzfälschungen und deren Strafverfolgung in Bayern am Beispiel der
Insolvenzen der RTV Family Entertainment AG und der Schneider Technologies AG
wurden im Juni 2006 von Mitgliedern der Bayerischen Regierung (alle CSU, daher
an Aufklärung bekanntlich eher nicht interessiert) betont lakonisch und
nichtssagend beantwortet. Korrekte und ausreichende Antworten der Regierung muss die Opposition nun schon fast regelmässig vor dem Verfassungsgerichtshof erstreiten. Dieser verurteilt das verfassungswidrige Verhalten der CSU; doch das bekümmert die CSU kaum. |
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| Gerhard Polt und die Biermösl Blosn (Hans, Michael und Christoph
Well) greifen (neben ihrem Dauerbrenner des Plempel-Biers Warsteiner) den
Skandal um Schneider Technologies auf. Im Programm "Offener Vollzug" ergreifen
sie die Partei der Anleger gegen die Klüngelei und Schmauschelei von LfA,
bayerische Regierung, Ralf Adam und
Otto Wiesheu. Hans Well: "Die Anleger haben
der Staatsbank und damit dem Staat vertraut mit fatalen Folgen."
Börse Online 21/2006, S. 76 |
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Über die "schauspielhafte
Karriere" von Ralf Adam bei Schneider und
danach berichtete die Süddeutsche Zeitung, 13.4.2006, S. 37.
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| Beim Landgericht
München liegen seit Ende 2005 mehrere Schadenersatzklagen gegen die LfA
und einzelne Ex-Vorstände von Schneider Technologies vor, Der Frankfurter
Rechtsanwalt Rolf J. Döring wirft in einer Strafanzeige bei der
Staatsanwaltschaft Frankfurt der LfA, der Investmanbank Lehmann und
Ex-Vorständen von Schneider vor, die wirtschaftliche Entwicklung des
Unternehmens bewusst falsch dargestellt zu haben. Auf Kosten der Aktionäre
wurde ein "kriminelles Insiderkonzept" mit
"schwerer bandenmässiger Untreue"
durchgezogen. Süddeutsche Zeitung, 24.2.2006, S.
42 |
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| Dr. Martin
Runge, Grüne, MdL, offensichtlich einer der wenigen
Landtagsabgeordneten in Bayern, der Kontakt auch zu parteifreien Bürgern
pflegt und sich für die Belange der Bürger, gebeutelt von
Grossmannssucht und Arroganz der Politiker, einsetzt, verfasste: "Die Pleite
des Allgäuer Traditionsunternehmens Schneider. Bayerns Wirschaftsminister
imitiert den neuen Markt: Anleger prellen, sich selbst und die Seinen schadlos
halten, Unternehmen an die Wand fahren lassen", 1.12.2004,
aktualisiert 14.2.2006
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| Im Zusammenhang mit dem Niedergang und der Zerschlagung der Schneider AG wurden Ende 2005 zahlreiche weitere Strafanzeigen und zivilrechtliche Klagen gegen die LfA, Lehman Brothers und frühere Vorstandsmitglieder der Schneider AG eingereicht. Hier übergibt Burkhart Ceppa (links), ein gelinkter und geschädigter Anleger, seine Klage gegen die LfA und gegen Ralf Adam (früher Abteilungsleiter bei der LfA, dann Vorstandsmitglied der Schneider AG) an Margarete Bause, Fraktionsvorsitzende, und Martin Runge, wirtschaftspolitischer Sprecher von Bündnis90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag. | ![]() München, 14.02.2006 © Burkhart Ceppa; mit freundlicher Genehmigung |
| Alle Strafanzeigen gegen
Verantwortliche des Disasters mit Schneider Technologies wurden bisher bei der
Staatsanwaltschaft Augsburg abgeblockt. Nun hat Ex-Aktionär Burkhart
Ceppa durch seine Münchner Anwältin Nicole Voßen Schadenersatzklage beim
Landgericht München I eingereicht. Er hat durch falsche Verlautbarungen zu
Forschung, Marktchancen und Know-How des Unternehmens Schneider Technologies
und durch Machenschaften der staatseigenen LfA (sie baute bekanntlich zwischen
August 1999 und Juli 2000 ihre Beteiligung an Schneider ab; die "Dummen" waren
die privaten Geldgeber) viel Geld, aber auch Vertrauen in die Politik verloren.
