| Martin Hohmann Affäre Affäre um die antisemitischen Äusserungen des Martin Hohmann, Ex-CDU, MdB "Es gibt Gedankengänge, die als falle funktionieren. Wenn sich jemand in den Dunstkreis judenfeindlicher Gemeinplätze begibt, kann er infolge der Erörterung der sogenannten Judenfrage allmählich unter die aktiven Befürworter oder nachträglichen Apologeten der Endlösung geraten", György Konrad, Schriftsteller ( in: |
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| Der aus der CDU ausgeschlossene
Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann hielt
am Tag der Deutschen Einheit 2004 erneut eine Hetzrede. "Trotz der Verdoppelung
von ausländischen Sozialhilfe-Empfängern sprechen unsere Politiker
frei weg von Bereicherung Deutschlands durch Zuwanderung", sagte Hohmann.
Bellendes Gelächter im Saal. Hohmann macht es wie ein Jahr zuvor:
Polemisieren, fragwürdige Thesen verknüpfen, mit Zahlen jonglieren,
fertig ist der populistische Brei. |
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| Die Staatsanwaltschaft Fulda lehnte ein
Ermittlungsverfahren gegen Martin Hohmann, CDU, ab. |
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| Unwort des Jahres 2003:
"Tätervolk": Vorwurf einer Kollektivschuld anstelle Benennung von Untaten
kleinerer oder größerer Tätergruppen. Sogar Hohmann sah ein:
die Jury habe eine gute Wahl getroffen; auch der Argumentation schloß
sich Hohmann an.OVB, 21.1.2004, S.1. Es stellt sich die
Frage, wielange Wiederholungstäter Hohmann bei seiner Einsicht bleibt.
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| Pauschale Kritiker meiner
Ebensowenig wie schwächere Werke eines Autors die besseren diskreditieren
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| Die Martin Hohmann Affäre hatte
auch etwas Gutes, es gab eine gemeinsame Initiative aller Fraktionen des
Bundestages gegen jede Form des Antisemitismus. |
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| Wilhelm
Schmidt, SPD, zu der 20 % igen Zustimmung in der CDU
Bundestagsfraktion zu Martin Hohmanns Verbleib in der Fraktion: Es gebe "eine
ganze Reihe von Vertretern der CDU/CSU, die offensichtlich aus
Grundüberzeugung heraus Herrn Hohmann gestützt haben".
Geisteshaltungen dieser Art hätte "einen Nährboden in dieser
Fraktion". OVB, 15.11.2003, S.2 |
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| Martin
Hohmann, CDU, erhält für seine antisemitische Haltung
breite Zustimmung in der CDU, CSU und an den Stammtischen. Stellvertretend dokumentiere ich hier:
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Martin Hohmann, CDU, entgleiste in einer Rede
völlig. Er hetzte anti-semitisch und gegen Andersdenkende. In seiner Rede
zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober sagte er in seinem Heimatort Neuhof
bei Fulda, vor allem jüdisch-stämmige Bolschewisten seien für
die Verbrechen während der kommunistischen Revolution in Russland
verantwortlich.
Hohmann findet in CDU und CSU zahlreiche Verteidiger: Erwin Huber, CSU (SZ, 7.11.2003, S. 6); Norbert Geis, CSU ( |
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| Ergänzung Nach heftigen Diskussionen und angesichts des wachsenden öffentlichen und internen Drucks hat sich die CDU-Spitze doch zum Ausschlussverfahren gegen Martin Hohmann entschlossen. SZ, 11.11.2003, S.1 |
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| Ergänzung 2 Martin Hohmann wurde am Freitag, 14.11.2003 als bislang erster CDU-Abgeordneter aus der Bundestagsfraktion ausgeschlossen. Bei der Abstimmung über den Ausschluss des Martin Hohmann aus der CDU Fraktion stimmten 195 dafür, 48 jedoch nicht. Über 20 % der CDU Abgeordneten wollten sich nicht "von einem der ihren" trennen. SZ, 15.11.2003, S.1 und 3 |
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