Familienfeindlichkeit
der CSU
Die CSU erweist sich oft als |
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| Berufstätige
Eltern haben es in Bayern sauschwer Immer noch gibt es in Bayern kein schlüssiges Konzept für eine Ganztagesbetreuung von Schulkindern. Gerade auf den Gebieten Bildung, Kinder, Familie wird in Bayern gross geredet, zur Chefsache erklärt und mit Priorität behandelt: all das bedeutet, dass es liegen bleibt und oft sogar die Mittel gekürzt werden. So tönte das Bayerische Staatsministeriums für Unterricht und Kultus am 16. Mai 2002 mit einer Bekanntmachung zur Förderung der Ganztagsbetreuung für Schüler/innen der Jahrgangsstufen 5 - 10. Am 1. September 2002 trat diese in Kraft. Doch bis heute, 14. Dezember 2011 (!), ist es für bayerische Eltern sehr schwer einen Betreuungsplatz für ihr Kind zu finden.
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| Bayerische
Koalition aus CSU und FDP uneinig über Investitionen Die FDP will Kindergärten stärker fördern, der CSU sind – erwartungsgemäss – Strassen wichtiger. Obwohl der Bayerische Staat mit unerwarteten Milliarden Mehreinnahmen rechnen kann (erhöhtes Steueraufkommen) will die CSU nicht – wie im Koalitionsvertrag vereinbart – die Familien durch 1 kostenfreies Vorschuljahr entlasten: "Wir werden das für die Eltern kostenfreie letzte Kindergartenjahr mittelfristig einführen". Koalitionsvereinbarung, S. 14. Doch wahrscheinlich argumentiert die CSU wie folgt: sehr vieles im Koalitionsvertrag für 2008 bis 2013 wurde nicht verwirklicht, warum sollte dieser Punkt eingehalten werden? CSU stimmt auf der Klausurtagung des Bayerischen Kabinetts einem Kompromiss zu: der FDP-Forderung nach Beitragsfreiheit für 1 Kindergartenjahr wollte die CSU zwar nicht zustimmen, damit sie die Millionen für den Strassenbau bekam musste sie aber ein familiäres Zugeständnis machen: Eltern erhalten künftig einen Zuschuss (50 Euro pro Kind) zum Beitrag im dritten Kindergartenjahr. "Das entlastet über 100.000 Familien um 600 Euro jährlich." Daraus errechnen sich 60 Millionen Euro!? Ein weiteres Zuckerl für die FDP ist die vage Aussage: "Dies ist ein Einstieg in das beitragsfreie dritte Kindergartenjahr." Im Gesamtüberblick der Haushaltschwerpunkte kommt die PM 386 dann nur auf "Kostenfreies drittes Kindergartenjahr 20 Millionen Euro". Das ist sonderbar, denn den Zuschuss (also noch keine Beitragsfreiheit!) rechnete die Bayerische Staatskanzlei auf 60 Millionen hoch!? Die Staatsstraßen sind der bayerischen Regierung jedoch 105 Millionen Euro wert. Jeder hat seine Prioritäten .PM 386 der Bayerischen Staatskanzlei - Bericht aus der Kabinettssitzung, 19.11.2011 – |
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| Staatspartei verteidigt ihre traditionelle
Familienfeindlichkeit Das Mehrgenerationenhaus (MGH) in Wasserburg ist das einzige im gesamten Landkreis Rosenheim, das vom Bund noch gefördert wird. Das MGH wurde in der Nördlichen Burgau und in der gesamten Stadt Wasserburg sehr gut angenommen. Es hat sich mit dem benachbarten Ableger des Jugendzentrums als äußerst erfolgreich erwiesen. Die Nördliche Burgau war ehemals ein – euphemistisch ausgedrückt – Brennpunkt. Die Situation hat sich, nicht zuletzt dank des MGH, deutlich entspannt und normalisiert. Das wollen die familienfeindlichen Strömungen in Deutschland nicht hinnehmen und vor allem nicht mehr fördern. Lieber werden Millionen an Diktatoren in Afrika (z.B. Libyen und Äthiopien) gepumpt als die Familien zuhause zu fördern. Deshalb kürzt der Bund die Fördermittel des MGH um 10.000 Euro. Die weitere minimale Förderung wird nur aufrecht erhalten, wenn Land und Stadt mitziehen. Das Land Bayern unter der regierenden CSU lehnte eine Förderung der familienfreundlichen Einrichtung strikt ab. Den Ruf der Familienfeindlichkeit will sich die Staatspartei nicht durch das MGH zerstören lassen. Jetzt springt die Stadt Wasserburg mit einem weiteren Zuschuss von 10.000 Euro ein um die Versäumnisse von Bund und Land zu mildern. |
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| “Wir müssen in der Familienpolitik völlig
umstellen: Weg von Geldleistungen, vor allem bei der Unterschicht.”