SZ, 31.12.2005, S. 48. Mein Vorschlag: vor Wertpapieren mit direkter oder indirekter Beteiligung des Bayerischen Staates muss auf allen Prospekten und Kurstafeln mit einer tiefschwarzen Risikopflaume und dem Hinweis: "Vorsicht! Staatliche Machenschaften nicht ausgeschlossen!" gewarnt werden. |
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| Schließung des Standorts Mindelheim zum Jahresende
2005
Firma Schneider Electronics GmbH kündigte zum 31.12.2005 am Standort Mindelheim die Aufgabe aller Geschäfte an. So hat ein unrühmliches Kapitel bayerischer Wirtschaftspolitik nun sein trauriges Ende gefunden. Nach Ansicht des grünen Landtagsabgeordneten Martin Runge wurden das Allgäuer Traditionsunternehmen Schneider Technologies AG und seine beiden Töchter von der staatlichen Förderbank LfA und dem Bayerischen Wirtschaftsministerium regelrecht an die Wand gefahren. Die Kleinanleger wurden durch mehrere Kapitalerhöhungen und Hochtreiben der Kurse bewusst abgezockt. Die Schlüsselfigur dieses Schwindels ist Otto Wiesheu, Bayerischer Wirtschaftsminister und LfA-Verwaltungsrat, wurde in den Vorstand der Deutschen Bahn befördert. Ähnlich wurde er nach seinem Alkoholunfall (1 toter Pole) in die Hanns-Seidel-Stiftung befördert ( Man kann jedem Anleger nur raten: Keine Aktien der Deutschen Bahn erwerben! |
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| Das Bayerische Verwaltungsgericht
bewertete in der Klage ( |
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| Die
dubiose Rolle der bayerischen Förderbank bei der Schneider
AG Der Zusammenbruch von Schneider Technologies, Türkheim, 2002 war frühzeitig vorhersehbar. Bereits 1997 lag im Unternehmen eine entsprechende Studie vor. 1998 stieg die LfA Förderbank Bayern in das angeschlagene Traditionsunternehmen ein. Sie sammelte über zwei Kapitalerhöhungen im Dezember 1999 und April 2000 insgesamt 71 Millionen Euro durch den Verkauf von Aktien von Kleinanlegern ein. Währenddessen reduzierte die LfA ihren eigenen Anteil um eine Million Aktien. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt (
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| Bei der Klage beim bayerischen
Verfassungsgericht der Grünen geht es um die mühevolle
Aufklärung um ein umstrittenes Aktionoptionsprogramm an den damaligen
Vorstandschef Benedikt Niemeyer und um Vorwürfe
der Bilanzmanipulation. Die bayerische
Regierung blockt die Aufklärungsbemühung bislang ab. Börse Online 5/2005, S. 10 |
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| Zur Klage der Grünen im bayerischen Landtag beim
bayerischen Verfassungsgericht Die Fragen der Staatsregierung auf schriftliche Anfragen zur Affäre um Schneider Technologies und der staatseigenen LfA wurden nur ungenügend beantwortet. Deshalb klagen die Grünen gegen die Regierung. Diese meint, das Geschäfts- und Bankengeheimnis (das für Privatleute längst aufgelockert wurde) mußte berücksichtigt werden. OVB, 20.1.2005, S. 35; Börse Online 5/2005, S. 10 Wie unpräzise die Antworten waren zeigt das folgende Beispiel:
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| Bayerischer Landtag 15.Wahlperiode
30.Sitzung am Mittwoch,dem 01.Dezember 2004,9.00 Uhr |
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| Landtagspräsident Alois Glück, CSU, ruft in der Affäre
Schneider den Ältestenrat an. Martin Runge, Die Grünen, hatte seine
schriftliche Anfrage an Wiesheu mit "vertraulich" versehen. In der Landtagsdebatte
wiederum zitierte dann Franz Pschierer,
CSU, aus der Anfrage. Dazu Wiesheus Sprecher Reinhard
Pfeiffer: "Der Vorwurf, Unterlagen seien unzulässigerweise
weitergegeben worden, stimmt nicht." Es muß sich um den seltenen Fall von
Hellseherei handeln. (Man kann dazu Franz Pschierer, CSU, nur warnen: Erik Jan Hanussen, ein berühmter Hellseher,
wurde 1933 nahe Berlin ermordet!). Martin Runge zur taz. "Da gibt man Wiesheu
eine vertrauliche Anfrage und der gibt sie seinen Schergen weiter."
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| Die Fraktion der Grünen
beschloß eine Organklage gegen die bayerische Regierung beschlossen, um
"gegen mangelnde Transparenz und fehlende Information vorzugehen". Diese Klage
wird vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof behandelt werden.
