| Flughafen und Lärmbelästigung,
dritte Startbahn Der Flughafen Franz Josef Strauss München als Umweltfrevler Anteilseigner an der Flughafen-München-Gesellschaft (FMG): Freistaat Bayern 51%, Bundesrepublick Deutschland 26%, Stadt München 23% |
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| "Die
Expansionspläne des Flughafens sind von der Realität eingeholt
worden", sagte der umweltpolitische Sprecher Christian
Magerl, Die Grünen. Die Gesellschafter des Flughafens
Bund, Land und Stadt München sind dringend gefordert, die
umstrittenen Ausbaupläne zu stoppen: "Die Prognosen, die dem Projekt
dritte Startbahn zugrunde liegen, und mit denen der vermeintliche Bedarf
begründet wird, sind längst nicht mehr haltbar." |
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Ein Wald von Transparenten und ein
zweistündiges Pfeifkonzert erwartete Günther
Beckstein, CSU, massgeblicher Mitinitiator der weiteren
Zerstörung der bayerischen Heimat bei seiner Kundgebung in Freising.
Beckstein hatte wenig Argumente und beschimpfte die etwa 1200 Gegnern der
dritten Startbahn am Flughafen München und wohl auch allgemein Gegnern der
CSU-Politik:
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| Die Gegner einer
massiven Lärm- und allgemeinen Belastung reichten nach ersten
Schätzungen ein: 42.000 Protest-Schriftsätze bei der Regierung von Oberbayern 13.000 Schriftsätze bei der Stadtverwaltung Freising Zunächst werden die Einwendungen in einer Erörterungsveranstalung diskutiert. SZ, 9.1.2008, S. 37 Dann werden sie im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens von der CSU-Regierung von Oberbayern abgelehnt werden ... Ups, na ja, das ist meine Vorhersage am 16.1.2008. Wer hält dagegen? |
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| Das Aktionsbündnis AufgeMUCkt der
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| Die CSU-Regierung von
Oberbayern befürwortet den Ausbau des Flughafens Bis 2020 sollten die Passagierzahlen von jetzt 30 Millionen auf 55 Millionen fast verdoppelt werden. Die Zahl der Flüge soll von 400.000 auf 610.000 gesteigert werden. Man merkt: alle Beteuerungen, die Bevölkerungen vor Lärm zu schützen waren leere Hülsen. Zig Tausende Einsprüche gegen den Ausbau wurden vom Tisch gefegt. Gegenüber Gesundheit und Wohl der Bürger hatte Vorrang:
SZ, 13.3.2007, S. 42 |
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| Der Bund Naturschutz übergab der
Regierung von Oberbayern 29.000 Unterschriften gegen den Bau einer dritten
Start- und Landebahn am Flughafen München. |
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| Die Flughafen München GmbH FMG will eine dritte Startbahn
bauen. Gestank, Lärm, Krankheit wären die Folge. Anfang
Oktober 2006 protestierten dagegen in Freising etwa 10.000 Menschen. Das
Flughafenlärmgesetz dient den Flughafenbetreibern als Freibrief für
weiteren Lärm. Es schützt die Betreiber vor den
Lärmschutzansprüchen der Bewohnern. Erst ab 60 Dezibel seien
Schutzvorrichtungen und Entschädigungen vorgesehen. Die dritte Startbahn
widerspricht auch dem Landesentwicklungsplan. SZ, 9.10.2006, S.