Ex-Finanzsenator von Berlin und Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin, SPD,
in einem Interview, das September 2009 in der Zeitschrift Lettre
International erschien. Den menschenverachtenden Ratschlägen
Sarrazins folgen die Politiker gerne, so beim Sparpaket 2010, das fast
ausschließlich Arme, Hartz-IV-Empfänger, Familien mit Kinder trifft ( |
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| Alle
wussten es seit Jahren: so destrasös kann es finanziell nicht
weitergehen. Jetzt gestehen es auch die Politiker zu. Doch statt
unnötige Ausgaben (z.B. deutsche Kriegsbeteiligungen weltweit)
einzusparen sind zuerst Bildung und Familien dran. Das Sozialministerium Bayerns
streicht die Sexualaufklärung an den Grundschulen. So werden sie
leichter zu Opfern von Sexualstraftäter. Das nimmt das CSU-geführte
Ministerium offenbar in Kauf. Gerade jetzt - da täglich neuer
Sexualmissbrauch durch Amtsträger der katholischen Kirche ( "Minister bremsen Sexualberater an Schulen aus", SZ, 12.5.2010, S. 49 – Roland Koch,CDU, fordert weitere Einschnitte bei Familie und Bildung. "Roland Koch stellt sich gegen Merkels Kurs. CDU-Vize fordert wegen der dramatischen Haushaltslage striktes Sparen bei Krippen, Schulen und Universitäten" SZ, 12.5.2010, S. 1 |
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| Familien müssen sich auf schwere Einschnitte
gefasst machen: Christine Haderthauer,
CSU, Sozialministerin Bayerns will Familie zum Thema Nummer eins
machen! Horst Seehofer,
CSU, kündigte ein Programm: "Familie, Bildung, Innovation" an. Immer
wenn ein bayerischer Ministerpräsident etwas priorisiert, zur Chefsache
oder Ähnliches macht, dann wird es für die entsprechenen Bereiche hart.
– "Familie muss in Bayern Thema Nummer
eins werde", OVB 22.1.2010, S. 4
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| Politische Schwerpunkte der CSU für die
Zukunft: Familienpolitik, Bildung und Infrastruktur So Annemarie Biechl und Klaus Stöttner, beide CSU, MdL: "Stimmung war gut", Wasserburger Nachrichten, 27.1.2010, S. 2 Man kann es kaum mehr hören. Was waren die bisherigen Schwerpunkte? Immer wenn die CSU Schwerpunkte nennt steht es schlimm um diesen Bereich. Man erinnert sich: als Edmund Stoiber, CSU, der Bildung Priorität gab, wurde an der Bildung gnadenlos gekürzt. |
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| "Bayern soll das familien- und
kinderfreundlichste Land werden, als
Voraussetzung für Geborgenheit", Horst
Seehofer, Ministerpräsident, CSU, Kreuth, OVB 9.1.2010, S. 2. Das zeigt zweierlei:
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| Die
bayerische FDP machte sich für eine Erleichterung der Familien stark:
im Herbst 2009 wollte sie das letzte Kindergartenjahr kostenfrei
gestalten. Auchdie stellvertretende Fraktionsvorsitzende Johanna Werner-Muggendorfer,
SPD, forderte von Sozialministerin Christine
Haderthauer, CSU, die Einführung eines
kostenlosen letzten Kindergartenjahres. Doch Sozialministerin
Haderthauer, CSU, hält nichts von einer Entlastung der Familien. In
Bayern wird es nach ihren Worten vorerst kein kostenfreies letztes
Kindergartenjahr geben |
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Deutschland ist bei der Kinderbetreuung
unter 25 Industrienationen nur Mittelmass
Quelle: Unicef; SZ, 12.12.2008, S.5 – Zu beachten ist, dass in Deutschland vielerorts Eltern Prämien erhalten (»Herdprämie«, siehe |
