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Lärm
Flughafen und Lärmbelästigung, dritte Startbahn
Der Flughafen Franz Josef Strauss München als Umweltfrevler – flughafen Linksflughafen Literatur
Anteilseigner an der Flughafen-München-Gesellschaft (FMG):
Freistaat Bayern 51%, Bundesrepublick Deutschland 26%, Stadt München 23%
"Die Expansionspläne des Flughafens sind von der Realität eingeholt worden", sagte der umweltpolitische Sprecher Christian Magerl, Die Grünen. Die Gesellschafter des Flughafens – Bund, Land und Stadt München – sind dringend gefordert, die umstrittenen Ausbaupläne zu stoppen: "Die Prognosen, die dem Projekt dritte Startbahn zugrunde liegen, und mit denen der vermeintliche Bedarf begründet wird, sind längst nicht mehr haltbar."
donauPM: Grüne fordern Verzicht auf dritte Startbahn, 14. Juli 2009
Ein Wald von Transparenten und ein zweistündiges Pfeifkonzert erwartete Günther Beckstein, CSU, massgeblicher Mitinitiator der weiteren Zerstörung der bayerischen Heimat bei seiner Kundgebung in Freising. Beckstein hatte wenig Argumente und beschimpfte die etwa 1200 Gegnern der dritten Startbahn am Flughafen München und wohl auch allgemein Gegnern der CSU-Politik:
»Pfeifen« – »Pfeifenköpfe«
Beckstein versprach, dass das Planfeststellungsverfahren bei der Regierung von Oberbayern korrekt ablaufen werde. Alle 60.000 Einwände werden geprüft. Man kennt dies von anderen Verfahren: die Einwände werden pauschal vom Tisch gewischt. Noch einmal beschimpfte er die Startbahngegner, die damit argumentierten, die dritte Startbahn sei nicht nötig. Wer bestreite, dass die dritte Startbahn notwendig sei, ist "ein Dummkopf oder ein bösartig scheinheiliger Mensch". SZ, 23.8.2008, S. 49
Die Gegner einer massiven Lärm- und allgemeinen Belastung reichten nach ersten Schätzungen ein:
• 42.000 Protest-Schriftsätze bei der Regierung von Oberbayern
• 13.000 Schriftsätze bei der Stadtverwaltung Freising
Zunächst werden die Einwendungen in einer Erörterungsveranstalung diskutiert. SZ, 9.1.2008, S. 37
Dann werden sie im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens von der CSU-Regierung von Oberbayern abgelehnt werden ... Ups, na ja, das ist meine Vorhersage am 16.1.2008. Wer hält dagegen?
Das Aktionsbündnis AufgeMUCkt der aufgemucktSchutzgemeinschaft Erding-Nord, Freising und Umgebung e.V. kämpft weiter gegen die Ausweitung des Fluglärms, Bedrohung der Bürger und der Heimat. Einen guten Bericht darüber brachte das Oberbayerische Volksblatt: Hartmut Binner, pensionierter Polizist und sein Abwehrkampf gegen die geplante dritte Start- und Landebahn. OVB, 8.5.2007, S. 7
Die CSU-Regierung von Oberbayern befürwortet den Ausbau des Flughafens
Bis 2020 sollten die Passagierzahlen von jetzt 30 Millionen auf 55 Millionen fast verdoppelt werden. Die Zahl der Flüge soll von 400.000 auf 610.000 gesteigert werden. Man merkt: alle Beteuerungen, die Bevölkerungen vor Lärm zu schützen waren leere Hülsen. Zig Tausende Einsprüche gegen den Ausbau wurden vom Tisch gefegt. Gegenüber Gesundheit und Wohl der Bürger hatte Vorrang:
  • wirtschaftliche Impulse
  • positive Auswirkungen auf die Metropolregion München Nordost
  • neue Arbeitsplätze
  • stimmt mit den Zielen des Landesentwicklungsprogramms LEP der CSU-Landesregierung überein
Dagegen werden die negativen Auswirkungen in Kauf genommen:
  • erhebliche Ausweitung des eh schon unerträglichen Fluglärms
  • Eingriffe in den Wasserhaushalt und die Landwirtschaft
  • erheblicher Eingriff in den Naturraum Erdinger Moos
  • verstärkter Siedlungsdruck
  • negative Auswirkungen auf Luft und Klima
Viele Bürger, die Grünen im Landtag und viele Politiker des Umlands geben den Menschen Vorrang. Die CSU-Landesregierung und ihr Landesentwicklungsprogramms LEP geben der Technik Vorrang.