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| Otto Wiesheu, CSU, bedauert nicht
nur die Verwendung von Argumenten im Bayerischen Landtag ("ein
parlamentarischer Sittenverfall"; siehe nachfolgende Notiz), sondern
auch, daß sich Abgeordnete des Bayerischen Landtags für Bürger
einsetzen, wie es Die Grünen wagten. Das Gütesiegel der
bayerischen Abgeordneten für Bürgerferne ist gefährdet ( |
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| Der Dringlichkeitsantrag von Abgeordneten Bündnis90
Die Grünen: Niedergang und Zerschlagung der Schneider AG - Bericht und
Aufklärung über die Sanierungsaktivitäten von
Staatsregierung und LfA (Text als Pdf-Download siehe unter
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| Staatsregierung und LfA mitverantwortlich beim
Schneider-Niedergang Der wirtschaftspolitische Sprecher der Landtagsgrünen Martin Runge erhob schwere Vorwürfe gegen die CSU-Regierung im Zusammenhang mit der Pleite bei Schneider: Die Sanierungsaktivitäten der Staatsregierung haben sich als das erwartete Desaster erwiesen. Minister Otto Wiesheu, CSU, vertuschte im Fall (durchaus zweideutig gemeint) von Schneider-Technologies. Die Landtagsfraktion der Grünen beschloß eine Organklage gegen die Staatsregierung. Sie verlangen Aufklärung der Machenschaften von Staatsregierung und LfA im Fall Schneider. In der Affäre Schneider wurden Millionen an Steuergeldern verschleudert. |
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| In Türkheim geht die
TV-Ära zu Ende: Schneider-Technologies verlagert die Produktion in den
Osten. Der aus China angereiste Chef des Mutterkonzerns TCL, Felipe Suen, verkündete den 115 Mitarbeitern, daß die Produktion in Türkheim, wo derzeit noch 55 Mitarbeiter beschäftigt sind, eingestellt wird. Die Produktion wird nun nach Polen und Ungarn verlagert, sagte auch Konzern- Sprecher Xiaoping Zhang. Damit wurden seit Wochen kursierende Gerüchte bestätigt. Augsburger Allgemeine, 27.11.2004, S. 1, 2, 11. Nur Franz Pschierer, CSU, MdL, hat offensichtlich alle Anfragen im Landtag zu Schneider-Technologies, alle Ereignisse vor Ort, die oben genannten Gerüchte und die Berichterstattung auf dieser Webauftritt nie mitbekommen: Er wurde von der Nachricht über den Stellenabbau " kalt" erwischt. "Informierte Kreise sahen diese Entwicklung kommen, als TCL ... und der französische Elektronikhersteller Thompson im Juli ein Gemeinschaftsunternehmen vereinbarten." AA, 27.11.2004, S. 11. Damit ist Franz Pschierer über die Wirtschaft in seinem Wahlkreis zu wenig informiert, ist aber Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie im Landtag! Übrigens: der Arbeitsstaatssekretär Georg Schmid, CSU, dankte am 17.5.2002 Franz Pschierer, CSU, MdL, für seine politische Unterstützung bei der im Insolvenzverfahren befindlichen Firma Schneider Technologies AG. |
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| Die Europäische Kommission ( |
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| Telefonnotiz mit brisantem Inhalt Einer internen Telefonnotiz vom 27.11.2001 (liegt Börse online vor) zufolge baten die damaligen Vorstandsmitglieder bei Schneider Ralf Adam und Hans Szymanski die LfA um Rat. Der LfA Mitarbeiter riet laut Notiz davon ab, Bestellungen einzustellen. Zwei Monate später: Insolvenz bei Schneider Technologies. Jetzt ermitteln die Staatsanwälte. Börse online 39/2004, S. 68 |
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| Die Umstände des
Schneider-Zusammenbruchs und der Verkauf der Schneider-Laser-Technologie an
Jenoptik sind bis heute ungeklärt. Aktionäre vermuten
Gläubigerbegünstigung, Subventionsbetrug und Betrug an den
Kleinaktionären. Nach Blockade aus den politischen Instanzen wird die
Insolvenz von Schneider Technologies AG jetzt doch von der Staatsanwaltschaft
Augsburg und der EU-Kommission näher untersucht. Unter die Lupe wird auch
der LfA-Günstling und ehemalige Vorstandschef bei Schneider Benedikt
Niemeyer genommen. Niemeyer ist inzwischen als Vorsitzender der
Geschäftsleitung von |
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| Eine
Krähe hackt der anderen kein Auge aus (Redensart).
