| Leo
Kirch und die CSU/CDU-Amigos zahlreiche Politiker berieten den Medienunternehmer Leo Kirch. Hilfe auf Gegenseitigkeit? |
| Ab 14.10.2003 kam der Finanzchef der
Kirch-Gruppe Herbert Schroder in
Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft durchsuchte 13 Wohnungen und
Firmenräume. Verdacht: Rückdatierung von Verträgen und
Bankrott-Straftaten. SZ, 16.10.2003, S.19 Helmut
Kohl und Leo Kirch sind noch
frei. |
| Helmut
Kohl, CDU, kassierte für Beratung bei Leo Kirch laut "Focus" 400.000 Euro. Für Kirch
arbeiteten auch Theo Waigel; Wolfgang
Bötsch, beide CSU; Rupert Scholz;
Christian Schwarz-Schilling, beide CDU. Wie Schwarz-Schilling im
"Spiegel" bestätigte, war es kein pro-forma Tätigkeit, sondern es
ging um Kirchs Pay-TV Decoder (umso schlimmer!). OVB,
19.4.2003, S.2 |
| Bundeskanzler Helmut
Kohl, CDU, ( SZ 14.4.2003, S.1 |
| Die britische Firma K&RPartners, die zur Hälfte dem Altkanzler-Sohn Peter Kohl gehört, beriet ebenfalls Leo Kirch. Im Jahr 2000 seien knapp zwei Millionen Mark, 2001 dann etwa 750.000 Mark geflossen. Die Investmentbank Salomon Brothers, Peter Kohls früherer Arbeitgeber, durfte 1998 an vorderster Stelle beim Börsengang von Kirchs Pro-Sieben-Gruppe mitmachen. SZ 14.4.2003, S.1 |
| Ex-Bundesfinanzminister Theo Waigel, CSU "beriet" von April 1999 bis Februar
2002 Leo Kirch. SZ 14.4.2003, S.1 |
| Wolfgang Bötsch, CSU, langjähriger Postminister unter Helmut Kohl "beriet" Leo Kirch in Telekommunikations- und Medienfragen für vermutlich 300000 Mark jährlich. SZ 14.4.2003, S.1 |
| Rupert Scholz, CDU, Ex-Verteidigungsminister und deutschlandpolitischer Kohl-Berater, "beriet" Leo Kirch mehrere Jahre im Medienrecht. SZ 14.4.2003, S.1 |
| Jürgen Möllemann, FDP, Wirtschaftsminister unter Helmut Kohl "beriet" Leo Kirch (z.B. für 800000 Mark in einem Jahr!). SZ 14.4.2003, S.1 |