SZ, 13.3.2007, S. 42
Der Bund Naturschutz übergab der Regierung von Oberbayern 29.000 Unterschriften gegen den Bau einer dritten Start- und Landebahn am Flughafen München. flughafenFlughafen München im Größenwahn
flughafenGrüne: Massiver Protest gegen unnötige dritte Startbahn
Die Flughafen München GmbH FMG will eine dritte Startbahn bauen. Gestank, Lärm, Krankheit wären die Folge. Anfang Oktober 2006 protestierten dagegen in Freising etwa 10.000 Menschen. Das Flughafenlärmgesetz dient den Flughafenbetreibern als Freibrief für weiteren Lärm. Es schützt die Betreiber vor den Lärmschutzansprüchen der Bewohnern. Erst ab 60 Dezibel seien Schutzvorrichtungen und Entschädigungen vorgesehen. Die dritte Startbahn widerspricht auch dem Landesentwicklungsplan. SZ, 9.10.2006, S. 49
Die Bürger scheiterten gegen die Münchner Flughafen GmbH. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof wies die Klagen mehrerer Anwohner und Gemeinden gegen die Lockerung der Nachtflugregelung von 2001 ab. Ein anliegender Gastwirt: er müsse seinen Biergarten asu Lärmschutzgründen um 21 Uhr schliessen, die Flugzeuge dürfen jede Nacht durchgehend lärmen. Erwin Huber, CSU, rief die Kläger auf, sich in den Lärm zu fügen. SZ, 29.9.2006, S. 42
Am Donnerstag, 28.9.2006 wird sich der Bayerische Verwaltungsgerichtshof erneut mit der Nachflugregelung am Münchner Flughafen befassen. Im Jahr 2001 hatte die Regierung von Oberbayern – gemäss dem CSU-Motto: Im Zweifel gegen den Bürger – das Nachtfluggebot gelockert. Dem Flughafen wurde ein Lärmkontingent zugesprochen. Der Anwalt der Lärmgegner Joachim Krauß meint, das Urteil eines Leipziger Gerichts zum Lärmschutz beim Flughafen Berlin-Schönefeld aus dem März 2006 müsse berücksichtigt werden. Dagegen meinte der Anwalt der Flughafen Müchen GmbH FMG, Volker Gronefeld, das Urteil aus Leipzig sei auf München nicht anwendbar. OVB, 27.9.2006, S. 7
Auch in Oberpfaffenhofen geht die CSU massiv gegen die Bürger vor. Der Sonderflughafen soll mit vielen negativen Folgen für die Anwohner ausgebaut werden. Mit "CSU macht krank" protestierten im September 2006 etwa 350 Bürger vor dem Festzelt beim Aubinger Herbstfest. Josef Schmid, CSU, beschwichtigt: es sei lediglich mit 16.000 Fliegern zu rechnen. SZ, 7.9.2006, S. 50
Wer rechnen kann (keine Stärke der CSU) ist im Vorteil: das ist pro Tag cirka 50 Mal Fluglärm. Man schätz ausserdem bis zum Jahr 2012 mit 33.000 Flugbewegungen pro Jahr aus! Edmund Stoiber, CSU, über den Fluglärm: "Man muss wissen, was man will". OVB, 7.9.2006, S. 11 Die CSU will ihren Ruf gegen die Bürger zu arbeiten aufrecht erhalten. flughafen In Bayern wird BÜRGERFERNE groß geschrieben
Der CSU-Ministerrat stimmte am 2.August 2005 für den Freistaat Bayern als Gesellschafter der FMG der Aufnahme von Planungen für eine dritte Start- und Landebahn zu. Zustimmungen von Bund und Landeshauptstadt München liegen bereits vor. PM 316 der Staatskanzlei: Bericht aus der Kabinettssitzung