Erläuterung: Seinesgleichen schont man; unter Berufskollegen und Parteifreunden hält man zusammen. Das Bayerische Verwaltungsgericht München wies einen Eilantrag ab: Die LfA Förderbank Bayern muß vorerst keine Auskunft zu ihrem umstrittenen Verhalten im Zusammenhang mit Schneider Technologies geben. Die LfA geriet in den Verdacht fragwürdiger ungesetzlicher Aktionen. Börse Online 25/2004, S. 8 Nach dem Bayerischen Pressegesetz ist die LfA als Anstalt öffentlichen Rechts auskunftspflichtig. Doch das Gericht stufte das vom bayerischen Landtag verabschiedete LfA-Gesetz höher ein.
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| Die Landesanstalt für Aufbaufinanzierung (LfA)
des Freistaats Bayern wird im Zusammenhang mit der Insolvenz der Schneider
Technologies AG erneut angeklagt. Die LfA Förderbank Bayern war
Hauptaktionärin bei Schneider; Otto Wiesheu,
CSU, ist Verwaltungsratschef der LfA. Die Journalistin von
Börse Online Renate Daum ( |
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Neue
massive Vorwürfe gegen die LfA Förderbank Bayern (Verwaltungsratchef:
Otto Wiesheu, CSU; siehe
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| Interessante Nebeninformationen zum Klüngel um
Schneider Technologies, LfA, Jenoptik usw.
bietet der Gegenantrag zum Geschäftsjahr 2002 der Jenoptik. Darin wird
Nichtentlastung der Mitglieder des Vorstands, Prof.
Dr. h.c. Lothar Späth, Alexander von Witzleben und Norbert
Thiel und Nichtentlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats, Dr. Roland Schelling, Werner Schmidt und Andreas
Trautvetter gefordert, unter anderem wegen möglicher Kollision
von Eigeninteressen mit den Interessen der Aktionäre. |
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| Die LfA baute ihre Beteiligung an
Schneider Technologies zwischen August 1999 und Juli 2000 von 36 auf 18 % ab.
Laut Bankauskunft ist ihr dabei ein Verlust "in unterer einstelliger
Millionenhöhe" entstanden. Zu Zeiten der Bördenhausse Verluste
einzufahren und den Steuerzahler um Millionen zu schädigen, zeigt besondere Unfähigkeit. Im selben Zeitraum
platzierte die Bank Lehman Brothers Schneider-Aktienpakte zu börsennahen
Kursen. Börse Online 39/2003, S.11. Wer sind die Dilettanten? Die Vorstände Rudolf W. Schmitt, Michael Schneider, Heinz Schmidt? Die Mitglieder des Verwaltungsrates: Staatsminister Dr. Otto Wiesheu ( |
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| Zur Affäre um den
bayerischen Wirtschaftsminister Otto Wiesheu, CSU, die bayerische
Förderbank LfA und Schneider Technologies fragt die SZ: "Ist
das jetzt schon wieder ein Skandal?" Sebastian Beck: "Aus der
Landespolitik. Unsortierte Vorwürfe", SZ 11.9.2003. Für außerbayerische Leser: In Bayern genügt es nicht, wenn die staatliche Förderbank LfA bei Schneider einsteigt, zeitweise einen Aktienanteil von 35 % hält, dann Aktien rechtzeitig verkauft (zum Zeitpunkt der Insolvenz hielt die LfA noch 18,2 % der Aktien) und bei allem ein CSU Minister Wiesheu Verwaltungsratschef der LfA ist und ein Beamter (vorher bei der LfA) im Vorstand von Schneider sitzt (nach der Insolvenz erhielt Ralf Adam einen lukrativen Posten im staatlichen Hofbräuhaus: dieses gehört quasi, wie alle staatlichen Objekte, der CSU). Postenschieberei, Gleichsetzung des bayerischen Staates mit der Partei und Austragsstüberl für Parteimitglieder sind in Bayern Routine und kein Skandal. Die LfA behauptet zudem, ihr inkompetenes Engagement bei Schneider sei ordnungsgemäß verbucht worden. |
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| Das dubiose Aktiengeschäft
der landeseigenen (entspricht in Bayern: CSU-eigenen) LfA Förderbank beschäftigt auch die
Spiegel Redaktion. In den LfA-Bilanzen tauchte der Gewinn aus dem Verkauf der
Aktien 1999/2000 nicht auf. Dafür verringerten sich Verluste aus der
Pleite bei der Immobilien - Gesellschaft LWS ( |
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| Dank der Affäre um Schneider Technologies und