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| Kultusminister
Siegfried Schneider,
CSU, begrüßte das Grundlagenpapier „Politik für Kinder“, das der
CSU-Vorstand in München am 26. Mai 2008 beschlossen hat. Endlich ist
zumindest auf dem Papier die Absicht da, ein „richtiges, wichtiges und
zukunftsweisendes Signal für eine kinder- und familienfreundliche
Gesellschaft“ in Bayern zu setzen. Bei den zahlreichen 180-Grad-Wenden der CSU in den letzten Monaten ( |
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| Zorn der Kindergartenvertreter über das
Bayerische Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz BayKiBiG Mit der Verabschiedung des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes hat Bayerns CSU-Regierung ihre kinderfeindliche Handlungskraft erneut unter Beweis gestellt und das Gesetzgebungsverfahren nach einem beispiellosen Aufwand an Erprobung, Abstimmung und Öffentlichkeitsarbeit über mehrere Jahre hinweg zu einem katastrophalen Abschluss geführt. Vor einem Jahr bereits hatten die Vertreter vieler Kindergärten ihre Sorgen Klaus Stöttner, CSU, MdL, vorgetragen. Neue Personalkosten, erhöhte Bürokratie, massive Verschlechterungen, ... Im Mai 2008 wiederholten Kindergartenvertreter vor Klaus Stöttner, CSU, MdL, ihre Sorgen. OVB, 26.5.2008, S. 13 Wetten, dass dies den Landtag kaum scheren wird? |
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| Ein internationaler Vergleich zur
Kinderfeindlichkeit in Deutschland Deutschland. Kreisstrasse nahe Edling bei Wasserburg am Inn. Geschwindigkeitsbegrenzung: 60 km. Zusatzschild: "Achtung Schulweg!" In den USA wäre da eine 15 Meilen-Begrenzung und zahlreiche "Bumper", damit sich auch wirklich jeder dran hält. So gesehen in Fort Stockton, Texas, USA. |
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| Ministerpräsident
Dr. Günther Beckstein,
CSU, bei der Diözesanvollversammlung der Katholiken in Bayern in
Passau: "Christliche Politik wird der Familie immer eine herausragende
Bedeutung zumessen und sie muss die Familie entsprechend fördern". Damit ist die Politik der CSU keine christliche. Beckstein betonte, dass für die meisten jungen Menschen Beruf und ein Familienleben mit Kindern heute ganz selbstverständlich zum Leben dazugehören.Er fuhr fort: "Wie Eltern dies gestalten, ist ihre ureigenste Angelegenheit. Wir müssen ihnen die Optionen für beides, Familie und Beruf, ermöglichen". Die CSU setzte im letzten Jahr aber die bekannte Herdprämie (siehe |
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| Eine
der wenigen Parteien, die noch für tödliche Atomkraftwerke eintritt,
ist die CSU. Eine Studie bestätigte auch für die letzten Ignoranten: Es
gibt einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen der Nähe des
Wohnort zu einem Atomkraftwerk und der Zahl an Krebs erkrankten Kinder. SZ, 8.12.2007, S. 2. – |
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| Türkischstämmigen
Jugendlichen wurde der deutsche Pass entzogen, wenn sie nach der
Einbürgerung wieder einen türkischen Pass erhielten. Dieser "bayerische
Sonderweg" wurde vom Bayerischen Verwaltungsgericht gestoppt. Die
Behörden müssen diesen Jugendlichen den deutschen Pass wieder
aushändigen. In Bayern sind davon schätzungsweise 2000 Jugendliche