Die Antwort des Flughafen-Aufsichtsrats auf die Bürgerbeschwerden über die Lärmbelastung:
es soll eine dritte Star- und Landebahn gebaut werden. Voraussichtlich müssen die Bürger aus Eittingermoos und Grünschwaige "umgesiedelt", d.h. vertrieben werden. Zur Vertreibung von Ausländern (flughafen Ausländer in Deutschland) und Flüchtlingen kommt nun die von Inländern. Man rechnet mit der Zustimmung der Gesellschafter Bund (Otto Schily: flughafen "Staatlich sanktionierte Vertreibung war und ist Unrecht"), Land Bayern (Wirtschaftsminister Otto Wiesheu, CSU, war noch vor 2 Jahren gegen weiteren Ausbau; flughafen CSU: unzuverlässig und wetterwendisch) und Stadt München. SZ, 27.7.05, S. 1, 41
Die lärmgeplagten Anrainer des Münchner Flughafens bekamen vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig Recht: ein Urteil gegen die Bürger des Bayerischen Verwaltungsgerichts wurde aufgehoben. Es muss erneut geprüft werden, ob die lockere Verordnung von 2001 gerechtfertigt ist. Sie erlaubt, dass zwischen 22 und 6 Uhr mehr als hundert Maschinen starten und landen dürfen. Im Schnitt ist das eine Flugbewegung alle fünf Minuten. SZ, 21.4.2005, S. 46
Ludwig Wörner, SPD, MdL, Mitglied des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz, stellte eine Parlamentsanfrage zum neu entstandenen Lärmteppich und den Folgen im Flughafenumkreis. 1.9.2004
Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion vom 01.09.2004
Die starke Unterstützung des Fluglärms am Flughafen Franz Josef Strauss in München durch die CSU ist kein Einzelfall.
Die Regierungsantwort 08.07.1998 Nachttiefflüge in Oberfranken, Seite: 8050, war am Server Bayerischer Landtag Parlamentsdokumente gelöscht.
Bei den Flughäfen in Fürstenfeldbruck und Manching kämpfte die bayerische Staatsregierung zusammen mit der IHK für mehr Flugbewegungen.
Die Landtagsabgeordnete Irmlind Berg, SPD, bezichtigte Otto Wiesheu, CSU, der Lüge. Protokoll der Landtagssitzung vom 19. Februar 1998: Die SPD-Abgeordnete konfrontierte Wiesheu bei einer Debatte zur zivilen Mitbenutzung des Fliegerhorstes dreimal mit dem gleichen Vorwurf. "Der Wirtschaftsminister hat nicht die Wahrheit gesagt ..."; "Herr Minister: Wie kommen Sie zu einer solchen Falschaussage?" und "Der Minister hat die Unwahrheit gesagt". Wiesheu forderte sie kein einziges Mal auf, diese Behauptung zu unterlassen. Für Wiesheu-Pressesprecher Thomas Bugl sind diese Vorwürfe nichts Neues. Quelle: Fürstenfeldbrucker Nachrichten vom 24./25.04.1999, S. 1.
Eingaben betreffend die zivile Mitbenutzung des Militärflughafens Fürstenfeldbruck (Az.: WI.0356.13) [Seite: 7160 ]
Das entsprechende Plenarprotokoll war am Server Bayerischer Landtag Parlamentsdokumente gelöscht.