49 |
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| Die
Bürger scheiterten gegen die Münchner Flughafen GmbH. Der
Bayerische Verwaltungsgerichtshof wies die Klagen mehrerer Anwohner und
Gemeinden gegen die Lockerung der Nachtflugregelung von 2001 ab. Ein
anliegender Gastwirt: er müsse seinen Biergarten asu
Lärmschutzgründen um 21 Uhr schliessen, die Flugzeuge dürfen
jede Nacht durchgehend lärmen. Erwin
Huber, CSU, rief die Kläger auf, sich in den Lärm zu
fügen. SZ, 29.9.2006, S. 42 |
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| Am Donnerstag,
28.9.2006 wird sich der Bayerische Verwaltungsgerichtshof erneut mit der
Nachflugregelung am Münchner Flughafen befassen. Im Jahr 2001 hatte die
Regierung von Oberbayern gemäss dem CSU-Motto: Im Zweifel gegen den
Bürger das Nachtfluggebot gelockert. Dem Flughafen wurde ein
Lärmkontingent zugesprochen. Der Anwalt der Lärmgegner Joachim
Krauß meint, das Urteil eines Leipziger Gerichts zum
Lärmschutz beim Flughafen Berlin-Schönefeld aus dem März 2006
müsse berücksichtigt werden. Dagegen meinte der Anwalt der Flughafen
Müchen GmbH FMG, Volker Gronefeld, das
Urteil aus Leipzig sei auf München nicht anwendbar. OVB,
27.9.2006, S. 7 |
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| Auch in Oberpfaffenhofen geht die CSU
massiv gegen die Bürger vor. Der Sonderflughafen soll mit vielen negativen
Folgen für die Anwohner ausgebaut werden. Mit "CSU macht krank"
protestierten im September 2006 etwa 350 Bürger vor dem Festzelt beim
Aubinger Herbstfest. Josef Schmid, CSU,
beschwichtigt: es sei lediglich mit 16.000 Fliegern zu rechnen.
SZ, 7.9.2006, S. 50 Wer rechnen kann (keine Stärke der CSU) ist im Vorteil: das ist pro Tag cirka 50 Mal Fluglärm. Man schätz ausserdem bis zum Jahr 2012 mit 33.000 Flugbewegungen pro Jahr aus! Edmund Stoiber, CSU, über den Fluglärm: "Man muss wissen, was man will". OVB, 7.9.2006, S. 11 Die CSU will ihren Ruf gegen die Bürger zu arbeiten aufrecht erhalten. |
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| Der CSU-Ministerrat
stimmte am 2.August 2005 für den Freistaat Bayern als Gesellschafter der
FMG der Aufnahme von Planungen für eine dritte Start- und Landebahn zu.
Zustimmungen von Bund und Landeshauptstadt München liegen bereits vor.
PM 316 der Staatskanzlei: Bericht aus der
Kabinettssitzung |
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| Die Antwort des Flughafen-Aufsichtsrats
auf die Bürgerbeschwerden über die Lärmbelastung: es soll eine dritte Star- und Landebahn gebaut werden. Voraussichtlich müssen die Bürger aus Eittingermoos und Grünschwaige "umgesiedelt", d.h. vertrieben werden. Zur Vertreibung von Ausländern ( |
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| Die
lärmgeplagten Anrainer des Münchner Flughafens bekamen vom
Bundesverwaltungsgericht in Leipzig Recht: ein Urteil gegen die Bürger des
Bayerischen Verwaltungsgerichts wurde aufgehoben. Es muss erneut geprüft
werden, ob die lockere Verordnung von 2001 gerechtfertigt ist. Sie erlaubt,
dass zwischen 22 und 6 Uhr mehr als hundert Maschinen starten und landen
dürfen. Im Schnitt ist das eine Flugbewegung alle fünf Minuten.