der LfA Förderbank Bayern bleibt Otto
Wiesheu, CSU, LfA-Verwaltungsratchef und bayerischer
Wirtschaftsminister, in den Schlagzeilen. Er hat behauptet, die LfA habe
unternehmerische Entscheidungen bei Schneider nicht beeinflusst. Die LfA
spielte jedoch eine große Rolle in der Affäre Schneider. Das wird
aufgedeckt in "Schneider Technologies. Von
München ferngesteuert", Börse Online
37/2003, S. 11 auf. Sonderbar ist, dass die LfA ihre Anteile abbaute,
als die Aktie zwischen 20 und 66 Euro notierte. Haben auch bayerische Politiker
vorzeitig ihre Anteile bei noch günstigem Kurs versilbert? |
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| Die LfA hat Forderungen beim
Amtsgericht Memmingen gestellt (Aktenzeichen IN 13/02). Drei
Darlehensforderungen im jeweils siebenstelligen Euro-Bereich und eine
Nebenkostenforderung aus Mietverhältnissen von 617,95 Euro. Was hat die
LfA wem vermietet? taz Nr. 7144 vom 30.8.2003, Seite
3 |
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Ebenso der bayerische Beamte (!!!) Ralf Adam bis 8. Mai 2002 im Vorstand von Schneider Technologies. Heute: Justitiar im Staatlichen Hofbräuhaus; noch immer (beurlaubter) Beamter. Otto Wiesheu: Adam sei "aus dem bayerischen Staatsdienst beurlaubt". "Sein Status als Beamter des Freistaats Bayern blieb davon unberührt." Ex-Schneider Arbeitnehmervertreter, Raci Dikkaya, CSU, ist Schatzmeister des CSU-Ortsvereins Markt Wald. taz Nr. 7144 vom 30.8.2003, Seite 3 |
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| Eine Gruppe von Aktionären
des bayerischen Elektronikkonzerns Schneider Technologies AG, die RTC Consulting & Beteiligungs GmbH, hat vor dem
Landgericht Düsseldorf Klage gegen die bayerische Landesanstalt für
Aufbaufinanzierung (LfA) eingereicht. Der Vorwurf: Die LfA habe Aktionäre
mit falschen Pflichtmeldungen getäuscht. Der Verwaltungsratschef der
Landesanstalt ist Otto Wiesheu, CSU,
Wirtschaftsminister. Wiesheu gestand im Bayerischen Landtag ein, wegen
Schneider Technologies politisch Druck ausgeübt zu haben. taz Nr. 7144 vom 30.8.2003, Seite 1 |
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| Die Firmenerben Albert und
Bernhard Schneider fordern von der LfA
Förderbank Bayern, die Schneider Technologies in den Ruin
getrieben haben soll, 57.000.000 Euro
Schadenersatz (für Leute, die keinen Begriff von großen
Zahlen haben: 57 Millionen) Die Brüder
alarmierten im März 2003 das Bundesamt für
Finanzdienstleistungsaufsicht. Die Europäische Kommission leitet nach
einer Subventionsbeschwerde eine Prüfverfahren ein (CP 31/2003).
Focus 33/2003,
S.156 |
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| Jenoptik (man erinnere sich:
Ex-Chef: Lothar Späth, CDU; Hans Szymanski, ehemals Schneider Technologies)
erwarb 60 Prozent der Lasersparte des Elektronikkonzerns Schneider Technologies
für 4,6 Millionen Euro (also für'n Apel un' Ei). Jenoptikchef
Alexander von Witzleben bezeichnete den
Kauf als gutes Geschäft; verweigerte aber Auskünfte auf der Jenoptik
HV. Ein Aktionär will nun die Auskünfte gerichtlich erzwingen.
Schneider-Aktionäre klagten auch gegen die LfA
Förderbank Bayern auf Schadenersatz. Während sich
ansonsten Unternehmen zu laufenden Anzeigen selten äussern, weiß die
LfA schon jetzt: "keine Aussicht auf Erfolg". Börse online
30/2003, S.10 |
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| Auf der Bilanzpressekonferenz der LfA (Schneider
Großaktionär) am 19.3.2003 sagte Bayerns Wirtschaftsminister
Otto Wiesheu, CSU, zum Fall [bewußt zweideutig, H.H.] Schneider
Technologies: "Interessiert mich heute nicht mehr." Börse Online 14/2003, S. 62 Typische Politikereinstellung: das Wohl des Bürger interessiert nicht, wichtig ist, daß die Diäten und Pensionen für Politiker hoch sind. |
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Eigentümlich bis zwielichtig
ist auch die Rolle des Ex-Betriebsratsvorsitzenden
Raci Dikkaya.