Siehe auf dieser Webauftritt: "Das Lügengebäude unserer Politiker" und Informationen zu Otto Wiesheu.
Manfred Rothkopf, Abteilungsleiter Verkehr bei der IHK (IHK – Zwangsinstrument), zeigte sich optimistisch, daß der genehmigte zivile Flugbetrieb in Fürstenfeldbruck doch noch aufgenommen werden kann. Quelle: Fürstenfeldbrucker Neueste Nachrichten vom 21.04.1999, S. 1.
Der Münchner Flughafen raubt vielen Anwohnern den Schlaf und die Gesundheit. Hauptanteilseigner der FMG, die die Körperverletzung erhöhen will und vor Gericht recht bekam: Freistaat Bayern 51%. Alt-Bürgermeister Oskar Vincenti ist erschüttert über den Lärmterror. OVB, 9.12.2002, S.6
Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof lehnte die Klagen gegen das im März 2001 gelockerte Nachtflugverbot ab. Demnach dürfen weiterhin mehr als 100 Flüge pro Nacht (vorher: 38; schon das waren durchschnittlich alle 10-12 Minuten ein/e Start/Landung) am Münchner Flughafen durchgeführt werden. Jürgen Steiner, Aktionsbündnis AufgeMUCkt, nannte den 3.12. einen "schwarzen Tag für die Bürger rund um den Flughafen München". Flughafen Franz Josef Strauss MünchenEin schwarzer Tag für die Bürger rund um den Flughafen München. Pressemitteilung
Als es vor Jahren um die Benennung des Münchner Flughafen ging, waren die Lager gespalten. Die einen dachten an den Ministerpräsidenten Franz Josef Strauss und wollte einen Benennung nach der Lichtgestalt., die anderen dachten an die Zwangsinstrument IHKSkandalfigur Franz Strauss und lehnten den Namen ab. Da mischte sich Carl Amery ein und überraschte mit seiner Zustimmung für die Benennung nach Strauss. Sein Argument: ein gigantisches Objekt der Landschaftszerstörung und Umweltverschmutzung könne sehr wohl den Namen desjenigen tragen, der in zahlreiche Skandale verwickelt war, zu dessen Amigos Eduard Zwick, Karlheinz Schreiber, Diktator Pinochet u.a. zählten.
Gegen die Bürger wandte sich auch Manfred Rothkopf, IHK. Es zeigte sich wieder einmal, daß die IHK recht kurzsichtig nur die Interessen ihrer Großmitglieder und CSU-Sympathisanten vertritt. Langfristig richten sich Maßnahmen gegen die Bürger gegen die Wirtschaft. Zwangsinstrument IHKIHK-Zwangsinstrument
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NachtflugNachtflug – Zum Nachtflug empfehle ich: Nachtflug zur Hölle oder Nachtflug von Antoine de Saint-Exupery
Flughafen Franz Josef Strauss MünchenPressemitteilung: Ein schwarzer Tag für die Bürger rund um den Flughafen München
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Schutzgemeinschaft Erding-Nord, Freising und UmgebungSchutzgemeinschaft Erding-Nord, Freising und Umgebung e.V.
Literatur
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Dale Brown Dale BrownDale Brown. Nachtflug zur Hölle. München: Goldmann, 2000. Broschiert, 540 Seiten Dale Brown
Dale Brown. Nachtflug zur Hölle. München: Goldmann, 1996.Broschiert, 540 Seiten Dale Brown
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Antoine de Saint-Exupery Antoine de Saint-ExuperyAntoine de Saint-Exupery. Nachtflug. Frankfurt: Fischer, 2000. Hans Reisiger, Übs. Broschiert, 127 Seiten. flughafen Rezension exupery
Antoine de Saint-Exupery. Nachtflug. Frankfurt: Fischer, 2000. Gebunden, 156 Seiten Antoine de Saint-Exupery
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 14.7.2009