SZ, 21.4.2005, S. 46 |
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| Ludwig Wörner, SPD, MdL, Mitglied
des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz, stellte eine
Parlamentsanfrage zum neu entstandenen Lärmteppich und den Folgen im
Flughafenumkreis. 1.9.2004 Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion vom 01.09.2004 |
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| Die starke
Unterstützung des Fluglärms am Flughafen Franz Josef Strauss in
München durch die CSU ist kein Einzelfall. Die Regierungsantwort 08.07.1998 Nachttiefflüge in Oberfranken, Seite: 8050, war am Server Bayerischer Landtag Parlamentsdokumente gelöscht. Bei den Flughäfen in Fürstenfeldbruck und Manching kämpfte die bayerische Staatsregierung zusammen mit der IHK für mehr Flugbewegungen. Die Landtagsabgeordnete Irmlind Berg, SPD, bezichtigte Otto Wiesheu, CSU, der Lüge. Protokoll der Landtagssitzung vom 19. Februar 1998: Die SPD-Abgeordnete konfrontierte Wiesheu bei einer Debatte zur zivilen Mitbenutzung des Fliegerhorstes dreimal mit dem gleichen Vorwurf. "Der Wirtschaftsminister hat nicht die Wahrheit gesagt ..."; "Herr Minister: Wie kommen Sie zu einer solchen Falschaussage?" und "Der Minister hat die Unwahrheit gesagt". Wiesheu forderte sie kein einziges Mal auf, diese Behauptung zu unterlassen. Für Wiesheu-Pressesprecher Thomas Bugl sind diese Vorwürfe nichts Neues. Quelle: Fürstenfeldbrucker Nachrichten vom 24./25.04.1999, S. 1. Eingaben betreffend die zivile Mitbenutzung des Militärflughafens Fürstenfeldbruck (Az.: WI.0356.13) [Seite: 7160 ] Das entsprechende Plenarprotokoll war am Server Bayerischer Landtag Parlamentsdokumente gelöscht. Siehe auf dieser Webauftritt: "Das Lügengebäude unserer Politiker" und Informationen zu Otto Wiesheu. Manfred Rothkopf, Abteilungsleiter Verkehr bei der IHK (IHK Zwangsinstrument), zeigte sich optimistisch, daß der genehmigte zivile Flugbetrieb in Fürstenfeldbruck doch noch aufgenommen werden kann. Quelle: Fürstenfeldbrucker Neueste Nachrichten vom 21.04.1999, S. 1. |
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| Der Münchner Flughafen raubt
vielen Anwohnern den Schlaf und die Gesundheit. Hauptanteilseigner der FMG, die
die Körperverletzung erhöhen will und vor Gericht recht bekam:
Freistaat Bayern 51%. Alt-Bürgermeister Oskar
Vincenti ist erschüttert über den Lärmterror. OVB, 9.12.2002,
S.6 |
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| Der
Bayerische Verwaltungsgerichtshof lehnte die Klagen gegen das im März 2001
gelockerte Nachtflugverbot ab. Demnach dürfen weiterhin mehr als 100 Flüge pro Nacht (vorher: 38;
schon das waren durchschnittlich alle 10-12 Minuten ein/e Start/Landung) am
Münchner Flughafen durchgeführt werden. Jürgen Steiner, Aktionsbündnis AufgeMUCkt,
nannte den 3.12. einen "schwarzen Tag für die Bürger rund um den
Flughafen München". |
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| Als es vor Jahren um die Benennung des
Münchner Flughafen ging, waren die Lager gespalten. Die einen dachten an
den Ministerpräsidenten Franz Josef
Strauss und wollte einen Benennung nach der Lichtgestalt., die
anderen dachten an die |
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| Gegen die Bürger
wandte sich auch Manfred Rothkopf, IHK. Es
zeigte sich wieder einmal, daß die IHK recht kurzsichtig nur die
Interessen ihrer Großmitglieder und CSU-Sympathisanten vertritt.
Langfristig richten sich Maßnahmen gegen die Bürger gegen die
Wirtschaft. |
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| Links | |
| Literatur |
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| Dale Brown. Nachtflug zur
Hölle. München: Goldmann, 1996.Broschiert, 540 Seiten
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| oder, literarisch anspruchsvoller, | ||
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| Antoine de Saint-Exupery.
Nachtflug. Frankfurt: Fischer, 2000. Gebunden, 156 Seiten
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