betroffen. Az. 5 B 05.3039 Kenan Kolat, Vorsitzender des Dachverbands der Türkischen Gemeinde, begrüsste das Urteil. Das bayerische Innenministerium unter Joachim Hermann, CSU, will von ihrer kinderfeindlichen Praxis ungern lassen. Es erwägt eine Beschwerde gegen das Urteil! SZ, 1.12.2007, S. 51 |
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| Der
Soziologe Gosta
Esping-Andersen fordert endlich eine neue,
familienfreundliche Sozialpolitik. "Das wichtigste Mittel gegen
Kinderarmut besteht nicht in Transferzahlungen, sondern im
Erwerbseinkommen arbeitender Mütter." In Skandinavien wurde massiv in
Kinderbetreuung investiert: es zeigen sich gute Ergebnisse beim
Engaement gegen Kinderarmut. SZ,
5.5.2007, S. 7
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| Tagesbetreuungsplätze für Familien mit
Kindern sind in Bayern rar Im Raum Mühldorf beispielsweise gibt es eine Nachfrage von 1200 Betreuungsplätzen für Kinder. Dafür gibt es ein Angebot von 494 Plätzen. Es fehlen Krippenplätze, Hortplätze, Mittagsbetreuung und Nachmittagsbetreuung. Im Kreis Rosenheim ist die Lage für Familien mit Kindern ähnlich katastrophal. Dagegen "glänzt" die Stadt Rosenheim mit einer Bedarfsdeckung von 60 %. Eigentlich auch eine beschämende Familienbetreuung, doch unter Blinden ist der Einäugige König. OVB, 5.5.2007, S. 1 |
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| CDU und CSU stellten
sich im Unionsprogramm gegen
das Elterngeld. Sie plädierten für einen
Kinderfreibetrag. Da das Elterngeld von der SPD favoritisiert wurde
(Familienministerin Renate
Schmidt, SPD, machte sich einst dafür stark),
wollte es die Union nicht. Doch Ursula
von der Leyen, CDU setzte das Elterngeld allen
familienfeindlichen Tendenzen zum Trotz durch. SZ,
16.2.2007, S. 2 CDU und CSU stellten sich Anfang März 2007 auch gegen die weiteren familienfreundlichen Vorschläge der Familienministerin Ursula von der Leyen. Volker Kauder, CDU, schlug das "Allheilmittel" zur Abtötung von guten Vorschlägen vor: auf einer Konferenz der Familienminister der Länder solle geprüft werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU, begrüsste das Hinausschieben der Betreuungsplätze für Kinder und sprach von einem "erfolgreichen Abend". SZ, 7.3.2007, S. 1 |
| Betreuungsquote für Kleinkinder, Quelle: OVB, 2.3.2007, S. 1 | |
| 1. Sachsen-Anhalt | 50 % |
| 2. Mecklenburg-Vorpommern | 43 % |
| ... | |
| ? Bayern | 6,9 % |
| Letzter: Niedersachsen | 5,1 % |
| Walter Mixa, Katholik, hält Kinder aus
Doppelverdiener-Ehen für "ideologischen Fetisch" Der Kritik an der Familienministerin Ursula von der Leyen, CDU, schloß sich der katholische Bischof Walter Mixa an. Als „schädlich für Kinder und Familien und einseitig auf eine aktive Förderung der Erwerbstätigkeit von Müttern mit Kleinkindern fixiert“, kritisierte er den Plan, die Zahl der Kindertagesstätten von derzeit 250.000 auf 750.000 zu erhöhen. In diesem Zusammenhang sprach er von "Gebärmaschinen". „Die wirklichen Profis für die Erziehung eines Kindes sind dessen Eltern, und im besonderen dessen Mutter“, sagte Mixa. Die Doppelverdiener-Ehe werde von der CDU-Ministerin geradezu zum ideologischen Fetisch erhoben.
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| Familienministerin
Ursula von der Leyen,
CDU, fordert die Schaffung von 500.000 neuen Betreuungsplätzen für
Kleinkinder. Die CSU und besonders Joachim
Herrmann, Peter Ramsauer, beide CSU, erheben
schwere Bedenken. Ramsauer: "...die Union darf sich in dieser Frage
nicht dem Vorwurf einer Sozialdemokratisierung aussetzen".