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Immer noch ungeklärt: die Rolle der Politik bei
der Zerschlagung von Schneider Technologies und der geringe Preis, den Jenoptik
für die Lasersparte zahlte. Ich gebe Gedankenfutter dazu.
Sowohl bei Neuverteilung von lukrativen Posten als auch bei der Verscherbelung der Werte gingen die Aktionäre leer aus, ja, sie wurden geschröpft. |
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| Insolvenzrekord in Deutschland in 2002. Als einer
der ersten Großinsolvenzen stellte Schneider Technologies Ende Januar
Insolvenzantrag. Große Teile des Unterhaltungselektronik-Konzerns gingen
im September an die chinesische TCL Holdings, kleinere Bereiche unter anderem
an Jenoptik ( |
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| Die Schneider Technologies AG steckte seit Jahren in Schwierigkeiten. Das Unternehmen sollte zum High-Tech-Konzern für Unterhaltungselektronik und Laser-Technologie umgebaut werden. Das Land Bayern und damit im Effekt die CSU spielte dabei eine wichtige Rolle, denn die staatliche Förderbank, die Bayerische Landesanstalt für Aufbaufinanzierung (LfA), besass allein fast 20 Prozent am Unternehmen. Dazu kam die Landesbank Bayern als Kreditgeber. | ||||||||
Mitglieder des
CSU-durchtränkten Aufsichtsrates im Juni 2000 AFAIK
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| Der
Aufsichtsrat und die Vorstände Ralf Adam und Hans Szymanski haben
Schneider Technologies in den Verlust gefahren. Viele Arbeitnehmer und
Anteilseigner büßen für diese Inkompetenz. Hans Szymanski sitzt in der Geschäftsführung der Jenoptik Laser, Optik, Systeme GmbH, die ja bekanntlich mit dem CSU Amigo Prof. Dr. h. c. Lothar Späth verbunden ist. Lothar Späths Leben ist durchzogen von Pleite-Unternehmen 1970 bis 1974 Geschäftsführer der Neuen Heimat Baden-Württemberg in Stuttgart und Vorstandsmitglied der Neuen Heimat Hamburg; [Neue Heimat Pleite 1982-1986] 1978 bis 13. Januar 1991 Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg; trat wegen Versagens (Segeltour in der Ägäis sogenannte "Traumschiff-Affäre") zurück. ab Juni 1991 Vorsitz der Geschäftsführung der Jenoptik GmbH. Seit der Umfirmierung zur Aktiengesellschaft im Januar 1996 ist Lothar Späth Vorsitzender des Vorstandes der Jenoptik AG. (Quelle: JENOPTIK Aktiengesellschaft, Öffentlichkeitsarbeit, 16. April 2002) Bei der Jenoptik agierte Späth zunächst dank staatlicher Milliardenzuschüssen erfolgreich, doch dann holte ihn sein "Können" ein: "Die Halbjahresbilanz, die Späth an jenem Morgen präsentiert, müde und ungewohnt humorlos, sieht nicht gerade famos aus. Umsatz und Gewinn sind eingebrochen. Am Jahresende wird der Konzern bestenfalls das Vorjahresergebnis erreichen." Lothar Späth hat freundschaftliche Beziehungen zum Ex-Marinerichter Hans Filbinger, CDU. Quelle: BR Alpha-Forum: Lothar Späth; Moderation: Werner Reuß. 16.11.2002. Hans Filbinger fällte in den letzten Kriegstagen 1945 noch Todesurteile gegen deutsche Soldaten, machte dann, wie viele Nazis Karriere in der BRD, und mußte auf Druck doch seinen lukrativen Ministerpräsident-Posten Baden-Württemberg aufgeben. Lothar Späth meinte im Interview des BR Alpha, daß Filbinger (nicht den deutschen Soldaten, wie man naiv meinen könnte) Unrecht geschah. Siehe Ralf Adam soll dem Vernehmen nach in der Staatlichen Hofbräuhaus AG in München sein gewiß nicht unattraktives Auskommen haben. |
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| Links | ||||||||
Renate Daum, Thilo Knott |
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