Parteitaktische Manöver sind Herrn Ramsauer wichtiger als das Wohl
unserer Kinder. Er ergänzt: "Viele in der Union betrachten so manche
Vorstellungen der Ministerin nicht als Familienpolitik". OVB, 15.2.2007, S. 2 Entrüstet wies Joachim Herrmann, CSU, das familienfreundliche Angebot ab: "Wir brauchen kein Programm des Bundes oder Geld vom Bund. ... Wir werden das gemeinsam mit den bayerischen Kommunen aus eigener Kraft schultern", OVB, 20.2.2007, S. 4
Roland Koch, CDU, Ministerpräsident in Hessen und Christian Wulff, CDU, Ministerpräsident in Niedersachsen, schwenken auf die familienfreundliche Position der Familienministerin ein. Wulff meinte, die Union habe die Wahlfreiheit zwischen Familie und Beruf betont: "Wir müssen aber inzwischen erkennen, wie unehrlich wir diese These vertreten haben, denn viele Mütter hatten ja gar nicht die Wahlfreiheit", sagte er mit Blick auf fehlendne Betreuungsplätze. OVB, 19.2.2007, S. 1 Umdenken auch bei der Frauen-Union Angelika Niebler, CSU, Vorsitzende der Frauen-Union Oberbayern, unterstützt den familienfreundlichen Vorschlag des Bundes zum Ausbau der Krippenplätze: "Alle Zahlen belegen, dass hier ein Nachholbedarf herrscht. Da ist es nur zu begrüssen, dass der Bund die Länder und Kommunen beim Ausbau der Krippenplätze finanziell unterstützen will." OVB, 21.2.2007, S. 5 |
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| Familienfreundlichkeit wird bei CDU / CSU
als Aufgabe konservativer Werte verstanden Ursula von der Leyen, CDU, setzte in der Union aus CDU / CSU bereits – gegen starken Widerstand der familienfeindlichen Front in der Union – das familienförderne Elterngeld durch. Da das Elterngeld bisher von den Sozialdemokraten gefordert wurde, war es für die CDU / CSU nahezu tabu. Ursula von der Leyen kämpfte für den Steuerfreibetrag für Kinderbetreuung und setzte ihn durch. Ihre dritte familienfreundliche Forderung: mehr Krippenplätze für Kleinkinder rief wieder einen Schrei des Entsetzens bei den Familienfeinden der CDU / CSU hervor. Volker Kauder, CDU, sprach sich energisch dagegen aus. Er halte es für falsch, das Familienmodell der erwerbstätigen Frau zu fördern. Auch Steffen Flath, CDU, wetterte gegen die Familienunterstützung. SZ, 16.2.2007, S. 2 |
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Auswirkung der Familienfeindlichkeit wird
durch Unicef Vergleich bestätigt
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| Die
familienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Simone Strohmayr,
bemängelt, dass Bayern bei der Kinderbetreuung Entwicklungsland ist:
"Bayern liegt darüber hinaus mit einem Versorgungsgrad der unter
Dreijährigen von 5,7 Prozent weit unter dem Durchschnitt der alten
Bundesländer von 9,6 Prozent." Dabei sind die Gruppengrößen von bis zu
27 Kindern untragbar. |
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| Weg mit dem familienfeindlichen Zölibat! Obwohl die Taten die Familienfeindlichkeit der CSU bezeugen, wird in Worten gerne die Familie beschworen. Ganz klar gegen das katholische Zölibat bezogen die Bundestagsabgeordneten Dorothee Bär, Alexander Dobrindt, Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg, Stefan Müller, Daniela Raab, PhDr. Andreas Scheuer, alle CSU, Stellung:
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Die Kinderarmut in München wächst
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Dies
kann man der CSU bescheinigen: sie fordert etwas Wählerfreundliches,
handelt strikt anders und verkauft dies noch erfolgreich als
bürgerfreundliche Politik. Ein Beispiel?
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| Wegen der
notorischen Familienfeindlichkeit sah sich die SPD-Landtagsfraktion zu
einem Dringlichkeitsantrag im bayerischen Landtag veranlasst (von dem
man schon vorher weiß: er wird abgelehnt werden. Wetten?) Die SPD fordert damit ein unbefristetes Bleiberecht für in Deutschland aufgewachsene und integrierte Kinder von Flüchtlingen. Die SPD-Fraktion fordert die CSU-Regierung auf, sich im Rahmen der Konferenz der Innenminister dafür einzusetzen. Angelika Weikert, SPD, MdL:
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| Eine
sechsköpfige Familie
aus dem Kosovo wurde am 1. Juli 2005 aus Zirndorf nach Slowenien vertrieben ( |
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| Der Appell
zahlreicher kinderfreundlicher Organisationen an die
Innenministerkonferenz in Stuttgart am 23./24.6.2005 |
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Wolfgang Zöller, CSU,
der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, plant:
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| Der
Bundestag beschloß am 28.10.2004 den Ausbau der Tagesbetreuung für
Kleinkinder unter drei Jahren mit den Stimmen von SPD, Grüne und PDS.
Besonders in den alten Bundesländern gibt es derzeit nur für 2,7 % der
Kinder unter drei Jahren Krippenplätze; in den neuen Bundesländern sind
es 37 % (nein, kein Kommafehler). Die
CDU, CSU, FDP stimmten diesem familienfreundliche Gesetz nicht zu.
SZ, 29.10.2004, S. 5 Dazu paßt: Bayern ist vorletztes Bundesland bei den Ausgaben zur |
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